Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Arbeitslosigkeit und FM
Hallo, ich habe eine für mich wichtige Frage und ich hoffe, das mir Jemand weiterhelfen kann.
Ich interessiere mich schon länger für die Freimaurerei und hätte Interesse Kontakt zu einer Loge aufzunehmen. Leider bin ich Arbeitslos. Und das auch schon seit Längerem. Leider wird sich das wohl auch in absehbarer Zeit nicht ändern, weil es auch gesundheitliche Probleme gibt, die mich hindern wieder Arbeit aufzunehmen. Zum Thema FM bin ich durch einen Freund gekommen, der selber FM ist. Nun zu meiner Frage:
Ist es Möglich, auch als Arbeitsloser Freimaurer zu werden ?
Ich habe dieses Thema natürlich auch schon mit meinem Freund diskutiert, nicht zuletzt auch deswegen, weil ich die Hoffnung habe, vielleicht in seine Loge aufgenommen zu werden. Er ist der Meinung, das es ungünstig sei, mit einem solchen sozialen Status zu einem Gästeabend zu gehen oder Kontakt mit Logen aufzunehmen. Er meint, die meisten Brüder würden natürlich einer Arbeit nachgehen und seien eher konservativ eingestellt, was dieses Thema angeht.
Mein Dilemma ist nun, das ich einerseits sehr gerne Aktiv werden würde, was die FM angeht, aber andererseits auch Angst habe abgelehnt zu werden oder meinen Freund vielleicht sogar zu "blamieren".
Das Finanzielle wäre in diesem Fall übrigens weniger das Problem, weil ich den Mindestmonatsbeitrag bezahlen könnte, trotz meines schmalen Geldbeutels.
Ich würde mich freuen, wenn ich Antwort bekäme, Danke schonmal im voraus. Und Respekt für die Arbeit, die Ihr Hier macht, ich finde es sehr gut, das man als Profaner unverbindlich Fragen stellen kann.
Gruss Tamino
Bernhard
30.03.2007, 08:13
Lieber Tamino,
vielen Dank für deine sehr interessante Anfrage, auf die du hier wahrscheinlich keine allgemeingültige Aussage erhalten wirst. Vorab, es wird also das Vernünftigste sein, direkt bei einer Loge anzufragen.
Warum ist das so?
Bei uns heißt es, um Freimaurer zu werden, muss man ein freier Mann von gutem Ruf sein.
Ein kleinster gemeinsamer Nenner für den guten Ruf ist in der Regel, dass der Suchende nicht vorbestraft sein sollte.
Die Frage der Freiheit wird in den Logen sehr breit diskutiert.
So gibt es unterschiedliche Ansichten darüber ob:
- Arbeitslose
- Körperlich Behinderte z.B. Blinde oder Spastiker (mit o. ohne Arbeit)
- Geistig eingeschränkte
frei sind.
Ich selbst denke, dass man erst einmal die Freiheit des Geistes beurteilen sollte. Doch auch hier gibt es Meinungsunterschiede. Ist einer wirklich freien Geistes, wenn er von Geldsorgen geplagt ist? Meine Antwort darauf lautet dann, bin ich wirklich freien Geistes, wenn ich verheiratet bin?
Dein Freund sollte das Thema in der Loge mal sondieren. In den meisten Fällen haben die Brüder nur Sorge, dass du aus Gründen der Jobsuche in die FM eintreten könntest. Hierfür kann sie aber nicht dienen, dass sollte dir klar sein.
Gebe den Brüdern eine Chance dich kennen zu lernen. Gehe offen mit der Information über deine Arbeitslosigkeit auf die Gästeabende und nach einigen Monaten kann man weitersehen.
Liebe brdl:. Grüße,
Bernhard
Lieber Br. Bernhard,
schoener haette ich es auch nicht sagen koennen.
@Tamino
bedenke das FMei sich nicht nur auf den "Mitgliedsbeitrag" beschraenkt. Ich kann es nur immer wieder betonen:
FMei kostet Geld, Zeit, Muehe, Nerven
Hallo, zunächst einmal möchte ich mich bedanken, das Ihr so schnell geantwortet habt. Nun zu den einzelnen Antworten.
@Bernhard: Danke für Deinen Beitrag. Eine allgemeingültige Aussage habe ich nicht erwartet, vielmehr vielleicht Meinungen und Erfahrungen von Maurern hier. Freier Mann von gutem Rufe, diese Formulierung war und ist mir natürlich bekannt, allerdings wie Du ja auch geschrieben hast, eben diskutabel, was sie letztendlich bedeutet. Vorbestraft bin ich natürlich nicht. Aber eben arbeitslos. Als im Geiste frei würde ich mich schon bezeichnen, ich bin eben im Moment nur abhängig von Transferzahlungen des Staates. Schränkt Geld die geistige Freiheit ein ? Ich denke nicht.
