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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Veränderung in mir?


Mason Dark
25.09.2007, 22:00
Dieses Thema wurde aus dem Thema "Ein Suchender mit vielen Fragen (http://forum.freimaurer.org/showthread.php?p=4541#post4541)" herausgelöst, da es genug Stoff für einen eigenen Themenbaum bietet.

Viele Grüße,

Thomas

Einen guten Abend!
Das mit dem Schmuck hat sich wohl erstmal erledigt!
Daher gebe ich als Suchender die nächste Frage auf, die mir die Mitleser wohl hoffentlich beantworten können.

Wie es im Antrag steht, sollte die Ehefrau ihre Zustimmung geben!
Meine Frau tut dies, hat aber bedenken das ihr Man sich verändert! Was können mir die Mitleser dazu sagen?

Da ich natürlich viel über die Theorie der FM gelesen habe könnte ich darüber berichten , aber natürlich nicht über die Veränderung in einem selber.Da ich die TA und die Rituale ect. mit voller Absicht ausgeklammert habe!
Ich danke schon mal für die Antwort und widme mich einem Glas Rotwein!

In diesem Sinne
In Vino Veritas

Schwarzbär
25.09.2007, 22:14
Wie es im Antrag steht, sollte die Ehefrau ihre Zustimmung geben!
Meine Frau tut dies, hat aber bedenken das ihr Man sich verändert! Was können mir die Mitleser dazu sagen?


Na, wir wollen doch schwer hoffen, dass Sie sich durch die Freimaurerei verändern.

Penta
25.09.2007, 22:16
Wie es im Antrag steht, sollte die Ehefrau ihre Zustimmung geben!
Meine Frau tut dies, hat aber bedenken das ihr Man sich verändert! Was können mir die Mitleser dazu sagen?



Hallo Thorsten,

deine Frau sollte sich darauf einstellen, dass du im Lauf der Jahre geduldiger und verständnisvoller wirst.

de damis
26.09.2007, 01:21
Hallo Thorsten,

als Psychologe, aber bisher noch nicht FM, da der Zugang doch schwieriger ist, als ich dachte, kann ich Dir dazu sagen, dass es wie in der Psychotherapie abläuft: Veränderungen sind zwangsläufig zu erwarten, dies aber in einem für Dich angenehmen Umfeld und geschützten Rahmen. Das Gehirn legt bei subjektiv bedeutsamen Erlebnissen Bahnungen, die durch Übung verfestigt und später vorzugsweise neuronal befeuert und leichter abgerufen werden können. Somit ist dann neben den ursprünglich mitgebrachten, evt. sogar inhumanen, Aspekten unserer Persönlichkeit auch der Abruf zusätzlich erworbener und dann ebenso gestärkter humaner Verhaltensweisen möglich. Du kannst nur gewinnen und Deine Frau ebenso, aber sie wird sich mit Dir verändern, da Du als ein sich verändernder Aussenreiz von ihr anders interpretiert wirst. Dann sind es doch schon mal zwei, die den Weltenladen in Schwung bringen. Eine gute Nacht für Euch wünscht de Damis.

mcblubb
26.09.2007, 08:22
Wie es im Antrag steht, sollte die Ehefrau ihre Zustimmung geben!
Meine Frau tut dies, hat aber bedenken das ihr Man sich verändert! Was können mir die Mitleser dazu sagen?

In diesem Sinne
In Vino Veritas

Die von mir besuchte Loge handhabt das genauso - es fand sogar ein Besuch bei mir zu Hause statt und meine Frau wurde sogar noch einmal danach befragt.:yes:

Meine Frau war allerdings vorher schon bei einem Gästeabend und einer gemeinsamen Wanderung dabei.

Sie ist zwar skeptisch, ob sie selbst in der Gemeinschaft Gegenspieler/innen findet. Ihre bedenken basieren auf dem teilweise doch recht hohen Altersunterschied.

Da wir schon fast 20 Jahre verheiratet sind und meine Frau mich sicherlich schoin sehr gut kennt, erwartet sie offenbar keine grundsätzlichen Veränderungen meiner Persönlichket.

