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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Aufnahmeantrag


mcblubb
01.06.2007, 14:10
Guten Tag an alle Forumsmitglieder.

Ist es üblich, dass man in einem Aufnahmeantrag eine "Referenz" angeben muss?
Ist damit der "Bürge" gemeint oder tatsächlich ein Außenstehender, der für die Reputation eines Interessenten befragt werden soll? Das ketztere kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, da es ja gegen die Diskretion der Loge verstoßen würde. Oder sehe ich alles ganz falsch?

Natürlich werde ich die gleiche Frage auch an die mir bekannten Logenmitglieder stellen.

Sucht man sich seinen Bürgen eigentlich selbst aus oder wird der Bürge von der Loge festgelegt? Empfindet ein Bruder das Bürge Sein eher als Last oder als Gewinn?

Freundliche Grüße

mcblubb

oberon
01.06.2007, 14:23
In diesem Fall kann ich nicht allgemeingültig antworten, sondern nur aus der Erfahrung meiner eigenen Loge innerhalb der GLLFvD.

Bei uns ist es üblich, dass der Suchende eine oder zwei Referenzpersonen angibt. Dies ist auch im GLLweit verwendeten Aufnahmeantrag so vorgesehen.

Die Diskretion wird dabei auf jeden Fall gewahrt. Anrufe wie: "Schönen Tag, ich bin der Logenmeister der Freimaurerloge XY, ich hätte da ein paar Fragen zu einem ihrer Mitarbeiter ..." wird es nicht geben. Die nennung gibt aber den Mitgliedern der Loge die Möglichkeit, sich "umzuhören", wenn die Möglichkeit besteht.
Von meiner Loge kann ich sagen, dass diese Möglichkeit nur äußerst selten genutzt wird.

Der Bürge wird bei uns bestimmt, genauer gesagt fragt man, wer bereit ist die Bürgschaft zu übernehmen. In der Regel sind Suchende bei uns vorher schon einmal mit den Brüdern zusammen getroffen, sei es bei einem Gästeabend oder bei einer öffentlichen Veranstaltung. Da ergibt sich sehr schnell, wer mit wem gut auskommt. So finden sich meist die Bürgen schon vor dem Aufnahmeantrag - zumindest einer.

Daraus ergibt sich schon, dass es normalerweise eine Freude ist, eine Bürgschaft zu übernehmen. Diese Freude ist aber mit viel Verantwortung gepaart, weshalb z.B. beruflich stark eingebundene Brüder selten für Bürg- oder Patenschaften zur Verfügung stehen, weil sie es als Belastung empfinden würden.

Der Bürge und/oder Pate ist soll danach der Hauptansprechpartner des neuen Bruders sein, bis dieser den Meistergrad erreicht hat.

Viele Grüße,

Thomas

Schwarzbär
01.06.2007, 16:16
Bei uns ist es üblich, dass der Suchende eine oder zwei Referenzpersonen angibt. Dies ist auch im GLLweit verwendeten Aufnahmeantrag so vorgesehen.

Wie Du bereits sagtest: Die Procedere sind durchaus unterschiedlich. Bei uns brauchst Du keine Referenzpersonen. (Wäre bei AFuAM auch ungewöhnlich)

Die Diskretion wird dabei auf jeden Fall gewahrt. Anrufe wie: "Schönen Tag, ich bin der Logenmeister der Freimaurerloge XY, ich hätte da ein paar Fragen zu einem ihrer Mitarbeiter ..." wird es nicht geben. Die nennung gibt aber den Mitgliedern der Loge die Möglichkeit, sich "umzuhören", wenn die Möglichkeit besteht.
Von meiner Loge kann ich sagen, dass diese Möglichkeit nur äußerst selten genutzt wird.

