Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : El Lobo
Hallo an alle FM-Angehörigen und solche, die es wie ich, vielleicht noch werden wollen!!
Schon seit langem interessiert mich das Thema der FM, Templer usw. Nach dem Lesen eines bestimmten Buches, habe ich mich nun dazu entschlossen, zunächst auf diesem Weg Kontakte zu bekommen.
Mit großem Interesse verfolge ich die hier gestellten Fragen und die darauf unterschiedlichsten Antworten.
Da es sich hier um meinen ersten Kontakt handelt, habe ich so viele Fragen, dass ich sie alle gar nicht stellen kann. Das würde hier den Rahmen sprengen.
Doch denke ich bereits ernsthaft darüber nach, persönlich an einer Loge vorzusprechen bzw. vorher telefonisch Kontakt aufzunehmen.
Frage: Macht das in einem so frühen Stadium Sinn ?
M. d. B. um Antworten
MfG
El Lobo
christoph
27.01.2008, 12:00
Doch denke ich bereits ernsthaft darüber nach, persönlich an einer Loge vorzusprechen bzw. vorher telefonisch Kontakt aufzunehmen.
Frage: Macht das in einem so frühen Stadium Sinn ?
M. d. B. um Antworten
MfG
El Lobo
Hallo Lobo,
na klar!! Viel Erfolg bei Ihren Bemühungen. Tipp: Adressen hier im Forum erfragen und möglichst sich mehrere Logen ansehen.:yes:
Lieber El Lobo,
Du solltest bedenken, dass auch schon vor den Zeiten des Internets Suchende mit den Logen Kontakt aufnahmen. Der Brief, der Anruf und letztlich die persönliche Kontaktaufnahme waren bisher die einzigen Mittel, die einem da zur Verfügung standen. Zu einer Zeit, in der Information schwerer zu erlangen war als heute, sind Suchende erheblich weniger vorbereitet auf die Logen zugegangen.
Dies war für Jahrhunderte der normale Weg und ist auch heute noch gut und richtig. Man stellt sich nicht als "schlechter Suchender" heraus, wenn man wenig weiß oder sich noch nicht entschieden hat. Manchmal sogar im Gegenteil. Bei Suchenden, die von Anfang an genau wissen, was sie wollen und meinen alles über uns zu wissen, bin ich immer besonders vorsichtig.
Viele Grüße,
Thomas
Theschnuff
28.01.2008, 12:23
Doch denke ich bereits ernsthaft darüber nach, persönlich an einer Loge vorzusprechen bzw. vorher telefonisch Kontakt aufzunehmen.
Frage: Macht das in einem so frühen Stadium Sinn ?
Hallo El Lobo,
Dein Beitrag hat mich sehr an mich selbst vor einiger Zeit erinnert. Auch ich habe viel gelesen, dann einige Zeit hier im Forum anonym mitgelesen bis ich mich angemeldet habe.
Wahrscheinlich geht es Dir wie mir: Irgendwann hat man das Gefühl, man "weiss" eigentlich genug aus Büchern und man möchte in ein Gespräch eintreten, das abstrakte verlassen und die "Praxis" der Freimaurerei kennenlernen.
Ich kann Dich nur ermuntern, Kontakt zu einer oder mehreren Logen aufzunehmen. Keine Angst, die beissen nicht. Im Gegenteil, alle Brüder die ich bis jetzt kennengelernt habe haben mich mit offenen Armen aufgenommen. Du kannst tatsächlich so sein wie Du bist. Es guckt Dich niemand schief an wenn Du mal eine Deiner Meinung nach doofe Frage stellst. Eine dermaßen große Offenheit und Freundlichkeit habe ich seltenst in meinem Leben bei anderen Menschen kennengelernt.
Andererseits solltest Du Dir auch im klaren darüber sein, was Du wirklich willst. Nur mal so reinschnuppern in eine Loge ist sicher möglich, aber falls Du Dich entscheiden solltest, Deinen Weg in die Freimaurerei zu suchen, musst Du Dir aber auch bewusst sein, dass ein langer und intensiver Kampf mit Dir selbst vor Dir liegt. Ich setze nun einfach mal voraus, dass bei Dir - wie bei mir schon geschehen - dieser Wunsch nach Humanität und Gutem stark ausgeprägt ist und wünsche Dir tolle Gespräche und die richtigen Entscheidungen!
Sekretär
28.01.2008, 15:11
Doch denke ich bereits ernsthaft darüber nach, persönlich an einer Loge vorzusprechen bzw. vorher telefonisch Kontakt aufzunehmen.
Frage: Macht das in einem so frühen Stadium Sinn ?
Hallo El Lobo,
zweierlei dazu:
1.) Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt.
2) Zuviel Wissen schadet (oft/nur).
Wenn Sie unwissend/ unbefangen statt überinformiert auf eine Loge zugehen, können Sie Erfahrungen machen, die Sie mit mehr (oder vielleicht falschen/irreführenden) Informationen nicht gemacht hätten.