Das Problem ist, das mein Freund das eben nicht in seiner Loge diskutieren wird, weil er eben der Meinung ist, das ich mich vorher ändern muss, sprich meinen sozialen Status ändern muss. Die Frage die sich mir dabei auch snchliesst wäre auch, ob es nicht vielleicht sowieso klug wäre, bei einer "neutralen" Loge anzufragen. Also wo ich Niemanden kenne und mich Niemand kennt. Wie war das bei Euch, waren am Anfang alle Brüder fremd, oder kanntet Ihr schon einzelne Brüder ?
Die Sorge, das ich aus Gründen der Jobsuche in eine Loge möchte, ist bei mir vollkommen unbegründet. Erstens habe ich mich auch schon zu Zeiten der Beschäftigung für die FM interessiert und zweitens kann ich wie schon oben beschrieben auch durch Krankheit nicht arbeiten und ich erwarte wirklich nicht durch die FM spontan geheilt zu werden :no:
Im Moment tendiere ich dazu, mich an eine mir unbekannte Loge zu wenden und wie Du geschrieben hast vollkommen offen mit meiner Geschichte umzugehen. Was meint Ihr ?
@UCK: Danke auch für Deinen Beitrag. Das FM Geld, Zeit, Mühe und Nerven kostet ist mir bewusst. Nichtsdestotrotz spüre ich, das es der richtige Weg für mich sein könnte. Zumindest Zeit, Mühe und Nerven kann ich reichlich anbieten, Geld eingeschränkt, aber darauf kommt es ja hoffentlich nicht Hauptsächlich an, oder ?
Gruss Tamino
Bernhard
30.03.2007, 17:01
Als im Geiste frei würde ich mich schon bezeichnen, ..... Schränkt Geld die geistige Freiheit ein ? Ich denke nicht.
...ob es nicht vielleicht sowieso klug wäre, bei einer "neutralen" Loge anzufragen. Also wo ich Niemanden kenne und mich Niemand kennt. Wie war das bei Euch, waren am Anfang alle Brüder fremd, oder kanntet Ihr schon einzelne Brüder ?
Ja, ich denke es ist eine sehr gute Idee, in einer "neutralen" Loge anzufangen. Ich selbst kannte bei den Logen, die ich als Suchender besucht habe, zuerst auch niemanden.
Ändert sich das schon beim ersten Besuch, weißt du, dass du so falsch nicht liegen kannst.
Liebe Grüße,
Bernhard
Hallo Tamino,
ich bin zwar Profaner und mein erster Gästeabend liegt noch vor mir. Aber Deine Frage hat mich in ähnlicher Form in den letzten zwei Jahren fast täglich beschäftigt. Ich bin zwar nicht arbeitslos (tatsächlich verdiene ich sogar relativ gut), aber die Frage des "freien Mannes" war es letztlich die mich abhielt den ersten Schritt (und das ist für mich der Gästeabend) zu tun.
Zunächst stellte ich mir die Frage ob ich in der Lage wäre die zeitlichen Anforderungen (ich hab zwei kleine Kinder) zu schultern. Dann - und da haben mich viele Aussagen von FM im web stark verunsichert - kam die Frage der Finanzen. Und genau wie Du hab ich mir die Frage gestellt "Was in aller Welt hat mein Interesse an der FM mit Geld zu tun?"
Du hast Dir die Frage, ob Du es Dir leisten willst oder kannst, bereits beantwortet. Weit wichtigere Fragen - so scheint es mir - hast Du Dir bereits zuvor gestellt und beantwortet. Ich kann Dir nur wünschen, dass Du die Kraft findest trotz Deiner Unsicherheit den ersten Schritt zum Gästeabend zu tun. Ich kann nicht glauben, dass Deine Arbeitslosigkeit eine Rolle spielen soll. Immerhin leben wir in Zeiten in denen auch mancher FM vielleicht schon morgen dieses Schicksal teilt.
Vertraue darauf, dass Du auf Menschen triffst und nicht auf Regeln.
Liebe Grüße
Martin
Lieber Tamino,
vielen Dank, dass Du so offen ein doch sehr persönliches Thema ansprichst. In der Tat sollte Geld nicht das Hauptthema der FM sein, ist es auch nicht. Aber zu einem gewissen Teil ist es eben doch auch eine Vereinsmitgliedschaft. Und die sollte man sich schon leisten können.
Bei mir war es so, dass ich das in der Tat mehrfach durchgerechnet habe und die Kosten gegen meinen Wunsch "aufgewogen" habe. Ich bin Beamter mit einem kleinen Gehalt, von dem man ganz gut leben kann, aber übrig hab ich eigentlich nichts davon.
Am Ende wog mein Wunsch aber schwerer und die Beitragszahlungen waren zumindest gesichert. Wie viel man verdient geht in der Loge natürlich niemanden etwas an, aber persönlich meine ich, dass man nicht zwei Wochen im Monat blanke Nudeln essen muss, nur um in der Loge zu sein. Das wäre nicht der richtige Weg.
