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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Qualität der Zeit


hww
11.06.2008, 21:27
Liebe Leserinnen und Leser,

für gewöhnlich messen wir den Verlauf der Zeit, sehen wir, wie Sekunde um Sekunde unwiderruflich dahingeht. Zeitdauer ist uns ein Begriff - aber Zeitqualität?

Den astrologischen Prognostikern ist der Begriff Zeitqualität geläufig, denn es ist ihr Streben, diese möglichst präzise zu bestimmen. Dabei ist ausgerechnet das nicht immer gerade einfach.

Wie könnte man nur auf die Idee kommen, dass Zeit eine Qualität hat?

Im Grunde genommen weiß jeder von uns, dass es so ist doch ist dies vielen von uns nicht mehr so bewusst, ist diese Gewissheit im Alltag bei vielen Menschen nicht mehr direkt abrufbar. Allerdings zeigt sich die tiefe Kenntnis über die grundsätzlich verschiedenen Zeitqualitäten in unserer Sprache, in unseren Gedanken, bei vermutlich jedem Einzelnen von uns.

"Mein Gott, war das für ein Tag heute!" ist nichts anderes als die qualitatitv ungenaue Bewertung einer Zeiteinheit "Tag". Genauso sagt uns der Gedanke "Möge dieser Augenblick doch nie vergehen" etwas über die Qualität eines Augenblickes. Dabei präsentieren sich die verschiedensten Erlebnisse der Menschen in der Zeit an fast keinem Orte gleich, was zum Teil auch auf der Wahrnehmung beruht - sehen wir von kollektiven Erlebnissen und Geschehnissen einmal ab, die viele Menschen am selben Ort als gleich oder sehr ähnlich empfinden.

Wenn wir genau hinsehen, dann ist es der ständige Wandel aller Dinge, ist es das Leben, welches sich über die Zeit ausdrückt. Dabei ist nicht einmal gesagt, dass es so etwas wie Zeit in der gängigen Vorstellung absolut betrachtet überhaupt gibt, denn es lässt sich folgern, das jedes n-dimensionale Wesen die n+erste Dimension als Zeit erlebt. Das bedeutet nichts anderes, als das, was wir aus unserer Warte als das Aufeinanderfolgen von Ereignissen erkennen, aus einer höheren betrachtet vielleicht alles gleichzeitig vorhanden ist.

Dazu ein Beispiel:
Stellen wir uns einmal ein zweidemsionales Wesen vor. Das könnte ein unendlich flaches Krabbelwesen sein, welches sich nur gemäß der vier Himmelsrichtungen auf der Ebene bewegen könnte. Ein Hügel oder ein Berg oder eine Senke oder Tal würden von diesem Wesen nicht als solches wahrgenommen werden - vielleicht höchstens dadurch, dass es ihm manchmal schwerer fällt sich zu bewegen und manchmal eher leicht und fast mühelos. Die Höhenunteschiede jedoch könnten von diesem Wesen nicht wahrgenommen werden, weil das bereits die Wahrnehmung der dritten Dimension voraussetzt.

Noch deutlicher:
Wir stellen uns dieses Wesen auf einer glatten, ebenen Platte vor. Nun nehmen wir eine Billardkugel und malen diese auf einer Seite schwarz, auf der anderen Seite aber weiß an. Diese Kugel legen wir nun auf die Mitte der Platte und versetzen sie in eine langsame, gleichförmige Rotation.

Was wird unser zweidimensionales Wesen sehen? Das dort eine rotierende Kugel ist, wohl kaum, denn dies setzt wieder das Erkennen der 3. Dimension voraus. Im günstigsten Falle erkennt unser Wesen von seinem Standpunkt aus eine Scheibe. Genau dieses Scheibe zeigt aber ein merkwürdiges Verhalten, denn zuerst ist sie schwarz, wandelt sich dann langsam mehr und mehr bis sie strahlend weiß ist und fängt dann langsam an, wieder ins Schwarze überzugehen. Das heißt nichts anderes, als das es diesem Wesen unbegreiflich ist, dass diese sich in den Farben abwechselnde Scheibe in Wirklichkeit eine Kugel ist, die beide Farben GLEICHZEITIG aufweist. Genau genommen ist es diesem Wesen nur möglich, die verschiedenen Farben der Kugel als zeitlichen Ablauf in der Veränderung der Scheibe, also durch die Rotation der zweifarbigen Kugel erst wahrzunehmen.

Zurück zur Qualität der Zeit. Sätze gleich denen "Wie oben, so unten!" oder "Alles ist in Allem enthalten!" dürften in diesem Forum verstanden sein. Aus einer anderen Warte betrachtet können wir ergänzend hinzufügen, dass es nichts in unserer Dimensionalität gibt, was nicht der Zeit unterworfen ist. Alles wird und vergeht wieder - von der Ameise bis zum Stern.

Die Qualität der Zeit. Ein recht eigenartiges Phänomen. Unberechenbar, ja chaotisch kommt sie daher. Menschen, die sich nur um Minuten verfehlen, wodurch sich Schicksal konstelliert oder aber schicksalhafte Begegnungen, die zu einer bestimmten Zeit geschehen, "wenn die Zeit reif dafür ist". Übrigens ist auch das ein geflügeltes Wort, welches uns viel über unsere Beziehung zur Zeit erzählt. Vom "Zufall" wird in diesem Zusammenhang auch oft gesprochen.

Wir haben schwere, wir haben schöne Zeiten. Wir erleben Erfolge, Herausforderungen, Krisen und Glücksmomente. Alles zu einer bestimmten Zeit, also in einer bestimmen Qualität der Zeit, in einem bestimmten zeitlichen Kontext, ohne den es diese Entwicklungen oder Ereignisse nicht gäbe. Es sind unsere Erlebnisse, Entwicklungen und Erfahrungen, die sich nur in ganz bestimmten Zeiten konstellieren, ereignen konnten. Die Astrologen sagen: "Dieses Phänomen wurde gezeitigt durch..".

Doch wie kommt man nur darauf, dass die Sterne auch nur irgendetwas mit der Qualität der Zeit zu tun haben könnten?

Nun: die Sache ist ebenso komplex wie einfach.

Wenn alles, was ist der Zeit unterworfen ist, dann ist es der Einzeller ebenso wie der Planet oder die Sonne. In allem was ist muss sich demnach die Zeit auch in ihrer Qualität wiederspiegeln. Im Alterum wurde der Vogelflug beobachtet, die Eingeweideschau bei Opfertieren vorgenommen oder ein Orakel befragt. All diesen Methoden war aber gemein, dass sie nicht beliebig oft mit dem gleichen Ergebnis reproduzierbar waren und das sie zugleich nicht immer richtig funktionierten.

Es folgte ein sehr kühner, faszinierender Gedankengang. Es müsse irgendetwas in der Natur gefunden werden, in welchem sich das scheinbar völlig chaotische Verhalten der Zeitqualität wiederfindet, wie dieses zu findende Etwas dann zugleich aber auch noch präzise berechenbar ist. Ein Paradoxon, wie es scheint. Doch dieses Etwas wurde gefunden. Es ist unser Sonnensystem selbst. Keine Konstellation am Himmel wiederholt sich durch die verschiedenen Umlaufzeiten der Planeten um die Sonne. Aber wiederum jede Gesamtkonstellation aller Gestirne ist ebenso einmalig wie der Augenblick. Allerdings kann man tatsächlich jeden Planetenstand für sich alleine ganz präzise berechnen und wer sich unseren Kosmos genau ansieht, der erkennt, dass hinter dem scheinbaren Chaos eine faszinierende Ordnung steht. Diese ist es, die auch in unserem Leben über den Stand der Gestirne nachweisbar ist, denn "Wie oben, so unten!"

Was dann folgte, waren Beobachtungen der Gestirnsbewegungen über Hunderte von Generationen und akribische Aufzeichnungen des Gesehenen. Die Astrologie entwickelte sich zur Königin der Wissenschaften um dann im 19. Jahrhundert endgültig ihren Platz an den Universitäten zu verlieren. Der Lehrstuhl von Professor Pfaff in Erlangen war der letzte Lehrstuhl für Astrologie, den Julius Wilhelm Andreas Pfaff bis zu seinem Tod im Jahre 1835 inne hatte. Die Welt hatte sich gewandelt.


Ich hoffe, dass Euch dieser kleine Ausflug gefallen hat.

Schöne Grüße,
Hans-Werner

sucher
12.06.2008, 08:43
Ich hoffe, dass Euch dieser kleine Ausflug gefallen hat.

Schöne Grüße,
Hans-Werner


Lieber Hans-Werner,

ja das hat er!!
Besonders die Betrachtungen zur Zeit an sich haben mich sehr angesprochen. Das ist ja schon ein Vortrag, wie man ihn sich durchaus für einen Gästeabend wünscht.
Die Inhalte der Astrologie selbst interessieren mich da zumindest der Art, das ich immer versuche von allem etwas zu erfahren, und wenn es nur darum geht den anderen Menschen besser zu verstehen und kennen zu lernen. Ich bin da aber rein Hobbymäßig eher der Astronomie zugewandt, zumal die Astronomen ja leicht scherzhaft behaupten das die Bezeichnung Astrologie rein Wortbedeutungsmäßig eigentlich eher dem entspricht was die Astronomie beinhaltet. Die anderen Wissenschaften heißen ja auch: Geologie, Biologie...., :ohwell:
Zumal die Bedeutung im alten Griechenland für beide Worte die gleiche war.

Nochmal!! Eine wunderbare Betrachtung! Vielen Dank dafür!
Ich bin bei so was immer ganz ehrfürchtig, weil ich nur hoffen kann ( es aber nicht weiß ) ob auch ich zu solchen Vorträgen ( Zeichnungen ) fähig sein werde?!? :blush:

liebe Grüße, Tobi

Götzenliest
14.06.2008, 17:24
Hallo hww,

Was wird unser zweidimensionales Wesen sehen? Das dort eine rotierende Kugel ist, wohl kaum, denn dies setzt wieder das Erkennen der 3. Dimension voraus. Im günstigsten Falle erkennt unser Wesen von seinem Standpunkt aus eine Scheibe. Genau dieses Scheibe zeigt aber ein merkwürdiges Verhalten, denn zuerst ist sie schwarz, wandelt sich dann langsam mehr und mehr bis sie strahlend weiß ist und fängt dann langsam an, wieder ins Schwarze überzugehen. Das heißt nichts anderes, als das es diesem Wesen unbegreiflich ist, dass diese sich in den Farben abwechselnde Scheibe in Wirklichkeit eine Kugel ist, die beide Farben GLEICHZEITIG aufweist. Genau genommen ist es diesem Wesen nur möglich, die verschiedenen Farben der Kugel als zeitlichen Ablauf in der Veränderung der Scheibe, also durch die Rotation der zweifarbigen Kugel erst wahrzunehmen.

Eine ideale Kugel wird eine ideale ebene Fläche nur in einem Punkt berühren, der wegen seiner Eindimensionalität auch nur eine Farbe aufweisen kann. Bestenfalls würde die Kugel einen Schatten werfen, aber auch der wäre nicht zweifarbig.

noch deutlicher: Wie du richtig ausgeführt hast, sieht unser zweidimensionales Krabbeltier nur eine Scheibe. Es kann also nicht unterscheiden ob es sich um eine rotierende Kugel oder eine rotierende Scheibe handelt, was beweist das also über die Wahrnehmung von Zeit? Zweifarbig kann auch eine Scheibe sein, und um das herauszufinden kann es selbst um die Scheibe herumgehen. Das setzt natürlich den Verlauf von Zeit voraus, aber die Zeit wird auch in deinem Beispiel nicht anhand der 3.Dimension wahrgenommen.

LG Götzenliest

Ahura Mazda
14.06.2008, 18:24
Hallo hww,



Eine ideale Kugel wird eine ideale ebene Fläche nur in einem Punkt berühren, der wegen seiner Eindimensionalität auch nur eine Farbe aufweisen kann. Bestenfalls würde die Kugel einen Schatten werfen, aber auch der wäre nicht zweifarbig.

noch deutlicher: Wie du richtig ausgeführt hast, sieht unser zweidimensionales Krabbeltier nur eine Scheibe. Es kann also nicht unterscheiden ob es sich um eine rotierende Kugel oder eine rotierende Scheibe handelt, was beweist das also über die Wahrnehmung von Zeit? Zweifarbig kann auch eine Scheibe sein, und um das herauszufinden kann es selbst um die Scheibe herumgehen. Das setzt natürlich den Verlauf von Zeit voraus, aber die Zeit wird auch in deinem Beispiel nicht anhand der 3.Dimension wahrgenommen.

LG Götzenliest

Worauf wollen Sie hinaus?

Herr HWW, wollte meines Erachtens nur darstellen wie es mit dem Erfassen und der Qualität der Zeit aussieht.
Dieses stellte er lediglich verbildlicht dar mittels eines zweidimensionalen Wesens welche die dritte Dimension nicht fassen kann, so wenig wie wir die Zeit fassen können.
Wir bearbeiten die Zeit sie entsteht in uns, und aus uns in unserem Bewusstsein, wir können auch Zeitlos im Jetzt leben.
Der andere Begriff von Zeit ist ein Messen von Zerfall und Neuordnung, dieses wir in Relation gesetzt zu sich relativ zueinander bewegende Dinge und eine gemeinsame Zeiteinheit in Form einer Maßeinheit gebildet.
Somit erscheint Zeit für uns im eigentlichen Leben nur als mathematischer Begriff.

Gruß Andreas

hww
14.06.2008, 19:54
Hallo Götzenliest,

danke sehr für Deinen Beitrag und Deine Gedanken ..
Ich denke wir liegen da in einigen Dingen doch recht eng beieinander ..

Hallo hww,
Eine ideale Kugel wird eine ideale ebene Fläche nur in einem Punkt berühren, der wegen seiner Eindimensionalität auch nur eine Farbe aufweisen kann. Bestenfalls würde die Kugel einen Schatten werfen, aber auch der wäre nicht zweifarbig.

Der Hinweis auf den Punkt ist absolut richtig. Deshalb hatte ich mir überlegt, im Beispiel eine Halbkugel zu nehmen, bzw, eine Kugel, die zur Hälfte in der Ebene versenkt ist. Das wäre vielleicht besser gewesen.

noch deutlicher: Wie du richtig ausgeführt hast, sieht unser zweidimensionales Krabbeltier nur eine Scheibe. Es kann also nicht unterscheiden ob es sich um eine rotierende Kugel oder eine rotierende Scheibe handelt, was beweist das also über die Wahrnehmung von Zeit?

Es geht weniger um die Wahrnehmung von Zeit, denn mehr über dass, was sich über die Zeit an uns vermitteln kann wenn wir sie anders begreifen.

