Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Suchender - Begriffsklärung
Theschnuff
30.10.2007, 14:54
Hallo, ich bins schon wieder!
Ab wann genau ist jemand eigentliche ein "Suchender"? Ab dem Moment wo Kontakt mit einer Loge besteht? Ab dem Moment wo regelmäßig an Gästabenden oder Veranstaltungen teilgenommen wird? Oder vielleicht auch schon, wenn man selbst einfach das Gefühl hat, "auf der Suche zu sein" und sich stark mit der Freimaurerei auseinandersetzt?
Ich für meinen Teil warte immer noch auf Antwort von meiner lokalen Loge. Habe vor 10 Tagen einen Brief eingeworfen, aber noch nix gehört ... Ich denke dass die Loge jeden Montag aktiv ist, sie sollten also meinen Brief schon bekommen haben. Nun ja, es läuft mir ja nix davon, ich warte einfach noch ein Weilchen ...
Gruß
Theschnuff
Suchender, so sehe ich es, ist man ständig im Leben und bleibt es, so sehe ich es auch in der Freimaurerei, ich suchte nach etwas, was mir mehr Sinn geben könnte und fand es, suche aber immer noch nach Sinn und Verständnis in der umfangreichen Menge an Philosophie.
Das zum einen...
..wenn eine Loge sich nicht sofort meldet, Geduld, gut Ding will Weile haben...
herrpipsi
30.10.2007, 17:19
Hallo, ich bins schon wieder!
Ab wann genau ist jemand eigentliche ein "Suchender"? Ab dem Moment wo Kontakt mit einer Loge besteht? Ab dem Moment wo regelmäßig an Gästabenden oder Veranstaltungen teilgenommen wird? Oder vielleicht auch schon, wenn man selbst einfach das Gefühl hat, "auf der Suche zu sein" und sich stark mit der Freimaurerei auseinandersetzt?
Ich für meinen Teil warte immer noch auf Antwort von meiner lokalen Loge. Habe vor 10 Tagen einen Brief eingeworfen, aber noch nix gehört ... Ich denke dass die Loge jeden Montag aktiv ist, sie sollten also meinen Brief schon bekommen haben. Nun ja, es läuft mir ja nix davon, ich warte einfach noch ein Weilchen ...
Gruß
Theschnuff
Bei mir hat es fast 1 Jahr gedauert: Brief Dez. 2006, Einladung zum Gästeabend für November 2007:angel:
Ich denke, es hängt davon ab, was man mit dem Begriff meint. Die Freimaurer haben das Wort ja nicht erfunden, es existierte vorher schon. Aber es hat sich zu einem freimaurerischen Fachterminus entwickelt.
Wenn man diesen meint, dann ist ein Suchender nach meiner eigene Sichtweise jemand, der das Stadium des bloßen Interesses an der Sache verlassen hat und nun mit dem Willen, ein Freimaurer zu werden die nächsten Schritte einleitet. Ich mache es also nicht am reinen Kontakt fest. Der eine wird zum Suchenden, wenn er zum ersten Mal den Telefonhörer abnimmt, ein anderer erst nach den ersten paar Gästeabenden, die er aus reiner Neugierde besucht hat.
Aber ich finde es auch gar nicht so wichtig, wann das angefangen hat und ab wann man sich "rechtmäßig" so nennen kann. Wie Lynkeus schrieb, man bleibt hoffentlich sein Leben lang suchend.
Viele Grüße,
Thomas
Schwarzbär
31.10.2007, 07:11
Hallo, ich bins schon wieder!
Ab wann genau ist jemand eigentliche ein "Suchender"? Ab dem Moment wo Kontakt mit einer Loge besteht? Ab dem Moment wo regelmäßig an Gästabenden oder Veranstaltungen teilgenommen wird? Oder vielleicht auch schon, wenn man selbst einfach das Gefühl hat, "auf der Suche zu sein" und sich stark mit der Freimaurerei auseinandersetzt?
Ich denke, der Suchende selbst bestimmt, wann er sich als Suchender bezeichnet. Ich selbst war, als ich erstmals ein Logenhaus betreten hatte, allenfalls neugierig. Einige Besuche später entwickelte sich die Neugierde zu ernsthaftem Interesse. Erst nach meiner Aufnahme, also als Lehrling, wollte ich mich als Suchender bezeichnen.
Übrigens verwenden unterschiedliche frm. Systeme den Begriff auch unterschiedlich, aber das nur nebenbei.
Theschnuff
31.10.2007, 09:29
Hallo zusammen!
Aber ich finde es auch gar nicht so wichtig, wann das angefangen hat und ab wann man sich "rechtmäßig" so nennen kann. Wie Lynkeus schrieb, man bleibt hoffentlich sein Leben lang suchend.
