PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Frage zur "Aussteigerquote"


xrl473
19.08.2007, 15:59
Hallo an alle!

Ich hätte da mal eine Frage, wobei ich hoffe, dass die nicht schon zu sehr in die Interna geht: Kann man so über den Daumen sagen, wie hoch die "Aussteigerquote" in den verschiedenen Entwicklungsstufen eines Freimaurers ist? Ich meine damit, wieviele Kandidaten werden tatsächlich aufgenommen, wieviele (wenn überhaupt) steigen
in den einzelnen Stufen vom Lehrling zum Meister wieder aus (z.B. weil sie den - auch zeitlichen - Verpflichtungen nicht gewachsen sind, weil sie sich das Ganze doch anders vorgestellt haben, usw.).
Wie gesagt: Wenn das bereits in die Geheimhaltung fällt, kein Problem!

Grüsse und noch einen schönen Rest-Sonntag,
Jürgen

Schwarzbär
19.08.2007, 19:06
Ich denke, das kann nur jeder Bruder für seine Loge beantworten: Ich tippe mal, dass in unserer Loge vielleicht drei von zehn Suchenden aufgenommen werden. Die Zahl der Aussteiger tendiert gegen Null; (allerdings gibt es auch innere Kündigungen, bei denen der Br. zwar Mitglied bleibt, aber nicht aktiv am Logenleben teilhat) Ich habe es in sieben Jahren einmal erlebt, dass ein Bruder ein paar Monate nach der Aufnahme die Segel gestrichen hat. Grund war eine neue Flamme, der unser Bund ein Dorn im Auge ist.

xrl473
19.08.2007, 19:37
Danke, das ist doch schon mal was.

oberon
19.08.2007, 22:34
Schwarzbär hat Recht, wenn er schreibt, man kann es nur von Loge zu Loge sagen, und auch da nur sehr relativ. Denn was für Suchende zu uns kommen, darauf haben wir ja keinen Einfluss. Nur darauf, welchen wir davon aufnehmen.

Wir hatten in der Loge Jahre, da sind fast nur - Entschuldigung - Eso-Spinner gekommen. Da haben wir im Grunde keinen aufgenommen. In anderen Jahren lag die Aufnahmequote bei fast 100%.

Die Ablehnung ist ja kein Mittel, um besonders elitär zu wirken, sondern wir als Logen haben auch den Suchenden gegenüber ein besonderes Verantwortungsverhältnis. Denn schließlich können nur wir beurteilen, ob das, was der Suchende sucht auch das ist, was die Freimaurerei bieten kann. Nicht im Detail, denn wir können den Suchenden ja auch nur vor die Stirn blicken, aber wenn einer ganz auf dem falschen Dampfer ist, dann muss es unsere Aufgabe sein, ihm klar zu machen, dass wir der falsche Verein für ihn sind.

Austritte von Brüdern, egal in welchem Grad sie sind, sind immer höchst individuelle und meist sehr langwierige Geschichten. Da eine "Quote" zu bestimmen ist unmöglich.

Viele Grüße,

Thomas

Lapislazuli
20.08.2007, 10:26
Ich kenne meine Loge seit 13 1/2 Jahren. In dieser Zeit hat sich einer beruflich verändert und ist wieder in seine Heimat gezogen, wo er natürlich auch einer Loge angehört.
Ein anderer Bruder ist nicht mehr erschienen und hat den Kontakt zur Loge abgebrochen.
Ein Bruder ist in dieser Zeit verstorben.

Man kann die Abgänge aber nicht isoliert ohne die Zugänge betrachten. Wer nach dem "try and error-Verfahren" aufnimmt, braucht sich im Falle des errors nicht über Abgänge wundern.

Meine Loge ist in dieser Hinsicht recht restriktiv und läßt Gäste meist erst dann zu Gästeabenden zu, wenn sie den Gästebetreuer privat besucht und privat empfangen haben. Wer nur mal gucken will, wird unser Ansinnen als zu privat empfinden und hier bereits scheitern. (Für die, die nur mal gucken wollen, gibt es dann gelegentlich mal eine größere Veranstaltung, die auch in der Presse angekündigt wird oder einen Abend in der Volkshochschule.)

Wer die Hürde des privaten Besuchs und Gegenbesuchs genommen hat, sollte sich auf ca. 1 Jahr einstellen, in dem er regelmäßig einen Gästeabend im Monat besuchen darf (sollte), an zwei Wanderungen mit der Familie teilnimmt und zum Neujahrsempfang erscheint. Zusätzlich treffen wir uns in den Logenferien donnerstags im Biergarten und freuen uns, wenn unsere Gäste sich zu uns gesellen.

L.

lynkeus
20.09.2007, 12:30
Abrupte "Aussteiger" habe ich selten erlebt, Gründe für den Austritt aus einer Loge waren mehrheitlich Umzug, andere familiäre Verpflichtungen oder die Feststellung, dass man die Inhalte der Freimaurerei nicht so verinnerlichen konnte.

Es gibt die Moeglichkeit (und ich habe es auch mal praktiziert) sich für eine Weile auszuklinken um einen freien Kopf zu bekommen und dann wieder zu erscheinen, oft nach einem brüderlichen Gespräch mit einem Bruder. Das hilft oft, und oft auch beiden Seiten

Penta
21.09.2007, 14:09
Dass manche Leute immer wieder einmal langfristig bemerken, Freimaurerei ist doch nicht das Richtige für sie, kommt vor. Wie viele das sind, ist eine Frage, die man Statistikern stellen sollte. (In meiner Loge seit gut 15 Jahren waren es 2 von insgesamt ca. 50 Personen.)

Falls solche Daten erhoben werden, würde ich einmal dorthin surfen (Bei ernsthaftem Interesse anfragen):

http://www.freimaurerforschung.de
http://quatuor.coronati.freimaurer.org/

Chatzimichailidis
21.12.2007, 16:59
Hallo
Sehr geehrte Herren und damen
In jedem Land ist die Hauptloge absolut unabhaengig.Das bedeuted das kein Land einem anderen in irgendeiner form Rede und Antwort schuldig ist.In jedem land sind die Logen wie auch sonstige Vereine u.s.w ganz legal eingetragen.Die Mitglieder sind ganz legal eingetragen.Mietgliedsbeitraege werden versteuert,und es gibt absolut keine Geheimnisse vor dem Staat und Gesetz.Was die Tempelarbeit und die Ritten angeht,so ist es ein Recht der Freimaurer es geheim zu halten.Fuer Ganz neugierige auf deutsch-FAMILIENANGELEGENHEIT-.
Und wer es nicht mehr vor lauter neugier nicht mehr aushaellt,nicht vorbestraft ist,einen Guten ruf hatt,soll halt mal ernsthaft darueber nachdenken Freimaurer zu werden

Sekretär
21.12.2007, 17:37
Hallo Jürgen/xrl473,

in unserer Loge hat vor einigen Jahren ein Bruder nach 18 oder 20 Jahren Mitgliedschaft gedeckt. Aus privat-persönlichen Gründen, die nichts mit den Brüdern zu tun hatten. Das war - soweit ich weiß - seit Jahrzehnten der erste Bruder, der die Loge von sich aus verlassen hat.

Es grüßt,

Sekretär