Das Beispiel ist gewiss nicht leicht. Weder für den, der es anführt noch für den, der es sich ansieht. Da sind Unschärfen wie Du sehr richtig anführst. Hier kommt es auch sehr auf die Projektion an, es kommt ganz drauf an, wo sich dieses Wesen befindet: gesetzt den Fall es ist ganz oben auf der Kugel, dann sieht es einen schwarzen und einen weißen Halbkreis und kann dann auch so die Rotation wahrnehmen = streng genommen aber auch wieder nur über die Zeit der Rotation und dazu passend einem Orientierungspunkt in der Ebene um überhaupt zu bemerken, dass eine Rotation vorliegt. Oder aber: Zumindest eine Körperdrehung zur Rundumsicht auf den Kreis wäre erforderlich um die Ausdehnung der Farben in dem Kreis zu erfahren wenn wir unterstellen, dass dieses Wesen keine Augen hat, die eine 360°-Rundumsicht in einem Blick erlauben. Immerhin aber wäre das ja theoretisch denkbar und vielleicht ein Gegenargument. Gehen wir einmal von unseren Sehfähigkeiten aus mit Ausnahme des räumlichen Sehens: Selbst wenn da nur die kleinste Körperbewegung oder Lageveränderung vorliegt: ohne Zeit geht es für dieses Wesen nicht.

Befindet es sich aber auf irgendeinem Punkt im Gelände, von dem aus die Kugel als Kreis in der weißen Ansicht erscheint und verharrt dort, dann wird durch die Rotation in der zeitlichen Abfolge nach und nach die schwarze Hälfte sichtbar, also erst über die zeitliche Abfolge erlebt. Mein Beispiel war hier vielleicht zu sehr vereinfacht, aber so war es gemeint. Es war damit also gemeint, dass das gleichzeitige Vorhandensein beider Farben auf der Oberfläche der Kugel nur durch die zeitliche Abfolge zu erleben ist.


Zweifarbig kann auch eine Scheibe sein, und um das herauszufinden kann es selbst um die Scheibe herumgehen. Das setzt natürlich den Verlauf von Zeit voraus, aber die Zeit wird auch in deinem Beispiel nicht anhand der 3.Dimension wahrgenommen.

LG Götzenliest

absolut richtig was Du schreibst, denn genau das meinte ich ja auch. Es ist eher umgekehrt: dieses zweidimensionale Wesen - um beim Beispiel zu bleiben - mag durch die zeitliche Abfolge in gewisser Weise Phänomene bemerken oder beobachten, die erst vollständig über die dritte Dimension zu erklären sind. Das Bild auf oder besser die Sicht von der dritten Dimension wird dabei immer im Zusammenhang von zeitlichen Bezügen oder von Energie gekennzeichnet sein, in welchen die wahrgenommenen Phänomene der 3. Dimension beschrieben werden. (Bild: 2-dimensionales Wesen krabbelt einen Hügel hoch und wieder hinab. Der Hügel wird als Erhebung nicht wahrgenommen, wohl aber der Mehraufwand an Energie und/oder Zeit). So mag dann die Formulierung "Jedes n-dimensionale Wesen erlebt die n+1. Dimension als Zeit" gleichermaßen richtig, aber unscharf, nicht präzise genug sein. Vielleicht hast Du hier einen Vorschlag, der dies verbessert. Genau genommen müsste hier eine Einschränkung vorgenommen werden, da die n+1. Dimension jeweils nur sehr fragmentarisch wahrgenommen werden kann über das, was sich nach und nach über die Zeit verdeutlicht. Und das, was dann für das n-dimensionale Wesen wahrnehmbar ist, ist nicht alles, was die n+1. Dimension ausmacht wie wir wissen.

So dann meine Folgerung, dass auch wir über die zeitliche Abfolge einige Dinge oder besser: Phänomene sehen oder erfahren können, die in ihrem Gesamtzusammenhang aber erst über die 4. Dimension vollständig zu erklären sind, weil wir gar nicht die Sinneswerkzeuge besitzen, um vierdimensionales Sein auch nur ansatzweise zu begreifen. Bei der 4. Dimension, die zu unseren dreien noch dazu kommt, bekomme ich also zugegebener Maßen meine Probleme. Ich habe zwar kein Problem damit, mir jede Menge dreidimensionaler Parallel-Universen vorzustellen, doch ist auch das immer noch eine dreidimensionale Sicht. Doch wie sieht unsere Welt tatsächlich vierdimensional aus? Das ist doch etwas völlig anders. Das einzige sichere Einzel-Phänomen, was mir dazu einfällt, ist Gleichzeitigkeit - eben abgeleitet aus dem Beispiel - oder konkret: überlichtschnelle Informationsübertragung, die auch in unserer Dimensionalität wahrnehmbar ist. Siehe Quantenmechanik, Stichwort "Verschränkung" . (Bin kein Physiker, meine Kenntnisse der Quantenphysik sind eher laienhaft und bewegen sich ungefähr auf populärwissenschaftlichem Niveau). Als ich von dem "Teleportations-Effekt", bzw. von der Verschränkung zum ersten Male hörte, sah ich sofort die Astrologie bestätigt: an Hand einer Massenuntersuchung von Ereignisdaten hatte ich ein paar Jahre davor gerade ausreichende Hinweise dafür gefunden, dass die Ereignisauslösung aus astrologischer Sicht eher auf die wahren Gestirnspositionen, denn auf die scheinbaren zurückzuführen ist.

Hierzu ein kurzer Hinweis, eine Erklärung an die Leser, die diesen Unterschied nicht kennen: In der Zeit, in der das Licht seinen Weg von den Planeten zur Erde zurücklegt, zieht der Planet ja schon weiter auf seiner Bahn. Wir sehen ihn also mit Auge oder Fernglas immer an der Stelle, wo er einmal gestanden hat. Wahre Himmelskoordinaten hingegen meint: dort wo sich das Gestirn wirklich im berechneten Augenblick aufhält.

In der normalen astrologischen Praxis spielt es zunächst keine Rolle, ob wahre oder scheinbare Positionen verwendet werden, weil die Differenzen zwischen beiden so gering sind, dass es bei den in der Astrologie verwendeten Aspektorben dem Anschein nach keinen Unterscheid macht. Ich ging der Sache aber auf den Grund und stellte fest, dass bestimmte prognostische Phänomene nur zu erklären sind, wenn die wahren Gestirnsstände verwendet werden.

Damit war für mich auch geklärt, ob es irgendwelche Gravitationseinflüsse oder sonst etwas sein muss. Daran hatte ich übrigens nie geglaubt, weil der vollgestopfte Mülleimer neben dem Hauseingang vermutlich eine größere gravitative Kraft auf den vorbeigehenden Menschen ausübt, als der laufende Uranus im selben Augenblick.

Nach meinen Erkenntnissen musste es sich bei den astrologischen Gegebenheiten also um einen überlichtschnellen Informationsaustausch wie wir ihn aus der Quantenphysik kennen handeln, denn sonst ergäben meine ganze Beobachtungen keinen Sinn.

So zielte denn mein Beitrag darauf ab zu verdeutlichen, dass Zeit nicht nur eine Bezugsgröße zwischen zwei definierten Ortsveränderungen oder Ereignissen oder sonstwas ist, sondern darüber hinaus etwas Eigenständiges. Aus meiner Sicht hat Zeit Eigenschaften, eine bestimmte Qualität wie alles andere, was uns umgibt und das verdeutlicht sich in unserem Leben. Der Rest ergibt sich aus meinem Beispiel. Abgesehen von der vorhandenen Möglichkeit die Annahmen der Astrologie über richtige Prognosen oder Interpretationen zu bestätigen gelänge es vermutlich erst dann vollständig, das ganze Wesen dessen, was uns in der Zeit (als Zeit) begegnet, von Leben, Wirken, dem Schicksal und auch der Astrologie zu begreifen so es uns möglich wäre, einen Standpunkt einzunehmen, der losgelöst von den Fesseln unserer Dreidimensionalität liegt. Da wird's schwierig, weil diesen Ort mit großer Wahscheinlichkeit kein lebender Mensch einnehmen kann und wenn doch - so unwahrscheinlich das auch ist - dass dort Gesehene vermutlich nicht so ohne weiteres in unsere Sprache übertragen werden kann. Günstigstenfalls in Bildern, die in Geschichten gezeichnet werden und dann in den verschiedensten Bezügen und Analogien interpretiert werden so gut es eben möglich ist. Genau da sind wir wieder bei der Astrologie, da beißt sich die Katze nun wirklich in den Schwanz.

Schöne Grüße!
Hans-Werner

Götzenliest
01.07.2008, 20:54
Hallo Hans-Werner,

etwas spät meine Antwort, aber es gibt ja noch ein Leben ausserhalb des Netzes, ich hoffe Du hast Verständnis.


gesetzt den Fall es ist ganz oben auf der Kugel, dann sieht es einen schwarzen und einen weißen Halbkreis und kann dann auch so die Rotation wahrnehmen

Auch hier wieder ein kleiner Denkfehler: Wenn sich sowohl die Ebene, in der sich unser Krabbeltier bewegt, als auch das Krabbeltier selbst zweidimensional ist, dann sieht es keine Halbkeie, sondern nur schwarz-weiße Linien, denn es befindet sich IN der Ebene. Ein Attribut wie "Auf" oder "Über" setzt bereits die 3. Dimension voraus, dort wo das Tier selbst zweidimensional ist, zumindest die Wahrnehmung der dritten Dimension. Um Wahrnehmung geht es aber gerade. Das ganze Gedankenexperiment beruht doch auf der Annahme, daß sich ffür den Beobachter alles innerhalb der zweiten Dimension abspielt.
Aber im Grunde ist es ja nur ein Nebenschauplatz.

So ganz werde ich nicht schlau, was du mit Qualität der Zeit meinst. Zu viele verschiedene Aspekte sprichst du hier an. Deine Ausführungen zur Astronomie, insbesondere zur Lichtgeschwindigkeit und ihrer Bedeutung für die Wahrnehmung, sind, soweit ich das mit meinem Halbwissen beurteilen kann, korrekt. Allerdings laufen sie auf eine quantitative Erfassung der Zeit hinaus. Qualität und Quantität sind aber diametrale Begriffe, und können nicht ohne weiteres ineinander überführt werden, ohne einen wiederum subjektiv gewählten Maßstab als verbindlich zu definieren.

Vielleicht sollten wir mal zum Ausgangspunkt der Diskusion zurück:


Wie könnte man nur auf die Idee kommen, dass Zeit eine Qualität hat?

Im Grunde genommen weiß jeder von uns, dass es so ist doch ist dies vielen von uns nicht mehr so bewusst, ist diese Gewissheit im Alltag bei vielen Menschen nicht mehr direkt abrufbar. Allerdings zeigt sich die tiefe Kenntnis über die grundsätzlich verschiedenen Zeitqualitäten in unserer Sprache, in unseren Gedanken, bei vermutlich jedem Einzelnen von uns.

"Mein Gott, war das für ein Tag heute!" ist nichts anderes als die qualitatitv ungenaue Bewertung einer Zeiteinheit "Tag". Genauso sagt uns der Gedanke "Möge dieser Augenblick doch nie vergehen" etwas über die Qualität eines Augenblickes.

In diesen Alltagsbeschreibungen klingt noch nichts von kosmologischen Konstanten oder dergleichen an. Ich las es also als Versuch, die Subjektive Qualität von Zeit fassbar zu machen.

Dabei präsentieren sich die verschiedensten Erlebnisse der Menschen in der Zeit an fast keinem Orte gleich, was zum Teil auch auf der Wahrnehmung beruht - sehen wir von kollektiven Erlebnissen und Geschehnissen einmal ab, die viele Menschen am selben Ort als gleich oder sehr ähnlich empfinden.


Richtig, ich kann mit einem Bekannten einen Vortrag besuchen, der mich total fesselt, meinen Bekannten aber total langweilt. Schon die Sprache sagt hier etwas über die Qualität der Zeit aus, auch wenn ein quantifizierendes Vokabular verwendet wird. Für mich ist es ein kurz-weiliger Abend, obwohl er sich für meinen Bekannten endlos hinzuziehen scheint.
Wochen später werde ich mich, weil ich mich interessiert auf den Vortrag eingelassen habe, noch sehr detailreich und ausführlich erinnern können, während der gleiche Abend in der Erinnerung meines Bekannten zu einem Nichts zusammenschnurrt. In der Erinnerung kehrt sich plötzlich das Zeitempfinden um!
Deine einleitenden Worte weisen genau auf solche subjektiven Unterschiede in der wahrnehmung hin. Warum du dann plötzlich mit Astrophysik anfängst ist mir schleierhaft. Auch deine physikalischen Ausflüge sind sehr aufschlußreich - für sich genommen. Die beschriebenen effekte sind aber viel zu gering um in Allagssituationen (Wie war dein Tag?) einen Unterschied zwischen zwei Gesprächspartnern zu begründen.
Die Qualität meiner erlebten Zeit ist also eher in der Psychologie zu suchen, als in der Physik.
Ich möchte jetzt nicht näher auf verschiedene Modelle von mehrdimensionalen Universen eingehen. Damit möchte ich die Modelle nicht kritisieren oder abstreiten; da tut sich in der Wissenschaft gerade einiges, aber ich habe doch starke zweifen ob man die Zeit so ohne weiteres den Raumdimensionen gleichsetzen kann. Ich finde, daß du hier zwei Probleme zusammenrührst, die so nicht zusammen gehören.
Der Versuch die Qualität der Zeit überhaupt in physikalischen Maßen auszudrücken, sie also zu "quantifizieren", widerspricht meiner Vorstellung von "Qualität".

Gruß
Götzenliest

hww
02.07.2008, 15:52
Hallo Götzenliest,

es gibt sicher noch andere Dinge im Leben als Forenbeiträge zu beantworten. Keiner versteht das besser als ich. Danke für Deine Gedanken - sie kommen immer im richtigen Augenblick, da bin ich mir sicher *lächel*

Zeitqualität, Wirklichkeit, subjektive oder objektive. Alleine beim Wirklichkeitsbegriff können wir uns erkenntnistheoretisch wochenlang aufhalten. Das alles ist überaus schwierig.

Über die subjektive Wirklichkeit, die Wahrnehmung einer bestimmten Zeitqualität wird kein Zweifel bestehen. Gehen wir aber von einem eher vom einzelnen Subjekt losgelösten Wirklichkeitsbegriff aus, dann wird es schwierig wie Du richtig feststellst. Alles, was sich uns als Wirklichkeit präsentiert geht durch eine Reihe von Filtern. Genau das ist das Problem. Trotzdem denke ich, dass es der Astrologie über die Jahrtausende gelungen ist, in der Symbolsprache und den Analogien das Werkzeug zu schaffen, mit dem es grundsätzlich möglich ist Phänomene der Zeit, also Teile der Wirklichkeit abstrakt zu beschreiben. Ungeachtet dessen bleibt immer noch das Problem, dass natürlich jeder Astrologe seinen eigenen Filtern ausgesetzt ist.

Stark vereinfacht:definieren wir Wirklichkeit als die Schnittmenge dessen, was von jedem gesunden Beobachter in Augenblick und am gleichen Ort wahrnehmbar ist. Blauer Himmel, 30° im Schatten wird jeder wahrnehmen. Der eine sah dabei wie sich eine Katze wohlig auf der Fensterbank ausstreckt, der nächste blickte dem Kondensstreifen eines Passagierjets hinterher. Da geht es zugleich sowohl als auch nicht um die subjektiv erlebte eigene Wirklichkeit. Auch wenn die eigenen Filter verhindern, dass die Botschaft möglicherweise in Reinform und ungefiltert den Adressaten erreicht, so wird doch immer genug übrig bleiben, das alle Adressaten etwas mitbekommen um die richtigen Zuordnungen zu treffen. In diesem Fall: "blauer Himmel, warmer bis heißer Tag".