Das ist wie bei einem Blatt Papier: Man kann mehr auf ein leeres Blatt schreiben als auf ein teilweise benutztes.
Und: Die richtige Arbeit beginnt erst nach einer möglichen Aufnahme.
Nur Mut.
Gruß, Stefan
... Bei Suchenden, die von Anfang an genau wissen, was sie wollen und meinen alles über uns zu wissen, bin ich immer besonders vorsichtig. ...
Hi El Lobo,
diesen Aspekt kann ich (als "Leidtragender") nur unterstreichen.
Mit der Freimaurerei aufgewachsen war auch ich der Meinung, dass mir die Brüder nicht mehr allzuviel erzählen könnten. Was natürlich Blödsinn ist. Aber es ist eben auch nicht immer einfach damit umzugehen, wenn man Informationen erhält, die man schon lange kennt. Es wirkt dann schnell überheblich wenn man dann abwinkt, "kenn ich doch, weiß ich doch".
Insofern kann auch ich Dir hier nur den Tipp geben: lass es einfach auf Dich zukommen. Keiner der Brüder wird Dich schlechter behandeln weil Du etwas nicht weißt. (Sie wissen um den schlechten Informationsgrad in der profanen Welt Bescheid! :yes: ) Viele von ihnen wussten am Anfang auch nicht mehr als Du und haben sich einfach "auf das Abenteuer eingelassen".
Wie heißt es so schön? Frisch gewagt ist halb gewonnen!
Gruß
Moritz
Loewenstein
29.01.2008, 11:27
Ich will das von meinen Vorrednern Gesagte noch etwas unterstützen:
Wer zuviel weiß, weiß auch zuviel Falsches, oder Fragwürdiges, oder Irreleitendes. Das ist wie überall, aber bei der Freimaurerei deshalb noch kritischer und gefährlicher, weil es so viel 'Verschwörungsneurotiker' und Wichtigtuer gibt, die irgendetwas in die Freimaurer(ei) hineingeheimnissen wollen, und die nicht immer so auftreten, daß man sie sogleich erkennt. Für 'Uneingeweihte' ist es oft fast unmöglich, selbst bei kritischer Schulung, hier die Spreu vom Weizen zu scheiden. So werden falsche Vorstellungn und Erwartungen geweckt, wie z.B. die Verbindung von Freimaurerei mit den Templern:
Schon seit langem interessiert mich das Thema der FM, Templer usw.
Ein solcher Zusammenhang ist umstritten und historisch nicht beweisbar. Es gibt Brüder, die der Meinung sind, daß es diesen Zusammenhang gibt, und Brüder, die - wie ich - einen solchen Zusammenhang für ein reines Konstrukt halten. Wie dem aber auch immer sei: Es ist nicht essentiell. Es kommt nicht darauf an. Es trifft nicht den Kern dessen, was Freimaurer wollen, erstreben, erhoffen und ersehnen, und woran Freimaurer arbeiten.
Wer aber zuviel darüber liest, z.T. aus zweifelhaften Quellen, hat Erwartungen, die letztlich nicht erfüllt werden. Dann wird Freimaurerei zur Enttäuschung, und die Brüder werden statt zu Freunden nur zu unerträglichen Mahnern. Nicht die Neugier und auch nicht das Interesse für eine 'geschlossene' Gesellschaft, oder für Templer, oder für historische Tiefengeheimnisse, Einweihung in Geheimnisse und was das noch alles sein könnte und in der 'profanen' Literatur oft unreflektiert mit Freimaurerei zusammengerührt wird, sollte den Schritt leiten, sondern ernstes Ringen, innere Berufung und die stets wache Sehnsucht nach nie erreichbarer menschlicher Vollendung.
Dazu aber bedarf es keines Wissens, das man sich vorher angelesen hat.
Brüder einer Loge wissen das und werden auf jeden, der Kontakt zu ihnen aufnimmt, in diesem Sinne zugehen ohne irgendwelches Vorwissen zu erwarten.
L.
Einweihung in Geheimnisse und was das noch alles sein könnte und in der 'profanen' Literatur oft unreflektiert mit Freimaurerei zusammengerührt wird, sollte den Schritt leiten, sondern ernstes Ringen, innere Berufung und die stets wache Sehnsucht nach nie erreichbarer menschlicher Vollendung.
Dazu aber bedarf es keines Wissens, das man sich vorher angelesen hat.
Hallo,
ich danke dir Löwenstein für diese sehr schöne Betrachtung.
