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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Lebensführung [herausgetrennt von "Raumfahrt"]


sucher
04.01.2008, 17:17
Unsere Sonne hat noch eine geschätzte Lebensdauer von 5 Mrd. Jahren. Also nur die Ruhe.

Nun ja.
Das Ende unseres Zentralsterns, der Sonne, ist bei weitem nicht das Einzige vorzeitige Ende das unserem Planeten blühen könnte.
In 5 Mrd. Jahren können noch diverse Dreckklumpen uns in Gefahr bringen. Der nächste vermutlich gefährliche, für April 2029 , ist auch nur durch Zufall entdeckt wurden.
Seine Bahn ist aber noch zu ungenau bekannt.

Grüsse der sucher

Ulli
04.01.2008, 18:51
Hallo Sucher,

sicherlich kann das Ende der uns bekannten Welt jederzeit durch Einschläge von Asteroiden, Kometen, Gesteinsbrocken usw., ja sogar durch den von uns selbst erzeugten, im Orbit herumschwirrenden Weltraummüll, ausgelöst werden. Vielfach können wir auch Berechnungen anstellen, wann es denn soweit ist. Mir fällt da spontan Halley ein, der auf seiner Umlaufbahn – tragischerweise bei jedem Umlauf mit weniger Abstand zu uns, unseren Weg kreuzen wird.

Die größte Gefahr für uns als Menschheit und unsere Umwelt sind wir doch wohl selber, mit unseren modernen Waffensystemen, welche die Konflikte der Zukunft aus dem Weltraum heraus autark austragen werden. Der Mensch ist in diesem System eigentlich nur ein Hemmnis, ein Störfaktor. Die 5 Mrd. Jahre werden sicherlich unterboten werden können.


Wie war das noch bei Dürrenmatt und seinen Physikern: Verantwortung für die Menschheit. Wir haben die Fähigkeiten, alles exakt zu beobachten, erforschen, vermessen und zu berechnen – aber wir ziehen doch wohl offensichtlich keine Lehren daraus. Warum sonst verfahren wir so in der uns bekannten Weise mit unserer Umwelt, unseren Mitwesen? Welchen Stellenwert besitzen für uns die Kultur, Moral, Ethik gegenüber Forschung / Technik – was ist uns wichtiger?

Viele Grüße

Ulli

Ahura Mazda
09.01.2008, 19:57
...Heute können wir einen klitzekleinen Teil des Weltalls bereisen, doch bis in den Himmel werden wir wohl nie vordringen können. Dazu muss man schon sterben ...


Bitte nicht ausprobieren, dazu bist du uns zu schade, und du möchtest ja auch noch etwas über dich schauen!

Gruß Andreas

Ahura Mazda
10.01.2008, 06:31
... Leben wir nur in einer besonders intensiven Vorstellung – alles eine Illusion? Aber was umfängt uns dann?

... Eigentlich wird doch dadurch unser Betätigungsfeld eindeutig definiert: das Diesseits hier und jetzt.

Viele Grüße

Ulli

Somit stösst du mit deiner Erklärung auf einen unendlichen Fragenkomplex

Woher kommt das Muster des Lebens?
Gibt es das Leben in der für uns erfassbaren Form, oder ist es wirklich nur eine Illusion?
Das Diesseits hier und jetzt, wie deffiniert es sich dann?

Hier stossen wir bereits an unsere Grenze, auf den Mond fliegen: ja.
Sich selber und seine Umwelt erkennen: scheinbar nicht möglich!

Manchmal müssen wir die Dinge eben als gegeben nehmen, auch ohne alles erfassen zu können denn sonst drehen wir uns in destruktiven Gedankengängen lediglich um uns selber.

Gruß Andreas

Theschnuff
10.01.2008, 18:17
Zitat von Theschnuff http://forum.freimaurer.org/images/buttons/viewpost.gif (http://forum.freimaurer.org/showthread.php?p=5491#post5491)
...Heute können wir einen klitzekleinen Teil des Weltalls bereisen, doch bis in den Himmel werden wir wohl nie vordringen können. Dazu muss man schon sterben ...

Bitte nicht ausprobieren, dazu bist du uns zu schade, und du möchtest ja auch noch etwas über dich schauen!

Gruß Andreas
Hallo Andreas, Keine Angst, das habe ich so schnell nicht vor!
Aber jeder Mensch denkt wohl ab und zu über seinen eigenen Tod nach. Meistens dann, wenn ein Angehöriger oder ein guter Freund stirbt (war bei mir vor kurzem so).

Ich denke, die Freimaurerei nimmt sich intensiv auch dieses Themas an. In einem sehr interessantem Gespräch mit einem Bruder vor wenigen Wochen sagte er über dieses Thema zu mir sinngemäss: " Ich habe keine Angst vor dem Tod. Ich bin gut darauf vorbereitet und weiss den Weg der dann gegangen wird. Ich habe wohl Angst vor Schmerzen, Abschied, etc. aber nicht vor dem Tod an sich"

Aber ich wollte mit obigem Satz etwas ganz anderes ausdrücken. Tut mir leid, wenn ich es vielleicht falsch formuliert habe: ich wollte einfach den Begriff "Himmel" als Symbol für mich selbst definieren. Der Himmel, den wir sehen können ist der des Weltraumes. Nachts ist er schwarz und wird nur von den Gestirnen mit punktuellem Licht erleuchtet. Tagsüber ist er blau durch die Lichtbrechung der Athmosphäre. Doch der Himmel im religiösen oder pilosphischen Sinne ist ein ganz anderer: Ein Raum, in den wir als Lebende nicht vordringen können. Deshalb machen wir uns eigene Vorstellungen: Als Paradies mit Jungfrauen, gebratenen Hähnchen die durch die Gegend fliegen vielleicht - oder als Wolken mit Engleich drauf . Wie auch immer, mam versucht eine Erklärung oder Beschreibung dafür zu finden. Und das interessante daran ist - vielleicht als Grundlage für eine neue Diskussion: Es wid meist ein Gegenpol dazu angeführt, die Hölle. Diese ist "unten" ...

Ahura Mazda
10.01.2008, 20:58
Doch der Himmel im religiösen oder pilosphischen Sinne ist ein ganz anderer: Ein Raum, in den wir als Lebende nicht vordringen können. Deshalb machen wir uns eigene Vorstellungen: Als Paradies mit Jungfrauen, gebratenen Hähnchen die durch die Gegend fliegen vielleicht - oder als Wolken mit Engleich drauf . Wie auch immer, mam versucht eine Erklärung oder Beschreibung dafür zu finden. Und das interessante daran ist - vielleicht als Grundlage für eine neue Diskussion: Es wid meist ein Gegenpol dazu angeführt, die Hölle. Diese ist "unten" ...

Meine Meinung!
Himmel und Hölle sind Gegenstand unseres Lebens, und in unserem Leben stets existent, wir sind die Herren über Himmel und Hölle in unserem Geiste!
Was die Zukunft für unser Bewußtsein bringt mag dahin gestellt sein (Energie sei nicht auslöschbar sagt man)
Für Himmel und Hölle gibt es etliche Anschauungsmöglichkeiten.

Gruß Andreas

Ulli
11.01.2008, 16:42
Hallo Ahura Mazda.