Qualität der Zeit, die objektive Wirklichkeit. Hier ein ganz kurzes Beispiel.

Der Saturn-Neptun-Winkel beträgt derzeit ca. 169° am Himmel. Saturn bewegt sich schnell weiter, er gelangt etwa ab dem 12./13.07.2008 in den Orbis eines Tao-Aspektes (exakt bei 165° Winkelabstand am 04.08.2008).

Astrologische Entsprechung von Spannungsaspekten zwischen Saturn und Neptun:

Ernüchterung, Verlust, Bankrott, Desillusionierung, Enttäuschung, Zermürbung, Stagnation. Allgemein: Sichtbarwerden der Diskrepanz zwischen der bisher wahrgenommenen Wirklichkeit / bzw. Möglichkeiten und den tatsächlich geschaffenen / entstandenen Fakten im Dinglichen.

Tao-Aspekt allgemein: Große Kraftanstrengung, Einsatz großer oder radikaler Mittel, damit ein Umschwung herbeigeführt wird. Aus der anderen Ecke betrachtet: die Zäsur, der Schnitt, die Amputation.

Über Saturn und Neptun aus astrologischer Sicht wurden Berge von Büchern verfasst. Eine Saturn-Neptun-Reihe und einen ausführlichen Beitrag zum Tao findest Du auch in meinem Blog. Ich kann das hier nicht weiter ausführen.

Bereits im Herbst letzten Jahres und zu Beginn des neuen Jahres bildeten Saturn und Neptun einen Tao am Himmel. Was haben wir damals gesehen?

Oktober 2007: Vor der Nothern Rock Bank standen die Menschen Schlange, um ihr Geld abzuheben, die Schweizer UBS meldete wegen der Suprime-Krise ihren ersten Verlust seit 9 Jahren, die Citigroup beziffert ihren Abschreibungsbedarf auf rund 6,5 Mrd. Dollar, Merril Lynch stellte wegen Abschreibungen von rund 4.5 Mrd. Dollar die ersten Quartalsverluste seit sechs Jahren in Aussicht. Mehr und mehr zeigten sich die Ausmaße der Krise, bei immer mehr Banken kamen Fakten ans Licht. Januar / Februar 2008 wiederholte sich der Saturn-Neptun-Tao erneut . Die Börsen wurden hektisch, nervös - und schließlich zeigten sich massive Kurseinbrüche. Der Kurs der Hypo Real Estate brach ein, nachdem das Unternehmen eingeräumt hatte, rund 400 Millionen Dollar auf Grund der Hypothekenkrise abschreiben zu müssen und deshalb das zuvor gesetzte Unternehmensziel nicht mehr zu erreichen war. Der Dax zeigte am 21. Januar 2001 den massivsten Kurssturz seit dem 11. September 2001. Die IKB geriet wieder in die Schlagzeilen, die BayernLB gab zu, rund 4 Mrd. Euro in hoch riskante Subprime-Papiere investiert zu haben, die Angst vor einer Rezession in den USA wuchs und wurde bei vielen im Laufe der Zeit zur Gewissheit...

Tatsächlich hat die Welt mehr als einen Saturn-Neptun-Tao gesehen. Stellvertretend für alle anderen verweise ich hier auf einen weiteren von 1971. Genauer gesagt: die für die US-Truppen desaströs verlaufene Operation Lam Son 719 im Vietnamkrieg. Es handelte sich dabei um eine gigantische Kraftanstrengung von US-Armee und Südvietnamesen, deren Ziel es war, die Vietkong endgültig und vernichtend zu schlagen. Auszug aus meinem Blog:

Während der Operation Lam Son 719 war fast die ganze Zeit ein Saturn-Neptun-Tao aktiv. Mit nur einer recht kleinen zeitlichen Lücke von wenigen Wochen ging dieser Tao über in die Opposition im Frühjahr/ Sommer 71. In diesem Beispiel sehen wir sehr anschaulich beides: den desillusionierenden, mitunter bankrottalen Charakter der Saturn-Neptun-Opposition und die Zäsur, die durch den Tao vor der Opposition herbeigeführt wurde. Vielfach wird Lam Son 719 als der Anfang vom Ende des Vietnam-Krieges angesehen. Mit Lam Son 719 zeichnete sich ab, dass dieser Vietnamkrieg für die US-Truppen nicht mehr zu gewinnen war.

Ungefähr um den 13. Juli 2008 erreicht Saturn mit einem Winkelabstand von ca. 168° erneut zum letzten Mal für viele Jahre den Tao zu Neptun. Von Tag zu Tag wird der Tao genauer werden, um am 03./04.2008 exakt zu sein. Wenn der Winkelabstand dann schließlich zwischen beiden weniger als 162° ist, ist der Tao vorbei. Folglich beherrscht er die Olympischen Spiele in Peking.

Mit was ist zu rechnen? Ich kann hier nicht auf zwei Gestirnen alleine und in solch einem Beitrag eine genaue Prognose aufbauen. Das ist aber auch nicht nötig, denn wir haben hier eine Zeitangabe und die Beschreibung des Wesens dieser Aspektverbindung.

Was liegt im Bild? Folgenschwere Enthüllungen, Realisierung von Verlusten, Desillusionierungen, Bankrott, Erfahrung der Grenzen des Möglichen, Durchkreuzung von Vorhaben, ausgeliefert sein. Dort wo Bruchstellen sind, kommt es zum Bruch. Das äußert sich in jedem Land, auf jeder Seinsebene anders. An der Wallstreet wird der NYSE wahrscheinlich eine Erkältung bekommen genauso wie bei uns der Dax. Die Ölkrise wird sich vermutlich weiter zuspitzen, das Ende der Fahnenstange könnte wirklich sichtbar werden. Wenn noch jemand in den USA auf die Idee kommt, den Iran anzugreifen, wird das sehr weite Schatten in die Zukunft werfen. Was passt in diesem Bild zu Afghanistan, Pakistan, Burma oder China? Wir können uns während des Taos ferner technische Großprojekte denken, die scheitern und sich zeitigende Massenschicksale durch Fluten oder andere vergleichbare Natur-Katastrophen.. Natürlich werden in einigen Teilen der Welt die Lebensmittel wieder sehr knapp, eine große Menge Menschen wird in einigen Gebieten der Erde eine sehr zermürbende, überaus herausfordernde Zeit erleben.. Ferner ist diese Zeit ungünstig für diplomatische Verhandlungen im Ganzen und mit einer deutlich sichtbaren Zunahme wirtschaftlicher und innenpolitischer Schwierigkeiten in einigen Staaten der Erde ist zu rechnen. Wo es ohnehin schon schwierig war, da wird es noch schwieriger. Doch selbst in den Ländern, wo gemessen an den Problemzonen dieser Welt bisher "eitel Sonnenschein" herrschte, wird man in den Nachrichten Saturn-Neptun-Phänomene beobachten können - natürlich werde diese dort keine so dramatischen Züge annehmen. Ich denke es wird somit eine ganze Reihe Nachrichten geben, die uns zwischen dem 12.07. und dem 25.08.2008 (dann ist der Tao vorbei) etwas über die Qualität der Zeit unter einem Saturn-Neptun-Tao vermitteln. Auf Grund der Tatsache, dass sich Saturn sehr schnell durch den Tao bewegt, halten sich die Auswirkungen aber in Grenzen. Was immer wir auch hören werden: es ist weniger als es sein würde, hätte Saturn diesen Tao zu Neptun über Monate stationär ...

Gesetzt den Fall, diese Bilder sind richtig, dann bleibt doch die Frage, was sich da zeigt, wenn es nicht die Qualität der Zeit ist, die aus der Stellung der Gestirne einigermaßen zu erkennen ist? Die Frage ist berechtigt, wenn wir eine noch unentdeckte physikalische durch die Gestirne verursachte Wirkung nicht ausschließen. Letzten Endes ist es aber egal. Indem wir über diese Zeiteinheit jene und über eine andere eine ganz eigene qualitative Aussage treffen, sagen wir etwas über den Funktionswert der von uns untersuchten Zeiteinheit. Die Astrologie liefert also zu jedem Zeitwert x einen Funktionswert y zurück, wobei y eine Beschreibung derjenigen Prozesse ist, die gerade in unserer Wirklichkeit ablaufen und die sich in den großen kosmischen Prozessen der Gestirne wiederspiegeln. So kann man auch den Begriff "Qualität der Zeit" in andere Worte fassen.

Schöne Grüße,
Hans-Werner

sucher
03.07.2008, 11:53
Während der Operation Lam Son 719 war fast die ganze Zeit ein Saturn-Neptun-Tao aktiv. Mit nur einer recht kleinen zeitlichen Lücke von wenigen Wochen ging dieser Tao über in die Opposition im Frühjahr/ Sommer 71. In diesem Beispiel sehen wir sehr anschaulich beides: den desillusionierenden, mitunter bankrottalen Charakter der Saturn-Neptun-Opposition und die Zäsur, die durch den Tao vor der Opposition herbeigeführt wurde. Vielfach wird Lam Son 719 als der Anfang vom Ende des Vietnam-Krieges angesehen. Mit Lam Son 719 zeichnete sich ab, dass dieser Vietnamkrieg für die US-Truppen nicht mehr zu gewinnen war.

Da mag man ja auf dem ersten Blick sofort einen Zusammenhang erkennen.
Aber es lassen sich agnz andere Schlüsse ziehen als auf den ersten Blick vermutet!!:yes:

Denn aus Blickwinkel der Vietnamesen würde ich diese Zeitspanne alles andere als " den desillusionierenden, mitunter bankrottalen Charakter" sehen. Sie haben die Angriffe mehr und mehr abwehren können, wenn auch unter hohen Verlusten, aber am Ende haben sie doch gesiegt.
Nun sollten doch aber, um beim Beispiel zu bleiben, für die US-Armee und die Vietnamesen die gleichen Sternkonstellationen gelten?!? :hmmm: Oder liege ich da falsch.

Genau so muss man wohl gerade bei derartigen astrologischen Betrachtungen beachten, dass es zu absolut jedem Fall 2 Seiten gibt. Oft sehr einfach als Verlierer und Gewinner zu entlarven, nicht selten aber deutlich schwerer zu unterscheiden.

Viel Ahnung habe ich von Bankgeschäften ja nicht, aber ganz Laienhaft würde ich mal vermuten, das an den oben zitierten Bankpleiten mit sicherheit auch jemand profitiert hat. Für diesen Jemand würden dann doch aber diese negativen Prognosen mit nichten zutreffen? :no:

leibe Grüsse, Tobi

Temporär
03.07.2008, 12:15
@sucher: Durch diese sehr sachliche und höfliche Antwort habe ich wieder etwas gelernt. :yes:
Mir wäre nichts Konstruktives zu diesem Thread eingefallen, daher habe ich lieber gar nichts geschrieben.

Viele Grüße

Temporär

hww
03.07.2008, 14:44
Hallo Tobi,

danke für Deinen Beitrag.

Ja, es ist so wie Du schreibst. Jede Medaille hat zwei Seiten. Das gilt somit für jede Konstellation. Unabhängig davon aus welcher Perspektive wir das jeweils betrachten: der Zeitpunkt steht, an dem diese Prozesse sichtbar sind.

Es liegt dann an uns, die Entwicklung aus einer der möglichen Perspektiven zu betrachten und aus dieser heraus aufzuzeigen.

Am Geschehen sowie den dazu parallel am Himmel ablaufenden Gestirnsbewegungen ändert das alles nichts. Die Aussage bleibt, wird aber von jeder Seite anders bewertet werden. Sehen wir uns die grobe Beschreibung des Tao noch einmal an:

Tao-Aspekt allgemein: Große Kraftanstrengung, Einsatz großer oder radikaler Mittel, damit ein Umschwung herbeigeführt wird. Aus der anderen Ecke betrachtet: die Zäsur, der Schnitt, die Amputation.


Jede der am Prozess beteiligten Parteien wird dabei eine der Seiten innehaben. Das genau ist die Aussage. Für eine Seite wird es die Desillusionierung, für die andere der Erfolg nach einem Kraftakt. Auch Dein Hinweis, dass an jeder Pleite ein anderer gewinnt, ist richtig. Trotzdem ändert das an den Pleiten nichts. Wir könnten uns einen Investor vorstellen, der zu dieser Zeit die besten Aspekte hat und durch diese Pleiten das Geschäft seinen Lebens macht. Genauso hätten wir aus dem Horoskop Vietnams den Sieg ablesen können und aus dem der USA die Desillusionierung. Aber auch nicht immer wird das einfach ein. Manchmal wird es sogar recht schwer daherkommen. Das alles war aber nicht der Gegenstand des Beitrags.

Um es noch etwas komplizierter zu machen: Übrigens gab es unter Saturn-Neptun-Spannungsaspekten nicht nur "schlechtes". Es ist typisch für diese Verbindungen, dass aus einer erkannten Notlage heraus neues geschaffen wird, dass seine ganze Tragweite erst in der Zukunft zeigt:

Zum Zeitpunkt einer Saturn-Neptun-Opposition wurde

- Aspirin "geboren" und am Markt eingeführt
- erstmalig maschinelle Datenverarbeitung angewendet **
- das Haager Kriegsvölkerrecht geschaffen
- der erste Computer konstruiert (Z1 von Konrad Zuse) **
- "Ärzte ohne Grenzen" geschaffen
- Greenpeace gegründet
- der erste Mikroprozessor (Intel 4004) eingeführt **
- die erste Raumstation in die Umlaufbahn geschossen

und vieles andere mehr.

Warum neben den großen Herausforderungen von spannungsreichen Saturn-Neptun-Verbindungen zunächst fast noch klein und und oft nur am Rande wahrgenommen gleichzeitig epochale, wegweisende Neuerungen eingeführt werden, ist nur aus dem Gesamtbild beider Gestirne zu entwickeln und zu verstehen. Ich habe das getan und in einer ganzen Beitragsserie die Zusammenhänge in meinem Blog dargestellt. Die Texte sind recht lang, dass kann man hier nicht in drei Sätzen wiederholen.

Der Blick der Astrologie auf das Geschehen ist also weitaus differenzierter, als es bei Dir angekommen ist. Da hätte ich meinen Beitrag besser verfassen können ...

Schöne Grüße,
Hans-Werner

sucher
03.07.2008, 19:53
Hallo Hans- Werner,



und vieles andere mehr.


Und ich denke eben das sich hinter diesem "und vieles andere mehr" einige nicht zu vernachlässigende Fakten verbergen.

Neben den von Dir beispielhaft aufgezählten, durchaus herausragenden, Ereignissen, wirst du mir sicher recht geben, das gleichzeitig unzählige weniger herausragende aber auch sicher recht viele negativ herausragende Geschehnisse in diesem Zeitraum passiert sind.