Dass "arbeitslos" als gesellschaftlicher Status einen Mann für die Loge ungeeignet macht, halte ich für keine gute Einstellung. Da sollte man doch individueller entscheiden. Wie ist der Mann in seinem Verhalten? Warum ist er arbeitslos? Was hat er früher gemacht? Und und und.
Das Etikett "Arbeitslos" als Wertung zu nehmen ist sehr oberflächlich, und sollte bei Freimaurers eigentlich nicht gelten.
Die Idee mit der "neutralen" Loge finde ich sehr gut. In der heutigen Zeit sind Menschen, die durch Bekannte oder Kollegen zur FM kommen eher selten. In meiner Loge z.B. in den letzten 5 Jahren gerade mal Drei von ca. 15 insgesamt. Der Rest meldet sich über das Internet oder hat aus anderen Quellen von der FM erfahren und sich an eine unbekannte Loge gewandt.
Viele Grüße,
Thomas
Ich finde es sehr schön, das sich mehrere Diskussionsteilnehmer gefunden haben. Ich denke, auch für Nicht-Arbeitslose ist das Ganze ein spannendes Thema, denn es geht ja letztlich auch um die Frage was bedeutet "Freier Mann von Guten Rufe".
@Martin: Ich danke Dir für Deine Worte. Ja, ich habe mich schon einige Zeit mit dem Thema FM beschäftigt, bestimmt schon 10 Jahre lang. Zudem konnte mir auch mein Freund, der selbst Freimaurer ist, einige Antworten geben. Das Thema Zeit spielt für mich natürlich im Moment weniger eine Rolle, als es für Dich zu bedenken ist, immerhin hast Du eine Familie mit kleinen Kindern. Natürlich hast Du Recht, das das Thema Arbeitslosigkeit in der heutigen Zeit eine leider grosse Rolle in unserer Gesellschaft spielt und sich auch die FM und ihre Brüder damit auseinandersetzen müssen. Ich hoffe jedenfalls, das ich nicht allein nach meinem Einkommen und sozialem Status beurteilt werde. Das würde ich mir schon wünschen.
Ich habe übrigens inzwischen die ersten Schritte zur Kontaktaufnahme mit einer "neutralen" Loge in die Wege geleitet und bin schon gespannt auf das was kommt.
Ich wünsche Dir Martin ebenso viel Erfolg auf Deinem Weg zur Freimaurerei. Vielleicht klärst Du Deine Fragen und Unsicherheiten auch auf einem Gästeabend. Schaden kann´s ja nicht. Also viel Glück dabei ^^
@oberon: Ich danke Dir für die offene Antwort. Ich habe dieses Forum schon länger besucht und zuerst gezögert, ob ich mein "Problem" hier beschreiben soll oder nicht. Aber da ich gemerkt habe, das die Moderatoren und Gäste hier sehr nette Gesprächspartner sind, hab ich mich dann doch getraut.
Ich finde Deine Einstellung zum Thema Arbeitslosigkeit sehr lobenswert. Ich würde mir wünschen Jeder würde so denken. Jeder ist ein Individuum und hat seine persönliche Biographie, hat seine Stärken und seine Schwächen. Jeder verhält sich anders in bestimmten Situationen und Jeder hat auch andere Voraussetzungen. Wenn man einfach sagt, er ist arbeitslos, also weg mit ihm, dann finde ich das schon sehr schade. Warum soll ich ein schlechter Freimaurer sein, nur weil ich wenig Geld oder im Moment keine Beschäftigung habe ? Widerspricht das nicht auch den Grundsätzen der FM ?
Natürlich und das mir auch längst klar, sind Logen vereinstechnisch strukturiert und organisiert und haben Unkosten. Das ich als Mitglied mich an diesen Beteiligen müsste, versteht sich von selber. Und das könnte ich auch (soweit ich eben informiert bin). Auch ohne 2 Wochen im Monat Nudeln blank zu essen :ohwell:
Im Übrigen hoffe ich natürlich nicht ewig Arbeitslos zu sein. Es geht mir schon darum auch wieder berufstätig zu werden.
Wie gesagt, ich habe schon angefangen einen Kontakt zu einer "neutralen" Loge herzustellen und bin sehr neugierig auf das was kommt. Ich halte Euch auf dem Laufenden.
Gruss Tamino
Hallo und guten morgen an alle ,
Ich binn ein Profaner und hoffe bald auf mein erster Gästeabend besuch.
@Timino : Du hast dein einkommen(arbeitslosengeld) wenn auch dass nicht viel ist ,und du kannst damit frei verfügen .Aber dass sollte auf jedem fall nicht der grund für eine nichtaufnahme sein .Du hast gut gesagt , jeder ist ein Individuum und man soll sich eine meinunng bilden erst nachdem einen oder mehreren persönlichen gespräch/en.Wünsche dir viel glück
@maral
Vertraue darauf, dass Du auf Menschen triffst und nicht auf Regeln
Gut gesagt
Und wass ich vergessen habe, Vielen Dank an die VGLvD und Moderatoren für diese forum , es ist eine grosse hilfe , besonders für alle interesierte an Freimurerei .
