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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Royal Arch Triple Tau


Anataris
06.05.2007, 14:27
Sehr geerte Herren,

ich bitte um Informationen über "Royal Arch Triple Tau" ist das auch eine Freimauervereinigung?

Grüsse Anataris

oberon
06.05.2007, 14:49
Das "Triple Tau" ist das Symbol eines freimaurerischen Hochgrades, nämlich des Royal Arch. Gemeint ist damit ein dreifaches T-förmiges Kreuz. Das sieht ein wenig aus wie ein großes "H" mit einem großen "T" auf dem Mittelbalken.

Dieser Grad tauchte schon früh in der Freimaurerei auf und gilt als Abschluss des Meistergrades.
Um in ein Kapitel des Royal Arch aufgenommen zu werden, muss man aber zuvor schon Meister einer "blauen" Loge, also einer klassischen Freimaurerloge sein.

Der Begriff Hochgrad, der ja auch einer der Lieblingsbegriffe von Verschwörungs-Fans ist, führt aber zu der falschen Vorstellung, diese Brüder wären in einem höheren Rang und hätten damit mehr zu sagen, oder würden die blaue Freimaurerei "beherrschen".

Organisatorisch sind die verschiedenen Organisationen voneinander getrennt und jede ist eigenverantwortlich. So wie die blauen Logen die Großloge als Dachverband haben, besitzen die Royal Arch Kapitel auch ein Großkapitel.

"Hoch" in diesem Sinne bezieht sich nur auf die höheren Zahlen, wenn man die Grade chronologisch durchnummeriert.

Die angelsächsische Freimaurerei kennt eher den Weg einzelner zusätzlicher Grade, die man mehr oder weniger nach Belieben und Interesse auswählen kann. Die kontinentaleuropäische und amerikanische Freimaurerei kennt eher sogenannte Hochgradsysteme, bei denen zusätzliche Grade in einer festen Reihenfolge zusammengefügt sind, wie auch schon die ersten 3 Grade der Freimaurerei ja nicht durcheinandergewürfelt werden können.

Daraus ergibt sich auch, dass die VGLvD als Dachverband der blauen Freimaurerei zuständig ist, während die Hochgrade in Deutschland ihre eigenen Dachverbände haben. Beispielhaft aber nicht abschließend seien hier der Oberste Rat von Deutschland des AASR und das Grand Chapter of British Royal Arch Masons in Germany genannt.

Viele Grüße,

Thomas

Anataris
06.05.2007, 15:04
Hallo Thomas,
Danke für deine rasche und ausführliche Antwort

Grüsse Anataris

marma ra
06.05.2007, 23:48
Hallo,
wie ist es denn so wenn ein Meister sich für die Laufbahn weiterführender Grade entscheidet,
wechselt er somit auch seine Loge?
Gibt es andere Logenhäuser für die rote Maurerei?
Dann würde er ja auch zukünftig mit anderen Brüdern arbeiten, in einer anderen Loge.

Herzliche Grüße
Marma Ra

Frank U.
07.05.2007, 13:51
Hallo,
wechselt er somit auch seine Loge?

Nein, er arbeitet weiter in seiner "blauen", in seiner Johannisloge.

Gibt es andere Logenhäuser für die rote Maurerei?

Die mir bekannten "roten" arbeiten in den Logenhäusern, die eine oder mehrere Johannislogen unterhalten.


Dann würde er ja auch zukünftig mit anderen Brüdern arbeiten, in einer anderen Loge.


Ja das tut er. Nämlich mit den Brüdern, die in seiner Region im jeweiligen Hochgrad arbeiten. Aber meistens kennt man sich durch Besuche über viele jahre in den Johannisgraden.

Viele Grüße
Frank U.

oberon
07.05.2007, 14:31
Wie Frank bereits schrieb,

man bleibt in seiner Loge Mitglied. Die Mitgliedschaft in den Hochgraden hat in der Regel auch keine Auswirkungen auf die Mitgliedschaft seiner Loge. Oftmals kann man es auch gar nicht erkennen, weil die Abzeichen der Hochgrade nur getragen werden, wenn man auch im entsprechenden Grad arbeitet.

Ein paar Ausnahmen gibt's, die würden hier aber zu weit führen.

Man kann sich das vielleicht so vorstellen wie in der Schule, wo man den ganzen Unterricht in "seiner" Klasse verbringt. Ein paar zusätzliche Kurse werden angeboten, in denen man dann auch Interessierte aus den Parallelklassen trifft.

Ich beschreibe mal ein konkretes Beispiel aus meinem freimaurerischen Umfeld:

So kommen die Brüder der Andreasloge ROBUR zu Köln (Große Landesloge, Grade 4-6) aus den Johannislogen Freimut & Wahrheit in Köln und Fünf Punkte in Bonn.

Ein Bruder Johannismeister (3. Grad), der ein Jahr in seinem Grad war, schreibt einen Aufnahmeantrag an die Andreasloge, die er seinem Logenmeister gibt. Der leitet den Antrag an die Andreasloge weiter.

Irgendwann wird der Bruder dort aufgenommen, meist noch mit anderen Johannismeistern zusammen, teilweise aus Köln, teilweise aus Bonn. Wenn der Bruder Zeit hat und reisefreudig ist, dann hat er F&W vielleicht vorher schon besucht und kennt die Kölner Brüder. Sonst wird er jetzt viele neue Gesichter sehen. Auf jeden Fall kennt er aber seine Brüder aus Bonn.


In anderen Lehrarten und Hochgradsystemen geht es etwas anders zu, grob ist diese regionale Verteilung aber überall gleich.

Viele Grüße,

Thomas

Aphorismus
16.05.2007, 00:53
Zum Triple Thau zwei Grafiken, die ich jedoch nicht besonders gerne weiter kommentieren möchte, da das sonst eventuell in einer recht mühseligen Diskussion münden könnte. Atbash ist eine recht simple kabbalistische Kodierung (oder besser: Substitutionsmethode).