Die Wertung des Einzelnen über die Qualität einer bestimmten Zeit, hängt also eigentlich unmittelbar von seinem Blickwinkel ab.
Den Prinzipien der Statistik folgend, wage ich einfach mal zu behaupten das sich diese "Blickwinkel" und die daraus resultierende Art der Qualität der Zeit, sich die Wage halten werden, sie also meiner Meinung nach immer Neutral sein dürfte. :hmmm: Wenn das so ist, dann wäre aber doch jedweder Versuch der nachträglichen oder gar vorausschauenden Bewertung der Qualität der Zeit, nahezu unmöglich. Zumindest aber deutlich geprägt vom individuellen Blickwinkel des Betrachters bzw. des Astrologen, wie du selbst schon weiter oben festgestellt hast.
Ungeachtet dessen bleibt immer noch das Problem, dass natürlich jeder Astrologe seinen eigenen Filtern ausgesetzt ist.
Ich bekomme also allenfalls eine Einschätzung des von mir befragten Astrologen.
Oder sehe ich das noch immer zu oberflächlich?



Der Blick der Astrologie auf das Geschehen ist also weitaus differenzierter, als es bei Dir angekommen ist.


Das ist durchaus möglich Hans-Werner, wenn nicht gar sehr wahrscheinlich. Verstehe meine Antworten auch bitte nicht als allgegenwärtige, einzig richtige zu vertretende Ansicht meinerseits. Auch ich bin nur ein Individuum von knapp 6 Milliarden Menschen auf diesem Planeten, und möchte einfach nur meine Gedanken anbringen.

liebe Grüsse, Tobi

Götzenliest
03.07.2008, 20:55
Grüß dich Hans-Werner,

Daß es nicht nur negative Effekte gbt, habt ihr bereits diskutiert, und hast du selbst mit einer schönen Liste illustriert. Ich bin allerdings der Überzeugung, daß sich ähnlich imposante Listen für jede beliebige Konstellation erstellen lassen.

Du hast in deinem Beitrag von Filtern gesprochen, die bewußt oder unbewußt jeder Mensch verwendet, Filter von denen auch der Astrologe nicht frei ist. Ich würde noch einen Schritt weiter gehen und sagen:
Astrologie ist ein Filter!
Ich unterstelle niemandem böse Absicht oder gezielte Manipulation, aber es liegt in der Natur des Menschen, daß er versucht in seiner Umwelt Muster und Strukturen zu erkennen. Ereignisse, die nicht ins Bild passen, werden da gerne unterschlagen.
Das ist letztlich eine Glaubenssache, und wir werden uns hier wohl gegenseitig nicht überzeugen können.
Dein Thema scheint aber eher Dualität zu sein.
Die Überschrift "Qualität der Zeit", so allgemein sie klingt, empfinde ich im Verlauf der Diskusion immer unpassender.


Indem wir über diese Zeiteinheit jene und über eine andere eine ganz eigene qualitative Aussage treffen, sagen wir etwas über den Funktionswert der von uns untersuchten Zeiteinheit. Die Astrologie liefert also zu jedem Zeitwert x einen Funktionswert y zurück,


Was war denn da zuerst? Der Zeitwert oder der Funktionswert?
Der Zeitwert wird doch einfach postuliert, um einen Funktionswetrt zu schaffen, Er muß also passen, weil er auf sich selbst zurückweist.


Ein Beispiel aus der Mathemathik: Eine Gleichung mit zwei Unbekannten ist nur lösbar mithilfe einer zweiten Gleichung, die die selben Unbekannten aufweist. Astrologie ähnelt dem Versuch aus der ersten Gleichung die zweite Gleichung abzuleiten.
Natürlich passen dann beide Gleichungen zusammen, aber so löst man sie nicht.

ketzerische Grüße
Götzenliest

Ahura Mazda
04.07.2008, 06:06
Grüß dich Hans-Werner,

...
Ein Beispiel aus der Mathemathik: Eine Gleichung mit zwei Unbekannten ist nur lösbar mithilfe einer zweiten Gleichung, die die selben Unbekannten aufweist. Astrologie ähnelt dem Versuch aus der ersten Gleichung die zweite Gleichung abzuleiten.
Natürlich passen dann beide Gleichungen zusammen, aber so löst man sie nicht.

ketzerische Grüße
Götzenliest

Sehe ich ebenso,
so lange uns jedoch nur eine Gleichung zu Verfügung steht können wir uns von den Geschehnissen treiben lassen und mit unserem empirisch recht beschränktem Verstand versuchen eine Prognose zu erstellen, einzige Möglichkeit dieses Werkzeug (Verstand) zu verfeiner.
Der Ihre funktioniert im übrigen recht gut!
Bzw. können wir versuchen auch auf anderen Wege zum Ziel zu geraten, einer dieser anderen Wege stellt wohl die Astrologie dar, mittels scheinbar zusammenhanglosen Geschehnissen eine Systematik zu erkennen, hiervon werden wir wohl durch die neue Komplexitätswissenschaften noch weiter entfernt, oder wer weiss vielleicht auch wieder direkt herangeführt.
Im Vordergrund wird jedoch meine ich für die nähere Zukunft die Erkenntnis der psychischen Vorgänge liegen.
Vorstellbar und vielleicht auch wünschenswert wäre wohl auch eine zukünftige Koexistenz der verschiedensten kontroversen Wissenschaften.

Was wir nicht verstehen muss deshalb nicht unbedingt "nicht existent" sein.

Meine Meinung zum Thema.

Gruß Andreas

hww
04.07.2008, 13:34
Grüß' Dich Andreas,

Sehe ich ebenso,

Was wir nicht verstehen muss deshalb nicht unbedingt "nicht existent" sein.

Meine Meinung zum Thema.



Das kann man so stehen lassen. Das Problem geht aber noch viel tiefer. Um das einmal deutlich vor Augen zu führen, etwas aus dem Faktischen zur vereinfacht gestellten Frage "Wann ist die Zeitqualität ganz sicher reif für beginnende große Veränderungen bezogen auf Deutschland / Europa?".

Jetzt wird's astronomisch / astrologisch:
Es gibt genau zwei Regionen im Tierkreis, in denen man die Ringe des Saturn besonders gut sieht wenn sich Saturn dort aufhält. Die eine Region liegt im Tierkreiszeichen Zwillinge, die andere genau gegenüber im Tierkreiszeichen Schütze. Der Position des Saturn um 22° im jeweiligen der genannten Zeichen kommt dabei noch eine ganz besondere astrologische Bedeutung zu.

Also lasst uns dann doch einmal sehen, wann sich Saturn in diesen Regionen aufgehalten hat. Aus Gründen der Übersichtlichkeit und des besseren Verständnisses blicken wir jetzt nur auf das 20. Jahrhundert:

um 22° Zwillinge: Attentat von Sarajewo 1914
um 22° Schütze: Weltwirtschaftskrise 1929
um 22° Zwillinge: Landung der Allierten in Sizilien 1943
um 22° Schütze: Inkrafttreten der "Römische Verträgen" und somit faktische Geburt der EWG am 01.01.1958
um 22° Zwillinge: Palästinenser-Attentat in München Olympia 1972, Ausweitung der Aktivitäten der 1.Generation der RAF.

um 22° Schütze: 27.01.1987:Ausrufung der Perestroika durch Michail Gorbatschow auf dem Parteitag der KPDSU.

Ferner noch zwei solcher Ereignisse, bei denen Saturn ein klein wenig neben diesen Punkten stand, aber auf die trotzdem immer noch die genannte Himmelsregion zutrifft:

Winter 1942/1943: der Untergang der 6. Armee in Stalingrad
01.01.2001: die Einführung des Euros.

Gemein ist allen diesen Ereignissen / Entwicklungen, dass sie für die deutsche / europäische Entwicklung eine ganz besondere Bedeutung haben und recht markante- nennen wir es "Entwicklungspunkte" - markierten. Die Bedeutung dieser Ereignisse dürfte jedem Historiker buchstäblich ins Gesicht springen - da ist von einer Beliebigkeit nun wirklich nichts zu sehen.

Bedingt durch die Umlaufzeit des Saturn von rund 29 Jahren hat der Planet im 20.Jahrhundert tatsächlich nur zu den genannten Terminen an diesen Tierkreispositionen gestanden, womit der Verdacht ausgeräumt sein dürfte, ich hätte mir hier vielleicht unbewusst die passenden Sachen zusammen gesucht..

Nun könnte man natürlich den Verdacht äußern, dass all diese "Zufälle" das Ergebnis einer weltweiten Verschwörung der überaus mächtigen Astrologen war, die diese Geschehnisse genau bei dem jeweils für sie passenden Saturnstand inszenierten, damit sie die Bevölkerung von ihren ausschließlich ihrer lebendigen Phantasie entsprungenen Hirngespinsten überzeugen können. :icon_smile_lachuh:

Mit dieser Info über die Bedeutung von 22° Schütze / Zwillinge und dem Zusammenhang mit dem Saturn-Stand dort kann nun schon jeder von Euch zeitlich recht genaue Prognosen zum Beginn neuer weitreichender Prozesse in Europa machen. Und das sogar ohne Astrologe zu sein - na wenn das nichts ist .. Ihr braucht dazu nur ein Feld-Wald-Wiesen-Programm oder eine Ephemeride (Gestirnsstand-Tabelle, etwa 30 Euro für 50 Jahre oder ganz umsonst bei astro.com zum Nachlesen oder als Downlod)..

Spaß bei Seite ...


Nicht die Astrologie biegt sich also die Dinge so zurecht, wie sie sie braucht. Es sind zumeist Spiegelgefechte, die in der Auseinandersetzung mit der Astrologie geführt werden.

Kann mit einer erklären, warum sonst ausgerechnet den Astronomen, die über eine derart vortreffliche Ausstattung verfügen, solche Dinge nicht aufgefallen sind? Haben sie etwa Knöpfe auf den Augen wenn sie durch ihre hervorragenden Teleskope blicken oder wird lediglich sofort durchgewunken, was sie nicht sehen wollen? Gegenfrage: Wie viele Astrologen haben halbwegs hochwertige Fernrohre, genügend Zeit und Muße wie die Astronomen und wohnen zudem noch in Gegenden, an denen besonders gut Himmelsbeobachtungen zu machen sind? Die Antwort könnt Ihr Euch sicher denken ..

Guckt Euch doch nur dieses armselige Häufchen von Astrologen an! Wer sind das eigentlich, diese Astrologen? Einfach gesagt sind das alle möglichen Menschen aus den verschiedensten Bildungs- und Einkommensschichten, die gemerkt haben, was ist und das so gut vertreten wie es ihnen eben möglich ist. Da hat beispielsweise eine Friseuse eine Astrologiekurs belegt und erfreut sich danach zu sehen, dass sie schon recht ordentliche Deutungen hinlegen kann, aber sich unter dem Begriff "große Halbachse" nun wirklich nichts vorstellen kann -ja vielleicht sogar nicht einmal im Stande ist, alleine mit Tabellen und Taschenrechner ein Horoskop zu berechnen. Das macht bei ihr alles der Computer. Da ist der kleine Finanzbeamte, für den was den astronomischen Hintergrund betrifft vielleicht das Gleiche gilt, der nebenbei aber sehr akribisch astrologische Statistiken führt. Hin und wieder taucht sogar ein Ingenieur oder Psychologe in den Reihen auf, vielleicht finden wir einen arbeitslosen kleinen Angestellten, der Zeit und Muße hat über sein Leben und die Welt nachzudenken und "zufällig" in Berührung mit der Astrologie kommt. Mal haben sie mehr, mal weniger, ab und zu auch überhaupt keine Ahnung von astronomischen Gegebenheiten. Die Gegner der Astrologie haben es doch immer ganz einfach: sie müssen sich nur die passenden Opfer aus dieser Schar aussuchen, um die ganze Astrologie vorzuführen.

Was haben diese Astrologen denn nur für erbärmliche Möglichkeiten gemessen an denen der etablierten "Wissenschaft"? Nach meinem Dafürhalten kann sich die Wissenschaft selbst kein größeres Armutszeugnis geben, als wenn sie derart mit einem Jahrtausende alten Erfahrungsschatz wie der Astrologie umgeht.

Die Astrologie ist also tatsächlich eine Glaubensfrage - jedoch nur für diejenigen, die einen Teil der Wirklichkeit massiv verdrängen und mit Zähnen und Klauen ihr löchriges Weltbild verteidigen. Der kleinere Teil der Menschheit "weiß Bescheid" und braucht nicht noch mehr Beweise ..

Schöne Grüße,
Hans-Werner

Uli
04.07.2008, 13:39
Nach meinen Erkenntnissen musste es sich bei den astrologischen Gegebenheiten also um einen überlichtschnellen Informationsaustausch wie wir ihn aus der Quantenphysik kennen handeln, denn sonst ergäben meine ganze Beobachtungen keinen Sinn. Letzteres denke ich auch.

Uli

Kater
04.07.2008, 17:37
um 22° Zwillinge: Attentat von Sarajewo 1914
um 22° Schütze: Weltwirtschaftskrise 1929
um 22° Zwillinge: Landung der Allierten in Sizilien 1943
um 22° Schütze: Inkrafttreten der "Römische Verträgen" und somit faktische Geburt der EWG am 01.01.1958
um 22° Zwillinge: Palästinenser-Attentat in München Olympia 1972, Ausweitung der Aktivitäten der 1.Generation der RAF.

um 22° Schütze: 27.01.1987:Ausrufung der Perestroika durch Michail Gorbatschow auf dem Parteitag der KPDSU.

Ferner noch zwei solcher Ereignisse, bei denen Saturn ein klein wenig neben diesen Punkten stand, aber auf die trotzdem immer noch die genannte Himmelsregion zutrifft:

Winter 1942/1943: der Untergang der 6. Armee in Stalingrad
01.01.2001: die Einführung des Euros.

Gemein ist allen diesen Ereignissen / Entwicklungen, dass sie für die deutsche / europäische Entwicklung eine ganz besondere Bedeutung haben und recht markante- nennen wir es "Entwicklungspunkte" - markierten. Die Bedeutung dieser Ereignisse dürfte jedem Historiker buchstäblich ins Gesicht springen - da ist von einer Beliebigkeit nun wirklich nichts zu sehen.



Was ist denn mit anderen für Deutschland oder Europa wichtigen Ereignissen, die unter "weiß der Geier" welchen Konstellationen stattgefunden haben?
Vielleicht ist schon unter jeder nur möglichen Konstellation Bedeutendes für
Deutschland und Europa geschehn.

Was mach ich nun, rein praktisch gesehen, mit dererlei Aussagen?

hww
04.07.2008, 18:49
Hallo Kater,

ja was macht man denn nun mit solchen Aussagen? Ich verstehe Deinen Gedanken. Das einzige, was sich aus dieser Saturn-Position sehr deutlich ablesen lässt, dass ist, das zu diesem Zeitpunkt eine radikale Veränderung in der bis dahin laufenden Entwicklung einsetzen wird. Auf den ersten Blick nutzt das niemand, weil man gar nicht weiß, welche Art von Entwicklung sich hier wohin verändert wird. Nur der Beginn der Veränderung selbst ist ja sichtbar - und dass auch noch hauptsächlich beschränkt auf Gebilde wie Deutschland oder Europa. Für sich alleine gesehen ziemlich nutzlos, das Ganze.