Danke:angel:
[Für Rechtschreibfehler haftet die Tastaur genauso für fehlende Buchstaben]
bedenke das FMei sich nicht nur auf den "Mitgliedsbeitrag" beschraenkt. Ich kann es nur immer wieder betonen:
FMei kostet Geld, Zeit, Muehe, Nerven[/quote]
Guten Tag,
ich habe garnicht gewusst, dass FM Geld kostet,
das heisst also, dass man einen Monats oder Jahresbeitrag leisten muss ?
Ist dass so zu vergleichen, wie in einem Verein ? was wird denn mit den Mitgliedsbeiträgen gemacht, werden davon irrgend welche Gehälter gezahlt, und wie hoch sind denn diese Mitgliedsbeiträge.
Ich dachte immer, FM sei so etwas wie eine Religöseverbindung. Na ja, ich muss auch halt Kirchensteuer bezahlen und das jeden Monat.
v.l.g.
Corinna
Freimaurerlogen sind rein rechtlich eingetragene Vereine.
Die Mitgliedsbeiträge variieren von Loge zu Loge.
Treffen sich die Brüder in einem sehr historischen, großen Logenhaus,
so will dieses Logenhaus freilich auch unterhalten werden...
In der Regel übersteigen die Mitgliedsbeiträge die 30-Euro-Grenze /Monat selten.
Eine religiöse Vereinigung sind wir nicht,
ein jeder Freimaurer hat seine persönliche religiöse Überzeugung.
(Aber das ist ein anderes Thema (http://forum.freimaurer.org/showthread.php?t=112).)
Gute Grüße
Freimaurerlogen sind rein rechtlich eingetragene Vereine.
Die Mitgliedsbeiträge variieren von Loge zu Loge.
Treffen sich die Brüder in einem sehr historischen, großen Logenhaus,
so will dieses Logenhaus freilich auch unterhalten werden...
In der Regel übersteigen die Mitgliedsbeiträge die 30-Euro-Grenze /Monat selten.
Eine religiöse Vereinigung sind wir nicht,
ein jeder Freimaurer hat seine persönliche religiöse Überzeugung.
(Aber das ist ein anderes Thema (http://forum.freimaurer.org/showthread.php?t=112).)
Gute Grüße
Hallo lieber Freund,
mit der religiösen Vereinigung, dass habe ich nur so erwähnt, weil ich hier des öffteren von Tempelarbeit gelesen habe.
Gehen wir mal von 30 € aus, so muss ich doch sagen, dass es für einen ALGII oder Harz IV Empfänger sehr viel Geld ist, und er es sich bestimmt zweimal überlegt, ob er einen solchen Verein beitritt.
Ich kann mir daher auch gut vorstellen, dass eventuelle neue Mitglieder genau durchleuchtet werden, ob sie Finanziel von nutzen für den Verein sein könnten.
Wie sieht es denn eigentlich aus wenn man seinen Mitgliedsantrag stellt, muss man sich für einige Jahre verpflichten, oder kann man - sagen wir einmal - gut ich mach das mal ein Jahr mit und werde dann sehen, wie es weiter geht - so in etwa machen.
vlg.
Corinna
Hallo lieber Freund,
mit der religiösen Vereinigung, dass habe ich nur so erwähnt, weil ich hier des öffteren von Tempelarbeit gelesen habe.
Gehen wir mal von 30 € aus, so muss ich doch sagen, dass es für einen ALGII oder Harz IV Empfänger sehr viel Geld ist, und er es sich bestimmt zweimal überlegt, ob er einen solchen Verein beitritt.
Jap. Man muss eben abwägen (kauf ich mir nun sechs Schachteln Kippen oder...) :icon_smile_lachuh:
Ich kann mir daher auch gut vorstellen, dass eventuelle neue Mitglieder genau durchleuchtet werden, ob sie Finanziel von nutzen für den Verein sein könnten.
In der Freimaurerei geht es wirklich nicht um irgendeinen wirtschaftlichen Vorteil.
Du scheinst hier evtl. etwas mit den Lions oder ähnlichen zu verwechseln.
Wie sieht es denn eigentlich aus wenn man seinen Mitgliedsantrag stellt, muss man sich für einige Jahre verpflichten, oder kann man - sagen wir einmal - gut ich mach das mal ein Jahr mit und werde dann sehen, wie es weiter geht - so in etwa machen.
Wie gesagt sind Logen rein rechtlich eingetragene Vereine.
Ein Austritt ist problemlos jederzeit möglich,
aber an sich trifft man einen Bund für's Leben,
drum sind Austritte aus finanziell materiellen Gründen wirklich eine Ausnahme.
