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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fragen zur Aufnahme und Mitgliedschaft


Demon891
08.01.2008, 23:41
Hallo an alle :)

also ich hab ein paar Fragen hatte mich auch schonmal über dies alles informiert aber so ganz bin ich noch nicht hinter gestiegen ^^...... .

1. Ich bin 18 Jahre alt (also noch relativ jung) ist dies ein Problem oder ist das egal?
2. Als Freimaurer trifftm an sich ja nun oft. Ist dies nun immer Pflicht oder kann man auch mal ein zwei mal verpassen? ( Ich bin angehender Abituriend und habe viele Klausuren weswegen ich öfters auch verhindert bin)
3. Gibt es so etwas wie eine monatliche oder jährliche Gebühr?
4. Wie lange dauert es bis man ein echter Freimaurer wird?
5. Gibt es Regeln bei den Freimaurern die gewisse Dinge verbieten die in der heutigen Moderne alltäglich sind? (Bsp.: kein Fernsehen)

So das wären meine Fragen fürs Erste ^^
Ich bitte es zu entschuldigen falls meine Fragen nicht klug gewählt sind.

MfG Demon

oberon
09.01.2008, 00:15
Zum Thema Beiträge wurde hier (http://forum.freimaurer.org/showthread.php?t=125) etwas geschrieben, zum Mindestalter hier (http://forum.freimaurer.org/showthread.php?t=255).

Der Besuch der Arbeiten, so werden die Treffen genannt sollte man sich von innen heraus verpflichtet fühlen, denn sie sind ein ganz wichtiger Teil der Freimaurerei. Aber es gibt keine Verpflichtung in dem Sinne, dass man für Nichterscheinen "bestraft" würde. In der Rangordnung der Wichtigkeit sollte Familie und Beruf vor der Freimaurerei gehen.

Wie lange es dauert ein echter Freimaurer zu werden wird Dir wohl niemand beantworten können. aber ich vermute, Du meinst, wie lange man braucht um von ersten Kontakt bis zur Aufnahme in die Loge zu kommen.
Das ist höchst individuell und hängt von vielen Faktoren ab. Es gibt Logen, bei denen man ein Jahr lang regelmäßig zu Gästeabenden erscheinen muss, bevor man überhaupt nach einem Aufnahmeantrag fragen kann. Andere Logen haben da keine Regeln. Es gibt Logen mit so vielen Interessenten, dass sie frühestens im darauf folgenden Jahr wieder neue Suchende aufnehmen.

Auch ist ja nicht jedem beim ersten Besuch klar, dass er wirklich aufgenommen werden möchte. So eine Entscheidung sollte reiflich überlegt sein. Ganz grob kann man aber sagen, dass man in Deutschland zwischen 5 und 12 Monaten Kontakt zur Loge hält, bevor es zur Aufnahme kommt.

Zu Deiner letzten Frage möchte ich ganz kurz und unkommentiert antworten: Nein.

Viele Grüße,

Thomas

Demon891
10.01.2008, 01:19
Danke für deine hilfreiche Antwort :)

Hm das mit dem Mindestalter ist natürlich sehr schade. Das heißt wohl ich muss mich noch in Geduldt üben. Das krieg ich aber schon hin ^^. Ich finde die Einstellung der Freimaurer einfach klasse. Eine Frage hätte ich allerdings noch. Wenn man nun den Freimaurern betritt, ist dies dann ein Beitritt auf Lebenszeit?
Oder kann man auch wieder aussteigen?
Nicht das ich das dann vorhätte :) aber es interessiert mich einfach weil viele meinen es wäre so ein Bund aufs Leben weswegen ich es nicht machen sollte (blablabla)

oberon
10.01.2008, 01:46
Von der rein rechtlichen Seite ist die Mitgliedschaft in einer Loge das gleiche wie die Mitgliedschaft in jedem anderen Verein auch: Kündbar zum Ende des Rechnungsjahres.

Allerdings sollte man VOR seiner Aufnahme bedenken, dass die Mitgliedschaft bei den Freimaurern etwas anders ist als die Mitgliedschaft in einem Sportverein oder beim ADAC. Man tritt dort nicht ein um Leistungen zu beziehen oder einem Hobby nachzugehen. Das zeigt sich schon in solchen Details wie der langen Vorbereitungszeit oder der Tatsache, dass die Brüder der Loge entscheiden ob man aufgenommen wird oder nicht.

So sollte es innerlich schon eine Entscheidung auf Lebzeiten sein. Anders funktioniert es nicht. Natürlich sind grade in der heutigen Zeit mit so langfristigen Entscheidungen Ängste verbunden. Selbst die Entscheidung, für mehrere Jahre Mitglied in einem Sportverein zu werden fällt heute vielen Menschen schwer, weil sie nicht wissen, ob es ihnen in ein paar Jahren noch gefällt. Alles muss augenblicklich konsequenzenlos rückgängig gemacht werden können.

Wer diese langfristige Entscheidung nicht für sich treffen kann sollte meiner persönlichen Meinung nach nicht zu den Freimaurern gehen. Da gibt es sicherlich kurzlebigere Alternativen, die besser geeignet sind. Aber wer sich nur Sorgen macht, dass er bei einem Ausscheiden aus der Loge für den Rest seines Lebens Schwierigkeiten bekommt, den kann ich beruhigen. Dem ist nicht so.

Viele Grüße,

Thomas

ONT
13.01.2008, 00:26
Hallo Demon,

mit einem kleinen Schmunzeln habe ich gerade deine Fragen gelesen, nicht weil sie "nicht klug gewählt" wären sondern weil ich mir auch mal die gleichen Fragen gestellt habe.