Das ist also zugegeben dünn, doch besagt es andererseits schon eine ganze Menge, denn immerhin erkennen wir daran, dass es zumindest im 20. Jahrhundert eine eindeutige Korrespondenz zwischen weitreichenden Veränderungen und ganz bestimmten Saturn-Positionen gab. Zumindest das lässt sich hier genauso wenig verleugnen, wie der Zusammenhang des Mondes mit Ebbe und Flut oder die denkwürdigen Übereinstimmung eines vollen Mondzyklus und der Monatsregel bei den weiblichen Vertretern unserer Gattung. Jetzt komme mir bitte nicht mit einzelnen Frauen und ihren Menstruations-Problemen: hier bestätigen Ausnahmen wortwörtlich die Regel *lächel*

Sieh an dieser Stelle aber bitte genau hin: wir sprechen im obigen Beispiel nur von Saturn. Da gibt's noch eine Menge anderer Faktoren die wichtig sind und jeder einzelne davon hat seine Bedeutung dort, wo er gerade steht. Aus den ganzen Einzelaussagen ergibt sich Stück für Stück ein Bild, wenn diese alle zusammengefasst werden. Dieses Bild - eine richtige Interpretation- sieht dann schon ganz anders aus.

Natürlich hast Du recht wenn du feststellst, dass es jede Menge bedeutsamer Ereignisse unter recht unterschiedlichen Konstellationen gegeben hat. Das muss schließlich auch so sein, sonst gäbe es keine funktionierende Verknüpfung der Gestirnstände mit der Qualität der Zeit. Genau genommen wiederholt sich nie mehr eine Situation am Himmel, jede Konstellation ist so einmalig wie ein Augenblick. Es gibt aber Dinge, die haben bestimmte Situationen gemeinsam. Ebenso haben Teil-Konstellationen mit anderen Teil-Konstellationen etwas gemeinsam - auch wenn nicht selten Jahrzehnte oder Jahrhunderte dazwischen liegen. Wir sagen dazu: sie verhalten einander analog. Ebenso suchen wir also den Himmel ab noch Analogien, die sich ständig wiederholen. Zwischen all diesen oben genannten Saturn-Positionen besteht somit eine Analogie: sie entsprechen sich in ihrer Tierkreisposition und gleichzeitig entspricht dem dazu ein bestimmter Teilcharakter, ein bestimmtes Element eines der aufgeführten Ereignisse oder Entwicklungen. Das ist ja oben wohl sehr schön zu sehen.

Erst alle Teile des Puzzle ergeben also das Gesamtbild. Insofern kann ein einzelner Faktor keinen umfassenden Blick auf dieses Gesamtbild vermitteln sondern nur einen kleinen Teil erhellen. Wenn man aber alle verfügbaren Informationen aus dem Himmel einbezieht, ergibt sich ein sehr aussagefähiges Bild. Somit ist es dann auch möglich, die verschiedensten Entwicklungen und Ereignistendenzen als Trend zu erkennen. Das ist also nicht nur auf solche Aussagen wie oben in dem Beispiel gezeigt beschränkt. Wenn Du mal sehen willst, wie solch eine Prognose aussieht, dann werfe einen Blick auf prognosefokus.de oder gehe auch gleich dort in das angeschlossene Forum. Im Forum Mundanastrologie, Unterforum "Test- und Übungsforum für eigene Prognosen" habe ich gestern eine kurze, forengerechte Monatsprognose für Afghanistan im August 2008 veröffentlicht. Schon als Besucher kannst Du alles lesen, nur das Schreiben eigener Beiträge geht nicht.

Schöne Grüße,
Hans-Werner

Temporär
04.07.2008, 18:58
um zu diesem Thema auch einmal die nüchterne und unpopuläre Meinung der "normalen" Wissenschaft zu lesen, empfehle ich dringend das Nachschlagen bei der GWUP. Stichworte : Astrologie, Hellseherei, etc.
Dort werden auch jedes Jahr im Rückblick die wichtigsten Vorhersagen der führenden Astrologen analysiert.

Eins ist sicher: Mit der Fähigkeit die Zukunft vorherzusagen ist Einem persönlicher Reichtum und Ehre garantiert. Ebenfalls wären diese Fähigkeiten unschätzbar wertvoll um viel Gutes in dieser Welt zu vollbringen.
Allein schon James Randi würde dann endlich seine 1-Mio-Dollar Wette verlieren.
Alles was man dafür tun muss, ist diese Fähigkeit unter objektiven Laborbedingungen nachweisen.
Aber mit Nachweisen tut sich die Astrologie wie viele andere Parawissenschaften seit jeher schwer. Aber im Finden von Ausreden für die fehlende Nachweisbarkeit sind ihre Prediger wirklich meisterhaft. :angel:


Jaja.... ich weiss... für Viele ist die GWUP böööööse. Da hilft selbst die beeindruckende Lister der Mitglieder des wissenschaftlichen Beirats nichts.

Aber ich hoffe, daß sich jeder selbst über die Glaubwürdigkeit von Befürwortern und Gegnern ein Bild macht.


Dagegen ist das Ausgangsthema dieses Threads wirklich vielversprechend.
Die "Qualität der Zeit" ist gerade im Hinblick auf den "kosmischen Wimpernschlag" unserer Existenz ein schönes Thema.


Gruß

Temporär

Götzenliest
04.07.2008, 21:17
Hallo in die Runde,

um 22° Zwillinge: Attentat von Sarajewo 1914
um 22° Schütze: Weltwirtschaftskrise 1929
um 22° Zwillinge: Landung der Allierten in Sizilien 1943
um 22° Schütze: Inkrafttreten der "Römische Verträgen" und somit faktische Geburt der EWG am 01.01.1958
um 22° Zwillinge: Palästinenser-Attentat in München Olympia 1972, Ausweitung der Aktivitäten der 1.Generation der RAF.


Hierzu möchte ich mich Kater anschließen.

Das Attentat von Sarajewo war sicher ein Schlüsselmoment, aber hätte nicht zwangsläufig zum ersten Weltkriieg führen müssen. Unter welchen Konstellationen stand denn z.B. der Kriegseintritt Deutschlands, Frankreichs, oder Russlands? Wann fanden die großen Entscheidungsschlachten statt?

Zum Zweiten Weltkrieg: Wenn hier Stalingrad angeführt wird und die Landung der Alliierten in Sizilien, - wann war denn der Überfall auf Polen oder Rußland, die Landung in der Normandie, der Kriegseintritt Amerikas ect.

Europa: Was ist mit der Unterzeichnung der Montanunion? Das Schengen-Abkomen, Die Osterweiterung? Der Balkan-Kriege?

Was ist mit weltweit bedeutenden Ereignissen wie den Atombombenabwürfen auf Hiroschima und Nagazaki, den Anschlägen des 11 September

Oder bleiben wir in Deutschland:
Warum nicht die Gründung der RAF?
Oder ihr erster großer Anschlag?
Oder der Nato-Doppelbeschluss?
Oder der Mauerbau
Die Wiedervereinigung

Die Liste läßt sich endlos fortsetzen. Mal wird hier ein Urimpuls angeführt, mal der Höhepunkt einer Entwicklung. Aber hat nicht jedes Ereignis, auch zum Beispiel das Sarajevo-Attentat eine Ursache?
Bedeutende Entwicklungen haben in der Regel mehr als nur ein Schlüsselereignis. Es wundert mich nicht, wenn da regelmäßig auch eines auf einen Saturn-Aspekt fällt.

Es erinnert ein wenig an Versicherungsvertreter die die Sicherheit ihrer Fonds mit den Aktienkursen der letzten 60 Jahre begründen. Bei einer laufzeit von 20 Jahren vervielfacht sich das Kapital geradezu zwangsläufig.
Teilt man die 60-jährige Börsengeschichte durch 3 muß man ihren unweigerlich Recht geben. Aber mal abgesehen davon, daß 3 Vergleichszeiträume noch keine repräsentativen Werte ergeben, kann man auch einen anderen 20-Jahres-Zeitraum herausschneiden und kommt plötzlich zu ganz anderen Ergebnissen.

Letzlich zeigen diese Beispiele nur, was man mit Statistiken machen kann.
Überzeugen könnte nur eine präzise Voraussage.
Hinterher dagegen ist man immer schlauer, - oder fühlt sich so.



Oben wie Unten

Es wird gern argumentiert, daß die Gestirne nicht kausal auf das Weltgeschehen einwirken, sondern es im Sinne einer Gleichzeitigkeit nur abbilden. Die Möglichkeit der Zukunftsvorhersage leitet sich ab von der Vorhersagbarkeit der Sternbewegungen.
Habe ich das so richtig wiedergegeben?

Wenn oben wie unten ist, dann mußte unser Erdenleben doch genauso streng kausal vorhersagbar sein, wie der Lauf der Gestirne. Warum dann dieser Umweg. Sollten sich die bestimmenden Strukturen nicht auch auf der Erden wiederfinden lassen? Wenn nicht, dann fehlt auch die Basis für die Grundaussage der Parallelität. Wenn ja, dann wäre der direkte Weg, also die Welt selbst zu beobachten, bestimmt erfolgversprechender.

Gruß Götzenliest

Kater
04.07.2008, 23:09
Hallo Hans-Werner



ja was macht man denn nun mit solchen Aussagen? Ich verstehe Deinen Gedanken. Das einzige, was sich aus dieser Saturn-Position sehr deutlich ablesen lässt, dass ist, das zu diesem Zeitpunkt eine radikale Veränderung in der bis dahin laufenden Entwicklung einsetzen wird. Auf den ersten Blick nutzt das niemand, weil man gar nicht weiß, welche Art von Entwicklung sich hier wohin verändert wird. Nur der Beginn der Veränderung selbst ist ja sichtbar - und dass auch noch hauptsächlich beschränkt auf Gebilde wie Deutschland oder Europa. Für sich alleine gesehen ziemlich nutzlos, das Ganze.

Wenn man vom Hobbycharakter, den solche Beschäftigungen für Diesen oder Jenen haben, einmal absieht, sehe ich tatsächlich keinen Nutzen.
Es sei denn, man will daraus Schlußfolgerungen für sein Leben ziehen.
Das scheint mir weder möglich noch vernünftig.
Was außer Zeitvertreib entnimmt man denn diesem Hobby?


Das ist also zugegeben dünn, doch besagt es andererseits schon eine ganze Menge, denn immerhin erkennen wir daran, dass es zumindest im 20. Jahrhundert eine eindeutige Korrespondenz zwischen weitreichenden Veränderungen und ganz bestimmten Saturn-Positionen gab.

Ich seh das nicht so.
Hätte man eine andere Konstellation geprüft, könnte man da vielleicht die gleiche Aussage machen.


Sieh an dieser Stelle aber bitte genau hin: wir sprechen im obigen Beispiel nur von Saturn. Da gibt's noch eine Menge anderer Faktoren die wichtig sind und jeder einzelne davon hat seine Bedeutung dort, wo er gerade steht. Aus den ganzen Einzelaussagen ergibt sich Stück für Stück ein Bild, wenn diese alle zusammengefasst werden. Dieses Bild - eine richtige Interpretation- sieht dann schon ganz anders aus.

Da kann dann jeder die Geschichte im Nachhinein auf die himmlischen Konstellationen draufvergewaltigen. Gesucht wird ein für Deutschland und oder Europa bedeutendes Ereignis passend zur entsprechenden Konstellation..was bietet sich da denn gerade an????


Erst alle Teile des Puzzle ergeben also das Gesamtbild. Insofern kann ein einzelner Faktor keinen umfassenden Blick auf dieses Gesamtbild vermitteln sondern nur einen kleinen Teil erhellen. Wenn man aber alle verfügbaren Informationen aus dem Himmel einbezieht, ergibt sich ein sehr aussagefähiges Bild. Somit ist es dann auch möglich, die verschiedensten Entwicklungen und Ereignistendenzen als Trend zu erkennen.

Wenn man sich mit den Nachrichten, oder mit Politik beschäftigt, kann man wahrscheinlich auch einen Trend erkennen.

Was finden Sie denn mehr herraus, als daß sich etwas ereignen könnte oder ereignen wird?

hww
04.07.2008, 23:24
Guten Abend Götzenliest,


Das Attentat von Sarajewo war sicher ein Schlüsselmoment, aber hätte nicht zwangsläufig zum ersten Weltkrieg führen müssen.


Aus "Hätte", "würde" und "könnte" wird kein Leben. Fakt ist, dass es so war.


Unter welchen Konstellationen stand denn z.B. der Kriegseintritt Deutschlands, Frankreichs, oder Russlands? Wann fanden die großen Entscheidungsschlachten statt?
Nun: ich bringe Dir gerne die Horoskopzeichnungen und zeige Dir, was bei diesen und anderen Ereignissen am Himmel los war. Würdest Du sie auch verstehen?

Zum Zweiten Weltkrieg: Wenn hier Stalingrad angeführt wird und die Landung der Alliierten in Sizilien, - wann war denn der Überfall auf Polen oder Rußland, die Landung in der Normandie, der Kriegseintritt Amerikas ect.
Nur ein Beispiel: die Landung in der Normandie entsprach der Fortsetzung des Saturn-Neptun-Zyklus von 1936. Die Information wird Dir vermutlich aber nicht viel weiter helfen, denn ich denke, jetzt bist Du genauso schlau wie vorher. Zum besseren Verständnis dessen kann ich Dir höchstens anbieten, meine Saturn-Neptun-Reihe in meinem Blog zu lesen. Da wird zwar nichts explizit über die Landung in der Normandie geschrieben, aber doch eine ganze Menge über Saturn-Neptun - insbesondere der Oppositionen von 1899, 1936,ff....


Europa: Was ist mit der Unterzeichnung der Montanunion? Das Schengen-Abkomen, Die Osterweiterung? Der Balkan-Kriege?
Das Geschehen auf der Welt verliefe recht eintönig, wenn nur Saturn und dieser zudem ausschließlich in den besprochenen Positionen "wirksam" wäre. Guck in den Himmel .. Da schwirrt noch eine Menge mehr herum .. Selbstverständlich hat Saturn in allen von Dir angesprochenen Fällen auch seine Bedeutung gehabt.


Was ist mit weltweit bedeutenden Ereignissen wie den Atombombenabwürfen auf Hiroschima und Nagazaki, den Anschlägen des 11 September
Ein ausgezeichneter Hinweis! Es handelt sich dabei um vorzügliches Studienmaterial. Besonders die Stellung Plutos bei den Atombombenabwürfen ist stets sehr bezeichnend...


Oder bleiben wir in Deutschland:
Warum nicht die Gründung der RAF?
Oder ihr erster großer Anschlag?
Oder der Nato-Doppelbeschluss?
Oder der Mauerbau
Die Wiedervereinigung
Halte Dich an das astrologische Regelwerk und deute die Konstellationen zu diesen Ereignissen einfach aus. Genau dann wirst Du feststellen, wie aussagefähig die Konstellationen sind. So bringt uns das nicht weiter. Was erwartest Du von mir? Das ich Dir in einem Satz 30 Jahre Praxis über die Leitung schicke? Noch einmal zur Erinnerung: ich habe alle Daten aufgeführt, an denen Saturn an einem bestimmten Punkt des Tierkreises stand. Zu allen diesen Zeiten ist wirklich Gravierendes geschehen - das ist unbestreitbar. Jede x-beliebige Konstellation im Tierkreis korrespondiert mit Ereignissen, Entwicklungen. Beim Saturn und den beschriebenen Beispielen ist es ganz besonders deutlich zu sehen. Um mehr ging es nicht dabei.