„Somit stösst du mit deiner Erklärung auf einen unendlichen Fragenkomplex“


„unendlich“ – das ist eigentlich die Frage, die mich immer wieder beschäftigt. Eine Gerade beginnt im Unendlichen und endet im Unendlichen. Eine Strecke hat im Gegensatz dazu einen klar definierten Anfangs- und einen Endpunkt. Aber wie weit reicht die Unendlichkeit, ist diese auch irgendwo beendet – oder beginnt dann die nächst Unendlichkeit? Wo endet dann diese? Die Unendlichkeit ist eine Größe, welche mit allen mathematischen und physikalischen Fähigkeiten der Menschen nicht messbar, bestimmbar und berechenbar ist. Oder gerade, weil wir diese Fähigkeiten haben?

„Hier stossen wir bereits an unsere Grenze, auf den Mond fliegen: ja.
Sich selber und seine Umwelt erkennen: scheinbar nicht möglich!“

Gut. Gewinnen wir der Raumfahrt einmal die positiven Dinge, die uns diese Forschung beschert hat, ab. Spontan fällt mir da die Satellitennavigation (GPS) ein. Den Einsatz für militärische Zwecke einmal ausgeklammert, stellt diese die Basis für hochmoderne und effiziente Rettungssysteme dar, z. B. in der Seerettung und im allgemeinen Rettungswesen. Wie alles im Leben ist auch die Auswahl dessen, was wir für unser Leben „mitnehmen“, ein Abwägungsprozess.

„Sich selber und seine Umwelt erkennen: scheinbar nicht möglich!“

Im zweiten Satz des Zitates steckt eben halt die Schwierigkeit: Was ist nutzbringend, also gut? Was ist gefährlich, für mich und meine Umwelt? Da setzt eben die Verantwortung eines jeden für unseren Erdball ein. Aber die Vergangenheit und die Gegenwart zeigen, dass wir hier leider oft wider die Vernunft handeln. Die Menschen in den Epochen vor unserer Zeit waren da offensichtlich ja auch nicht anders. Fehlt uns in der heutigen Zeit die Fähigkeit, real aus dem Handeln und den Resultaten der Vergangenheit zu lernen? Ist die „ethische und moralische Evolution“ des Menschen in Relation zum technischen Fortschritt auf der Strecke geblieben?

Viele Grüße
Ulli

Ulli
11.01.2008, 16:58
Hallo Theschnuff.

„Es wid meist ein Gegenpol dazu angeführt, die Hölle. Diese ist "unten" ...

Es besitzt keine Relevanz, ob der Ort „Hölle“ nun unten oder oben ist, oder wie es da aussieht. Eben halt Spekulation. Wichtig aber ist für mich, dass es hier zwei Ziele für mein Leben gibt: zum einen den Himmel, zum anderen die Hölle. Der Mensch muss sein Leben so ausrichten, dass er sein Ziel, im Normalfall wohl den Himmel, erreicht. Wir haben also eine Instanz, vor der wir eines Tages Rechenschaft über unser Leben abzulegen haben. Ob diese dann realpräsent ist, oder in unserer Vorstellung. In welcher Weise dann sanktioniert wird, steht auf einem anderen Blatt.


Wenn ich es richtig verstanden habe, endet die Freimaurerei jedoch an der Abgrenzung des Diesseits zum Jenseits, also im erfassbaren Arbeitsraum. Oder?

Viele Grüße

Ulli

Ahura Mazda
11.01.2008, 21:01
Hallo Ahura Mazda.

„Somit stösst du mit deiner Erklärung auf einen unendlichen Fragenkomplex“


„unendlich“ – das ist eigentlich die Frage, die mich immer wieder beschäftigt. Eine Gerade beginnt im Unendlichen und endet im Unendlichen. Eine Strecke hat im Gegensatz dazu einen klar definierten Anfangs- und einen Endpunkt. Aber wie weit reicht die Unendlichkeit, ist diese auch irgendwo beendet – oder beginnt dann die nächst Unendlichkeit? Wo endet dann diese? Die Unendlichkeit ist eine Größe, welche mit allen mathematischen und physikalischen Fähigkeiten der Menschen nicht messbar, bestimmbar und berechenbar ist. Oder gerade, weil wir diese Fähigkeiten haben?

Schon beeindruckend mit der Unendlichkeit, wir sind ja so hoch begabt und weit entwickelt, dass es uns noch nicht einmal möglich ist eine exakte Berechnung eines Kreisumfangs zu erstellen.
Aber auf den Mond fliegen wollen!


Fehlt uns in der heutigen Zeit die Fähigkeit, real aus dem Handeln und den Resultaten der Vergangenheit zu lernen? Ist die „ethische und moralische Evolution“ des Menschen in Relation zum technischen Fortschritt auf der Strecke geblieben?

Ich fürchte fast da hast du recht damit dass sich der Mensch nur im Materiellen weiterentwickelt hat, eine Entwicklung die wohl auch gefördert wurde und wird, ich hoffe dass wir den anlaufenden Rückschwung gut nutzen werden, sonst könnte es das letzte mal werden.

Ulli


Gruß Andreas

Ulli
12.01.2008, 20:50
Hallo Ahura Mazda,

„ . . . dass es uns noch nicht einmal möglich ist eine exakte Berechnung eines Kreisumfangs zu erstellen. Aber auf den Mond fliegen wollen!“

. . . hier sind wir wieder bei der Unendlichkeit angelangt. Grundlage der Berechnungen am Kreis ist die Zahl Pi – eine transzendente reelle Zahl. Soweit ich es in Erinnerung habe, eine Zahl, mit einer unendlichen Anzahl von Nachkommastellen. Somit sind wir wieder auf eine Grenze gestoßen.

„ich hoffe dass wir den anlaufenden Rückschwung gut nutzen werden, sonst könnte es das letzte mal werden.“

Schauen wir auf den Lauf der Geschichte, so sind eigentlich alle hoch entwickelten Kulturen irgendwann auf dem Zenit ihrer Fähigkeiten verschwunden. Aber wollen wir aus dem „Rückschwung“ lernen? Ich denke, dann rütteln wir an den Grundfesten der Fortschrittsgläubigkeit. „Nicht sein kann, was nicht sein darf.“ „Maßhalten“ bedeutet doch wohl Rückschritt.

Ein Rückschwung lässt sich, physikalisch betrachtet, nicht wieder im gleichen Maße in Vortrieb verwandeln. Ohne Zufuhr weiterer Energie werde ich wohl nicht wieder an den Ort gelangen, den ich verlassen habe. Ich hoffe, ich darf das gebotene „Du“ aufgreifen – indem du die Hoffnung ausdrückst, aus dem Rückschwung noch etwas Sinnvolles herauszuholen, nämlich Energie für eine erneute Vorwärtsbewegung, suggerierst du, dass der Berg noch zu schaffen ist. Aber wie ist das mit dem Werteverfall – besser gesagt dem Verlust wichtiger moralischer und ethischer Werte zu vereinbaren? Und haben wir uns wirklich materiell weiterentwickelt - gemessen an den heutigen Möglichkeiten?

Viele Grüße

Ulli

Ahura Mazda
12.01.2008, 21:33
Hallo Ahura Mazda,

„ich hoffe dass wir den anlaufenden Rückschwung gut nutzen werden, sonst könnte es das letzte mal werden.“

Schauen wir auf den Lauf der Geschichte, so sind eigentlich alle hoch entwickelten Kulturen irgendwann auf dem Zenit ihrer Fähigkeiten verschwunden. Aber wollen wir aus dem „Rückschwung“ lernen? Ich denke, dann rütteln wir an den Grundfesten der Fortschrittsgläubigkeit. „Nicht sein kann, was nicht sein darf.“ „Maßhalten“ bedeutet doch wohl Rückschritt.

Maßhalten bedeutet für mich in diesem Zusammenhang resourcen möglichst sinnvoll zu nutzen.
Ach ja technischer Fotschritt, was hat sich in der Kerneneriegewinnung in den letzten 30 Jahren getan, welche Neuerungen wurden hier eingeführt oder zumindest sinvoll erforscht?

Ein Rückschwung lässt sich, physikalisch betrachtet, nicht wieder im gleichen Maße in Vortrieb verwandeln. Ohne Zufuhr weiterer Energie werde ich wohl nicht wieder an den Ort gelangen, den ich verlassen habe. Ich hoffe, ich darf das gebotene „Du“ aufgreifen gerne– indem du die Hoffnung ausdrückst, aus dem Rückschwung noch etwas Sinnvolles herauszuholen, nämlich Energie für eine erneute Vorwärtsbewegung, suggerierst du, dass der Berg noch zu schaffen ist.

Das ist lediglich meine Hoffnung.
Um einen Schwung entsprechend zu Nutzen um an einen in Anführungsstrichen, Höheren Ziel, zu gelangen muss selbstverständlich weitere Enerie zugeführt werden (Aber sinnvoll, im richtigen Moment in der richtigen Dosierung, in der richtigen Richtung)

Aber wie ist das mit dem Werteverfall – besser gesagt dem Verlust wichtiger moralischer und ethischer Werte zu vereinbaren? (siehe oben)


Und haben wir uns wirklich materiell weiterentwickelt - gemessen an den heutigen Möglichkeiten?
Das verstehe ich leider nicht?


Viele Grüße

Ulli

Gruß Andreas

Penta
13.01.2008, 15:00
Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall.
An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.

Das so genannte "Gebet der Vereinten Nationen" stammt aus dem Jahr 1942. Verfasst wurde es von dem amerikanischen Schriftsteller und Pulitzer-Preis-Träger Stephen Vincent Benét (1898-1943). "The United Nations Prayer" war Teil einer Radioansprache von Präsident Franklin D. Roosevelt zum "Flag Day" 14. Juni 1942, in der er auf die wenige Monate zuvor unterzeichnete "Deklaration der Vereinten Nationen" einging. Als eigentliches Gründungsdatum der Vereinten Nationen gilt der 24. Oktober 1945.

sucher
13.01.2008, 16:50
Maßhalten bedeutet für mich in diesem Zusammenhang resourcen möglichst sinnvoll zu nutzen.
Ach ja technischer Fotschritt, was hat sich in der Kerneneriegewinnung in den letzten 30 Jahren getan, welche Neuerungen wurden hier eingeführt oder zumindest sinvoll erforscht?


Hallo Andreas,

Nunja!?!! :hmmm:

Ohne nun selbst ein Fachmann auf diesem Gebiet zu sein, denke ich trotzdem mit den folgenden 3 Worten auf diese Frage antworten zu können:
"Eine ganze Menge!"
Nur weil man in der allgemeinen Öffentlichkeit nicht allzuviel davon hört, heist das nicht, das da nicht intensievst geforscht
wird.
Der heisersehnteste Wunsch ist sicherlich eine nutzbare Kernfussion statt der deutlich gefährlicheren Spaltung.

Grüsse der sucher

Ulli
13.01.2008, 18:51
Hallo Ahura Mazda,

„Maßhalten bedeutet für mich in diesem Zusammenhang resourcen möglichst sinnvoll zu nutzen.“

Ressourcen sinnvoll nutzen – nutzen wir diese sinnvoll? Wohl eher nicht. Auf der einen Seite wird Angst geschürt, damit die Marktpreise auf einem hohen Niveau gehalten werden. Auf der anderen Seite unterlassen wir es aber, uns neuen Technologien zuzuwenden. Z. B. fällt mir da die Brennstoffzelle ein, Windkraftwerke, Gezeitenkraftwerke, Gezeitenkraftwerke die die Strömungsenergie des Wassers nutzen, Hybridantriebe, Elsbett - Motor usw. Oder hängt das eine von dem anderen ab? Ich kann mir vorstellen, dass auch hier ökonomische Interessen wirken.

Selbst Uran steht uns nicht unendlich zur Verfügung, s. Bericht in einem Greenpeace –Journal. So wie wir um Öl und Gas „rangeln“, werden wir eines Tages um Uran, vielleicht sogar um den Zugang zu Funkfrequenzen für den Datentransfer kämpfen.

„Und haben wir uns wirklich materiell weiterentwickelt - gemessen an den heutigen Möglichkeiten?“

Materielle Weiterentwicklung bedeutet für mich nicht nur die Fähigkeit Geld anzuhäufen oder überhaupt diese Möglichkeit zu besitzen. Entscheidend ist, wie wir dieses einsetzen. Wichtige Bereich für Investitionen wären da die Bildung – und natürlich die Forschung. Wären unsere Vorfahren mit der gleichen finanziellen Potenz ausgestattet gewesen, was hätten diese dann realisieren können?

Denn trotz der schwierigen Rahmenbedingungen besitzen wir laut Statistik finanzielle Mittel in erheblichem Umfang. Wir sparen, denn wir haben Angst, vielleicht auch begründet, vor der Zukunft. Wie aber werden diese Ressourcen eingesetzt – welche Verwendung ist geplant? Repräsentativer Urlaub, schickes Auto, moderne Kleidung, Plasmabildschirmfernseher, usw. usw. Der Rest – sofern vorhanden, wandert in Aktien, Sparverträge, etc. Postwendend beklagen wir dann steuerliche Abschöpfung, Kursverluste, Gesetzesänderungen mit negativen Auswirkungen auf unser Sparvermögen und vieles mehr.

Setzen wir die uns zur Verfügung stehenden Mittel also sinnvoll ein? Stellt eine persönliche „moralisch-ethische Weiterbildung“ nicht auch eine sinnvolle Investition in die Zukunft dar? Die Ausbildung der Folgegeneration? Zeit erübrigen für das Lesen von Büchern, welche sich mit dem Leben befassen, andere Einsichten eröffnen?

Als problematisch sehe ich natürlich an, dass sich die Bildung zweier Fraktionen abzeichnet: Menschen, die über ausreichen finanzielle Ressourcen verfügen – und Menschen, wo es eher knapp ist.

Materielle Weiterentwicklung beinhaltet aber auch, dass der Mensch aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen habe: Auswirkungen der Leibeigenschaft, des Sklaventums, insgesamt der finanziellen Abhängigkeit und Unfreiheit. Und da genau setzt meine Frage an: Haben wir gelernt? Sind wir überhaupt in der Lage zu lernen, wollen wir eigentlich lernen?


Viele Grüße

Ulli

Ulli
13.01.2008, 19:01
Hallo Penta, hallo Sucher.

Hat nicht Leonardo da Vinci bereits um 1500 ein Gedicht verfasst, welches die Problematik von Umweltzerstörung, Kriege und menschlicher Kälte eingehends beschreibt? Nur viel eher?