Ich bin jetzt 39 Jahre alt und hatte vor ca. 12 Jahren zum ersten Mal Kontakt zu einem Freimaurer und habe seit dieser Zeit mehr oder weniger regelmäßig Gästeabende besucht und mich auch sonst mit dem Thema Freimaurerei auseinandergesetzt. Einen Aufnahmeantrag in eine Loge habe ich aber bis heute nicht gestellt.

Die "langfristige Entscheidung" Freimaurer zu werden möchte ich aus einer tiefen inneren Überzeugung treffen. Freimaurer wirst Du nicht durch die reine Mitgliedschaft in einer Loge sondern erst durch jahrelanges Arbeiten an dir selbst.

Mit Hilfe von Gästeabenden und den sich daraus ergebenden Möglichkeiten (Gespräche mit Freimaurern etc.) solltest Du die Entscheidung einer Loge beizutreten zunächst einmal reifen lassen.

Ich wünsche Dir bei deinen Entscheidungen eine glückliche Hand.

Gruss.
Thorsten

Demon891
13.01.2008, 15:42
Hallo ONT,

es freut mich jemanden zu treffen der sich einmal die gleichen Fragen gestellt hat wie ich sie mir im Moment stelle. Du besuchst die Gästeabende schon seit 12 Jahren und konntest dich immernoch nicht entscheiden?
Ich meine einerseits kann ich dich verstehen da es wirklich eine Entscheidung fürs Leben sein sollte aber irgendwann merkt man doch ob man sich der Freimaurerei dazugehörig fühlt oder nicht?

Es ist mir bewusst das man sich nicht direkt Freimaurer nennen kann nur weil man nun drin ist. Aber ich finde die Denkensweise der Freimaurer sehr beeindruckend. An sich selbst zu arbeiten ist das schwerste was man machen kann wie ich finde. Auch dieses soziale Verhalten den Menschen gegenüber finde ich Klasse da es bei vielen Menschen nicht mehr als normal gilt.

MfG Moritz

ONT
13.01.2008, 16:14
Hallo Demon,

ich schrieb, daß ich Gaästeabende "mehr oder weniger regelmäßig" besucht habe.
Das bedeutet, daß ich über lange Zeiträume gar nicht daran teilgenommen habe weil ich nich daran teilnehmen konnte.

Nach meinem Studium habe ich nämlich lange Jahre im Ausland verbracht; in verschiedenen Ländern an verschiedenen Orten. Ein wirklicher Bezug zu einer Loge wäre nicht gegeben gewesen. Aus diesem Grund habe ich das Thema Freimaurerei auch, nicht aus den Augen verloren, aber doch nicht mit der gebührenden Intensität betrachtet.

Erst jetzt wo ich mit Familie, Haus und Hund :-) wieder "sesshaft" geworden bin, beginnt die Intensität wieder zu wachsen. Nichtsdestotrotz nehme ich mir auch jetzt noch Zeit.

MfG
Thorsten

Demon891
13.01.2008, 16:43
Hallo ONT,

entschuldige dann habe ich dich falsch verstanden :)
Das kann ich natürlich verstehen das du bei den vielen Reisen keine wirkliche Zeit dafür gehabt hast.

Demon891
25.01.2008, 16:49
Nochmal Hallo,

ich habe noch ein Frage und hoffe das mir jemand diese beantworten kann.

Ich habe nun schon eine Loge aufgesucht und meine Daten wurden auch schon einmal aufgenommen.
Nun habe ich noch eine zweite Loge die ganz in meiner Nähe ist.
Kann ich diese auch besuchen oder sollte ich nun erst einmal bei der einen bleiben?
Nicht das ich die erste schlecht finde aber meine Neugierde ist doch etwas größer als erwartet:hmmm:

Mit freundlichem Gruß

Demon

oberon
25.01.2008, 17:50
In meinen Augen spricht überhaupt nichts dagegen, sich auch die andere Loge anzusehen.

Viele Grüße,

Thomas

htx
25.01.2008, 17:55
Nochmal Hallo,

ich habe noch ein Frage und hoffe das mir jemand diese beantworten kann.

Ich habe nun schon eine Loge aufgesucht und meine Daten wurden auch schon einmal aufgenommen.
Nun habe ich noch eine zweite Loge die ganz in meiner Nähe ist.
Kann ich diese auch besuchen oder sollte ich nun erst einmal bei der einen bleiben?
Nicht das ich die erste schlecht finde aber meine Neugierde ist doch etwas größer als erwartet:hmmm:

Mit freundlichem Gruß

Demon

Lieber Demon,

es ist sicher nicht falsch mehrere Logen bei Gästeabenden zu besuchen.

Man bekommt einen besseren Eindruck, welche Vielfalt man in der Freimaurerei finden kann.
Man lernt schon als Gast (Suchender) viele seiner zukünftigen Brüder kennen, knüpft schon sehr früh Bande und man kann sich nach einiger Zeit überlegen, zu welcher Loge man denn wohl besser passt, bzw. welche Loge einem selbst besser gefällt.

Allerdings sollte reine Neugier nicht alleine der Grund sein... :rolleyes2:

Beste Grüße vom Niederrhein

htx

Demon891
25.01.2008, 21:58
Danke für eure Antwort oberon und htx :rolleyes2:

Dann werd ich mal Kontakt zur anderen Loge aufnehmen.

@htx:
Es ist ja nicht die Neugierde die mich zur Freimaurerei treibt, sondern nur Neugierde die mich zu der zweiten Loge führt um zu wissen wie diese so ist :angel:
Warum ich den Freimaurern beitreten möchte hat ganz andere Gründe :yes: