Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : FM und berufliche Nachteile?
Crashdown
20.07.2007, 13:54
Hallo!
User Bigbalou schrieb im Fred ueber E-Mail Sicherheit
{...]
Es gibt, auch im Umfeld unserer Loge, Freimaurer, für die das Bekanntwerden ihrer Mitgliedschaft ernsthafte berufliche Konsequenzen haben könnte.
(...)
Eigentlich angesichts der Grundannahme das wir ja in einem freiheitlich-demokratischem System leben sollen, eine etwas erschreckende Aussage.
Gut, ich arbeite z.b. in einem Krankenhaus in Traegerschaft eines kath. Ordens und bin auch ned kath. Bei uns schaffe, Hindus, Moslems, freikirchliche, ev-landeskirchliche, kath Christen bis hin zu Agnostikern.
Muesste ich befuerchten das ich als Mitglied einer FM-Loge einen (arbeitsrechtlich relevanten ) Rubikon ueberschreiten wuerde? Bzw. was ging es meinen Arbeitgeber an, wenn ich mich in einer (auf dem Boden der allgemeingueltigen Werteordnung stehnden) Bruderschaft angagiere ?
Gruebelnd
Crashdown
p.s.
Klar, ich wuerde damit ned "hausieren" gehn. Aber taet mich mein AG wegen etwas privatem vor eine "Dein Job oder ..." Entscheidung stellen oder versuchen mich zu repressieren wuesst ich wie ich mich entscheide.
Familie und Arbeit geht immer vor, Freimaurerei kommt da erst an dritter Stelle, der AG gibt dir nur die Arbeit , was du in deiner Freizeit machst ist dir selbst überlassen, wenn du dich auf Arbeit korekt verhältst kann er dir garnichts, wenn ihr sowieso alle mögl. Glaubensrichtungen habt kann er gegen FM auch nichts sagen, zumal die FM keine Glaubensrichtung ist sondern ein stinknormaler Verein, wie ein Anglerverein usw.
mfg
aspera
Crashdown
20.07.2007, 17:08
Hallo !
Familie und Arbeit geht immer vor,
Hast du ja auch eigentlich recht, so sollte es im Normalfall sein. Aber darum ging es ja primaer nicht.
Freimaurerei kommt da erst an dritter Stelle, der AG gibt dir nur die Arbeit , was du in deiner Freizeit machst ist dir selbst überlassen,
wenn du dich auf Arbeit korekt verhältst kann er dir garnichts,
Balou schrieb "für die das Bekanntwerden ihrer Mitgliedschaft ernsthafte berufliche Konsequenzen haben könnte." Sorry wenn ich da jetzt etwas erbsenzaehlerisch rueberkomm. Das war was ich nicht soo ganz nachvollziehn konnte, bzw. was ich angesichts unseres Gesellschaftlichen Systems bedrueckend finde.
Das hiess hiesse ja, das es selbst wenn sie ihren Job gut bis sehr gut mache, es Br. FM hier in DL gab gibt die bei Bekanntwerden ihrer Mitgliedschaft berufliche Nachteile haben / hatten.
wenn ihr sowieso alle mögl. Glaubensrichtungen habt kann er gegen FM auch nichts sagen, zumal die FM keine Glaubensrichtung ist sondern ein stinknormaler Verein, wie ein Anglerverein usw.
Na ja, wenn ich mir den ideologischen Salto Rueckwaerts in Vorkonzilliarische Zeit anseh den der Alte Mann in Rom z.Z. macht koenntman ja ins Gruebeln kommen was da noch so alles folgt. ;-)
Gruss
Crashdown
Nun, es gab vor ein paar Jahren Schlagzeilen in der Presse, dass z.B. geschiedene Erzieherinnen in kath. Kindergärten entlassen wurden.
Von den Entlassungen mal abgesehen ist es aber auch nicht besonders lustig, wenn der eigene Chef davon überzeugt ist, dass man einer verschwörerischen Vereinigung angehört. Dass muss also nicht zwangsweise eine konfessionelle Sache sein.
Bigbalou sagte ja auch nicht, dass es immer so ist, aber ein "Outing" als Freimaurer könnte dem einen oder anderen Schwierigkeiten machen.
Das Problem, das man dann hat ist, dass man die Anschuldigungen mit keinen Argumenten entkräften kann. Das ist die Funktionsweise einer Verschwörungstheorie.
Aus diesem Grunde ist es jedem selbst überlassen, sich öffentlich als Freimaurer zu erkennen zu geben. Namen werden nach außen nicht genannt, erst bei verstorbenen Brüdern, oder solchen, von denen man weiß, dass sie offen dazu stehen, kann man die Namen nennen.
Viele Grüße,
Thomas
Hallo,
bin neu, möchte mich aber zu diesem Thema äussern.
Mich würde interessieren, wie es öffentlich werden könnte, dass Jemand Freimaurer ist, wenn er es nicht selbt sagt?
Das ein AG mit einer Kündigung oder mit einem Ultimatum auf diese Brüderschaft reagiert, wäre mir nicht einleuchtend, da ja seit geromer Zeit klar ist, dass die Freimaurerei ein Verein und keine Sekte oder ähnlich negatives ist.
Mit freundlichen Grüssen
Mustafa Kemal
Lieber Sadi,
es sollte eigentlich wirklich klar sein, dass die Freimaurerei keine Sekte, kein Geheimbund und keine Weltverschwörer sind. Aber Menschen, die das glauben wollen, die werden es auch weiter tun.
Es ist ja auch so schön einfach, für alle Miseren den Sündenbock gleich benennen zu können ...... und niemals ist man es selbst. Wie praktisch!
Aber zu Deiner Frage: Es gilt für (zumindest) die reguläre Freimaurerei immer noch die strikte Regel, dass man über Brüder in der Loge nicht mit anderen spricht.
Aber jede Regel muss von Zeit zu Zeit einmal überdacht und auf ihren Sinn und ihren Nutzen überprüft werden. So kommt es immer wieder zu der Diskussion, ob das denn noch zeitgemäß ist. Denn aus diesem Punkt wird uns oft ein Vorwurf konstruiert, nach dem Motto: "Wenn ihr doch nichts Unrechtes zu verbergen habt, warum ......"
Ich denke, in diesem Thema hier geht es um diese beiden Punkte: Einmal das eigene Outen als Freimaurer und zum zweiten die theoretische Frage "was wäre wenn".
Viele Grüße,
Thomas
... der AG gibt dir nur die Arbeit , was du in deiner Freizeit machst ist dir selbst überlassen, wenn du dich auf Arbeit korekt verhältst kann er dir garnichts, wenn ihr sowieso alle mögl. Glaubensrichtungen habt kann er gegen FM auch nichts sagen, zumal die FM keine Glaubensrichtung ist sondern ein stinknormaler Verein, wie ein Anglerverein
Mit der Aussage wäre ich vorsichtig. Richtig ist, dass wir die freie Religions- und Parteizugehörigkeit im Grundgesetz verankert haben. Richtig ist auch, dass wie ein Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz haben. Richtig ist aber leider auch, dass alle sogenannten Tendenzbetriebe (und dazu gehören alle kirchlichen Einrichtungen) es sich erlauben dürfen sich darüber hinwegzusetzen. Siehe besagte Kündigungen von Geschiedenen. Und die offizielle Position der kath. Kirche ist nun mal leider die, dass nach ihrer Ansicht FM und kath. Kirche nicht mit einander vereinbar sind.
Einen solchen Kündigungsschutzprozess würdest du also bei einem kath. (!) kirchlichen Träger aller Wahrscheinlichkeit nach verlieren.
Gruß
Moritz
Schwarzbär
25.07.2007, 23:43
Einen solchen Kündigungsschutzprozess würdest du also bei einem kath. (!) kirchlichen Träger aller Wahrscheinlichkeit nach verlieren.
Gruß
Moritz
Sehr zu wünschen, wenn es mal jemand ausprobieren würde!!
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