Sicherlich läuft die Forschung weiter, nichts ist beständiger wie die Veränderung. Aber ist es nicht einfacher und ökonomischer, zunächst die uns bekannte Technologie anzuwenden- nämlich die der Kernspaltung? Betrachten wir einmal die Möglichkeiten, welche die Gegenwart uns im Bereich der Forschung eröffnet - allein durch den weltweiten, schnellen Datenaustausch, ist da wirklich schon das höchstmögliche Level erreicht?

Ich muss aber gestehen, ich bin hier auch kein Fachmann.

Grüße

Ulli

Ahura Mazda
13.01.2008, 20:17
Hallo Ahura Mazda,

„Maßhalten bedeutet für mich in diesem Zusammenhang resourcen möglichst sinnvoll zu nutzen.“

Ressourcen sinnvoll nutzen – nutzen wir diese sinnvoll? Wohl eher nicht. Auf der einen Seite wird Angst geschürt, damit die Marktpreise auf einem hohen Niveau gehalten werden. Auf der anderen Seite unterlassen wir es aber, uns neuen Technologien zuzuwenden. Z. B. fällt mir da die Brennstoffzelle ein, Windkraftwerke, Gezeitenkraftwerke, Gezeitenkraftwerke die die Strömungsenergie des Wassers nutzen, Hybridantriebe, Elsbett - Motor usw. Oder hängt das eine von dem anderen ab? Ich kann mir vorstellen, dass auch hier ökonomische Interessen wirken.

Selbst Uran steht uns nicht unendlich zur Verfügung, s. Bericht in einem Greenpeace –Journal. So wie wir um Öl und Gas „rangeln“, werden wir eines Tages um Uran, vielleicht sogar um den Zugang zu Funkfrequenzen für den Datentransfer kämpfen.

„Und haben wir uns wirklich materiell weiterentwickelt - gemessen an den heutigen Möglichkeiten?“

Bevor nicht ein Maximum an Gewinn an einem Produkt abgeschöpft ist, wird wohl kaum das nächste besssere auf dem Markt erscheinen, außer man kann den Marktgegner ausstechen!

Materielle Weiterentwicklung bedeutet für mich nicht nur die Fähigkeit Geld anzuhäufen oder überhaupt diese Möglichkeit zu besitzen. Entscheidend ist, wie wir dieses einsetzen. Wichtige Bereich für Investitionen wären da die Bildung – und natürlich die Forschung. Wären unsere Vorfahren mit der gleichen finanziellen Potenz ausgestattet gewesen, was hätten diese dann realisieren können?

Wie deffinieren wir "Finanzielle Potenz", Finanzen sind letzendlich doch auch nur rituelle Kultobjekte in dessen Besitz ein jeder kommen kann und welche uns eine entsprechende Position in der Gesellschaft sichern soll.
(Ein Zeichen der Macht) Meine etwas andere Ansichtsseite von Finanzen!

Denn trotz der schwierigen Rahmenbedingungen besitzen wir laut Statistik finanzielle Mittel in erheblichem Umfang. Wir sparen, denn wir haben Angst, vielleicht auch begründet, vor der Zukunft. Wie aber werden diese Ressourcen eingesetzt – welche Verwendung ist geplant? Repräsentativer Urlaub, schickes Auto, moderne Kleidung, Plasmabildschirmfernseher, usw. usw. Der Rest – sofern vorhanden, wandert in Aktien, Sparverträge, etc. Postwendend beklagen wir dann steuerliche Abschöpfung, Kursverluste, Gesetzesänderungen mit negativen Auswirkungen auf unser Sparvermögen und vieles mehr.

Setzen wir die uns zur Verfügung stehenden Mittel also sinnvoll ein? Stellt eine persönliche „moralisch-ethische Weiterbildung“ nicht auch eine sinnvolle Investition in die Zukunft dar? Die Ausbildung der Folgegeneration? Zeit erübrigen für das Lesen von Büchern, welche sich mit dem Leben befassen, andere Einsichten eröffnen?

Das wäre sehr schön, aber nicht nur Bücher sind wichtig, sondern noch wichtiger das aktive Vorleben.

Als problematisch sehe ich natürlich an, dass sich die Bildung zweier Fraktionen abzeichnet: Menschen, die über ausreichen finanzielle Ressourcen verfügen – und Menschen, wo es eher knapp ist.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich gerade von Menschen in einer, weniger gut gestellten finanziellen Lage sehr viel über die essentiellen Dinge im Leben lernen konnte.

Materielle Weiterentwicklung beinhaltet aber auch, dass der Mensch aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen habe: Auswirkungen der Leibeigenschaft, des Sklaventums, insgesamt der finanziellen Abhängigkeit und Unfreiheit. Und da genau setzt meine Frage an: Haben wir gelernt? Sind wir überhaupt in der Lage zu lernen, wollen wir eigentlich lernen?

Ich fürchte gerade letzteres ist am problematischsten, dass wir nicht lernen wollen, da wir ja so bequem leben!


Viele Grüße

Ulli


Gruß Andreas

sucher
14.01.2008, 09:39
Aber ist es nicht einfacher und ökonomischer, zunächst die uns bekannte Technologie anzuwenden- nämlich die der Kernspaltung?
Hallo Ulli,

Aber die Kernspaltung wird doch noch angewendet!?! :hmmm:
Oder meinst du den allmählichen Ausstieg Deutschlands?
Das hat wohl das Volk so gewollt. War ja lange genug Wahlkampfthema. Ganz risikolos ist es ja auch nicht, aber das ist bei Kohle und Erdöl nicht anders.
Wenn ich dagegen die meines Wissens nach deutlich geringeren Strompreise in Frankreich sehe, die ja zu einem deutlich grösseren Anteil ihre Energie aus Kernkraftwerken bezieht, kann man schon neidisch werden.
In einigen Regionen, nicht nur denen am Mittelmeer, werden Häuser komplett mit Strom beheitzt.
Zu Hause weis ich schon nicht wo ich noch Energiesparlampen einbauen soll, alles erdankliche ist mit Steckerleisten mit Schaltern ausgestattet. Sparen an Energie und Wasser wird aber derzeit eigentlich nur mit noch höheren Preisen belohnt. :cry:

Grüsse der Sucher

Ulli
14.01.2008, 19:23
Hallo Sucher,

zunächst erlaube ich mir, auch hier einmal das gebotene „Du“ aufzugreifen.

„Aber ist es nicht einfacher und ökonomischer, zunächst die uns bekannte Technologie anzuwenden- nämlich die der Kernspaltung?“

Da habe ich wohl nicht „sauber“ und eindeutig formuliert. Ich wollte zum Ausdruck bringen, dass es noch viele Möglichkeiten der Energiegewinnung gibt – aber der Bequemlichkeit halber, vielleicht auch aus ökonomischen Gründen, greifen wir auf die Kernspaltung zurück. Es ist eigentlich eine rhetorische Frage, welche die Antwort gleich mitbringt. Entschuldigung.

Wie gesagt, Fachmann bin ich auch nicht. Aber ich kann mir schon vorstellen, dass der GAU oder Super GAU eines Kernkraftwerkes heftiger ausfällt wie der eines Kohle- oder Gaskraftwerkes.

Na, das mit den Energiesparlampen ist mir auch aus eigener Erfahrung bekannt. Als nächstes sind dann die Haushaltsgroßgeräte dran. Letztendlich ist das ja auch eine Geschichte ohne Ende.

Aber die Preise für Energie, Trinkwasser etc. sind ja normalerweise auf den Verbrauch bezogen berechnet. Sinkt der Verbrauch – müsste der Einheitspreis eigentlich steigen, um die Herstellungskosten wieder decken zu können. Ich denke da mal an die Wassersparaktionen in einigen Städten. Nach erfolgter Einsparung durch die Bürger stieg hier ja auch der Preis, um die Kosten wieder einzuspielen.


Viele Grüße

Ulli

Ulli
14.01.2008, 20:42
Hallo Ahura Mazda,

„Wie deffinieren wir "Finanzielle Potenz", Finanzen sind letzendlich doch auch nur rituelle Kultobjekte in dessen Besitz ein jeder kommen kann und welche uns eine entsprechende Position in der Gesellschaft sichern soll. (Ein Zeichen der Macht) Meine etwas andere Ansichtsseite von Finanzen!“

Vielleicht definieren wir es so: finanzielle Potenz bedeutet, über materielle Mittel (primär Geld) verfügen zu können – und aber auch die persönliche Fähigkeit zu besitzen, diese finanziellen Mittel zu erlangen. Aber kann heute jeder dieses „rituelle Kultobjekt“ in seinen Besitz bekommen? Was ist mit den Menschen, die eingeschränkt handlungsfähig sind? Hat das Leben diese dann doppelt auf der Schattenseite positioniert? Was wird dann aus ihnen?

„Das wäre sehr schön, aber nicht nur Bücher sind wichtig, sondern noch wichtiger das aktive Vorleben.“

D´accord. Aber Vorleben reicht nicht, ich brauche auch Vorbilder, an denen ich mich orientieren kann, in gewissem Maße auch eine Supervision – eben halt kritische und ehrliche Freunde.


„Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich gerade von Menschen in einer, weniger gut gestellten finanziellen Lage sehr viel über die essentiellen Dinge im Leben lernen konnte.“

Was ist deine Auffassung: führen diese Menschen von vornherein ein anderes Leben, erfahrungsbedingt und zum Teil erziehungsbedingt – oder weil sie aus sich heraus „anders funktionieren“? Die Frage habe ich mir oft gestellt: ist diese Art von Lebensweisheit, die du ansprichst, aus der Gegebenheit heraus geboren, mit knappen Mitteln sein Leben zu bestreiten? Kann man diese Abgeklärtheit dem Leben gegenüber erlernen – oder ist sie in gewissem Maße angeboren?

„Ich fürchte gerade letzteres ist am problematischsten, dass wir nicht lernen wollen, da wir ja so bequem leben!“

Du willst damit sagen, dass wir uns nicht so schnell aus unserer „bequemen Sofaecke“ locken lassen - da fällt mir ganz spontan die Geschichte mit dem Frosch und dem heißen Wasser ein, eine moderne Fabel, wie ein Individuum auf veränderte Lebensbedingungen reagiert. Passt irgendwie in die heutige Zeit.

Viele Grüße

Ulli

sucher
15.01.2008, 10:55
Da habe ich wohl nicht „sauber“ und eindeutig formuliert. Ich wollte zum Ausdruck bringen, dass es noch viele Möglichkeiten der Energiegewinnung gibt – aber der Bequemlichkeit halber, vielleicht auch aus ökonomischen Gründen, greifen wir auf die Kernspaltung zurück. Es ist eigentlich eine rhetorische Frage, welche die Antwort gleich mitbringt. Entschuldigung.



Hallo Ulli,

Ich muss mich wohl eher entschuldigen.
Bei genauerer Betrachtung meinerseits, hätte ich deine Äußerungen auch gleich so verstehen können.


Wie gesagt, Fachmann bin ich auch nicht. Aber ich kann mir schon vorstellen, dass der GAU oder Super GAU eines Kernkraftwerkes heftiger ausfällt wie der eines Kohle- oder Gaskraftwerkes.

Da hast du natürlich recht.
Hier habe ich mich sehr unglücklich ausgedrückt. Ich bezog meinen Gefahrenvergleich auf den "Normalen Betrieb". also ohne GAU!!
Denn schon im "normalen" Erzeugen der Energie aus Kohle und Erdöl, werden ja der von uns benötigten Menge, Schadstoffe frei, die eine noch nicht ganz abzuschätzende Wirkung haben werden.

Ich meine, und das wurde auch schon angesprochen, der Mensch hat eine großartige Entwicklung beschritten, nur im Geiste scheint er noch schwach.

Hallo Nurax,

Danke für diese wirklich sehr guten Denkanstöße!
Mir stellt sich nur die Frage wer kann/darf das Urteil bilden das wir im Geiste noch schwach sind?
Das könnte doch nur ein aussenstehendes, im Geiste nachweislich stärkeres Individuum tun. :hmmm:
Nach welchem gültigen Vergleich sind wir alle als Menschheit Schwach?? Es ist also allenfalls eine Annahme, welche sicher aus unser aller Wunsch nach "höherem" ( was auch immer ) entspringt.
Im Moment dürften wir sicher die geistig stärkste biologische Lebensform auf unserer Mutter Erde sein. Zumindest nach unseren eigenen Maßstäben. Und nur nach denen können wir messen, da uns andere Vergleiche fehlen.

Ich vergleiche dies für mich gern mit einer völlig profanen Betrachtungsweise zur Geschwindigkeit unserer Autos!
Bitte verzeiht mir dieses hinten und vorne hinkende Gedankenspiel :blush:

Noch vor nicht allzulanger Zeit, als in meinem Ausweis noch DDR Stand, galt als Geschwindigkeit auf Land- und Fernstrassen 80 km/h auf Autobahnen 100. NIx anderes! Mit den 55 PS eines Wartburg war man schon wer. Mit einem 75 PS Lada gar der King der Strasse. 100 galt als das Maß aller Dinge.
Nur wenige Jahre später, muss man schon suchen überhaupt noch ein Fahrzeug unter 100 PS zu finden. Mit 100 km/h auf der Land/Bundestrasse stelle ich schon ein Hinderniss, und muss mit riskantesten Überholversuchen rechnen.
Jeder Kleinwagen fährt mittlerweile an die 200 km/h, von selbstmörderischen Kleintransportern ganz zu schweigen. :shocked:

Worauf ich eigendlich hinaus will:
wir alle wie auch unsere Wünsche und Ziele wachsen mit unseren Möglichkeiten. Leider vergessen wir dabei all zu oft den schon gegangenen Weg und die dabei schon, oft mühevoll, zurückgelegte Strecke.
Wenn uns also der Weg besonders schwierig erscheint, das Ziel und die Entfernung dahin mal wieder im Nebel unserer eigenen Zweifel verschwinden, hilft oft auch ein mal ein Blick zurück auf den schon zurückgelegten Weg. Zu schauen, wie weit bin ich schon, sich zu erinnern, "Oh ja! An dieser Steigung war es besonders schwer, aber ich bin weitergegangen und bin jetzt hier. Warum sollte ich nicht noch weiter kommen!?! "

Ähnlich sehe ich das in Bezug auf den schon zurückgelegten Weg der Menschheit ansich. Wir haben schon sehr viel geschafft, und sind dabei unwahrscheinlich weit gekommen. Genau dies sollte uns den Mut machen noch sehr viel weiter kommen zu können. Die Fehler die wir alle machen sind schlimm, teilweise sehr schlimm. Aber doch sind notwendig für eine weitere Entwicklung.

liebe Grüsse, der sucher

Ahura Mazda
15.01.2008, 19:40
Hallo Ulli

Hallo Ahura Mazda,

Vielleicht definieren wir es so: finanzielle Potenz bedeutet, über materielle Mittel (primär Geld) verfügen zu können – und aber auch die persönliche Fähigkeit zu besitzen, diese finanziellen Mittel zu erlangen. Aber kann heute jeder dieses „rituelle Kultobjekt“ in seinen Besitz bekommen? Was ist mit den Menschen, die eingeschränkt handlungsfähig sind? Hat das Leben diese dann doppelt auf der Schattenseite positioniert? Was wird dann aus ihnen?