Wichtig ist es für den Suchenden, also auch mich, die richtigen Informationsquellen zu finden. Denn eines darf dabei nicht vergessen werden, selbst das beschriebene:
ernstes Ringen, innere Berufung und die stets wache Sehnsucht nach nie erreichbarer menschlicher Vollendung.
weis der an der FM interessierte vorher nicht. Irgendwo, so finde ich zumindest, muß man schon anfangen sich mit den Inhalten der Freimaurerei zu beschäftigen. Einfach so, also komplett ohne Vorstellung von möglichen Inhalten sich einer Loge vorzustellen, fänd ich schon etwas gewagt. Vor allem für die Gästetreffen wäre das sicher eine unnütze Belastung wenn zuviele "komplett Ahnungslose" zuviel Unruhe einbringen würden. Deshalb bin ich auch erst nach einem äusserst netten und freundschaftlichen Gespräch eingeladen worden. Das empfand ich sehr sinnvoll, weil auch mir dadurch einiges an Ungewissheit und Unsicherheit genommen wurde.
Hat man erst mal einige wichtige und richtige Grundinfos zur FM, mögen diese auch noch sehr lückenhaft sein, fällt es einem deutlich leichter aus dem Wust von Informationen die richtigen herauszufinden. Zu den absolut wichtigsten für mich zählen eben diese:
ernstes Ringen, innere Berufung und die stets wache Sehnsucht nach nie erreichbarer menschlicher Vollendung.
Ab dann entlockten mir Informationen in Richtung Verschwörungstheorien und Weltherrschaft usw. nur noch ein müdes Lächeln.
Mir haben am Anfang besonders die FAQ auf den Seiten der Großlogen sehr viel geholfen. Weiterhin solch oft zu Unrecht verufene Seiten wie Wikipedia, aber eben mit wachem Verstand "filtern". Dieses wie ein anderes Forum der FM sind nach wie vor für mich eine vorzügliche Möglichkeit mit FM und Interessierten in Kontakt zu kommen. Auch auf der Seite der Internetloge lese ich mich gern durch die schier endlosen Texte. NIcht zu vergessen "Ernst und Falk" von Lessing die 3 ersten Gespräche, gaben/geben mir sehr viel, was ich als interessierter verarbeiten kann.
Informieren finde ich schon recht wichtig, aber eben im richtigen Masse und bei den richtigen Quellen.
liebe Grüsse, Tobias
Ich kann Euch, liebe Vor(redner)schreiber zwar grundsätzlich verstehen, Euere Sorge, bzw. Meinung ein Interessierter könnte zu viel "wissen" teile ich nicht.
Ich persönlich habe sehr viel gelesen bevor ich den ersten Kontakt zur Loge gesucht habe. Falsche Erwartungen hatte ich dadurch nicht. Ich fand es vielmehr sehr angenehm, dass es bei den ersten Gesprächen und den folgenden Gästeabenden schon eine gewisse Basis für erste Diskussionen gab.
Kurz vor meiner Aufnahme, das mag ich Euch schon gestehen, überkam mich dann die Angst ich könnte zu viel gelesen haben und mich damit möglicherweise um ein Erlebnis gebracht haben.
Heute weiß ich aber: Ich hätte noch hundert Jahre lesen können. Das Erlebnis der Aufnahme und die daraus folgenden Gedanken und Gefühle hätten mir keine noch so großen Bibliotheken auch nur annähernd beschreiben können.
Fazit: Ich würde alles noch einmal so machen. Vielleicht kommt es ja eher darauf an was man liest und nicht so sehr wieviel.
Tipps hierzu gabs ja hier im Forum reichlich.:yes:
Liebe Grüße
Martin
Loewenstein
30.01.2008, 12:15
Ich kann Euch, liebe Vor(redner)schreiber zwar grundsätzlich verstehen, Euere Sorge, bzw. Meinung ein Interessierter könnte zu viel "wissen" teile ich nicht.
Da muß ich nun doch noch mal etwas widersprechen – das mag eine individuelle Befindlichkeit sein, der ich jedoch entgegenhalten möchte:
ICH wünschte mir schon, ich hätte bei meiner Meistererhebung vorher weniger gewußt von dem was mich erwartet, als ich tatsächlich wußte!
Mein 'Vorwissen' war allerdings in dem Fall nicht neugierig angelesen o.ä., sondern zufällig berufsbedingt. Und weil ich dieses Problem kannte, konnte ich auch damit umgehen.
Vielleicht kommt es ja eher darauf an was man liest und nicht so sehr wieviel.Nein. Es kommt wie immer nur darauf an, wie man liest, mit welcher Einstellung.
.:L:.
– das mag eine individuelle Befindlichkeit sein, der ich jedoch entgegenhalten möchte:
ICH wünschte mir schon, ich hätte bei meiner Meistererhebung vorher weniger gewußt(...)
Natürlich ist das eine individuelle Befindlichkeit! So wie Deine halt auch. Ich sehe deshalb keinen Widerspruch.:hmmm:
Gruß
Martin
frankkassel
31.01.2008, 15:01
Natürlich macht das einen Sinn Lobo. Den ersten Schritt must DU machen.
Alles Gute auf Deinem Weg und viel Erfolg.
Frank
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