Viele Grüße,
Thomas
Ja, ich denke so ist es wohl. Ich für meinen Teil "suche" tatsächlich nach einem - drücken wir es einmal so aus - Mehrwert in meinem Leben. Die tägliche Routine gibt mir das Gefühl, dass da noch etwas anderes sein muss. Ich setze mich gedanklich momentan sehr intensiv mit dem Begriff des Rauhen Steins auseinander und sehe da durchaus starke Anknüpfpunkte zu mir. Da gibt es ja so viele Aspekte ... . Es würde aber hier in diesem Forum zu weit führen. Gerne würde ich mich mit einem FM-Bruder mal darüber austauschen. Deshalb würde ich mich auch über eine Antwort der Loge sehr freuen. Nicht, dass ich da unbedingt schnell reinwill (salopp ausgedrückt) oder einfach nur neugierig wäre. Nein, mir würde der Kontakt zu einem Bruder momentan schon mal reichen, um weiterzusehen ob ich da auf einer gedanklich richtgen Schiene liege oder ob ich da total verquer denke ... Vielelicht stellt sich nach einigen Gesprächen ja raus, dass ich da gar nicht dazupasse (oder umgekehrt). Vielleicht ist es aber auch so, dass es genau "mein Ding" ist ...
Vorerst werde ich halt hier im Forum nach Infos suchen und mich in der Literatur umschauen. Wobei ich gemerkt habe, dass es da viel Schund gibt, teils über Verschwörungsphantastereien etc. Es ist gar nicht einfach, sich seriöse Bücher rauszusuchen.
Nun denn, dann bezeichne ich mich - für mich selbst - als Suchenden, denn ich bin ja wirklich auf der Suche nach einem Weg, aus mir selbst einen besseren Menschen zu machen. Wohin die Suche hinführt werden wir sehen. Aber das was ich bisher über Freimaurerei gelernt habe und versuche zu verinnerlichen, stimmt mich schon sehr positiv...
Grüße
Theschnuff
...Nicht, dass ich da unbedingt schnell reinwill (salopp ausgedrückt) oder einfach nur neugierig wäre. Nein, mir würde der Kontakt zu einem Bruder momentan schon mal reichen, um weiterzusehen ob ich da auf einer gedanklich richtgen Schiene liege oder ob ich da total verquer denke ...
Hallo "Schnuff",
Ich glaube fest, dass ein wesentlicher Teil der Freimaurerei darin besteht geduldig zu sein.
Geduldig mit sich selbst, wenn der Stein doch härter ist als angenommen oder doch noch richtig "böse" Ecken hat.
Geduldig aber vor allem mit den Mitmenschen, die nicht das tun, was man sich selbst gerade wünscht und auch nicht so schnell, wie man sich wünscht.
Ich glaube, dass man wirkliche Gelassenheit, Offenheit gegenüber anderen und damit wirkliche Lebensfreude nur durch große Geduld erfahren kann.
Warte noch eine Weile, Freimaurer sind auch nur Menschen, die mit Organisatorischen Dingen genauso gefordert sind wie alle anderen.
Für mich hat sich das Warten auf Antworten gelohnt....
Gruß
MC
Theschnuff
31.10.2007, 16:58
Hallo "Schnuff",
Ich glaube fest, dass ein wesentlicher Teil der Freimaurerei darin besteht geduldig zu sein.
Warte noch eine Weile, Freimaurer sind auch nur Menschen, die mit Organisatorischen Dingen genauso gefordert sind wie alle anderen.
Für mich hat sich das Warten auf Antworten gelohnt....
Gruß
MC
Danke, mcblubb
Die Geduld bringe ich gerne auf und natürlich werde ich warten.
Wie bereits erwähnt, ich mache mir selbst sehr viele Gedanken und möchte mich einfach mal mit einem Bruder austauschen. Im Dialog über dieses Thema, noch dazu mit einem Insider, lassen sich bestimmt noch viele neue Aspekte ergründen.
Ich habe natürlich Gesprächspartner, Freunde und Familie. Mit denen kann ich über Probleme, Aktuelles und auch über schöne Dinge reden und Diskutieren. Doch mit meinem Interesse an der Freimaurerei halte ich mich da ganz bewusst bedeckt (mit Ausnahme meiner Frau, die mich in diesem Thema auch unterstützt). Das ist etwas, das ich nicht nach aussen kommunizieren möchte.
Also: Die Geduld bringe ich gerne auf. Wie bereits in meinem ersten Posting erwähnt: Es läuft mir ja nix davon ...
Gruß
Theschnuff
Lapislazuli
01.11.2007, 00:54
Der Begriff "Suchender" ist m.E. nicht völlig treffend, jedoch weiß ich keinen besseren.
Wenn ich mal wieder nicht weiß, wo meine Brille ist, bin ich insofern ein Suchender, dabei weiß ich aber ganz genau, was ich suche.
Bei der Freimaurerei weiß ich als Suchender jedoch nicht, was ich finden werde. Bei mir war es eine Art von Unzufriedenheit, die ich auch nicht näher beschreiben kann, es war auch wohl etwas von Langeweile und Überdruß dabei, ich litt unter irgendwelchen Beschränkungen und fand mein Umfeld langweilig und ätzend.
In der Freimaurerei habe ich Gesprächspartner und Denkanstöße gefunden, die wenig Langeweile aufkommen lassen, mich manchmal sogar überfordern aber mich insgesamt zufriedener sein lassen.