Wie deffinierst du "eingeschränkt handlungsfähig"??

„Das wäre sehr schön, aber nicht nur Bücher sind wichtig, sondern noch wichtiger das aktive Vorleben.“

D´accord. Aber Vorleben reicht nicht, ich brauche auch Vorbilder, an denen ich mich orientieren kann, in gewissem Maße auch eine Supervision – eben halt kritische und ehrliche Freunde.

Hier sind wir an einem sehr schwierigen Punkt angelangt, wo beginnt das Vorbild sich zum Manipulator zu entwickeln, was kommt aus uns selbst, und was ist herzlos nachgeäfft?
Wie oft begehen wir eine gute Tat, weil es uns der Anstand gebietet, weil es in der Gesellschaft gerne gesehen wird und wie oft begehen wir eine gute Tat aus dem Herzen heraus, nur um jemanden anderen eine Freude zu machen?
Freude haben an der Freude des anderen und nicht Freude daran dem anderen eine Freude gemacht zu haben, kann einem wohl leider kein Vorbild beibringen.
(Falls du anderer Meinung bist, würde ich mich gerne überzeugen lassen)


„Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich gerade von Menschen in einer, weniger gut gestellten finanziellen Lage sehr viel über die essentiellen Dinge im Leben lernen konnte.“

Was ist deine Auffassung: führen diese Menschen von vornherein ein anderes Leben, erfahrungsbedingt und zum Teil erziehungsbedingt – oder weil sie aus sich heraus „anders funktionieren“? Die Frage habe ich mir oft gestellt: ist diese Art von Lebensweisheit, die du ansprichst, aus der Gegebenheit heraus geboren, mit knappen Mitteln sein Leben zu bestreiten? Kann man diese Abgeklärtheit dem Leben gegenüber erlernen – oder ist sie in gewissem Maße angeboren?

Ich denke, dass hier von allem ein wenig mit eingeht.
Vor allem aber meine ich, dass sich diese Menschen weniger über Ihre Materielle Ziele gedanken machen und auch dementsprechend mehr zwischenmenschliche Kontakte pflegen.
Generell meine ich, dass sich jedwegliche Lebenseinstellung erlernen lässt (mit einem mehr oder minder großen Aufwand)

„Ich fürchte gerade letzteres ist am problematischsten, dass wir nicht lernen wollen, da wir ja so bequem leben!“

Du willst damit sagen, dass wir uns nicht so schnell aus unserer „bequemen Sofaecke“ locken lassen - da fällt mir ganz spontan die Geschichte mit dem Frosch und dem heißen Wasser ein, eine moderne Fabel, wie ein Individuum auf veränderte Lebensbedingungen reagiert. Passt irgendwie in die heutige Zeit.

Diese Fabel ist mir leider nicht geläufig!

Viele Grüße

Ulli

Gruß Andreas

Ulli
15.01.2008, 20:56
Hallo Sucher,

„Ich bezog meinen Gefahrenvergleich auf den "Normalen Betrieb". also ohne GAU!!
Denn schon im "normalen" Erzeugen der Energie aus Kohle und Erdöl, werden ja der von uns benötigten Menge, Schadstoffe frei, die eine noch nicht ganz abzuschätzende Wirkung haben werden.“

Keine Energie, die wir erzeugen, ist ohne Auswirkung auf die Umwelt. Ich gebe dir Recht, Kraftwerke, die zu ihrem Betrieb fossile Brennstoffe verwenden, setzen Kohlendioxid und Staub frei. Windkraftwerke offshore leiten Geräusche in die Meere ein, welche die Wale von ihren Wanderwegen ablenken, Windkraftwerke auf dem Festland belästigen durch Geräusch, Schattenwurf und nächtlichem Stroboblitz. Darüber hinaus schaffen sie oftmals soziale Spannungen. Unser Leben ist also ein Abwägungsprozess – wir sind zu Entscheidungen gefordert. Und da gehen wir oftmals den einfachen und bequemen Weg.

Aber ich sehe da auch keine Lösung – wir werden immer mehr Menschen auf unserem Erdball, die immer schneller höhere Ansprüche an ihre Lebensqualität stellen. Die kann nur mit Energieaufwand, mit Ressourcenverbrauch, bereitgestellt werden. Oder siehst du global die Möglichkeit auf die liebgewordenen Technologien zu verzichten?

Viele Grüße

Ulli

Ulli
15.01.2008, 20:57
Hallo Ahura Mazda,

„Wie deffinierst du "eingeschränkt handlungsfähig"??“

Eben halt Menschen, die auf Grund eines körperlichen oder eines seelischen Handicaps nicht voll im Erwerbsleben stehen, bzw. stehen können. Vom allgemeinen Streben nach mehr sind diese doch in der Regel abgekoppelt, bzw. nicht in der Lage, daran teilzunehmen.

Hier sind wir an einem sehr schwierigen Punkt angelangt, wo beginnt das Vorbild sich zum Manipulator zu entwickeln, was kommt aus uns selbst, und was ist herzlos nachgeäfft?
Wie oft begehen wir eine gute Tat, weil es uns der Anstand gebietet, weil es in der Gesellschaft gerne gesehen wird und wie oft begehen wir eine gute Tat aus dem Herzen heraus, nur um jemanden anderen eine Freude zu machen?
Freude haben an der Freude des anderen und nicht Freude daran dem anderen eine Freude gemacht zu haben, kann einem wohl leider kein Vorbild beibringen.
(Falls du anderer Meinung bist, würde ich mich gerne überzeugen lassen)

Wahrlich schwierig. Zunächst bin ich der Auffassung, wir müssen „authentisch“ sein, wir selbst. Nichts wirkt schrecklicher als aufgesetzte Höflichkeit und Hilfsbereitschaft. Manche Menschen wollen sich auch nicht helfen lassen, dass hat man dann zu akzeptieren. Was ist aber eine gute Tat? Ich stelle mir diese Frage oft. Aber es gibt die vielen kleinen Gelegenheiten im Leben: jemandem eine Tür aufhalten, einen Platz unter dem Regenschirm bieten, einen Weg abnehmen, Vortritt an der Supermarktkasse, Arbeiten übernehmen . . . usw. Vielleicht genügt es ja schon, seinen Mitmenschen einfach einmal zuzuhören. Ohne gleich zu verifizieren und zu evaluieren. Das ist so das „kleine“ Betätigungsfeld, auf dem ich mich versuche zu bewegen und zu verbessern.