Studenten zahlen bspw. oft nur die Hälfte oder manchmal garnix,
es gibt immer irgendwelche Möglichkeiten.
Aber freilich handhabt das jede Loge verschieden...
am besten klärt man solche Fragen im direkten, persönlichen Kontakt.
Schwarzbär
12.04.2007, 17:08
Als Stuhlmeister bin ich (gemeinsam mit meinem Schatzmeister) für die Finanzen der Loge (mit-)zuständig. Logisch, da ich ja auch der Vereinsvorstand bin.
Der Mitgliedsbeitrag in meiner Loge beträgt 36 € p. m. Da wir uns mit vier anderen Logen ein großes Haus in Hannover teilen, fällt ein großer Anteil der anfallenden Kosten für den Unterhalt des Hauses sowie bauliche Maßnahmen an. Ein anderer Teil geht an die Großloge als Mitgliedsbeitrag. Der Rest (viel bleibt da nicht) wird für Diverses von der Anschaffung von Equipment bis zu geselligen Abenden ausgegeben.
Das sind allerdings noch nicht alle Kosten, die für die einzelnen Brüder anfallen. Bei jeder Arbeit bzw. Beratung findet eine Sammlung statt, da wir auch für karitative Zwecke sammeln. Die maurerische Bekleidung kostet (i.d.R. einmalig) genauso wie die Fahrten zu befreundeten Logen, Essen und Getränke bei Logenveranstaltungen und fm. Festen (Stiftungsfest und Johannisfest) nicht eingerechnet.
Nun zum Eingangsthema: Wenn ein Br. in finanzielle Not gerät, kann ich – abgesehen von anderen Hilfen – seinen Beitrag stunden oder ihn komplett beitragsfrei stellen. Voraussetzung dafür ist, dass sich der Br. mir bzw. dem Schatzmeister anvertraut.
Wohlgemerkt: Das gilt für Brüder. Wenn ich einen Suchenden aufzunehmen hätte, dessen finanzielle Möglichkeiten derart eingeschränkt sind, muß ich mir, der ich immer das Wohl meiner Loge im Auge behalten muß, bewußt sein, den Mann u.U. finanziell mit durchzuschleppen (siehe Teil 1 meines Posts, fixe Kosten, an denen ich nichts ändern kann). Im Zweifel, falls ich wirklich von den Absichten des Interessenten überzeugt bin, entscheide ich mich (bzw. der Aufnahmeausschuss bzw. die Bruderschaft mittels Kugelung) für den Mann. Aber das prüfen wir von Einzelfall zu Einzelfall.
Als Stuhlmeister bin ich (gemeinsam mit meinem Schatzmeister) für die Finanzen der Loge (mit-)zuständig. Logisch, da ich ja auch der Vereinsvorstand bin.
Der Mitgliedsbeitrag in meiner Loge beträgt 36 € p. m. Da wir uns mit vier anderen Logen ein großes Haus in Hannover teilen, fällt ein großer Anteil der anfallenden Kosten für den Unterhalt des Hauses sowie bauliche Maßnahmen an. Ein anderer Teil geht an die Großloge als Mitgliedsbeitrag. Der Rest (viel bleibt da nicht) wird für Diverses von der Anschaffung von Equipment bis zu geselligen Abenden ausgegeben.
Das sind allerdings noch nicht alle Kosten, die für die einzelnen Brüder anfallen. Bei jeder Arbeit bzw. Beratung findet eine Sammlung statt, da wir auch für karitative Zwecke sammeln. Die maurerische Bekleidung kostet (i.d.R. einmalig) genauso wie die Fahrten zu befreundeten Logen, Essen und Getränke bei Logenveranstaltungen und fm. Festen (Stiftungsfest und Johannisfest) nicht eingerechnet.
Nun zum Eingangsthema: Wenn ein Br. in finanzielle Not gerät, kann ich – abgesehen von anderen Hilfen – seinen Beitrag stunden oder ihn komplett beitragsfrei stellen. Voraussetzung dafür ist, dass sich der Br. mir bzw. dem Schatzmeister anvertraut.
Wohlgemerkt: Das gilt für Brüder. Wenn ich einen Suchenden aufzunehmen hätte, dessen finanzielle Möglichkeiten derart eingeschränkt sind, muß ich mir, der ich immer das Wohl meiner Loge im Auge behalten muß, bewußt sein, den Mann u.U. finanziell mit durchzuschleppen (siehe Teil 1 meines Posts, fixe Kosten, an denen ich nichts ändern kann). Im Zweifel, falls ich wirklich von den Absichten des Interessenten überzeugt bin, entscheide ich mich (bzw. der Aufnahmeausschuss bzw. die Bruderschaft mittels Kugelung) für den Mann. Aber das prüfen wir von Einzelfall zu Einzelfall.