Solche Anrufe kenne ich nicht

Der Bürge wird bei uns bestimmt, genauer gesagt fragt man, wer bereit ist die Bürgschaft zu übernehmen. In der Regel sind Suchende bei uns vorher schon einmal mit den Brüdern zusammen getroffen, sei es bei einem Gästeabend oder bei einer öffentlichen Veranstaltung. Da ergibt sich sehr schnell, wer mit wem gut auskommt. So finden sich meist die Bürgen schon vor dem Aufnahmeantrag - zumindest einer.

Daraus ergibt sich schon, dass es normalerweise eine Freude ist, eine Bürgschaft zu übernehmen. Diese Freude ist aber mit viel Verantwortung gepaart, weshalb z.B. beruflich stark eingebundene Brüder selten für Bürg- oder Patenschaften zur Verfügung stehen, weil sie es als Belastung empfinden würden.

Der Bürge und/oder Pate ist soll danach der Hauptansprechpartner des neuen Bruders sein, bis dieser den Meistergrad erreicht hat.

Viele Grüße,

Thomas

Das Verfahren ist (bei uns) nicht festgelegt. Genauso häufig, wie sich die Suchenden einen Bürgen selbstständig suchen bzw. sich die Bürgschaft aus Kontakt und Gespräch einfach ergibt, suchen wir innerhalb der Loge einen Bürgen aus. Wie gesagt, es gibt Unterschiede in den Details, im wesentlichen gleicht sich der Vorgang.

oberon
01.06.2007, 18:01
Solche Anrufe kenne ich nicht


Äh, nur um Missverständnissen vorzubeugen ...

ich hab doch auch "wird es nicht geben" geschrieben.


Viele Grüße,

Thomas

irishmason
02.06.2007, 09:05
Pate..dazu evtl auch eine Bemerkung.
Pate fuer einen Kandidaten zu sein ist fuer mich eine Aufgabe und Verantwortung..

Ich entsinne mich, dass mein Pate, als ich im FO in Deutschland aufgenommen wurde, mir stets mit Rat und Tat zur Seite stand und ein vaeterlicher Freund war.

Ich bin Pate eines Mitbruders, den ich durch viele andere Grade der FM begleitet haben und er ist mein bester Freund.

Hier in Irland bin ich Pate eines Bruders aus unserem Kaff, dem ich viel Wissen vermittele und der mich jederzeit besuchen oder anrufen kann.

ED

mcblubb
04.06.2007, 09:00
Vielen Dank für die umfangreiche Information.

Letztlich bleibt mir nichts als auf die Diskretion der Logenmitglieder zu vertrauen. Das Wesen einer Freimaurerloge beinhaltet ja diese Pflicht zur Verschwiegenheit. Und bei den von mir besuchten Gästeabenden habe ich keine "geschwätzigen" Menschen kennengelernt. :yes:


In diesem Sinne werde ich dann meinen Aufnahmeantrag abgeben.

Viele Grüße

mcblubb

oberon
04.06.2007, 17:38
Letztlich bleibt mir nichts als auf die Diskretion der Logenmitglieder zu vertrauen.

Vertrauen, darum dreht sich sehr viel in der Freimaurerei. Anders herum wird ja auch ein Schuh daraus, denn die Brüder beweisen Dir ihr Vertrauen in Dich, in dem sie einen ihnen fremden Menschen in ihren vertrauten Bund aufnehmen.

Diese gegenseitigen Vertrauensbeweise sind das A und O, dass den Beginn des Bruderbundes darstellt. Natürlich kommen dann noch andere Werte dazu, aber zu Beginn ist der Vertrauensbeweis das Wichtigste.

So wird es zumindest in meiner Loge gesehen.

Viele Grüße,

Thomas

mcblubb
05.06.2007, 12:37
Dein Vertrauen wird Dir keine Enttäuschung bereiten, davon bin ich überzeugt. :yes:

Ich wünsche Dir alles Gute und noch eine schöne Zeit; es würde mich freuen, Dich dann einmal persönlich in unserer Weltbruderkette begrüssen zu dürfen.

Danke!

