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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Freimaurerische Ausstattung?


Nicola
26.02.2008, 19:40
Hallo,

ein griechischer Freimaurer wird bald zu Besuch in München sein und möchte gern dort ein Geschäft aufsuchen, das freimaurerische "Ausstattung" verkauft. Weiss jemand, ob es ein solches Geschäft in München gibt?

Viele Dank schonmal.

Nicola

oberon
26.02.2008, 20:17
Soweit mir bekannt ist, gibt es in Deutschland keine FM-Artikel, die in Ladenlokalen verkauft werden, so wie es in England, Frankreich oder den USA der Fall ist. Es gibt ein paar Anbieter, die auch im Internet vertreten sind.

Viele Grüße,

Thomas

Nicola
28.02.2008, 00:00
Vielen Dank, das ist natürlich schade für den Besucher.

Viele Grüsse,

Natali

Loewenstein
03.03.2008, 13:06
Na doch es gibt Wenderoth, der hat doch auch einen Laden in Berlin (nach Anmeldung und Vereinbarung, oder bin ich da falsch informiert [war selbst nie da]):
http://www.freimaurerbedarf.de/index.htm

.:L:.

oberon
03.03.2008, 13:08
Hm, ich wusste nicht, dass der ein Ladenlokal besitzt. Mag schon sein.

Viele Grüße,

Thomas

Ulli
03.03.2008, 21:09
das interessiert mich dann als Laie ja doch irgendwie:

wie stellt man sich so ein Geschäft vor - ein Bereich, der den Freimaurern vorbehalten ist und ein öffentlicher Bereich für jedermann?

Ulli

Schwarzbär
03.03.2008, 22:51
Ich war mehrere Male in einem solchen Geschäft, allerdings in Schottland, Victoria Regalia in Edinborough. Da gibt es alles, was Maurers Herz begehrt. Da der englische, pardon schottische Maurer wesentlich bunter Auftritt als unsereiner, ist das Angebot eine Schau: Große über und über verzierte Schurze, Beamtenabzeichen aller Grade, Anstecknadeln, Becher, freimaurerischer Talmi und Devotionalien, von denen der Bruder meist nicht weiß, das es sie gibt, geschweige denn, dass er sie braucht.
Und nein: Der Laden ist öffentlich zugänglich, da der gute Mann (bestimmt ein Bruder), der den Laden führt, auch noch andere Sachen im Repertois hat. Wie sollte er es auch sonst machen, von jedem Kunden en Passwort verlangen oder jeden Kunden prüfen?

Ulli
04.03.2008, 22:25
Hallo Schwarzbär,

ist es denn nicht so – wie z. B. unter den Angehörigen der alten Bauhütten und in den Logen der Freimaurer, dass bestimmte Zeichen verwandt werden, durch welche die Zugehörigkeit dokumentiert wird? Besteht nicht auch in gewisser Weise die Gefahr eines Missbrauchs der frm. Symbole durch das Tragen eines Freimaurerstickers, z. B. Zirkel und Winkel, am Revers, in sofern - dass damit eine Geistes- und Wesenshaltung dokumentiert wird, welche vielleicht beim Träger nicht vorhanden ist?

Freimaurer tragen „Berufskleidung“ – aber hat es für den konventionellen Maurer - der mit 2 DF, Kelle und Speiß arbeitet- eigentlich auch eine berufsspezifische Kleidung gegeben? Bei den Zimmerleuten ist es ja heute noch die traditionelle Kluft, an welcher die Zimmerer intensiv festhalten. Oder ist das „Freimaureroutfit“ aus der Kleidung der den Bauhütten zugehörigen jeweiligen Handwerkern abgeleitet worden?

Ach ja - gehört hier zwar nicht zum Thema – vielen Dank für die Buchtipps.

Viele Grüße

Ulli

oberon
04.03.2008, 22:34
Die "geheimen" Zeichen der Freimaurer sind schon sehr früh in ihrer Geschichte verraten worden. Und heute im Informationszeitalter ist es sicherlich noch leichter geworden, sie zu erfahren.
Die Zeichen und Griffe haben ebenso wie die Werkzeuge einen symbolischen, weniger einen praktischen Nutzen. Da kann man sich besser auf den Mitgliedsausweis verlassen, den die meisten Großlogen ausstellen.

Natürlich ist es bedauerlich, wenn Personen sich als Freimaurer ausgeben, die keine sind. Aber passiert das nicht mit allen Abzeichen, die man mit sich herum tragen kann? Wer jemanden aufgrund seines Pins, Rings oder Buttons in eine bestimmte Richtung einordnet hat ohnehin in meinen Augen einen Fehler gemacht.

Von der Berufskleidung der Werkleute ist im Grunde nur der Schurz übrig geblieben. Der Rest ist bei uns ja entweder Festkleidung (Schwarzer Anzug) oder Symbolik (Beamtenabzeichen usw.).

Viele Grüße,

Thomas

Schwarzbär
04.03.2008, 23:00
Hallo Schwarzbär,

ist es denn nicht so – wie z. B. unter den Angehörigen der alten Bauhütten und in den Logen der Freimaurer, dass bestimmte Zeichen verwandt werden, durch welche die Zugehörigkeit dokumentiert wird? Besteht nicht auch in gewisser Weise die Gefahr eines Missbrauchs der frm. Symbole durch das Tragen eines Freimaurerstickers, z. B. Zirkel und Winkel, am Revers, in sofern - dass damit eine Geistes- und Wesenshaltung dokumentiert wird, welche vielleicht beim Träger nicht vorhanden ist?

Freimaurer tragen „Berufskleidung“ – aber hat es für den konventionellen Maurer - der mit 2 DF, Kelle und Speiß arbeitet- eigentlich auch eine berufsspezifische Kleidung gegeben? Bei den Zimmerleuten ist es ja heute noch die traditionelle Kluft, an welcher die Zimmerer intensiv festhalten. Oder ist das „Freimaureroutfit“ aus der Kleidung der den Bauhütten zugehörigen jeweiligen Handwerkern abgeleitet worden?

Ach ja - gehört hier zwar nicht zum Thema – vielen Dank für die Buchtipps.

Viele Grüße

Ulli

Mag alles sein, aber 1. was hätte der falsche Maurer von seiner Camouflage und 2. was meinen Sie, wie schnell jemand entlarvt wird, der weder Zeichen, Griff, Wort noch Passswort kennt.

Ulli
05.03.2008, 22:24
zu 1): vereinfacht gesagt: dass der Betreffende sich mit „fremden Federn“ schmückt, Intention wäre hier die versuchte Aufwertung der eigenen Persönlichkeit, indem die (vermeintliche) Zugehörigkeit zu einer, in gewissem Maße, auswählenden Vereinigung dokumentiert wird. Das war eigentlich exakt das „Erklärungsglatteis“ auf das ich nicht gelangen wollte, Hauptinteresse war für mich der 2. Absatz, welcher die Bekleidung betraf.

zu 2): ist für mich von marginaler Bedeutung. Warum sollte sich jemand „einschleichen“? Bücher, vielleicht auch Foren und eben Gästeabende werden sicherlich ausreichend informieren. Und wenn jemand infiltriert, was dann? Sanktionen? Wäre mal interessant zu wissen, ob und in welchem Umfang so etwas in den Logen vorkommt.

Viele Grüße

Ulli