@Schwarzbär: Danke für Deinen Beitrag. Ich würde gerne darauf antworten. Wenn mir bewusst wäre, das ich von "meiner Loge" finanziell durchgeschleppt werden müsste, dann würde ich das Ganze von vornerein sein lassen. Das könnte ich weder mit mir vereinabren, noch meinen Brüdern zumuten.
Mir ist klar, das neben dem Monatsbeitrag von ca. 30€-40€ noch Spesen für Speis und Trank und einmalige Anschaffungskosten für Kleidung dazukommt. In etwa wie in einem Fussballverein. Dort würde man ja neben dem Mitgliedsbeitrag auch noch das Bier in seiner Vereinskneipe und das Trikot + Stutzen und Fussballschuhe bezahlen.
In meiner Ausgangsfrage ging es mir ja um etwas anderes: Kann ich auch als Arbeitsloser FM werden ? Oder ist die Arbeitslosigkeit an sich schon ein Ausschlusskriterium ?
Ich hoffe und denke anhand der hier geschriebenen Antworten, das dem nicht so ist :hmmm:
Aphorismus
13.04.2007, 08:08
Auf der ersten Seite wird doch recht deutlich, dass Arbeitslosigkeit kein pauschaler Grund für Ablehnung bzw. Nichtaufnahme ist. Daher finde ich das wiederholte Stellen der Frage etwas befremdlich.
Auf der ersten Seite wird doch recht deutlich, dass Arbeitslosigkeit kein pauschaler Grund für Ablehnung bzw. Nichtaufnahme ist. Daher finde ich das wiederholte Stellen der Frage etwas befremdlich.
Hallo und einen schönen Tag,
nun ich denke, ersteinmal wird man ja auch nicht Mitglied von heute auf morgen. Man muss schon an einigen Gästeabenden teilgenommen haben.
Die FM Logen sind ja auch kein "Sportverein" wo man innerhalb ein paar Tagen eintreten kann.
An diesen Gästeabenden wird man "durchleuchtet" ob man die Absicht hat ein Bündniss fürs Leben wagt einzugehen. :no: Es ist auch alles einwenig Kompliezierter als in einem "Sportverein" beizutreten.:hmmm:
Wenn es sich dann rausstellt, dass man nicht gut bei Tasche ist, nun ich denke mir, dass sich jeder an seinen Zehnfinger abzählen kann was das heisst.
v.g.
Corinna
Aphorismus
13.04.2007, 10:07
Und was heißt es?
Schwarzbär
13.04.2007, 11:29
Wenn es sich dann rausstellt, dass man nicht gut bei Tasche ist, nun ich denke mir, dass sich jeder an seinen Zehnfinger abzählen kann was das heisst.
Verzeihung, aber habe ich mich an dieser Stelle nicht klar genug ausgedrückt? DAS gilt sicher für jeden Stuhlmeister im Geltungsbereich der VGL:
Im Zweifel, falls ich wirklich von den Absichten des Interessenten überzeugt bin, entscheide ich mich (bzw. der Aufnahmeausschuss bzw. die Bruderschaft mittels Kugelung) für den Mann. Aber das prüfen wir von Einzelfall zu Einzelfall.
Noch mal: Ich habe zuallererst eine Verantwortung meiner Loge gegenüber. ich habe bei meiner Amtseinführung geschworen, Schaden von meiner 234jährigen Bauhütte abzuwenden. Wer will denn von mir/uns verlangen, jemanden aufzunehmen, der definitiv seinen Verpflichtungen nicht nachkommen kann?
Aphorismus
13.04.2007, 11:36
Lieber Schwarzbär,
nehmen wir mal spaßeshalber an, dass deiner Loge eine ganze Reihe finanziell gutgestellter Brüder angehören würden und der neu Aufzunehmende sich in seinem Suchen als ernsthaft und in seiner Arbeitslosigkeit in erster Linie als vom Pech verfolgt, also nicht als faul o.ä., entpuppt, er aber ansonsten zum Logenleben überaus positiv beitragen könnte und die Brüder das genau so sähen.
Inwiefern würde da ein Beitritt der Loge schaden können? Mich betrifft es trotz meines Studentendaseins nicht, ich wundere mich nur etwas über die Antworten. Der von dir zitierte Satz von Corinna und der Ton wirken auf mich befremdlich. Irgendwie scheint mir eine Ablehnung auf Grund mangelnden Reichtums auch nicht viel unverwerflicher als das andere Extrem - die zu Recht verpöhnte Geschäftsmaurerei.
Liebe Grüße,
Aphorismus
Schwarzbär
13.04.2007, 12:07
Befremdlich? Ich finde die 10 Finger, an denen man sich wasauchimmer abzählen kann, eher befremdlich.
Noch mal in aller Deutlichkeit. Meine Bruderschaft würde niemals einen Mann ablehnen, weil er arbeitslos ist. Aber ich muß bei meiner Entscheidung leider auch den finanziellen Hintergrund eines Menschen bedenken, sonst wäre meine Loge bals Geschichte.