Die Liste läßt sich endlos fortsetzen. Mal wird hier ein Urimpuls angeführt, mal der Höhepunkt einer Entwicklung. Aber hat nicht jedes Ereignis, auch zum Beispiel das Sarajevo-Attentat eine Ursache?
Bedeutende Entwicklungen haben in der Regel mehr als nur ein Schlüsselereignis. Es wundert mich nicht, wenn da regelmäßig auch eines auf einen Saturn-Aspekt fällt.
Gehe davon aus, dass Saturn bei allen gravierenden Geschehnissen beteiligt ist und nicht nur dass bezogen auf Schlüsselereignisse "regelmäßig auch eines auf einen Saturn-Aspekt fällt". Wenn Du eine Behauptung aufstellst, dann belege sie! Also drehen wir es doch einmal um: Beweise Du mir, dass die Verteilung der Saturn-Aspekte bei bedeutenden Ereignissen rein zufällig ist! Ich beweise Dir dann das Gegenteil!


Es erinnert ein wenig an Versicherungsvertreter die die Sicherheit ihrer Fonds mit den Aktienkursen der letzten 60 Jahre begründen. Bei einer laufzeit von 20 Jahren vervielfacht sich das Kapital geradezu zwangsläufig.
Teilt man die 60-jährige Börsengeschichte durch 3 muß man ihren unweigerlich Recht geben. Aber mal abgesehen davon, daß 3 Vergleichszeiträume noch keine repräsentativen Werte ergeben, kann man auch einen anderen 20-Jahres-Zeitraum herausschneiden und kommt plötzlich zu ganz anderen Ergebnissen.
Bezogen auf mein Beispiel sticht diese Argumentation nicht. Genauso könntest Du den Nachweis bringen, dass keine Schwerkraft existiert, indem Du zum "Beweis" einen mit Helium gefüllten Ballon aufsteigen lässt.


Letzlich zeigen diese Beispiele nur, was man mit Statistiken machen kann.
Überzeugen könnte nur eine präzise Voraussage.
Hinterher dagegen ist man immer schlauer, - oder fühlt sich so.
So mein Lieber: jetzt habe ich Dich! Auf www.prognosefokus.de

stehen meine Prognosen veröffentlicht. Lies sie. Besonders meine Prognose zum 1.Mai ist für Dich sehr spannend, weil die Prognose zum Teil bis auf die Tagesstunde heruntergebrochen wurde. Auch meine kurze Übersicht für Deutschland 2008, Pakistan (beide veröffentlicht im November 2007) sind recht spannend für Dich zu lesen. Die China-Prognose ist noch zu frisch, da werden wir noch etwas abwarten müssen um zu sehen, was noch kommt. Zwischendurch kannst Du aber noch im Forum des Prognosefokus vorbeischauen, denn dort habe ich noch eine Prognose für Afghanistan im August 2008 veröffentlicht. Du findest sie im Forum Mundanastrologie, Unterforum "Test- und Übungsforum für eigene Prognosen". Wünsch mir und den Afghanen bitte, dass ich eine saublöde Fehlprognose hingelegt habe, denn dass, was sich da abzeichnet, braucht nun wirklich kein Mensch auf dieser Welt. Besonders die Zeit vom 03.-05.08.2008 scheint der Auftakt für eine Entwicklung zu sein, die dort wirklich niemand braucht.



Oben wie Unten

Es wird gern argumentiert, daß die Gestirne nicht kausal auf das Weltgeschehen einwirken, sondern es im Sinne einer Gleichzeitigkeit nur abbilden. Die Möglichkeit der Zukunftsvorhersage leitet sich ab von der Vorhersagbarkeit der Sternbewegungen.
Habe ich das so richtig wiedergegeben?

Wenn oben wie unten ist, dann mußte unser Erdenleben doch genauso streng kausal vorhersagbar sein, wie der Lauf der Gestirne. Warum dann dieser Umweg. Sollten sich die bestimmenden Strukturen nicht auch auf der Erden wiederfinden lassen? Wenn nicht, dann fehlt auch die Basis für die Grundaussage der Parallelität. Wenn ja, dann wäre der direkte Weg, also die Welt selbst zu beobachten, bestimmt erfolgversprechender.

Grundsätzlich ist richtig was Du schreibst. Wir haben da aber nur ein Problem: diese "bestimmenden Strukturen" wie Du sie nennst wurden noch nicht gefunden. Ich könnte mir vorstellen, dass es eine Alternative zu den Gestirnen gibt. Ob sie aber so gut ist, bleibt zweifelhaft. Wenn ich es mir richtig überlege, dann könnte das sogar ein technisches Gerät sein. Ein durchaus faszinierender Gedanke! Wenn man damit dann aber noch Prognosen, Synastrien, Multi-Combins, grafische Ephemeriden oder sonstwas darstellen wollte, dann würde diese Maschine so etwas wie ein neues Weltwunder. Ich glaube, eher können wir in Sekundenbruchteilen von der Erde zum Mars beamen a la Enterprise, als dass solch eine Applikation laufen würde. Wie könnte - ganz grob skiziiert - so eine Maschine beschaffen sein? Man könnte sich zum Beispiel eine Blackbox vorstellen, in der ein Zerfallsprodukt enthalten ist. Weil wir ja wissen, dass der Zerfallsprozess nicht in jedem kleinen Detail vorhersagbar ist, haben wir hier schon das, was wie unbedingt brauchen: den echten "Zufall". Wenn wir uns weiter vorstellen, dass jedes Zerfallsteilchen je nach seiner Bewegungsrichtung, der Zeiteinheit, etc. eine bestimmte Information auslöst, die ähnlich dem astrologischen Ordnungsschema angelegt ist, dann könnte man da früher oder später das astrologische Modell drin abbilden. Vielleicht wäre dann die Hälfte aller Physiker dieser Welt in 300 Jahren endlich so weit wie die Astrologie heute. Unterwegs dahin aber geht ihnen vermutlich lange vorher schon die Puste aus.

Also bleibt die Frage, wie sinnvoll das schließlich ist?
Wir haben doch den Himmel! Wir kennen die Gestirnsbewegungen und besitzen einen ungeheuren Erfahrungsschatz. Warum soll man das auf den Müll werfen?

Schöne Grüße,
Hans-Werner

hww
05.07.2008, 00:37
Guten Abend Kater,


Wenn man vom Hobbycharakter, den solche Beschäftigungen für Diesen oder Jenen haben, einmal absieht, sehe ich tatsächlich keinen Nutzen.
Es sei denn, man will daraus Schlußfolgerungen für sein Leben ziehen.
Das scheint mir weder möglich noch vernünftig.

Möglich ist es in der Tat. In einer Tiefe, die Du Dir nicht vorstellen kannst. Ob es aber vernünftig ist? Ach Kater ! Wie könnte ich Dir darauf antworten? Ethische und moralische Einwände mag es Zuhauf geben. Genauso auch Argumente dafür. Dein "Radix" (Geburtshoroskop) ist der Spiegel Deines ganzen Menschseins. Auf dem Weg des "Erkenne Dich selbst" ist es vermutlich die größte Hilfe, die man bekommen kann. Sind Prognosen, Partnerschaftsvergleiche, Gutachten, etc. sinnvoll oder überhaupt zu vertreten? So sehr das Horoskop von allen Astrologen als einmaliges Hilfsmittel zur Selbsterkenntnis gewertet wird: Die Meinungen darüber aber entzweien sogar die Astrologen ..



Hätte man eine andere Konstellation geprüft, könnte man da vielleicht die gleiche Aussage machen.
Nein, das funktioniert leider nicht. Du kannst es gerne selbst nachprüfen. Vom Ansatz her ist es aber schon schnell logisch bewiesen, denn alle Planeten haben verschiedene Umlaufzeiten. Pluto zum Beispiel konnte sich physikalisch nicht 1914, 1929, 1943, etc.. an einem auch nur annähernd gleichen Ort aufhalten, weil er gut und gerne 250 Jahre für einen Umlauf braucht. Mit Uranus, Neptun und Jupiter funktioniert das genausowenig. Zwar ist Jupiter schneller als Saturn, doch würde das genau aus diesem Grunde im Beispiel nicht funktionieren. Mars, Venus und Merkur haben zwar auch ihre Bedeutung, können aber alleine nicht derart signifikant in solchen Bezügen auftreten. Die auftretenden Wiederholungen entsprächen - wenn überhaupt - niemals dem 1 zu1 gezeigten Muster des Saturn.
Als Astrologe würdest Du selbstverständlich bestimmte Analogien entdecken, die ebenfalls mit den Ereignissen korrespondieren, aber das ist etwas anderes, als Du es hier unterstellst, denn diese Analogien wären sehr verschieden voneinander wil ja auch die Ereignisse voneinander verschieden sind - wenngleich es auch Gemeinsamkeiten geben mag.


Da kann dann jeder die Geschichte im Nachhinein auf die himmlischen Konstellationen draufvergewaltigen. Gesucht wird ein für Deutschland und oder Europa bedeutendes Ereignis passend zur entsprechenden Konstellation..was bietet sich da denn gerade an????
Genau so machen es Astrologen nicht .. Zumindest sollten sie es so nicht tun.


Wenn man sich mit den Nachrichten, oder mit Politik beschäftigt, kann man wahrscheinlich auch einen Trend erkennen.

Was finden Sie denn mehr herraus, als daß sich etwas ereignen könnte oder ereignen wird?
Nun ja: in gewissem Sinne ist da etwas dran. So arbeiten ja verschiedene prognostische Institute, Marktforscher, usw.. Astrologische Prognosen bieten aber andere Informationen, haben einen ganz anderen Blick. Dr. Heinz Fidelsberger hatte zum Beispiel Ende der 70er Jahre unter anderem mit dem Blick auf den Eintritt des Planeten Pluto in den Skorpion den Ausbruch einer bis dahin unbekannten und höchst gefährlichen Geschlechtskrankheit prognostiziert. Kaum war Pluto im Skorpion, kam AIDS. Dr. Theodor Landscheidt hatte vor etlichen Jahren astrologisch prognostiziert, dass die Sonnentätigkeit in unserer Zeit ruhiger würde. Das es so kam kannst Du mittlerweile im Wissenschaftsteil des Spiegel nachlesen. Ich selbst habe im November 2007 verschiedene Prognosen veröffentlicht, die ganz gut den Kern der Sache getroffen haben. Sie bezogen sich vor allem auf Deutschland und Pakistan in 2008. Nachlesen kannst Du sie im Archiv von astrologix.de im Forum Mundanastrologie. Geschrieben habe ich auch dort als "HWW"

Natürlich wird jeder, der eine Prognose liest zuerst einmal jeden Buchstaben umdrehen und krampfhaft nach dem Haar in der Suppe suchen. Schnell ist der Ausruf "Das war Zufall!" wenn sie stimmt, getan.

Warum haben die Menschen nur solch eine Angst vor der Wirklichkeit? Warum stoßen sie ein Vermächtnis von sich, dass eine kleine Schar von Menschen über die Jahrtausende gerettet, gehegt, gepflegt und weiter entwickelt hat?

Sieh Dir doch einmal genau an, was Ihr macht. Ihr habt von der Materie Null Ahnung, aber seid sofort mit einem Urteil dabei ohne auch nur jemals einmal da hineingerochen zu haben. Es genügt vollauf, dass irgendein Mensch, von dessen Kenntnissen oder Motiven ihr keinerlei Ahnung hat, daher kommt und behauptet, er habe den vollen Durchblick und wisse, was dass alles für ein Unsinn ist. Deshalb glaubt auch Ihr wie so viele andere, dass Leute wie ich ihr ganzes Leben mit irgendeinem Unfug zugebracht haben.

Es muss sich also nur geschmeidig und griffig genug anhören und perfekt in die Denkschablonen und Feindbilder passen. Schon sitzt die Nadel richtig und es ist vollkommen egal, ob da ein Prof. Dr. XY im weißen Kittel oder ein A.H. im braunen Hemd steht: die blökenden Schafsköppe rennen dumm wie sie sind hinterher, so lange nur die richtigen Instinkte angesprochen werden und die Botschaft griffig rüberkommt. So lassen sich leider viel zu viele manipulieren, deshalb ist die Welt so gefährlch.

Manchmal kommt es mir deshalb so vor, als müssten wir die Aufklärung noch einmal durchleben, denn viel davon scheint nicht mehr übrig geblieben zu sein.

Dabei wäre alles so einfach: man nimmt sich ein Buch und macht sich schlau, diskutiert mit anderen, macht sich ein richtiges Bild. Die kritiklose Übernahme von Vorurteilen und Meinungen ist für Menschen noch nie gut gewesen. Was mich betrifft, so habe ich es nie mit mir machen lassen, wenn mich einer künstlich dumm halten wollte.

Was glaubst Du eigentlich, warum einige der "Mächtigen" ihre Astrologen haben und zugesehen wird, wie dem Volk verkauft wird, was dass alles für ein Unsinn ist? Was mich betrifft so glaube ich übrigens, dass den meisten dieser Menschen auch die beste astrologische Beratung nicht helfen kann, denn wenn man dort ein Ohr hätte für dass, was wirklich wichtig ist, dann sähe die Welt anders aus ..

Schöne Grüße durch die Nacht,
Hans-Werne

hww
05.07.2008, 04:50
Hallo Tobi,

kam leider nicht eher dazu, auf Dein Posting zu antworten. Ich danke Dir für Deine Gedanken zu dem Thema.



Und ich denke eben das sich hinter diesem "und vieles andere mehr" einige nicht zu vernachlässigende Fakten verbergen.

Neben den von Dir beispielhaft aufgezählten, durchaus herausragenden, Ereignissen, wirst du mir sicher recht geben, das gleichzeitig unzählige weniger herausragende aber auch sicher recht viele negativ herausragende Geschehnisse in diesem Zeitraum passiert sind.

Ja, das ist sicher richtig. An einem Tag schon geschehen überall auf der Welt mehr oder weniger gravierende Ereignisse, deren Charakter aber stets den jeweiligen Konstellationen entspricht. Manchmal sind viele, manchmal wenige Menschen betroffen, manche stehen in Zeitungen oder tauchen in den Nachrichten auf, von anderen hört und sieht man nichts. Wiederum andere tauchen eines Tages in den Geschichtsbüchern auf ..


Die Wertung des Einzelnen über die Qualität einer bestimmten Zeit, hängt also eigentlich unmittelbar von seinem Blickwinkel ab.


Das würde ich so nicht sagen. Als ich beispielsweise meine Studie zur Saturn-Neptun-Opposition gemacht habe, habe ich zunächst alle diese Konstellationen in der gut dokumentierten Vergangenheit berechnet. Die Daten habe ich mir dann gemerkt und danach Quellstudien vorgenommen um zu sehen, was jeweils zu diesen Zeiten geschehen ist. Natürlich waren die Ereignisse oder Entwicklungen jeweils sehr unterschiedlich. Wenn man aber genau hinsah, dann gab es da überall ein verbindendes Gemeinsames. Dieses Verbindungsstück war der Charakter der Saturn-Neptun-Opposition, der sozusagen aus einer Vielzahl in der Zeit weit auseinander liegender Ereignisse durch Analogieschluss ermittelt wurde. Was das für Ereignisse waren, war letztlich egal. Sie mussten dokumentiert sein. So wird hier also nach einem Musterbestandteil in einer Vielzahl von Ereignissen gesucht, den die einzelnen Ereignisse bei aller Verschiedenheit gemeinsam haben.


Den Prinzipien der Statistik folgend, wage ich einfach mal zu behaupten das sich diese "Blickwinkel" und die daraus resultierende Art der Qualität der Zeit, sich die Wage halten werden, sie also meiner Meinung nach immer Neutral sein dürfte. :hmmm: Wenn das so ist, dann wäre aber doch jedweder Versuch der nachträglichen oder gar vorausschauenden Bewertung der Qualität der Zeit, nahezu unmöglich. Zumindest aber deutlich geprägt vom individuellen Blickwinkel des Betrachters bzw. des Astrologen, wie du selbst schon weiter oben festgestellt hast.

Vorsicht! So einfach ist es nicht. Generell ist der Blickwinkel der astrologische wie oben beschrieben. Man analysiert und interpretiert das Horoskop. Blickwinkel natürlich in sofern, als dass ich als ein Astrologe des 21. Jahrhunderts darauf blicke und nicht als einer des Mittelalters oder Altertums. Natürlich hat jeder Astrologe seine Filter. Wenn wir zum Beispiel "Die Bausteine der Astrologie" von Sindbad-Weiß lesen, dann finden wir dort mitunter Formulierungen und moralische Wertungen, die heute unüblich sind. Diese Bücher wurden in den 20er Jahren geschrieben. Trotzdem wird dass, was dort beispielsweise über die Bedeutung des Jupiter steht im Grunde sehr ähnlich mit dem sein, was ein Thomas Ring
in seiner "Astrologischen Menschenkunde" oder ein Alexander von Pronay in einem seiner zahlreichen Bücher geschrieben hat. Genauso kommen dann auch die Interpretationen daher. Astrologen sind stets Kinder ihrer Zeit wie alle anderen Menschen auch. Ferner ist sicher richtig, dass jeder Mensch Kraft seines Naturells Dinge beschreibt, wiedergibt. Ungefähr den gleichen Bildungsstand vorausgesetzt, werden die Interpretationen der verschiedenen Astrologen auch über weite Zeiträume in denen sie jeweils verschieden voneinander leben hinweg zu gleichen Aussagen kommen, denn die Archetypen und Prinzipien, mit denen in der Astrologie gearbeitet wird, sind zeitlos. Das Johannes Kepler bei mundanen Prognosen Mond-Uranus-Verbindungen nicht mit Luftverkehr in Verbindung bringen konnte, liegt ganz einfach daran, dass es damals noch keine Flugzeuge gab, bei denen man dies hätte beobachten können. Außerdem kannte er Uranus noch nicht, denn der wollte erst noch entdeckt werden,.

Ich bekomme also allenfalls eine Einschätzung des von mir befragten Astrologen. Oder sehe ich das noch immer zu oberflächlich?


Ja. So ist es und kann auch nicht anders sein. Wenn ich Dir ein Horoskop erstelle, dann wird darin meine Einschätzung zu finden sein. Diese basiert auf den Beobachtungen und Analysen, die ich durchgeführt habe. Abgesehen davon, dass noch jemand anderes an dem Fall gearbeitet haben könnte, wäre ja auch sonst außer mir (Diktat ausgenommen) niemand fähig, unabhängig von mir diese Einschätzung zu Papier zu bringen.

Sieh es doch einmal so. Gesetzt den Fall, Du hast eine Erkältung. Wenn Du zu 10 verschiedenen Ärzten gehst, dann werden diese auch alle zum Ergebnis "Erkältung" kommen. Vielleicht fällt dem einzelnen Arzt noch etwas ganz besonderes auf: so mag einer bei der obligatorischen Blutdruckmessung feststellen, dass Dein Blutdruck etwas zu niedrig ist... So ungefähr ist es auch bei den Astrologen. Die Ergebnisse sind übereinstimmend, hier und da wird es aber so sein, dass es zu ergänzenden Aussagen kommt. Dabei hängt natürlich auch einiges davon ab, wie erfahren der Astrologe ist. Denn daraus ergeben sich auch die Unterschiede in Tiefe und Umfang der Deutung.


Auch ich bin nur ein Individuum von knapp 6 Milliarden Menschen auf diesem Planeten, und möchte einfach nur meine Gedanken anbringen.


Das ist gut so - tue es ! Wie könnte ich sonst auf Dich eingehen? Diese Welt ist Euch doch so fremd .. und für mich ist es deshalb nicht gerade unbedingt leicht, die richtigen Bilder, Worte, Gedanken für Euch zu formulieren. Deshalb ist Fragen so wichtig.

Schöne Grüße,
Hans-Werner

Götzenliest
06.07.2008, 13:51
Hallo HWW


Das Geschehen auf der Welt verliefe recht eintönig, wenn nur Saturn und dieser zudem ausschließlich in den besprochenen Positionen "wirksam" wäre. Guck in den Himmel .. Da schwirrt noch eine Menge mehr herum .. Selbstverständlich hat Saturn in allen von Dir angesprochenen Fällen auch seine Bedeutung gehabt.



Man kann also zusammenfassend feststellen,

-> daß die Saturn-Neptun Opposition große Umwälzungen begünstigt, aber man weiß nicht in welche Richtung.
-> und daß es unzählige andere Komponenten gibt, die die Zukunft auch beeinflussen, aber man weiß nicht in welche Richtung...

Ja, Die Zukunft deuten ist schon ein schwieriges Geschäft.

Gruß
Götzenliest

Tom Bombadil
06.07.2008, 15:23
Diskutiert ihr über Geschehnisse auf der Welt und über Ereignisse in der Geschichte?

Mich Interessierst jetzt auch, finde jeden die Diskussion sehr Interessant!:yes:

Gruß Tom

sucher
06.07.2008, 15:52
Man kann also zusammenfassend feststellen,

-> daß die Saturn-Neptun Opposition große Umwälzungen begünstigt, aber man weiß nicht in welche Richtung.

Ich für mich kann hier allenfalls feststellen:
- das bei Saturn-Neptun Oppositionen manchmal auch große Umwälzungen stattfinden können, genauer: es soll sogar große Umwälzungen gegeben haben, die bei Saturn-Neptun Oppositionen sattgefunden haben.

Mehr ist da für mich persönlich absolut nicht zu erkennen!

liebe Grüsse, Tobi

hww
06.07.2008, 20:11
Hallo an Alle,

Irgendwo in diesem Forum habe ich gelesen, dass Links auf außen stehende Websites nicht erwünscht sind. Genau aus diesem Grunde habe ich zwar in mehreren Beiträgen geschrieben, wo Prognosen von mir stehen, aber keinen direkten Link darauf eingefügt. Es ergibt wenig Sinn, etwas über astrologische Prognosen sagen zu wollen, wenn man noch keine gelesen hat. Deshalb setze ich einmal eine winzig kleine hier hinein.

Zuerst einmal eine Erklärung dessen, was Ihr lesen werdet:
Es gibt verschiedene Prognosetechniken, die in ihrer Handhabung und auch im Resultat - gemessen an der zeitlichen Auflösung - sehr verschieden sind. Um überhaupt einen ersten Eindruck von der Zeitqualität einer kommenden Periode zu haben, verschafft man sich als Astrologe zuerst einmal eine Übersicht über den Jahrestrend. Das pflege ich zum Beispiel mit der Interpretation des Steinbockingresses im jeweiligen Dezember eines Jahres für das darauf folgende Jahr zu machen. Dieses Jahreshoroskop erlaubt NICHT genau festzustellen, in welcher Reihenfolge und wann genau in dem betrachteten Jahr die Phänomene in Erscheinung treten. Alleine der Jahreszeitraum als Ganzes ist hier fixiert. Soll dann später diese Prognose auf den Monat heruntergebrochen werden, kommt eine weitere Prognosetechnik zum Einsatz. Ich verwende dazu dass von mir selbst vor rund 30 Jahren entwickelte IC-Lunar, bei dem der Mondlauf eine ganz entscheidende Rolle spielt. Somit ergeben sich bei dieser Technik also mindesten 14 Horoskopdeutungen pro Jahr: eine für den Jahrestrend, 13 weitere für den Monatstrend. Dieser Aufwand muss betrieben werden, wenn man "nur" monatsgenaue Prognosen erstellen möchte. Für tagesgenaue Prognosen gibt es wiederum eine andere Technik. Sollen dann noch einzelne Tage oder gar Wochen herangezogen werden, so ist für jeden einzelnen Tag wiederum ein Horoskop zu erstellen. Soviel zum Thema Aufwand. Es ist überhaupt kein Problem, für eine erschöpfende Prognose zum Thema "Deutschland im Jahre 2008" die Monate Juli bis November 2007 alleine dafür zu verwenden.

Um Nachwuchsastrologen und Kollegen zu zeigen, wie ich an die grobe Jahresübersciht heran gehe, habe ich auf astrologix.de zwei solcher Prognosen (Jahresübersichten) im November letzten Jahres veröffentlicht. Geschrieben habe ich dort ebenfalls als "hww". Wer nun also glaubt, dass die hier folgenden Texte im nachhinein geschrieben worden wären, der braucht sich nur nach Astrologix zu bewegen und im November-Archiv 2007 nachzusehen um dort meine Beiträge zu finden. Eine solche Jahresübersicht behandelt Pakistan, die andere Deutschland. Beide diese Jahresübersichten wurden also im November letzten Jahres erstellt und geben einen generellen Ausblick auf 2008. Bei beiden dieser Kurzprognosen handelte es sich um Forenbeiträge, in denen nicht alles angesprochen und gedeutet wurde. Diese Beispiele sollten ja nur etwas veranschaulichen und waren als Teaser für eine sich anschließende Diskussion gedacht. Es handelte sich dabei also um "Schnellschüsse aus der Hüfte". Ganz besonders der Beitrag für Deutschland, der hier als erstes steht und der bewusst unvollständig blieb:


Quelle: Astrologix.de, Forum Mundanastrologie, Archiv November 2007, Thread "Diskussion: was bringt das Jahr 2008 für Deutschland", eröffnet am 27.11.2007 um 23 Uhr 52 MESZT. Der die Prognose von mir beinhaltende Beitrag heißt:"BRD: die großen Herausforderungen" vom 28.November 2007 um 15 Uhr 15.

Hier der Text:

... zumindest sollte er hier stehen. Da es in diesem Forum aber nicht zulässig ist, Beiträge zu verfassen, die länger als 10.000 Zeichen sind, war es mir nicht möglich, eine meiner Prognosen hier hinein zu setzen.

(Nachtrag: wobei 10.000 Zeichen als angegebene Grenze sicher nicht stimmt. Diese Grenze muss niedriger liegen, denn die Beiträge waren deutlich kleiner. Der Count bei meiner letzten Prognose zur Esakalation der Krisenherde in Juli/August 2008 im Prognosefokus, die wirklich recht lang ist, ergab gerade einmal rund 4.000 Zeichen).

Der Versuch, die Pakistan-Prognose für 2008 hierhin zu kopieren, musste also erst gar nicht mehr versucht werden, denn der Text ist noch länger.. Schade, denn diese hätte mir noch besser hier gefallen:

Zu finden unter:
astrologix.de, Forum Mundanastrologie. Thread: "Das gefährlichste Land der Welt - Pakistan?". Der Thread wurde eröffnet von dem Forenmitglied "Klaus" am 08. November 2007 um 11:45 Uhr. Meine Antwort gab ich ihm in Form einer kurzen Jahresübersicht als 7. Beitrag mit der Überschrift "Kriegsgefahr für Pakistan 2008?" wie oben beschrieben am 13. November 2007 um 02:38 Uhr. Der Text wurde noch einmal korrigiert am gleichen Tage um 11:54 Uhr.


Da dies "nur" jeweils Beschreibungen des Jahrestrends sind, wollte ich ja auch einmal eine Tagesprognose präsentieren. Aber dieses komplexeste Beispiel pass am Allerwenigsten hier hinein.

Zu finden unter prognosefokus.de. Wie auch bei Astrologix.de müsst Ihr Euch das "www" in Gedanken davorstellen, damit daraus ein Link entsteht.

Im Prognosefokus einfach die Kategorie "Aktuell" auf der rechten Seite anklicken. Dort sieht man als erstes meine laufende China-Prognose. Darunter - und jetzt wird's spannend, kommt eine Zeitleiste der Mai-Krawalle in Hamburg, zusammengestellt aus Medienberichten. Dem folgt ein Augenzeugenbericht und der gute Abschluss wird dann von meiner Prognose zum 1. Mai in Hamburg gemacht. Die Überschrift lautet: "1. Mai: Krawalle in Hamburg ? - Eine astrologische Prognose."

Natürlich wundert es uns überhaupt nicht, dass Wahrsagercheck.de solche Prognosen wie meine zum 1. Mai nie veröffentlicht, denn das passt nun mal partout nicht ins Weltbild. Sogar noch eine stundengenaue Prognose: Igittigitt ! Bloß ganz schnell weggucken... Soviel zu diesen Skeptikern :icon_smile_lachuh:

Auch Wolfgang Scheer letzte Prognose zu EM war so schlecht nun auch nicht, denn immerhin hat er die Finalteilnahme Deutschlands richtig prognostiziert und sogar noch erörtert, wo während der ganzen EM besondere Herausforderungen auf die deutsche Mannschaft zukommen. Auch damit lag er richtig. Dass er schließlich Deutschland als Europameister sah, wollen wir ihm nicht verübeln. Vize-Europameister ist ja nun auch schon etwas. Eine totale Fehlprognose wäre es gewesen, wenn Deutschland in der Vorrunde oder im Viertelfinale herausgeflogen wäre. Wie wir wissen, geschah genau das nicht. Natürlich hat sich der Wahrsagecheck an seiner "Fehlprognose" hochgezogen. Dabei hat man natürlich ganz bewusst die Textpassage in seiner Prognose nicht genannt, in welcher Wolfgang Scheer auf die erfolgreiche Verhinderung eines Attentates während der EM durch die Sicherheitskräfte hinwies. Doch leider konnte dass durch die Presse belegt werden. Die Nachbearbeitung seiner Prognose ist übrigens der aktuellste Beitrag im Prognosefokus. Sicher interessant zu lesen..

So mag der Eine oder Andere zunächst einmal nachlesen und ausreichend über das Geschriebene und den jeweiligen Kontext dazu reflektieren. Gerne werde ich dann wieder auf Fragen antworten.

Schöne Grüße,
Hans-Werner

Augenblick
03.08.2008, 18:41
Danke an alle die mitgewirkt haben an diesem Threat! Da habt Ihr Euch ja ganz schön die Finger wundgetippt.
Ein wenig schade fand ich persöhnlich das ihr von der Frage nach dem "Wesen der Zeit" und ihrer Qualität mehr und mehr zu der Frage nach der Qualität Astrologischer Ereignisvorhersagen übergeschwenkt seit.

