Aphorismus
22.02.2007, 17:42
Liebe Brüder im Geiste,
ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit Freimaurerei, bin allerdings kein Freimaurer und werde von meinen nicht existenten Brüdern demzufolge auch nicht für einen gehalten. Somit bin ich entweder "Suchender" oder "Maurer ohne Schurz", die Beurteilung darüber welches von beidem zutrifft ist jedem Einzelnen selbstredend überlassen.
Ohne den Eindruck erwecken zu wollen, dass mich die Johannesmaurerei nicht interessieren würde, möchte ich gerne vorsichtig mein Interesse an der Freimaurerei in den Vereinigten Staaten zu erkennen geben, insobesondere in Bezug auf die dort offenbar etwas vielfältigere vorhandene Hochgradmaurerei.
Auch wenn ich schon viel negatives über die Art der Arbeit der dort ansäßigen Logen gehört habe, finde ich es immer wieder faszinierend, was dieses Land an Werken über die Freimaurerei hervorbringt. Zur Zeit lese ich Maly Palmer Hall's "The Lost Keys of Freemasonry" - und bin schlichtweg begeistert!
Für die, die ihn nicht kennen: Manly P. Hall hat das besagte Buch 1923 im Alter von 25 Jahren geschrieben, ohne dass er bereits in den Bund aufgenommen gewesen wäre. Erst 31 Jahre später, 1954, ist er Freimaurer geworden. Dann allerdings wurde ihm Recht schnell der 33. Grad des AASR verliehen und er, bzw. seine Werke, zum Stolz der amerikanischen Maurerei.
Neben ihm gibt es viele andere amerikanische Autoren, deren oftmals in den Bereich der Mystik reichenden Werke, mich faszinieren. So steht auf meinem Leseplan das bereits vor mir liegende "Symbolism of Freemasonry: Its Science, Philosophy, Legends, Myths, and Symbolism" von Albert G. Mackey, und irgendwann ist dann auch Albert Pikes "Morals & Dogma" an der Reihe.
(Das letztgenannte Werk habe ich leider bisher nur auszugsweise lesen können, war aber da bereits erstaunt ob der vielen offensichtlich abgeschriebenen Passagen. Eine Stelle stammt zum Beispiel direkt aus Eliphas Levis "Geschichte der Magie" - ohne Quellenangabe. :rolleyes2:)
Worum es mir geht, ist, dass es mich sehr wundert, dass es solche Bücher von deutschen Freimaurern entweder nicht gibt, oder diese zumindest nicht öffentlich zugänglich sind. Da mich besonders die mystische, magische, kabbalistische Ebene der Freimaurerei interessiert, finde ich es äußerst schwer, mich für die Freimaurerei in Deutschland wirklich zu begeistern.
Die Gästeabende, die ich bisher besuchen durfte, waren zwar "ganz nett", aber in den Gesprächen ging es meistens nur am Rande um diese Ebene der Freimaurerei, sofern es überhaupt um Freimaurerei ging. Ehrlich gesagt hatte ich mir da etwas mehr von versprochen, denn die organisatorischen Elemente, die mir freundlicherweise erklärt wurden - wie etwa den Zusammenhang der einzelnen Großlogen etc. -, waren mir ausnahmslos bereits bekannt.
Daher habe ich mehrere Fragen: Gibt es mit den bereits genannten Werken vergleichbare Bücher deutscher Autoren, die öffentlich (soll heißen: mir prinzipiell) zugänglich sind oder gar Logen, die hier ihren Schwerpunkt setzen? Muss man sich durch den Rest erst "mühsam durchbeißen", bis man irgendwann zu den für mich interessanten Teilen kommt oder bleibt das immer "Heimarbeit", mit der man dann lediglich aus persönlicher Perspektive einen anderen Blick auf das Ritual, die Symbole und so weiter bekommen kann?
Ich hatte mich darauf gefreut mich über diese Dinge endlich austauschen zu können, und war offen gesprochen etwas enttäuscht.
Ich bitte um Antwort auf meine Fragen oder einfach nur Kommentare zur amerikanischen Freimaurerei oder diesem Posting als solchen!