Aphorismus
13.04.2007, 13:03
Befremdlich? Ich finde die 10 Finger, an denen man sich wasauchimmer abzählen kann, eher befremdlich.
Das sehen wir dann wohl ähnlich, der Rest war wohl ein Missverständnis.
[quote=Schwarzbär;
Noch mal in aller Deutlichkeit. Meine Bruderschaft würde niemals einen Mann ablehnen, weil er arbeitslos ist. Aber ich muß bei meiner Entscheidung leider auch den finanziellen Hintergrund eines Menschen bedenken, sonst wäre meine Loge bals Geschichte.[/quote]
Hallo,
wie du ja schon schreibst, dass du den Finanziellen Hintergrund bedenken muss.
Dann kann man auch so ehlich sein, und sagen, tut mir leid mein Freund, wir können dich nicht Aufnehmen wir müssen an das finanzielle denken, sonst sind wir ballt Geschichte.
Jeder andere Verein würde genauso handeln, und eine aufnahme ablehnen.
Geld regiert die Welt, auch in einem Verein oder in einer Kirchlichenvereinigung.
v.g.
Corinna
Auf der ersten Seite wird doch recht deutlich, dass Arbeitslosigkeit kein pauschaler Grund für Ablehnung bzw. Nichtaufnahme ist. Daher finde ich das wiederholte Stellen der Frage etwas befremdlich.
Hallo Aphorismus. Nur um unser Missverständnis hier aufzuklären: Es war nicht meine Absicht die schon besprochene Frage erneut zu stellen. Das hast Du Falsch verstanden. Ich wollte Schwarzbär nur nochmal deutlich machen, worum es mir in diesem Thread von Anfang an ging. Mehr nicht :ohwell:
Wer sich für Freimaurerei interessiert, der kann sie am besten auf einem Gästeabend kennen lernen. Kein Buch kann ein Gespräch ersetzen. Daran ändert auch die Arbeitslosigkeit nichts.
Ich sehe aber das Problem, dass die Arbeitslosigkeit den Menschen verändert. Wird man später in Arbeit immer noch Interesse an der Freimaurerei haben, oder hat sich dann alles in Luft aufgelöst?
Ich denke daher, dass man erst einen Aufnahmeantrag stellen sollte, wenn man in geregelten Verhältnissen lebt.
Herzlichste Grüße
:yes:
Schwarzbär
14.04.2007, 12:29
Zeit meiner Zugehörigkeit zur Freimaurerei sind diverse Brüder arbeitslos geworden. Weder haben die ihren Stellenwert in unserer Loge verloren, noch haben sie sich nennswert verändert (nur in dem Maße, in dem sich Menschen im Laufe der Zeit halt ändern). Wir haben versucht zu helfen, wo es und wenn es ging. Das gehört bei uns nicht nur in einen Ritualtext, sondern wird auch gelebt und praktiziert.
Kommt ein Arbeitsloser in unsere Loge (wobei das hier eine Begriffskrücke ist, da ich Menschen nicht über ihren sozialen Status definiere), dann schaue ich ihn mir genau an (wie jeden anderen Suchenden). Sehe ich in ihm jemanden, der den ernsten Wunsch hat, Freimaurer zu werden, werde ich meiner Loge dringend empfehlen, diesen Mann aufzunehmen. Wer mich kennt, und das sind ein parr Brr. hier, weiß, dass ich zu meinen Aussagen stehe.
da ich Menschen nicht über ihren sozialen Status definiere
Da haben wir in der Tat etwas gemeinsam, auch werde ich niemanden vorverurteilen.
Jeder Suchende, so meines Wissens, kann 2mal einen Aufnahmeantrag stellen, bevor die Tür zur Freimaurerei für immer verschlossen ist. Ist es nicht möglich, das er sich durch unüberlegte Sachen den Weg für die Zukunft verbaut?
beste Grüße
Diese Regelung ist mir neu.
Nach meinem Kenntnisstand ist einem der Weg in die Freimaurerei dann verbaut, wenn ein Antrag mit mehr als 3 schwarzen Kugeln abgelehnt wurde.
Wenn ein Aufnahmeantrag einer so umstrittenen Person überhaupt zur Abstimmung kommt, ist in der Loge aber einiges schief gelaufen.
Wenn jemand solchen Gegenwind in der Bruderschaft hat, wird ihm normalerweise nahe gelegt, erst gar keinen Antrag zu stellen - zumindest nicht in dieser Loge.
Wenn er nur einfach nicht in die Loge passt, hat er noch die Möglichkeit seinen Antrag woanders zu stellen. Wenn es etwas tatsächlich ehrenrühriges über diesem Mann gibt, wird das aber auch an die anderen Logen der Region weitergegeben.
Manchmal ist der Grund einer Ablehnung lokal begrenzt und macht diesen Menschen nicht per se ungeeignet für die FM.
