Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Star Trek - Föderation
cRAwler23
09.08.2007, 14:16
Licht !
Bin neu hier und grüße euch .
Ich interessiere mich momentan an Freimaurer Denkansätzen die einem an den kuriosesten Orten oder Vorstellungen der Gesellschaft begegnen, so wie auch in der wissenschaftlichen Fiktion ...
Eine kleine Feststellung meinerseits im Bezug zu Freimaurern und den Vorstellungen bezüglich "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz und Humanität" ...
Bei diesem Gedanken musste ich an die in der Scifi bei Star Trek existierende Vorstellung der Föderation der vereinten Planeten denken . Könnte es sein das vielleicht bei diesen Denkansätzen die Freimaurerei Pate gestanden haben könnte ?
Lieber Crawler,
es gibt in der Tat gewisse Grundsätze, die man dort wiederfinden kann. Allerdings haben die Freimaurer Grundsätze wie Freiheit, Gleichheit und Toleranz nicht "erfunden". Diese findet man schon in erheblich älteren religiösen und philosophischen Systemen.
Allerdings - das muss ich zugeben - ist auch mir dieser Gedankenschluss schon gekommen, und ich hatte vor Jahren schon recherchiert, was es damit auf sich haben könnte. Das Symbol der Sternenflotte als stilisiertes Winkelmaß und Zirkel war dafür der Aufhänger.
Das Ergebnis meiner Recherche war, dass Gene Roddenberry kein Freimaurerbruder war und auch sonst keine absichtlichen Umsetzungen der der Serie existieren. Soweit die Auskunft der Grand Lodge of California.
Symbolik ist sehr leicht in einen anderen Kontext zu bringen. Die ganze Verschwörungswelt lebt von solchen scheinbaren Verknüpfungen, die dadurch irgendetwas beweisen wollen.
Aber nicht hinter jedem Vorfahrt achten Schild steckt eine freimaurerische Verschwörung.
Viele Grüße,
Thomas
cRAwler23
09.08.2007, 20:54
Danke für deine schnelle Antwort Oberon .
Ich denke auch nicht das Gene Roddenberry ein Freimaurer war jedoch denke ich das er sich bestimmt eine gewisse Zeit mit dem Thema auseinander gesetzt hat und sich darüber Gedanken gemacht hat wie eine hoffnungsvollere Zukunft aussehen könnte .
Ich für meinen Teil würde behaupten das eine Zukunft nach den Prinzipien auf denen die Freimaurerei auch basiert eine hoffnungsvolle ist :)
Das mit dem Sternenflottensymbol und einer gewissen Ähnlichkeit zum Winkelmaß und Zirkel ist mir jetzt erst aufgefallen .
Ich kann mir gut vorstellen das eine Zukunft wie sie die Föderation darstellt eine wirklich anstrebenswerte Zukunft ist auch ohne die Technologien wie sie dort "ersponnen" wurden .
Ich selbst bin auch kein Mensch der Verschwörungen aufspüren will, für mich sind Freimaurer auch keine Verschwörer .
(kleine Frage ist es nicht erlaubt Links als Verweis anzuhängen ?)
captainslater
09.08.2007, 21:41
Eine Zukunftsversion ähnlich der, wie sie Gene Roddenberry ersonn, wäre wohl auch mein Traum. Wir können nur selber einen kleinen Teil dazu beitragen, dass dieser Traum wahr wird.
Hallo Crawler,
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Viele Grüße,
Thomas
Schwarzbär
10.08.2007, 00:42
Star Treck: Eine Gesellschaft, die primitive Zahlungsmittel abgeschafft hat, deren Mitglieder nur durch Anerkennung und Altruismus zur Leistung motiviert werden, die Konflikte, soweit es möglich ist, mit Mitteln der Diplomatie löst, die den gesellschaftlichen Aufstieg unabhängig von Rasse und Geschlecht ermöglicht. Wer wollte das nicht? Mein Freund aus frühen Jugendtagen, Com. Spock* hätte nur einen Begriff dafür: Faszinierend!
Keine Ahnung, ob Leonard Nimoy Br. ist. Mr. Spock wäre es vielleicht.
Ahura Mazda
11.08.2007, 19:26
Licht !
Bin neu hier und grüße euch .