Um mal das Symbol des rauhen Steines zu gebrauchen:
Einige Ecken und Kanten werden verschwinden und die Flächen werden ebenmäßiger. Aber aus einem Granit wird kein Kalkstein:rolleyes2:

Gruß

MC

Loewenstein
26.09.2007, 17:31
Es wurde eigentlich schon alles Relevante gesagt, ich kann es also hier nur bestätigen.

ach ja, und:
meine Frau sagt, sie sei froh daß ich freimaurer geworden bin, ich sei jetzt viel pflegeleichter (und wenn mal nicht, dann schickt sie mich zu den Brüdern) :yes:

L.

Dietrich
27.09.2007, 13:20
Na das hört sich ja an, als sei die Aufnahme deutlich unkomplizierter, wenn man (noch) keine Frau hat :yes:

Moritz
27.09.2007, 13:34
Nö, die ist immer gleich. Da "spielen" die Frauen nämlich gar nicht mit. :angel: (Wenn man von einem Paar weißer Handschuhe mal absieht...)

Aber im Ernst: so würde ich das nicht betrachten. Während es den Taubenzüchterverein nicht interessiert, ob Du zuhause Unterstützung hast oder nicht, wissen die FM (aus leidvoller Erfahrung), dass eine Mitgliedschaft in einer Loge auf Dauer nicht funktioniert wenn die Parterin (oder der Partner, auch das gibt es ja) nicht mitzieht. Da geht über kurz oder lang entweder die Beziehung zum Partner oder zur Loge kaputt. Und das ist es nicht wert! :no:

Die FM haben da eine ziemlich klare Vorstellung der Prioritäten:

1. Familie, 2. Beruf und dann erst die FM. Und deshalb macht es keinen Sinn jemanden in einen Lebensbund aufzunehmen wenn es schon vorher abzusehen ist, dass es dann mit Prio 1 Probleme gibt.

Dietrich
27.09.2007, 13:43
Na, so ganz ernst war das von mir auch nicht gemeint! Ich kann es auch gut verstehen, wenn so vorgegangen wird, wobei es in anderen Lebensbünden (ich meine jetzt speziell die stud. Korporationen) auch ohne Befragung der Frauen funktioniert.

Das wird aber wohl daran liegen, dass man schon sehr jung Mitglied wird, und die zukünftige Frau meist bereits als Verbindungsmitglied kennenlernt. Da muss sich dann die Frau einfach dran gewöhnen :yes:. Wenn man den einen Lebenspartner gefunden hat, ist das aber kein Problem. Ganz im Gegenteil, die meisten Frauen unserer Alten Herren zum Beispiel sind begeistert bei den Damenfesten und Damenbällen dabei.

Wie sieht das bei Freimaurern aus, die schon sehr jung Mitglied geworden sind? Da wird sich doch in vielen Fällen die zukünftige Angetraute der Freimaurerei "anpassen" müssen? Nehmen eure Logen sehr junge Brüder Freimaurer mit dieser Sorge im Hinterkopf auf? Mich würde einfach interessieren, wie sehr euch solche Dinge beschäftigen...

Loewenstein
27.09.2007, 14:02
Bei uns ist ein sehr junger Suchender zu einem Gästeabend mit Frauen natürlich mit seiner (gegenwärtigen) Freundin eingeladen (sagen wir mal - wenn da eine gewisse verbindlichkeit ist und er sie nicht gerade erst am wochenende vorher kennengelernt hat).

Und wenn er Single ist, ergibt sich die Frage für uns nicht, sondern höchstens für seine zukünftige Partnerin. Und die lernt ihn ja dann erst kennen, wenn wir ihn als Bruder schon kennen, also lernt sie einen Freimaurer kennen - und wenn es ihm ernst mit ihr ist, wird er es ihr auf Dauer nicht verheimlichen.

Also: keine Sorge im Hinterkopf. Frauen machen uns als Freimaurer keine Sorgen. Und wir wissen doch auch: Ein Bruder in einer glücklichen Beziehung ist auch für uns ein glücklicherer Bruder.