Wenn Du feststellst, dass es noch mehr Themen gibt als Frauen, Fußball, Fressen, Fernsehen sowie Auto und Urlaub, dann könnte es sein dass Du schon ein Suchender bist.
Der Herr gebe mir Geduld, aber zack-zack.
Soll heißen: hier ist das öffentliche Forum der VGL. Wenn eine Loge nicht innerhalb eine zumutbaren Zeit antwortet, dann sprecht die Mod's an und bittet sie um Hilfe. Die Mod's haben die Adressen aller Logen, Stuhlmeister und Sekretäre ud auch deren Telefonnummern. :-)
Theschnuff
08.11.2007, 15:36
Bei der Freimaurerei weiß ich als Suchender jedoch nicht, was ich finden werde. Bei mir war es eine Art von Unzufriedenheit, die ich auch nicht näher beschreiben kann, es war auch wohl etwas von Langeweile und Überdruß dabei,
Wenn Du feststellst, dass es noch mehr Themen gibt als Frauen, Fußball, Fressen, Fernsehen sowie Auto und Urlaub, dann könnte es sein dass Du schon ein Suchender bist.
Danke Lapislazuli, genau so sieht es in mir aus! Langeweile und Überdruss zwar weniger (bin recht stark beruflich eingespannt...) aber diese Unzufriedenheit, die man nicht näher beschreiben kann, trifft den Nagel auf den Kopf!
Zum zweiten Absatz:
- Frauen: hab schon eine, bin glücklich verheiratet. Hier muss ich wohl nicht mehr suchen!
- Fussball: ich sitze nicht im Schiesser Feinripp-Unterhemd mit einer Dose Bier vor der Glotze wenn Fussball kommt; ich will aber wissen, wie es ausgegangen ist.
- Fressen: Ich koche sehr gerne und bin Suchender auf der Jagd nach dem perfekten Rezept.
- Fernsehen: Tue ich sehr selten, suche aber dann schon mal die Fernbedienung...
Aber Spass beiseite: Definition des Suchenden hin oder her, ich für meinen Teil sehe mich tatsächlich als Suchenden: Auf der Suche nach einer Möglichkeit, wie ich selbst von mir etwas für andere hergeben kann. Nicht nur im materiellen Sinne sondern auch, wie ich mit meinen Gedanken und Ideen anderen Menschen helfen kann oder mich mit anderen Menschan positiv austauschen kann. Dabei möchte ich mich natürlich selbst auch weiterentwickeln.
Vielleicht arbeite ich schon an mir, an meinem eigenen rauhen Stein ohne es zu wissen ... Mir fehlt aber noch die richtige Technik und die richtigen Werkzeuge. Ein "rumschaben" und "rumklopfen" bringt wohl irgendwelche Ergebnisse, aber vielleicht sind es die falschen, vielleicht ist diese Art der Arbeit auch völlig uneffektiv. Und: Ich weiss natürlich nicht wie der Stein denn aussehen soll, welche Größe und welche Form er haben muss um in den Bau, in den Tempel hineinzupassen. Also besser aufhören mit diesem ziellosen herumwerkeln? Nein! Weitermachen und die richtigen Menschen, die es wissen müssen, um Rat und Anleitung fragen! Diese richtigen Menschen vermute ich mal in den Brüdern der Freimaurerei.
Und: Mit Ritualen und Symbolik konnte ich auch schon immer was anfangen, das ist der zweite Punkt der mich neugierig auf die Freimaurerei gemacht hat.
Sei's drum, ich warte jetzt einfach mal auf Antwort von "meiner" Loge. Ich habe Geduld.
Gruß
Theschnuff
Loewenstein
11.11.2007, 19:49
Vielleicht arbeite ich schon an mir, an meinem eigenen rauhen Stein ohne es zu wissen ... Mir fehlt aber noch die richtige Technik und die richtigen Werkzeuge. Ein "rumschaben" und "rumklopfen" bringt wohl irgendwelche Ergebnisse, aber vielleicht sind es die falschen, vielleicht ist diese Art der Arbeit auch völlig uneffektiv. Und: Ich weiss natürlich nicht wie der Stein denn aussehen soll, welche Größe und welche Form er haben muss um in den Bau, in den Tempel hineinzupassen. Also besser aufhören mit diesem ziellosen herumwerkeln? Nein! Weitermachen und die richtigen Menschen, die es wissen müssen, um Rat und Anleitung fragen! Diese richtigen Menschen vermute ich mal in den Brüdern der Freimaurerei.
Das klingt in der Tat nach 'suchen' und erinnert mich an eigene Wort, mit denen ich mich als suchender einmal geäußert hatte:
"Obwohl ich mir dessen bewußt bin, daß jeder seinen Weg alleine finden und gehen muß, möchte ich diese Wege nicht allein suchen müssen... Ich möchte die Konstituenten erfahren und lernen, durch die Menschen, die durch Kultur, Religion, Weltanschauung und durch das Leben selbst einander ewig fremd oder gar feindlich geblieben wären, ... ohne Bedingungen und Vorleistungen zu Brüdern werden können ... und erhoffe mir von der Freimaurerei Werkzeuge dazu."
L.
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