Ich interessiere mich momentan an Freimaurer Denkansätzen die einem an den kuriosesten Orten oder Vorstellungen der Gesellschaft begegnen, so wie auch in der wissenschaftlichen Fiktion ...
Eine kleine Feststellung meinerseits im Bezug zu Freimaurern und den Vorstellungen bezüglich "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz und Humanität" ...
Bei diesem Gedanken musste ich an die in der Scifi bei Star Trek existierende Vorstellung der Föderation der vereinten Planeten denken . Könnte es sein das vielleicht bei diesen Denkansätzen die Freimaurerei Pate gestanden haben könnte ?
Ich glaube der Gedanke ist schon vielen gekommen, (mir auch) aber wenn Gene Roddenberry kein FM ist, es arbeiten schließlich auch noch andere Menschen am Set, und ich finde es sind immer wieder intressante Sachen in solchen SciFi oder Mystik-Thriller zu finden, das macht es ja so spannend.
Gruß Andreas
Papageno
13.08.2007, 20:06
Hier ist ein wenig Sekundärliteratur :angel:, IMHO passend zum Thema, von der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen:
"Beam me up, Scotty!" Religiöse Elemente in populärer Science-Fiction von Heiko Erhardt und Michael Landgraf
www.ekd.de/ezw/42714_beam_me_up_scotty_religioese_elemente_in_populaerer_science_fiction.php
Aus dem Inhalt:
"I want to believe"
Religiöse Sehnsucht in populären Science-Fiction-Filmen
Science-Fiction - Begriff und Geschichte
"2001" - Odyssee im Weltraum?
Exkurs: "Clockwork Orange"
"Möge die Macht mit Euch sein ..." - Anmerkungen zur "Star Wars"-Saga
The Stand - Das letzte Gefecht
"Independence Day", "Akte X", "Contact" und die Folgen ...
Epilog: "I want to believe" - nur: Was?
Literaturhinweise
"Der Weltraum, unendliche Weiten ..."
Weltsicht des "Star Trek"-Universums
Faszination "Star Trek"
Die Weltsicht des "Star Trek"-Universums
Die Weltsicht von "Star Trek" in der DiskussionFalls es jemanden interessiert, die Zeitschrift kann über die angegebene Website gegen eine Spende direkt von der EZW angefordert werden...
Crashdown
14.08.2007, 11:27
[...]
Keine Ahnung, ob Leonard Nimoy Br. ist. Mr. Spock wäre es vielleicht.
Da haett ich meine Zweifel. So wie ich das hier lese und es aus meine bisherigen Gespraechen so verstehe geht es doch u.a. bei der FM auch um das emotionale Erleben des Rituals und das Gemeinschaftsgefuehl innerhalb der Bruderschaft, oder ?
Nur, mit Emotion und Gefuehl haben Vulkanier doch nix am Hut, da herrscht iirc nur strenge Logik und der Verstand ;-)
Es Gruesst freundlich
Crashdown
Schwarzbär
14.08.2007, 11:32
Du darfst seine menschliche Seite nicht vergessen. Außerdem empfinde nicht nur ich Toleranz, Mitmenschlichkeit etc. als nur logisch.
Crashdown
14.08.2007, 11:38
Hier ist ein wenig Sekundärliteratur :angel:, IMHO passend zum Thema, von der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen:
"Beam me up, Scotty!" Religiöse Elemente in populärer Science-Fiction von Heiko Erhardt und Michael Landgraf
www.ekd.de/ezw/42714_beam_me_up_scotty_religioese_elemente_in_populaerer_science_fiction.php
Aus dem Inhalt:
[...]
Falls es jemanden interessiert, die Zeitschrift kann über die angegebene Website gegen eine Spende direkt von der EZW angefordert werden...
Und DIE Serie, die ein wahrer Fundus fuer das Thema Glaube,Religion, Ethik und moralische Wertesysteme in der SF ist, fehlt latuernich in der Listung/Besprechung :motz:
Babylon 5
Schade
Crashdown
p.s. ist noch ein B5 Fan ausser mir hier ???
Also ich habe zuhause die Deluxe Sammelbox mit Poster von B 5 und auch alle Folgen von Excalibur. Sind ja leider nicht so viele.
Aber wir sollten darauf achten, das Thema nicht zu sehr off-topic werden zu lassen.