Mit freundlichen Grüßen,
Aphorismus
ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit Freimaurerei, bin allerdings kein Freimaurer und werde von meinen nicht existenten Brüdern demzufolge auch nicht für einen gehalten. Somit bin ich entweder "Suchender" oder "Maurer ohne Schurz", die Beurteilung darüber welches von beidem zutrifft ist jedem Einzelnen selbstredend überlassen.
Ohne den Eindruck erwecken zu wollen, dass mich die Johannesmaurerei nicht interessieren würde, möchte ich gerne vorsichtig mein Interesse an der Freimaurerei in den Vereinigten Staaten zu erkennen geben, insobesondere in Bezug auf die dort offenbar etwas vielfältigere vorhandene Hochgradmaurerei.
Auch wenn ich schon viel negatives über die Art der Arbeit der dort ansäßigen Logen gehört habe, finde ich es immer wieder faszinierend, was dieses Land an Werken über die Freimaurerei hervorbringt. Zur Zeit lese ich Maly Palmer Hall's "The Lost Keys of Freemasonry" - und bin schlichtweg begeistert!
Für die, die ihn nicht kennen: Manly P. Hall hat das besagte Buch 1923 im Alter von 25 Jahren geschrieben, ohne dass er bereits in den Bund aufgenommen gewesen wäre. Erst 31 Jahre später, 1954, ist er Freimaurer geworden. Dann allerdings wurde ihm Recht schnell der 33. Grad des AASR verliehen und er, bzw. seine Werke, zum Stolz der amerikanischen Maurerei.
Neben ihm gibt es viele andere amerikanische Autoren, deren oftmals in den Bereich der Mystik reichenden Werke, mich faszinieren. So steht auf meinem Leseplan das bereits vor mir liegende "Symbolism of Freemasonry: Its Science, Philosophy, Legends, Myths, and Symbolism" von Albert G. Mackey, und irgendwann ist dann auch Albert Pikes "Morals & Dogma" an der Reihe.
(Das letztgenannte Werk habe ich leider bisher nur auszugsweise lesen können, war aber da bereits erstaunt ob der vielen offensichtlich abgeschriebenen Passagen. Eine Stelle stammt zum Beispiel direkt aus Eliphas Levis "Geschichte der Magie" - ohne Quellenangabe. :rolleyes2:)
Worum es mir geht, ist, dass es mich sehr wundert, dass es solche Bücher von deutschen Freimaurern entweder nicht gibt, oder diese zumindest nicht öffentlich zugänglich sind. Da mich besonders die mystische, magische, kabbalistische Ebene der Freimaurerei interessiert, finde ich es äußerst schwer, mich für die Freimaurerei in Deutschland wirklich zu begeistern.
Die Gästeabende, die ich bisher besuchen durfte, waren zwar "ganz nett", aber in den Gesprächen ging es meistens nur am Rande um diese Ebene der Freimaurerei, sofern es überhaupt um Freimaurerei ging. Ehrlich gesagt hatte ich mir da etwas mehr von versprochen, denn die organisatorischen Elemente, die mir freundlicherweise erklärt wurden - wie etwa den Zusammenhang der einzelnen Großlogen etc. -, waren mir ausnahmslos bereits bekannt.
Daher habe ich mehrere Fragen: Gibt es mit den bereits genannten Werken vergleichbare Bücher deutscher Autoren, die öffentlich (soll heißen: mir prinzipiell) zugänglich sind oder gar Logen, die hier ihren Schwerpunkt setzen? Muss man sich durch den Rest erst "mühsam durchbeißen", bis man irgendwann zu den für mich interessanten Teilen kommt oder bleibt das immer "Heimarbeit", mit der man dann lediglich aus persönlicher Perspektive einen anderen Blick auf das Ritual, die Symbole und so weiter bekommen kann?
Ich hatte mich darauf gefreut mich über diese Dinge endlich austauschen zu können, und war offen gesprochen etwas enttäuscht.
Ich bitte um Antwort auf meine Fragen oder einfach nur Kommentare zur amerikanischen Freimaurerei oder diesem Posting als solchen!
Mit freundlichen Grüßen,
Aphorismus