L.

lynkeus
27.09.2007, 17:32
Warum Veränderung, woran wird das Bedürfnis nach einer Veränderung gemessen und was soll verändert werden? Die Psyche, das Temperament, die Lebenseinstellung, die Einstellung zur Umwelt, Einstellung zur Gesellschaft, die eigene Weltanschauung, etc ?

Oder kann man diese Veränderung als Anpassung an eine Gruppe deuten? Wer gibt dann Empfehlungen für eine wie immer geartete Veränderung?
Und wenn sich jemand nicht verändern will und mit sich soweit zufrieden ist?

Schrammt man da nicht gefährlich nah am Auditing und Clearing entlang?

Penta
27.09.2007, 17:47
die Lebenseinstellung, die Einstellung zur Umwelt, Einstellung zur Gesellschaft, die eigene Weltanschauung,

Das hängt vom jeweiligen Freimaurer ab. Jeder wie und wo er mag.

lynkeus
28.09.2007, 09:53
Lieber Penta, das sehe ich so nicht.

Impliziert eine Mitgliedschaft in der Freimaurerei eine Persönlichkeitsänderung, wobei doch angenommen wird das die Motive oder der Wunsch für einen Beitritt darin liegt, dass man gewissen Prinzipien schon bereits vorher folgt und diese mit anderen Mitgliedern teilen will ?
Es kann somit nicht sein, dass jeder höchst individualiter Änderungen an sich vornimmt, die evtl nicht im Einklang mit der Grundströmung liegen und einem Bund entgegenstehen.

Hier grüsst Lynkeus der Türmer

oberon
28.09.2007, 10:47
Lieber Lynkeus,

in den Beiträgen vorher wurde nie von einer zwanghaften Veränderung gesprochen. Deine Einwände scheinen mir in diese Richtung zu lenken. Die Freimaurerei ist kein Verhaltenstraining und keine Psychoanalyse.

Andererseits ist es völlig normal, sich zu verändern, wenn man mit neuen Menschen konfrontiert wird. Dabei geht es aber nicht um ein "an sich herum werkeln".

Die Freimaurerei bietet keine festen Vorgaben, wie ein Mensch zu sein hat. Daher haben wir keine ausformulierten "Glaubenssätze", sondern Symbole. Die Freimaurerei gibt einen gewissen Rahmen vor und bietet Struktur, ist aber keine Therapie zur Verhaltensänderung.

Aus den Grunde müssen auch zumindest die Anlagen zum freimaurerischen Handeln und auch die Fähigkeit zu Symbolverständnis da sein, denn durch die Freimaurerei wird niemand "umgekrempelt".

Viele Grüße,

Thomas

lynkeus
28.09.2007, 15:24
Danke, ich wollte es nur aus der Feder eines Kompetenten lesen (was sich mir auch völlig erschliesst) da ich es oft anders gehört habe und mich die Message von de damis etwas bedenklich gestimmt hat.

der Türmer...schönes Wochenende

Zum Sehen geboren,
Zum Schauen bestellt,
Dem Turme geschworen,
Gefällt mir die Welt.
Ich blick in die Ferne,
Ich seh in der Näh
Den Mond und die Sterne,
Den Wald und das Reh.
So seh ich in allen
Die ewige Zier,
Und wie mir's gefallen,
Gefall ich auch mir.
Ihr glücklichen Augen,
Was je ihr gesehn,
Es sei, wie es wolle,
Es war doch so schön!

de damis
28.09.2007, 21:39
Sieh es einfach so: Es wird Dir nichts genommen, sondern Du bekommst etwas hinzu. Du kannst Dich jederzeit so verhalten, wie Du es von Dir kennst, aber auch anders.
Schönes Wochenende

Mason Dark
01.10.2007, 23:07
Vielen Dank nochmal für die rege Beteiligung!

Im Grundsatz gingen die Antworten eher in Richtung meiner Frau!

Ob ich mich verändere oder wie ich mich verändere?
Davon möchte ich mich überaschen lassen.

