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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Unsere Zukunft unsere Kinder


Anataris
28.02.2007, 00:25
Sehr geehrte Herren,

ich richte mich mit einer Diskussionsfrage an Sie. Vielen von Ihnen ist bekannt, dass die MMOGs immer mehr zunehmen. Die Menschen flüchten in eine Art "Internet Traumwelt". Die Anzahl der Spieler wird von Tag zu Tag mehr. (ca. 20Mio. Menschen) lt. Internetportal "Welt" gibt es ca. 6,6 Milliarden Menschen davon haben fünf Prozent einen Internetanschluss.

Mich würde interessieren wie Sie diese Entwicklung sehen.

Grüsse Anataris

oberon
28.02.2007, 01:11
Was bitte sind MMOGs ? :hmmm:

Viele Grüße,

Thomas

Anataris
28.02.2007, 01:53
MMOGs (Massive Multiplayer Online Games) sind Online Spiele. Das Grundprinzip ist einfach erklärt. Jeder Spieler erstellt einen oder mehere fiktiven Spielcharakter in einer virtuellen Welt und versucht diesen Talente und Ausbildung in den verschiedenen Bereichen beizubringen. Die Macher dieser Spiele lassen sich immer etwas neues einfallen um die Spieler bei "Laune" zu halten.

Wikipedia liefert meiner Meinung nach eine sehr gute Erklärung:
"Die ältesten MMOGs entstanden Anfang der 1990er als online-Rollenspiel. Hierbei wird eine fiktiver Spielcharakter in einer virtuellen Welt erstellt, der sich durch Interaktion (Gespräch / Handel / Kampf) mit den anderen Mitspielern oder durch computergenerierte Aufgaben weiter entwickelt.
Derzeit zählt das clientbasierende Spiel World of Warcraft zu den berühmtesten Vertretern dieses Genres."

Nebenbei bemerkt ist das auch eine nicht uninteressante Einkommensquelle für verschiedene Unternehmen. z.B.: World of Warcraft ca. 8Mio. Spieler pro Spieler ca. 10-13€ / Monat und für das Spiel ~ 30-40€ pro Versionsupdate.

Es ist schwierig diese Welt genau zu erklären aber von den Dimensionen kann man sich vorstellen das man vom einen bis zum anderen Ende einige Stunden (Realzeit) unterwegs ist. Die Ausbildung zum „höchsten Trainingslevel“ dauert in der Regel einige Monate.

Grüsse Anataris

oberon
28.02.2007, 02:15
Hm, die Abkürzung kannte ich noch nicht, die Spiele kenne ich schon.

Ich finde es schwierig zu beurteilen, denn jede Zeit hat ihre Süchte und diejenigen, die sie suchen. Ob es moralisch verwerflich ist, damit Geld zu machen, ist auch eine gute Frage. Aber man müsste alle Gastwirte, Lebensmittelhändler für Süßigkeiten und Alkohol, Spirituosenhersteller, Brauer und so einiges mehr mit in den Topf zu den Programmierern solcher Spiele stecken. Und dann wird der Topf schon ziemlich eng.

Von virtuellen Existenzen geht sicherlich eine latente Gefahr aus, da man dort wer sein kann, auch wenn das im richtigen Leben nie geklappt hat. Auf andere Weise gab es das früher auch schon, nur reichte es da, sich Papas gute Krawatte auszuleihen und vielleicht fürs Wochenende einen schicken Wagen zu mieten.

Ich halte es für wichtig, den Umgang mit neuen Medien, und dazu gehören Online-Spiele genau so wie eBay, wie Chaträume und im Grunde auch dieses Forum, an unsere Kinder zu vermitteln. Maßhalten kann man nämlich auch am PC.

Mein Sohn ist 5 1/2 Jahre alt und spielt liebend gern PC Spiele (Löwenzahn, Benjamin Blümchen, Bob der Baumeister). Aber er schaltet nach einer Zeit auch selbstständig wieder ab und spielt was anderes. Das klappt natürlich nicht immer, manchmal muss man ihn mit einem Spachtel vom Bildschirm lösen, aber oft genug.

Die Generation der 30-40jährigen hat dies als Kind nicht gelernt. Nicht lernen können, da es solche Spiele noch nicht gab.
Ich denke, unsere Kinder werden, vorausgesetzt die Eltern erziehen sie, damit erfahrener umgehen als wir es (manchmal) tun.

Viele Grüße,

Thomas

oberon
28.02.2007, 11:39
Ich möchte darum bitten, die Threads dieses Forums zum Thema Freimaurerei zu stellen. Sicherlich sind gesellschaftskritische Themen etwas, mit denen sich Freimaurer befassen, aber dieses Forum sollte sich themenbezogen um die Freimaurerei und die Vereinigten Großlogen von Deutschland drehen.

Viele Grüße,

Thomas

Lapislazuli
28.02.2007, 12:22
In diesem Zusammenhang tauchen bei mir eine Menge Fragen auf. Ich schreibe sie unsortiert nieder.
Ist das überhaupt ein Problem, dass viele Menschen lange mit MMOGs spielen (auch ich mußte erst mal googeln)?
Entsteht irgendein Schaden, der sonst nicht auch in irgendeiner Form entstehen würde? Andere Freizeitaktivitäten kosten auch Geld.
Führt das zu Vereinsamung oder lernen sich durch die Spiele Menschen kennen?
Sind das Flucht- bzw. Vermeidungsreaktionen?
Warum machen die das? Hat das mit Sinnsuche zu tun?
Ist das eine Flucht vor der Realität?
Sind wir als Forenbenutzer oder Mods mit MMOG-Spielern vergleichbar?
Warum gibt man sich überhaupt mit Dingen ab, die weder dem Nahrungserwerb noch der Weitergabe der eigenen Gene dienen?

Homo Maurus
28.02.2007, 12:50
Ich denke, man kann denjenigen, die diesen Markt bedienen keinen Vorwurf machen. Aber das hat oberon sehr schön beschrieben.
Worüber man sich sicher Gedanken machen muß, ist der Suchtfaktor dieser Art von Spielen. Hier stellt sich mir allerdings die Frage, was diese Spieler mit ihrer Freizeit anfingen, wenn sie nicht Stunden um Stunden vor dem PC sitzen würden. Eine anderweitige sinnvolle Freizeitgestaltung traue ich nicht allen aus diesem Personenkreis zu.
Ein anderer Aspekt ist die Flucht aus der Realität. Auch hier sollte man fragen, inwieweit nicht jeder von uns zeitweise versucht, sich der Realität zu entziehen (ist fernsehen etwas anderes?). Wenn ich so manche Statistik sehe wer wie lange fernsieht, stelle ich ein ähnliches Verhalten wie bei den Dauerspielern fest. Allerdings wird dieses Verhalten von der Gesellschaft viel eher toleriert und zum Teil ja noch gefördert.
Ich selbe habe 2 Kinder (mittlerweile 24 und 21). Hier konnte ich das Verhalten am PC und verschiedenen Spielekonsolen sehr gut beobachten. Ganz speziell sind natürlich die Eltern gefordert steuernd auf ihre Kinder einzuwirken.

Ich bin der Meinung, man sollte das Phänomen MMOGs genau verfolgen, ohne ihm jedoch mehr Wert beizumessen, als es verdient, oder alle Probleme der Gesellschaft auf Computer-/Konsolenspiele zu reduzieren.


Viele Grüße

Werner

Anataris
01.03.2007, 00:33
Ich möchte darum bitten, die Threads dieses Forums zum Thema Freimaurerei zu stellen. Sicherlich sind gesellschaftskritische Themen etwas, mit denen sich Freimaurer befassen, aber dieses Forum sollte sich themenbezogen um die Freimaurerei und die Vereinigten Großlogen von Deutschland drehen.

Viele Grüße,

Thomas

Tut mir leid, dann bitte ich um Schließung dieses Threads - persönlich finde ich es richtig Themen über die Freimaurerei hier zu stellen vielleicht gibt es in geraumer Zukunft eine möglichkeit über Themen zu diskutieren. Bedanke mich aber bei allen die sich Zeit genommen haben.

Grüsse Anataris

F. Schmidt
01.03.2007, 18:31
Hm, die Abkürzung kannte ich noch nicht, die Spiele kenne ich schon.

Ich finde es schwierig zu beurteilen, denn jede Zeit hat ihre Süchte und diejenigen, die sie suchen. Ob es moralisch verwerflich ist, damit Geld zu machen, ist auch eine gute Frage. Aber man müsste alle Gastwirte, Lebensmittelhändler für Süßigkeiten und Alkohol, Spirituosenhersteller, Brauer und so einiges mehr mit in den Topf zu den Programmierern solcher Spiele stecken. Und dann wird der Topf schon ziemlich eng.

Von virtuellen Existenzen geht sicherlich eine latente Gefahr aus, da man dort wer sein kann, auch wenn das im richtigen Leben nie geklappt hat. Auf andere Weise gab es das früher auch schon, nur reichte es da, sich Papas gute Krawatte auszuleihen und vielleicht fürs Wochenende einen schicken Wagen zu mieten.

Ich halte es für wichtig, den Umgang mit neuen Medien, und dazu gehören Online-Spiele genau so wie eBay, wie Chaträume und im Grunde auch dieses Forum, an unsere Kinder zu vermitteln. Maßhalten kann man nämlich auch am PC.

Mein Sohn ist 5 1/2 Jahre alt und spielt liebend gern PC Spiele (Löwenzahn, Benjamin Blümchen, Bob der Baumeister). Aber er schaltet nach einer Zeit auch selbstständig wieder ab und spielt was anderes. Das klappt natürlich nicht immer, manchmal muss man ihn mit einem Spachtel vom Bildschirm lösen, aber oft genug.

Die Generation der 30-40jährigen hat dies als Kind nicht gelernt. Nicht lernen können, da es solche Spiele noch nicht gab.
Ich denke, unsere Kinder werden, vorausgesetzt die Eltern erziehen sie, damit erfahrener umgehen als wir es (manchmal) tun.

Viele Grüße,

Thomas

Hallo,
dem kann ich nur voll und ganz zustimmen!:yes: (2 Kinder 11 u. 13 Jahre)

Mit Brdl. Grüßen,
Frank

bigbalou
03.03.2007, 15:47
Hallo Anataris,

MMOGs und Freimaurerei - ich will es einmal so versuchen:

Freimaurer bemühen sich u.a. zu lernen, mit sich und anderen Menschen besser umzugehen. Dazu gehört auch, die Energie für Toleranz zu investieren, um die (Denk)Welt des anderen kennen- und verstehen zu lernen. Das kann auch dazu führen, dass man erkennt, wie unbedeutend man doch ist :rolleyes2: .

Nun wäre es interessant zu untersuchen, ob die Interaktion bei virtuellen Begegnungen von Menschen nicht genau dann abbricht, wenn es einem zuviel wird; oder zu untersuchen, inwieweit das Kennenlernen Voraussetzung für Erfolg im Spiel oder nur Nebeneffekt ist, da ja durch das Spiel gesetzte Ziele erreicht werden sollen.

Bedenklich finde ich, ganz nebenbei, eher, welchen Stromverbrauch diese künstlichen Welten mittlerweile beanspruchen. Müssen wirklich Energie zweimal aufwenden, für die reale und die virtuelle Welt?

Bernd