Bei Babylon 5 - auch der Name ist sicherlich nicht ohne Grund so "biblisch" gewählt - erscheint vor allem die Botschaft eines friedlichen religiösen Pluralismus und einer Art ekklektischen Religion, die der Autor in der Zukunft für möglich und passend hält.
Es gibt sicherlich keine Verbindungen zur Freimaurerei, wohl aber zu der Botschaft, die die Freimaurerei beinhaltet.
Thomas
Bei Babylon 5 - auch der Name ist sicherlich nicht ohne Grund so "biblisch" gewählt - erscheint vor allem die Botschaft eines friedlichen religiösen Pluralismus und einer Art ekklektischen Religion, die der Autor in der Zukunft für möglich und passend hält.
Kein neuer Gedanke. Dazu liest sich
"Vom Frieden zwischen den Religionen" von Nikolaus von Kues (Cusaner)
ganz hervorragend.
Meriadoc
16.08.2007, 22:06
und als pessimistisch/realistische Ergänzungsliteratur empfehle ich Thomas Hobbes und S. P. Huntington...
Roddenberry war wahrscheinlich kein Freimaurer, weil er es als Atheist in den USA sicherlich schwer gehabt hätte, in eine Loge einzutreten. Roddenberry war aber auch bekennender Humanist, weshalb es in seinem Denken sicherlich viele Ähnlichkeiten zu freimaurerischem Gedankengut gegeben haben mag.
Fundstellen:
Gene Roddenberry war seit 1986 Mitglied der amerikanischen Humanisten-Verbindung (American Humanist Association). Am Mai 10, 1991, bei der fünften Jahreskonferenz in Chicago, zeichnete das AHA Roddenberry mit seinem "Humanist Arts Award" in der Anerkennung an seine bemerkenswerten Beiträge zum Humanismus- und seinen humanistischen Gedanken aus.Quelle: http://64.233.183.104/search?q=cache:-PYM7h89AHUJ:www.siebiz.de/gene.htm+Gene+Roddenberry+humanismus&hl=de&ct=clnk&cd=1&gl=de
Frage: Sie waren immer konsequent, einen Gott aus "Star Trek" fernzuhalten, und als Sie es doch taten, dann gingen Sie eher indirekt an die Sache heran. Das Grundaussehen der Enterprise-Crew scheint ja menschlicher Natur zu sein.
Gene Roddenberry: Oh ja, auf alle Fälle. Sie haben alle ihren eigenen Glauben, den sie für sich behalten, und sie verkünden ihn auch nicht und gehen herum, um ihn mit anderen zu diskutieren. Ich habe immer den Standpunkt bezogen, dass es zu dieser Zeit, also im 24. Jahrhundert, einen Glauben gibt, der alle Personen in "Star Trek" verbindet, nämlich, dass etwas da draußen ist. Es gibt vielleicht etwas, das für den Verlauf unseres Lebens verantwortlich ist, wir wissen aber dennoch nicht genau, was es ist oder ob es überhaupt existiert.
Quelle: Interview "The Humanist" mit Gene Roddenberry
Wegen ihrer zahlreichen Innovationen war die Serie damals ungewöhnlich und auch unbequem: Wurden doch immer wieder in diversen Episoden gesellschaftskritische Themen aufgegriffen, die außerhalb des Schutzmantels der Science Fiction wohl nie in das Fernsehen gekommen wären. Mit einer Afroamerikanerin, deren Aufgaben weit über das damalige Rollenbild für schwarze Frauen hinausgingen, einem Russen (und das am Höhepunkt des Kalten Krieges), einem Asiaten sowie dem Halbvulkanier Spock, der noch dazu ein Mischling war, warb die Serie für Völkerverständigung und Humanismus. Nichelle Nichols, die die Kommunikationsoffizierin Nyota Uhura verkörperte, wollte die Serie eigentlich nachdem Ende der ersten Staffel verlassen. Erst ein Gespräch mit Martin Luther King, einem grossen Fan der Serie, konnte sie von der Bedeutung ihrer einzigartigen Rolle überzeugen und zu dem Weitermachen bewegen.Quelle: http://raumschiff_enterprise.know-library.net/
Vielen Dank für diese Zusatzinformation. Mit Roddenberry selbst habe ich mich eigentlich nie beschäftigt.
Der Form halber habe ich die Links aus Deinem Beitrag entfernt.
Viele Grüße,
Thomas
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