„Freude haben an der Freude es anderen“ – das ist das, was wir in unserer Familie als „ein Gönner sein“ bezeichnen. Wenn ich zum Beispiel mich daran erfreuen kann, dass es anderen gut geht, dass diese zufrieden und glücklich sind – ohne zu hinterfragen warum, weshalb und wieso gerade der? Sicherlich kann das durch kein Vorbild vermittelt werden, da hast du Recht. Nur ist man manchmal schon auf dem richtigen Weg, es fehlt halt noch die Bestätigung.

„Freude daran dem anderen eine Freude gemacht zu haben“ – also am Abend die erbrachten guten Taten bilanzieren. Mit dem Verhalten stelle ich mich dann ja selbst in den Mittelpunkt – quasi der Brandstifter der als erster mit dem Feuerlöscher am selbst gelegten Brand erscheint. Nicht selbstlos – sondern selbstverliebt. Nicht mit dem Herzen – sondern herzlos.

„Ich denke, dass hier von allem ein wenig mit eingeht. Vor allem aber meine ich, dass sich diese Menschen weniger über Ihre Materielle Ziele gedanken machen und auch dementsprechend mehr zwischenmenschliche Kontakte pflegen.
Generell meine ich, dass sich jedwegliche Lebenseinstellung erlernen lässt (mit einem mehr oder minder großen Aufwand)“

Nur, bitte korrigiere mich, von selbst gelangt kein Mensch an diese Einsichten und auf diesen Weg zur Änderung der Lebensführung. Es bedarf des Anstoßes, des Heranführens, vielleicht eines Schlüsselerlebnisses. Auf das was richtig oder falsch ist, wird man doch von Kindheit an konditioniert.

Die Fabel vom Frosch liefere ich dir noch nach.


Viele Grüße

Ulli

sucher
16.01.2008, 07:46
Oder siehst du global die Möglichkeit auf die liebgewordenen Technologien zu verzichten?

Viele Grüße

Ulli
Hallo Ulli,

Nein!
Das wird wohl schwer möglich sein, wenn auch nicht unmöglich! :ohwell:
Irgendwie kommt man immer auf den gleichen Punkt zurück. So sparsam es jedem einzelnen möglich ist mit den Ressourcen umzugehen. Dabei die die Forschung für effizientere Technologien weiterhin voran zu treiben.

Grüsse , der sucher

Ahura Mazda
16.01.2008, 20:51
Hallo Ahura Mazda,

„Wie deffinierst du "eingeschränkt handlungsfähig"??“

Eben halt Menschen, die auf Grund eines körperlichen oder eines seelischen Handicaps nicht voll im Erwerbsleben stehen, bzw. stehen können. Vom allgemeinen Streben nach mehr sind diese doch in der Regel abgekoppelt, bzw. nicht in der Lage, daran teilzunehmen.

Für die meisten, wird ja glücklicher Weise in unserer Gesellschaft ganz gut gesorgt, ein Auskommen ist Ihnen gesichert.
Was Sie aus Ihrem Leben dann machen ist Ihre Sache (ob Sie in depressionen verkümmern, oder Ihr Leben eben mit entsprechenden Mut angehen, wir können Ihnen nur Mut zusprechen!)

Hier sind wir an einem sehr schwierigen Punkt angelangt, wo beginnt das Vorbild sich zum Manipulator zu entwickeln, was kommt aus uns selbst, und was ist herzlos nachgeäfft?
Wie oft begehen wir eine gute Tat, weil es uns der Anstand gebietet, weil es in der Gesellschaft gerne gesehen wird und wie oft begehen wir eine gute Tat aus dem Herzen heraus, nur um jemanden anderen eine Freude zu machen?
Freude haben an der Freude des anderen und nicht Freude daran dem anderen eine Freude gemacht zu haben, kann einem wohl leider kein Vorbild beibringen.
(Falls du anderer Meinung bist, würde ich mich gerne überzeugen lassen)

Wahrlich schwierig. Zunächst bin ich der Auffassung, wir müssen „authentisch“ sein, wir selbst.
Das ist manchmal gar nicht so einfach, zuerst sollte man sich finden (Ich suche noch)!
Nichts wirkt schrecklicher als aufgesetzte Höflichkeit und Hilfsbereitschaft. Manche Menschen wollen sich auch nicht helfen lassen, dass hat man dann zu akzeptieren. Was ist aber eine gute Tat? Ich stelle mir diese Frage oft. Aber es gibt die vielen kleinen Gelegenheiten im Leben: jemandem eine Tür aufhalten, einen Platz unter dem Regenschirm bieten, einen Weg abnehmen, Vortritt an der Supermarktkasse, Arbeiten übernehmen . . . usw. Vielleicht genügt es ja schon, seinen Mitmenschen einfach einmal zuzuhören. Ohne gleich zu verifizieren und zu evaluieren. Das ist so das „kleine“ Betätigungsfeld, auf dem ich mich versuche zu bewegen und zu verbessern.

„Freude haben an der Freude es anderen“ – das ist das, was wir in unserer Familie als „ein Gönner sein“ bezeichnen. Wenn ich zum Beispiel mich daran erfreuen kann, dass es anderen gut geht, dass diese zufrieden und glücklich sind – ohne zu hinterfragen warum, weshalb und wieso gerade der? Sicherlich kann das durch kein Vorbild vermittelt werden, da hast du Recht. Nur ist man manchmal schon auf dem richtigen Weg, es fehlt halt noch die Bestätigung.

„Freude daran dem anderen eine Freude gemacht zu haben“ – also am Abend die erbrachten guten Taten bilanzieren. Mit dem Verhalten stelle ich mich dann ja selbst in den Mittelpunkt – quasi der Brandstifter der als erster mit dem Feuerlöscher am selbst gelegten Brand erscheint. Nicht selbstlos – sondern selbstverliebt. Nicht mit dem Herzen – sondern herzlos.

Da fällst du ja ein hartes Urteil.
Wenn ich noch an mir arbeiten muss, kann ich nicht vollkommen sein, wenn ich erlernen möchte selbstlos zu sein, wie gehe ich dieses an?

„Ich denke, dass hier von allem ein wenig mit eingeht. Vor allem aber meine ich, dass sich diese Menschen weniger über Ihre Materielle Ziele gedanken machen und auch dementsprechend mehr zwischenmenschliche Kontakte pflegen.
Generell meine ich, dass sich jedwegliche Lebenseinstellung erlernen lässt (mit einem mehr oder minder großen Aufwand)“

Nur, bitte korrigiere mich, von selbst gelangt kein Mensch an diese Einsichten und auf diesen Weg zur Änderung der Lebensführung. Es bedarf des Anstoßes, des Heranführens, vielleicht eines Schlüsselerlebnisses. Auf das was richtig oder falsch ist, wird man doch von Kindheit an konditioniert.

Hierauf habe ich dir wohl etwas übereilig eine PN geschickt, welche meiner Meinung in den Grundzügen stimmig ist.
Aber vielleicht muss ich dir hier doch recht geben, wenn ich mich ausschließlich auf meiner eigenen Vorstellung des Wegs bewege, kann ich an der Realität vorbei gehen.



Ulli

Gruß Andreas

Ich fürchte das Thema driftet ab !!!

Ulli
23.01.2008, 19:32
Hallo Andreas,

habe noch einmal nachgelesen.