Gruß
Thorsten (ohne Br.)

mcblubb
02.10.2007, 08:06
...wobei es in anderen Lebensbünden (ich meine jetzt speziell die stud. Korporationen) auch ohne Befragung der Frauen funktioniert.

Das wird aber wohl daran liegen, dass man schon sehr jung Mitglied wird, und die zukünftige Frau meist bereits als Verbindungsmitglied kennenlernt.....


..... Ganz im Gegenteil, die meisten Frauen unserer Alten Herren zum Beispiel sind begeistert bei den Damenfesten und Damenbällen dabei.


Ich war zu beginn meines Studiums (und bei Eintritt in meine Verbindung) bereits verheiratet.

Meine Frau wurde nicht befragt, ich schon.

Bei einer Verbindung gibt es dann noch die sog. Fuchsenzeit, also eine Probezeit. Das ist bei der Freimaurerei anders.

Ich habe während meiner nun fast 20 jährigen Verbindungszugehörigkeit viele Bundesbrüder "entschwinden sehen", weil der Partner gegen die Verbindung war.

Ich selbst besuche meine Verbindung aufgrund der räumlichen Entfernung auch seit einigen Jahren nur noch selten.

Ich denke, das stud. Verbindungen und Freimaurerlogen nur ganz wenige Äußerlichkeiten gemein haben. Inhaltlich gibt es wahrscheinlich noch weniger Gemeinsamkeiten. Aber das wäre hier OT.

Gruß

MC

Dietrich
02.10.2007, 13:56
Ich denke, das stud. Verbindungen und Freimaurerlogen nur ganz wenige Äußerlichkeiten gemein haben. Inhaltlich gibt es wahrscheinlich noch weniger Gemeinsamkeiten. Aber das wäre hier OT.

Gruß

MC

Hallo MC,

Das ist zwar wahrscheinlich OT, aber ein wahnsinnig interessantes Thema ist es dennoch. :yes: Es gibt bei den Neugründungen der Korporationen im 19. Jahrhundert größere namliche Überschneidungen der Gründungsmitglieder und der Mitglieder der studentischen Freimaurerlogen, die damals entstanden. So wird zum Beispiel das sozialliberale vieler (nicht aller) Verbindungen mit dem demokratischen Konventsprinzip, der Gleichheit aller Mitglieder und die Tatsache, dass diese sich Bruder nennen, darauf zurückgeführt, dass Freimaurer öfters Gründungsmitglieder waren. Natürlich nicht nur diese, sondern auch und wahrscheinlich mehrheitlich sog. Profane.

So weit ich es überblicken kann, gibt es auch einige Übereinstimmungen in den Liedern, die in der Freimaurerei und in den Kommersbüchern der studentsichen Korporationen zum Einsatz kommen. Vor allem ist mir aufgefallen, dass da einige Lieder, die genau in diese Gründungszeit, aus der Übereinstimmungen der Mitglieder dokumentiert sind, fallen sind, die zum einen den freimaurerischen Gedanken wiederzuspiegeln scheinen, zum anderen auf das Wort Bruder statt Bundesbruder zurückgreifen und von einem Bruderbund reden.

Zum einen weiß ich als nicht-Freimaurer nicht, ob ich das so richtig beurteile. Zum anderen ist das wie mit so vielen hist. Zusammenhängen (wobei ich hier keinesweigs irgendwelche Verschwörungstheorien anheizen will, das liegt mir mehr als fern), dass man sie eben nur an "Indizien", nicht an Beweisen festmachen kann.

Im übrigen habe ich ja schon geschrieben, dass die Korporationen zwar einige Ähnlichkeiten, vielleicht sogar einige Schnittmengen, aber vom Wesen her keine Übereinstimmungen haben. Das Ziel ist ja nicht die geistige Vervollkommung des Menschen, sondern eher die Heranbildung von praktisch ausgebildeten jungen Leuten, die "bereit für das echte Leben" sind. Der Bruderbund ist zwar ähnlich, aber wenn du sagst dass der bei der FM sehr viel enger ist, hast du wohl Recht.

Danke für das Gespräch,

Andreas