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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : einbildung, glaube oder wissen?


jangze
13.05.2007, 15:36
hallo.


ich bin neu hier und immer mal wieder beschäftigt mich das thema freimaurerei.
heute jedoch seit stunden und allmählich werde ich sicherer.


ich bilde mir eine gewisse seelennähe zum freimeurertum ein.


die beschäftigung mit dem eigenen „selbst“ schien mir weniger fähigkeit oder wille zu sein, als mehr eigenschaft. lange hatte ich ein schwieriges verhältnis hiermit.


irgendwann stellte sich nach dem gefunden selbst die entwicklung so ein, dass anstelle „der suche“ oder „der bildung“ einer meinung vielmehr das finden einer qualität im vordergrund stand, die in einem dynamischen prozess wieder zu einer neuen qualität führt.


der weg und die art und weise diese qualität zu finden macht mich zum suchenden. manchmal etwas hektisch und unkontrolliert weil ich noch jung bin und meiner wirkung auf mein umfeld nicht bewusst bin.


der grund warum ich allerdings auf das freimaurertum aufmerksam wurde, ist der, dass ich durch das fehlende wissen über die wirkung auf mein umfeld ebenso unsicher bin, ob mein umfeld nicht ein anderes ist, als es vorgibt zu sein.


mir fehlt das vertrauen in das menschliche umfeld auf das ich doch so sehr angewiesen bin.
wo kann ich wiederum menschen finden, den ich vertrauen kann?


wenn ich das alles hier schreibe finde ich mich im freimaurertum wieder. oder liege ich da irgendwie falsch?


über eine antwort würde ich mich freuen.


gruß
jangze

bigbalou
13.05.2007, 21:19
mir fehlt das vertrauen in das menschliche umfeld auf das ich doch so sehr angewiesen bin. wo kann ich wiederum menschen finden, den ich vertrauen kann?

Diese Herausforderung fühlen viele Menschen. Das hat nicht unbedingt etwas mit "Nähe zur Freimaurerei" zu tun. Das ist menschlich.

Es ist fast unmöglich, mit anderen - zumal fremden - Menschen Kontakt aufzunehmen. Jeder ist nur mit sich beschäftigt; hat keine Zeit; interessiert sich für nichts ausser sich selbst. Nicht einmal ein Lächeln oder einfache Frage wie "Glauben Sie, dass es morgen wieder regnet?" kann anderen ein bisschen Aufmerksamkeit entlocken. Es macht kaum noch Sinn, vor die Tür zu gehen.

HM-DE
13.05.2007, 22:32
Vertrauen ist so eine Sache für sich. Wenn man mit seinem Vertrauen in andere Menschen in Richtung unendlich geht, fällt man garatiert rein. Das halte ich für ein Naturgesetz.
Größtmögliches Vertrauen ist nur innerhalb der eigenen Familie möglich.
Die Freimaurer sind eine Bruderschaft, auf einige Dinge kann man da 100% vertrauen. Verallgemeinern, so etwa wie ich kann jedem alles anvertrauen, kann man das sicher nicht.
Darauf, das etwas genau so funktioniert wie man es geplant hat, zum Beispiel ein Event, kann man mit Sicherheit nicht vertrauen.


beste Grüsse

jangze
13.05.2007, 23:29
das ist wirklich sehr nett was ihr schreibt, und ihr habt natürlich auch recht. allerdings hat man doch sich selbst sowieso. und bevor ich natürlich jemand anderem vertraue, habe ich mir selbst, meinen werten und erfahrungen schon doppelt vertraut und als maßstab heran gezogen.

das relativiert natürlich das unendliche vertrauen, weil es der persönlichen zensur unterliegt.

an dieser stelle verästelt sich dann alles...

ich könnte jetzt die frage nach freiheit stellen und sagen, dass das recht meiner ganz persönlichen zensur, die meine entscheidungen lenkt meine freiheit ist. und wenn ich zusätzlich noch in der lage bin Güte (oder qualität) in vorschlägen anderer zu akzeptieren und somit in meine entscheidung miteinfließen zu lassen, dann ist das eine freiheit, wie ich sie mir nicht freier vorstellen kann.

aber es ging um vertrauen...
und darüber muss ich jetzt erstmal nachdenken...

soviel sei aber noch gesagt, es geht nicht um das blinde oder unendliche vertrauen, sondern um das gerechtfertigte vertauen. menschlich ist das eine wie das andere.
aber das zu erklären ist für mich gerade nicht so einfach...

ich glaube das vertrauen, von dem ihr beide so ein bisschen redet, ist das vertrauen, dass das eigene selbst aufgibt, und in jemand anderen, dem vertrauten neu erfindet.

hier stocher ich jetzt rum in begrifflichkeiten, und wollte euch nur antworten.
also, vielen dank...

jangze
14.05.2007, 09:03
Es macht kaum noch Sinn, vor die Tür zu gehen.

ich habe nochmal darüber nachgedacht, und es ist richtig.
ich muss mehr an mir arbeiten um wieder mehr vertrauen zu den menschen zu haben...

vielen dank nochmal...

Carmelita
15.05.2007, 23:42
An alle! Hallo ich bin die Carmelita!!
Also ich kenne da so einen Spruch und der heisst:Wer nicht vertraut dem soll man nicht trauen. Oder was ich selber denk und tu das trau ich auch dem anderen zu. Wer nur an Gott glaubt der zweifelt warscheinlich noch, wer von Gott ueberzeugt ist der hat auch hundertprozent vertrauen in die kosmischen gesetze.Er weiss daher das er selbst durch seine Gedanken sein Umfeld mit erzeugt. Mit den Worten von Jesus ausgedrueckt, nach deinem glauben wird dir geschehen.:rolleyes2:

kauli
19.05.2007, 20:30
An alle! Hallo ich bin die Carmelita!!
Also ich kenne da so einen Spruch und der heisst:Wer nicht vertraut dem soll man nicht trauen. Oder was ich selber denk und tu das trau ich auch dem anderen zu. Wer nur an Gott glaubt der zweifelt warscheinlich noch, wer von Gott ueberzeugt ist der hat auch hundertprozent vertrauen in die kosmischen gesetze.Er weiss daher das er selbst durch seine Gedanken sein Umfeld mit erzeugt. Mit den Worten von Jesus ausgedrueckt, nach deinem glauben wird dir geschehen.:rolleyes2:

Oh camelita, kenst Du einen Menschen, der wirklich Gott vertraut; der sich weder Sorgen macht um den nächsten Tag, noch versucht, Geld anzuhäufen, noch Versicherungen abschliesst, der sagt: Du hast mich heute wachwerden lassen, Du wirst auch für mich sorgen (sieh die Lilien auf dem Felde.......), der außerdem noch "die kosmischen Gesetze" kennt? Carmelita, um eines einzigen Gerechten hätte IHVH womöglich Sodom und Gomorra verschont, also bestünde auch jetzt Hoffnung. Aber.......zeig mir einen.

Thomas

Carmelita
20.05.2007, 02:28
Hallo Kauli!
Ja ich kenne eine, naemlich mich selbst. Viele haben darueber gelacht, sind aber doch immer wieder zu mir gekommen.Den ich rede nicht nur so daher sondern lebe das auch tagtaeglich und ich kann mich wirklich nicht beklagen, den ich fuehre ein sehr zufrieden stellendes leben.
Allerdings bin ich weder ein weichei noch eine die immer lieb und nett ist, ich setze die Leute auch schon mal auf den "Pott".:yes:
Fuer die Hoffnung die uns traegt ist es niemals zu spaet! Zitat aus einem Lied von Bernhard Brink
Carmelita