„Da fällst du ja ein hartes Urteil.“

Auf welche von mir getroffene Aussage beziehst du das? Auf meinen Schlusssatz des Absatzess: „Nicht selbstlos – sondern selbstverliebt. Nicht mit dem Herzen – sondern herzlos.“ Ich befürchte, das habe ich wohl etwas zu diffus formuliert?

Viele Grüße

Ulli

Ahura Mazda
23.01.2008, 19:51
Hallo Andreas,

habe noch einmal nachgelesen.

„Da fällst du ja ein hartes Urteil.“

Auf welche von mir getroffene Aussage beziehst du das? Auf meinen Schlusssatz des Absatzess: „Nicht selbstlos – sondern selbstverliebt. Nicht mit dem Herzen – sondern herzlos.“ Ich befürchte, das habe ich wohl etwas zu diffus formuliert?


Viele Grüße

Ulli

der Brandstifter der als erster mit dem Feuerlöscher am selbst gelegten Brand erscheint.
Ich persönlich sehe mich leider nur zu oft unter dem Aspekt "nicht selbstlos sondern selbstverliebt"
Als Brandstifter würde ich mich deshalb nicht bezeichnen, da kein Schaden entsteht!
Aber wie du schon richtig erkannt hast, ist es keine löbliche Haltung.
Alles was ich machen kann, ist immer wieder über die vergangene Zeit zu resumieren und mich selber zu prüfen, ob mein Tun mit meinen Werten vereinbar ist.

Gruß Andreas

Ulli
23.01.2008, 23:05
Hallo Andreas,

ob eine Handlung als „löblich“ oder „nicht löblich“ zu bezeichnen ist, sofern diese abgeschlossen wurde, ist von sekundärer Bedeutung. Man kann die Handlung nicht zurückholen, diese ändern oder unterlassen.

Wichtig ist aber, so meine persönliche Auffassung, dass man erkennt, was richtig oder falsch war. Oder es zumindest versucht. Das nennt man dann wohl Gewissen. Das nächste Mal sollte man jedoch aus der gewonnen Erfahrung heraus anders, besser handeln. Und nicht aus Bequemlichkeit heraus „same procedure“ praktizieren.

Indem du über die Vergangenheit resümierst und Handlungen und Verhalten mit deinen Werten abgleichst, betrachtest du dich selber kritisch. Stellst dich unter deine eigene, interne Supervision. Die Messlatte dessen, was die persönlichen Werte ausmacht, liegt bei den Menschen jedoch unterschiedlich hoch.

Viele Grüße

Ulli

Freidenker
02.02.2008, 03:16
Hallo Ulli,

ich darf sagen, ich bin hochbeeindruckt. Genau diese Fragen plagen mich seit langer Zeit. "Nicht sein kann, was nicht darf" und ob unsere "heutigen technischen Möglichkeiten" wirklich ein Fortschritt sind... Hochinteressant!

Die Frage die mich quält: Was darf sein. Wer bestimmt diese Frage aus welcher Sichtweise? Hintergrund meiner Frage ist folgender (wie ist Eure Meinung?):

Meine Ansicht über unsere Chance auf der Welt besteht darin unserer Überseele die Möglichkeit zu geben zu lernen. Viele Menschen sind "verbunden" (graphisch als eine Art Marionettenspiel zu sehen, aber bitte nur graphisch!). Wir treffen die richtigen Menschen zum richtigen Zeitpunkt und jeder nutzt seine Chancen anders. Als Summe sehe ich die Weiterentwicklungsmöglichkeit der Überseele. Ist dies durch eine gewisse materielle Form nicht mehr möglich, werden die Recoursen zurück auf "0" gefahren. Die Prozesse gehen anderweitig vielleicht schon weiter.
Soweit meine Gedanken. Kann jemand was damit anfangen?

Viele Grüße

Bernd

________________________________________
Beschränkungen beginnen und enden im Kopf!

Ahura Mazda
02.02.2008, 07:48
Hallo Ulli,

ich darf sagen, ich bin hochbeeindruckt. Genau diese Fragen plagen mich seit langer Zeit. "Nicht sein kann, was nicht darf" und ob unsere "heutigen technischen Möglichkeiten" wirklich ein Fortschritt sind... Hochinteressant!

Die Frage die mich quält: Was darf sein. Wer bestimmt diese Frage aus welcher Sichtweise? Hintergrund meiner Frage ist folgender (wie ist Eure Meinung?):

Meine Ansicht über unsere Chance auf der Welt besteht darin unserer Überseele die Möglichkeit zu geben zu lernen. Viele Menschen sind "verbunden" (graphisch als eine Art Marionettenspiel zu sehen, aber bitte nur graphisch!). Wir treffen die richtigen Menschen zum richtigen Zeitpunkt und jeder nutzt seine Chancen anders. Als Summe sehe ich die Weiterentwicklungsmöglichkeit der Überseele. Ist dies durch eine gewisse materielle Form nicht mehr möglich, werden die Recoursen zurück auf "0" gefahren. Die Prozesse gehen anderweitig vielleicht schon weiter.
Soweit meine Gedanken. Kann jemand was damit anfangen?

Viele Grüße

Bernd

________________________________________
Beschränkungen beginnen und enden im Kopf!

Hallo Bernd,

was bedeutet für dich der Begriff "Überseele", diesen kenne ich persönlich leider nicht, und er wird bestimmt auch ziemlich unterschiedlich ausgelegt, kannst du uns deine Sichtweise erläutern?

"Was darf sein", wird von dem Kollektiv welches wir Gesellschaft nennen bestimmt, ob diese unbeeinflusst ist, sei dahingestellt!

Gruß Andreas

Ulli
03.02.2008, 23:06
Hallo Andreas, hallo Bernd.

"Meine Ansicht über unsere Chance auf der Welt besteht darin unserer Überseele die Möglichkeit zu geben zu lernen. Viele Menschen sind "verbunden" (graphisch als eine Art Marionettenspiel zu sehen, aber bitte nur graphisch!). Wir treffen die richtigen Menschen zum richtigen Zeitpunkt und jeder nutzt seine Chancen anders. Als Summe sehe ich die Weiterentwicklungsmöglichkeit der Überseele. Ist dies durch eine gewisse materielle Form nicht mehr möglich, werden die Recoursen zurück auf "0" gefahren. Die Prozesse gehen anderweitig vielleicht schon weiter."


Sollte mit dem Begriff „Überseele“ der s.g. „Mentale Berater“ bezeichnet sein, welchen man sich zunächst aus dem Personenkreis, der einem wichtig ist wählt? Der dann aber „lernt“, also wächst und sich weiterentwickelt?

Man trifft einen Menschen, tauscht sich mit ihm aus. Jeder nimmt etwas von den Einsichten und Weisheiten des anderen mit, gleicht dieses mit seiner eigenen Lebenserfahrung ab und füttert damit seinen mentalen Berater. Das sind die Gespräche, bei denen man es sich wünscht, die Zeit bliebe stehen – und es ginge endlos weiter. Leider verschließen sich viele Menschen solchen Einsichten, da sie sich auf das schlichte „Funktionieren“ programmiert haben. Die Erkenntnis, dass es neben Schwarz und Weiß auch noch eine riesengroße Palette div. anderer Farben und auch noch Hell und Dunkel gibt, würde von seinem Ziel ablenken. Der betreffende läuft auf seiner Schiene und versäumt den einen oder anderen Abzweig. Weil ja nicht sein kann, ……

Viele Grüße

Ulli