Ich habe den Aufnahmeantrag abgegeben - das Weitere liegt nicht in meiner Hand.

Gruß

MCBLUBB

kauli
05.06.2007, 17:01
Danke!

Ich habe den Aufnahmeantrag abgegeben - das Weitere liegt nicht in meiner Hand.

Gruß

MCBLUBB

Alles Gute!

Thomas

Abis
11.06.2007, 23:19
Oberon@

muss mann bei GLLFvD bekennende christ sein z.B.bei aufnahmeantrag sich als christ bekennen (nur die christen können aufgenomen werden), oder ist es genug wenn mann Christlichen Gott als Grosen Baumeister aller Welten anerkennt ?:hmmm:

Liebe Grüße

Abis

oberon
12.06.2007, 00:21
Im Aufnahmeantrag der GLLFvD heißt es:

"Bekennen Sie sich zur Lehre Jesu Christi, wie sie in der Heiligen Schrift enthalten ist, im Sinne der Ordensregel der Großen Landesloge?"

Im Freimaurerorden ist Jesus Christus keinesfalls der Große Baumeister der Welten (oder genauer Dreifach Großer Baumeister der ganzen Welt, wie es in der GLLFvD heißt). Der Große Baumeister ist Gott. Jesus Christus mit Gott gleichzusetzen wäre Teil einer Theologie, die wir aber nicht haben. Eine eigene Dreieinigkeitslehre oder Christologie würde uns zu einer Religionsgemeinschaft machen. Solche Auslegungen sind Sache der Kirche, nicht der Freimaurerei.

Es geht in diesem Punkt um die Lehre Jesu Christi, wie sie in der Bibel steht, nicht um die Eigenschaft Jesu.

Auch steht weder in der Ordensregel noch in der Satzung der GLLFvD, dass nur Christen aufgenommen werden können. Suchende anderer Glaubensrichtungen müssen sich aber schon vor ihrer Aufnahme genau informieren, damit sie in kein Glaubensdilemma kommen, weil die Ordenslehre nunmal auf dem Christentum fußt. Er wird sich also genau klar werden müssen, ob er das akzeptieren kann, was für einen Christen ganz normal ist.

Viele Grüße,

Thomas

Abis
12.06.2007, 08:31
Vielen Dank für ausführliche antwort .:rolleyes2:

Ich habe auf einem Gästeabend (war nicht die Loge von GLLvFD)was anderes gehört ,und daswegen habe ich jetzt gefragt.Meine meinung war ganz nah an deinem Aufklärung, aber nach diesen Gästeabend sind Mir zweifel gekommen .
Dass bedeutet z.B. ich kann andere glaube haben aber Christentum und Lehre Christi in GLLvFD akzeptieren .Dass ist sehr interesant , mann kann aber muss nicht in Konflikt kommen .Dass ist eine sache über die sich sehr lange unterhalten kann.

Nochmals Vielen Dank für Aufklärung :rolleyes2:

Viele Grüße

Abis

oberon
12.06.2007, 13:41
Brüder sind in der Regel sehr vorsichtig damit, über andere Lehrarten als die eigene Auskunft zu geben. Ganz einfach, weil die Unterschiede oftmals sehr im Detail liegen. Un diese Details kennt man von den anderen Großlogen natürlich kaum. Daher ist es immer besser, sich direkt vor Ort zu informieren und mehrere Logen - wenn örtlich möglich - zu besuchen.

Viele Grüße,

Thomas

Abis
12.06.2007, 13:51
Ja Du (darf ich du sagen?) hast recht. Das war so ein Detail (Information).

Danke

Viele Grüße,

Abis

oberon
12.06.2007, 15:29
Hier im Forum duzen wir uns generell, so wie es im Internet allgemein üblich ist. Der Wunsch, lieber beim Sie zu bleiben wird natürlich auch akzeptiert.

Zu mir kann jeder gern Du sagen.

Viele Grüße,

Thomas