Meine Gedanken dazu: Die Zeit ist etwas absolut subjektives, dem Individuum verhaftetes. Der einzige aspekt der Zeit der für das Individuum überhaupt halbwegs greifbar und erfassbar ist, ist die Gegenwart, der augenblickliche Moment. Zeit ist für das Individuum nicht wirklich fassbar. Was eben noch Gegenwart ist ist bald Vergangenheit und war noch vor sekunden Zukunft.
Was die Astrologie angeht kann ich ihre Einflüsse nicht leugnen doch ihr Nutzen bleibt mir fraglich. Was passieren soll wird passieren, es macht keinen Unterschied ob ich das vorher weiß!

Liebe Grüße und Danke für die Beiträge.
Tino

Ahura Mazda
04.08.2008, 21:30
...Meine Gedanken dazu: Die Zeit ist etwas absolut subjektives, dem Individuum verhaftetes. Der einzige aspekt der Zeit der für das Individuum überhaupt halbwegs greifbar und erfassbar ist, ist die Gegenwart, der augenblickliche Moment. Zeit ist für das Individuum nicht wirklich fassbar. Was eben noch Gegenwart ist ist bald Vergangenheit und war noch vor sekunden Zukunft.
....
Liebe Grüße und Danke für die Beiträge.
Tino

Hallo Tino

Jetzt würde mich noch interessieren welchen Nutzen sie persönlich aus diesem Wissen ziehen und welchen Sie für unsere Gesellschaft sehen.
Die Zeit zu zerlegen sollte uns doch letzendlich einen Nutzen bringen, oder nicht?.

Gruß Andreas

Augenblick
04.08.2008, 22:39
Hallo Andreas,
da haben Sie sicher Recht was die Wissenschaften anbelangt. Ich möchte vermuten das die "Entdeckung der Zeit" die durch längeres Beobachten der Gestirne mehr und mehr präzesiert wurde die entwicklung von moderner Technik sogar erst ermöglicht hat.
Für den einzelnen Menschen bedeutet es jedoch eine enorme Bürde und Verantwortung den Verlauf der Zeit so präzise bestimmt zu Wissen. Es macht die Lebenszeit des einzelnen zu etwas sehr kostbarem und gleichzeitig zu etwas was dem Individuum angesichts Kosmischer Zeitabläufe völlig bedeutungslos erscheinen mag.
Was versuchen Menschen nicht alles "sinnvolles" zu tun wenn sie sich bewusst werden das ihre Lebensspanne (ihre Zeit), unweigerlich abläuft.
Das würde ich schon als Bürde betrachten.
Das Bedürfniss jedes Menschen die ihm gegebene Zeit möglichst gut zu nutzen bringt ihn unweigerlich zur Frage der Verantwortung für sein Leben und das Leben anderer.
Was für einen unterschied würde es wiederum machen wenn man nur die Qualität des Lebens und nicht die Zeitdauer bewertet?
Wobei es einem Menschen natürlich in einer längeren Lebenszeit auch eher gelingen mag einen sinnvollen "Zeitvertreib" zu finden. :rolleyes2:
Liebe Grüße
Tino

hww
06.08.2008, 00:07
Hallo Andreas, hallo Tino!

Es bringt schon einen Nutzen, wenn man im Stande ist die Qualität der Zeit zu erkennen. Im Bilde gesprochen: sähe man die jeweilige Qualität der Zeit als den Wind an, der über den Ozean des Lebens streicht, so könnten wir aus der Erkenntnis heraus besser unsere Segel setzen und das Schiff steuern. Natürlich können wir keinen Sturm verhindern, denn der kommt ob wir ihn wollen oder nicht. Aber gut darauf vorbereitet, kann unser Schiff auch diese Wogen durchstehen..

Neues aus der Welt der Prognostik findet Ihr hier:
http://prognosefokus.wordpress.com/2008/08/05/die-unbequeme-wirklichkeit/


Schöne Grüße durch die Nacht,

HWW

sucher
06.08.2008, 12:45
Es bringt schon einen Nutzen, wenn man im Stande ist die Qualität der Zeit zu erkennen.

Hallo HWW,

Die Qualität einer Sache kann ich doch aber nur bestimmen wenn deren Grundlegende Eigenschaften irgendwo definiert sind. Beispiel: nehmen wir an wir wollen die Qualität eines Metallwürfels beschreiben der in einem Herstellungsprozess bearbeitet wird. Wir wissen wie lang seine Kanten sein sollen, wie winklig die Seiten sind und welcher Rauheit seine Oberfläche ist. Dies sind alles Parameter die wir nach jedem Bearbeitungsprozess überprüfen und mit den Vorgaben vergleichen können. Je dichter die Werte unseres Würfels an die Vorgaben kommen, um so höher ist die Fertigungsqualität die wir erreicht haben.
Angenommen wir haben nun den nahezu perfekten Würfel geschaffen, sind also sehr dicht an den Vorgaben drann. Dann würden wir sicher behaupten : " Wir haben hier einen Würfel mit sehr hoher Qualität! Wer ihn haben will kann ihn gerne verwenden."
Um so verwundert werden wir sicher sein, wenn wir feststellen, das der von uns als Würfel von hoher Qualität angesehene Würfel, in den Augen eines potentiellen Nutzers als absolut unbrauchbar angesehen werden kann. Einfach weil dieser zum Beispiel einen Würfel mit einer anderen Kantenlänge bräuchte.

Qualität ist also eine Frage der Definition!
Da sich aber alle mir bekannten Definitionen der Zeit nur mit deren Ablauf und Beschreibung beschäftigen, halte auch ich persönlich eine Beurteilung der Zeit nach ihrer inhaltichen Qualität für absurt. Zumindest der Zeit im naturwissenschaftlichen Sinne.
Alles Andere ist dann eine rein Subjektive Betrachtung eines Zeitabschnittes, die je nach Betrachter sehr unterschiedlich ausfallen kann, mit der tatsächlichen Zeit aber absolut nichts zu tun hat. Sicher verwende auch ich die Begriffe wie:" das war eine schöne Zeit !" oä. Damit meine ich aber nur die von mir in diesem Moment empfundenen Erlebnisse/Geschehnisse.

sähe man die jeweilige Qualität der Zeit als den Wind an, der über den Ozean des Lebens streicht, so könnten wir aus der Erkenntnis heraus besser unsere Segel setzen und das Schiff steuern.

Auch hier würde ich gern meine Gedanken einbringen.
Deine Betrachtung hilft mir nur dann etwas, wenn ich diese "Lebenswindvorhersage" für genau den Punkt auf dem Ozean geben könnte, an dem sich mein Schiff gerade befindet. Einem Boot neben mir, ich gehe mal davon aus das der "Lebensozean" von Schiffen übersäht ist, wird aber der gleiche Wind nun absolut nichts nützen, weil er gerade in die andere Richtung müsste.

Und eben hier sehe ich das Problem von allen Versuchen etwas vorherzusagen an Hand von Ereignissen die absolut nichts miteinander zu tun haben. Genau wie der von dir angenommene Lebensozean ist unser Universum, also unsere uns umgebende Welt, bei aller angenommenen Unendlichkeit, doch ein in sich geschlossenes System. So wie der Wind auf viele Schiffe gleichzeitig wirkt, ob die Richtung und Stärke nun dem Kapitän gefällt oder nicht, hat der Wind doch auf den gesammten Ozean ( oder gar der Planet als geschlossenes System des Wetters gesehen ) irgendwo seine Ursache/Ursprung.

Eine Einschätzung oder gar Vorhersage der Qualität der Zeit, würde aber genau wie bei dem Würfel, eine Einigung auf definierte Eckpunkte vorraussetzen. Im Falle des Schiffes auf dem Lebensozean müsstest also genau wissen wie gros das Schiff des Reisenden ist, wieviel Wind es also baraucht um voran zu kommen, wie gros und stabiel seine Segel sind um zu wissen wie stark der Wind sein darf bevor das Schiff kentert oder die Segel reisen. Zu guter letzt müsstest du ganz genau wissen in welche Richtung denn der Kapitän eigendlich genau will und in welcher Geschwindigkeit Ihm Reisen angenehm sind.
Wenn du dann tatsächlich in der Lage sein solltest den Wind und dessen Richtung, Stärke und Dauer vorherzusagen, kann es sein das deine positive empfundene Voraussage mehrere Empfindungen verschiedener Kapitäne zulässt.

1. So ein Sturm!! Mein Schiff ist vom Kurs abgekommen und wäre bald zerstört worden!

2. Ahh! Feiner Wind! Mein starkes Schiff ist schnell vorangekommen und ich konnte ein ganzes Stück in meiner Richtung zurücklegen.

3. Wind? Oh Mist, verschlafen!

4. Falsche Richtung! Ich hatte die Segel eingeholt und alles fest vertäut.

Der gleiche Wind hatte also für die einzelnen Betrachter völlig verscheidene Qualitäten!!

liebe Grüße, Tobi

hww
06.08.2008, 13:31
Hallo Tobi!

Viele, viele Worte! Danke für die Mühe, die Du in Deinen Beitrag gesteckt hast.
Vorschlag: folge doch einfach dem oben angebenen Link und lies Dir verschiedene Prognosen auf dem Prognosefokus durch und Du verstehst besser,wovon ich spreche.


Schöne Grüße,
HWW

Augenblick
06.08.2008, 14:30
@ Tobi,
Ja so ähnlich sehe ich das auch. Aus Wissenschaftlicher Sicht (gerade in der Mathematik und betimmt auch in der Astrologie) geht eigentlich gar nichts ohne Festen Zeiteinteilung. Aber was hat das für den einzelnen für Folgen gebracht. Um sieben klingelt der Wecker um acht geht man aus dem Haus um den Bus um 8:15 zu bekommen. Um neun beginnt die 8 Stündige Arbeitszeit und Abends geniesst man sein Gläschen Wein, 12 Jahre im Barrique gereift (na dann muss es ja auch gut und teuer sein)!
Mein Eindruck ist das die Zeit uns fest im griff hält und wir alles nach ihr ausrichten und beurteilen obwohl wir ihr eigentliches Wesen aufgrund unserer dreidimensionalen Betrachtungsweise gar nicht erfassen können. Wir haben uns mit der Zeit eine Weltweite Norm erschaffen deren wahres Wesen wir nicht einmal verstehen. Also sind wir mit 18 erwachsen und gehen mit 67 in Rente. Diese fremdbestimmung der Zeit wird schon für irgendwas gut sein, nur für was. Einfach um besser (produktiver) zu funktionieren?
Liebe Grüße
Tino

sucher
06.08.2008, 15:19
Hallo Tino,
vielen Dank für deine Antwort.
Ich muss gestehen, das von der Astrologie, soweit ich sie verstehe, vorsichtig ausgedrückt, nicht viel halte! :no:
Was wohl an meinem leicht wissenschaftlicheren Blickwinkel liegen könnte im Zusammenhang mit meinem Hobby der Astronomie. :yes:
Leider fehlen mir nur in der hier vorliegenden Fragestellung, wie sicher auch in manch anderer, einfach die richtigen Worte um meine Gedanken darzulegen. Dieses "Fehlen der Worte" schiebe ich aber auf meinen absolut unzulänglichen Intellekt und nicht etwa auf auf eine Sprachlosigkeit im Angesicht der scheinbaren Übereinstimmungen von Weltgeschehen und Sternen- und Planetenkonstellationen.

Also sind wir mit 18 erwachsen und gehen mit 67 in Rente. Diese fremdbestimmung der Zeit wird schon für irgendwas gut sein, nur für was. Einfach um besser (produktiver) zu funktionieren?

Diese Art von Fremdbestimmung würde ich einfach etwas nüchterner sehen. Das Dauer unseres Lebens nunmal biologisch begrenzt ist, hat sich wohl auch im Laufe der Zeit so entwickelt ( schon wieder Zeit :ohwell: ) Damit meine ich die Tatsache das ein nahezu unendliches Leben jegliche Mutation und damit Weiterentwicklung des Lebens und damit auch der Menschheit, unmöglich gemacht hätte. Das wir nun von einem 18 jährigen erwarten das seine Entwicklung soweit vorangeschritten ist das wir Ihm weitgreifendere Entscheidungen zu trauen, ist sicher auch auf eine mit der Zeit sich kristallisierende Erfahrung vorangegangener Generationen zurückzuführen. Genau wie unsere bisherige zu erhoffende Rente mit 67. Ich rechne da eher mit 70 bis ich so weit bin! :cry:
In einer menschlichen Gemeinschaft kommt man nun mal nicht ohne Regeln aus. Das ist schon in den ersten gesellschaftlichen Struckturen der frühesten Menschen zu vermuten, ja sogar in Tierherden nachweisbar.

Ups! Ich schweife ab....

Ich denke auch das die Planeten Ihre Konstellationen und Aspekte ( keine Ahnung davon ) auch noch weiterhin haben würden wenn plötzlich jegliches Leben von unserer Erde verschwinden würde. Wessen Zeitqualität würde aber dann durch die Planeten und Sterne bestimmt??
Was war in der deutlich längeren Zeit vor der Entsteheung jeglichen Lebens auf unserem Planeten, in der es ja absolut nichts gab, was die Zeit, und damit deren mögliche Qualität, überhaupt empfinden konnte?

Wir selbst sind absolut die Einzigen die überhaupt etwas an der Qualität der Zeit, genauer der subjektiven Empfindung der selben, etwas ändern können. Auch sind wir es die überhaupt unseren derzeitigen Zustand des Zusammenlebens herbeigeführt haben. Das die von dir HWW auf deinen Seiten beschriebenen "Eskalation der Krisen" ( unter anderem ) einfach nur menschengemachte Zustände sind, welche bei genauer Betrachtung so irgendwann eintreten mussten, wird wohl keiner abstreiten können. Keiner Nation, keinem Menschen kann es unendlich lang gut gehen.

liebe Grüsse Tobi

Augenblick
06.08.2008, 18:40
Hallo Tobi,
ich schätze Du hast völlig Recht mit Deiner einschätzung das die Zeit eine zutiefst Menschliche angelegenheit ist (am Ende die verbotene Frucht von der im Paradies genascht wurde)? :angryfire:
Die ganze Astrologiegeschichte ist heutzutage natürlich etwas Suspekt und mir ebenfalls unzugänglich. Da muß mann sich wohl so richtig reinknien. Aber ich denke das es die älteste Wissenschaft der Menscheit ist und viele große Geister haben sich sehr intensiv damit beschäftigt und daran geglaubt. Wer bin ich mit meinem begrenzten Intellekt um das in Frage zu stellen? Genausogut könnte ich mit Einstein über die Relativitätstheorie streiten wollen... Ich kapier´s zwar nicht aber das will ja nichts heissen :rolleyes2:.
Schon in der Bibel folgen die drei Weisen (Magier, Sterndeuter, Priesterkönige ?) den Gestirnen und die Geburt Jesu war offensichtlich eine angesagte Sache. Scheinbar ist das erscheinen wichtiger Persöhnlichkeiten, gerade zu Zeiten in denen Astrologisch gesehen ein neues großes Sternzeichen heraufzieht, eine notwendige Tatsache.
Inwieweit gesellschaftliche veränderungen auch eintreten würden wenn diese Personen nicht geboren würden? Oder werden sie geboren weil es Zeit für diese veränderung ist. Oder bringt das Sternzeichen eben genau solche Persöhnlichkeiten hervor? Keine Ahnung... :blush:
Liebe Grüße
Tino