Viele Grüße,
Thomas
Aphorismus
15.04.2007, 11:01
Ist es nicht so, dass - sollte der ungewöhnliche Fall eintreten, dass bei einer Kugelung mehr als drei schwarze Kugeln zu Stande kommen - der Anklopfende dann eben noch zu einer anderen Loge gehen und es dort probieren kann? Ich frage nur, weil hier davon die Rede war, dass dann "der Weg in die Freimaurerei verbaut" sei.
Stambolov
15.04.2007, 11:34
Hi,
wie wärs hiermit:
Ganz genau Reguliert wird die Aufnahme von Suchenden im Gesetz 2, Teil II (G.L.A.F.u.A.M., 1996):
§6„(1) Die Aufnahme eines Suchenden vollzieht sich nach den folgenden Bestimmungen“
„(2) Die Loge kann bestimmen, dass der Suchende zunächst Veranstaltungen der Loge zu besuchen hat und ein Prüfungsausschuß eingeschaltet wird.“
„(3).Suchende ausländischer Staatsangehörigkeit dürfen nur aufgenommen werden, wenn der Großmeister zustimmt. Dies gilt nicht für Angehörige der Mitgliedstaaten der Europäischen Union mit Wohnsitz in Deutschland.“
§7„(1) Bewirbt sich ein Suchender um Aufnahme in einer Loge, so ist er an einen Bruder Meister zu verweise, der bereit ist, den Suchenden zur Aufnahme vorzuschlagen und die Bürgschaft übernimmt “
„(2) Der Bürge soll den Suchenden mit den Zielen der Freimaurerei und den Pflichten eines Bruder Freimaurers bekannt machen und ihn sodann veranlassen, ein schriftliches Aufnahmegesuch vorzulegen.“
„(3) Der Bürge übergibt das Gesuch mit seiner schriftlichen Stellungnahme dem Meister vom Stuhl“
§8„(1) Die Personalien des Suchenden sind der Loge seines ersten Wohnsitzes und, soweit dies üblich oder tunlich ist, auch den Nachbarlogen und den Logen früherer Wohnsitze mitzuteilen.“
„(2) Aufnahmegesuch, Stellungnahme des Bürgen und der Nachbarlogen hat der Meister vom Stuhl, je nachdem, wie es das Hausgesetz der Loge bestimmt, dem Beamtenrat oder dem Aufnahmeprüfungsausschuß zur Prüfung vorzulegen. Geäußerte Bedenken teilt er dem Bürgen mit, damit dieser sie zerstreuen oder seinen Vorschlag zurückziehen kann.“
„(3) Sind von einer anderen Loge Bedenken gegen die Aufnahme geäußert worden und verbleibt diese hierbei trotz Gegenvorstellungen des Meisters vom Stuhl der Aufnahmeloge, so ist das Aufnahmegesuch mit allen Unterlagen dem Distriktsmeister zur Stellungnahme vorzulegen.“
§9„(1) Ist die Prüfung des Aufnahmegesuches abgeschlossen, so gibt der Meister vom Stuhl allen Brüdern von der Person des Suchenden Kenntnis und teilt ihnen zugleich das Datum der für die Kugelung angesetzten Lehrlingsloge mit“
„(2) Zwischen dieser Bekanntgabe und dem Tag der zur Kugelung angesetzten Lehrlingsloge soll ein Zeitraum von mindestens 14 Tagen liegen.“
§10„(1) Vor Beginn der Kugelung ist das Aufnahmegesuch zu verlesen und das Ergebnis der Prüfung mitzuteilen.“
„(2) Bei der Kugelung haben alle anwesenden Brüder der Aufnahmeloge gleiches Stimmrecht. Kein Bruder darf sich der Stimme enthalten. Der Bürge soll zugegen sein; er kann sich durch einen Bruder Meister vertreten lassen.“
„(3) Gekugelt wird durch Abgabe weißer oder schwarzer Kugeln. Der Meister vom Stuhl stellt das Abstimmungsergebnis fest und verkündet es.
„(4) Sind nur weiße Kugeln abgegeben, so ist die Kugelung hell leuchtend und die Aufnahme genehmigt“
„(5) Bis zu drei schwarzen Kugeln bleiben unbeachtet, sofern nicht deren Aufgabe innerhalb drei Tagen dem Meister vom Stuhl gegenüber gerechtfertigt wird. Billigt er die Gründe, so wird der Suchende auf ein Jahr zurückgestellt, andernfalls gilt die Kugelung als leuchtend.“
„(6) Werden mehr als drei, aber weniger als ein Drittel schwarze Kugeln abgegeben, so wird der Suchende auf ein Jahr zurückgestellt. Fällt die nach einem Jahr wiederholte Kugelung wieder ungünstig aus, so ist der Suchende bei dieser Loge für immer abgewiesen.“
„(7)Ein Drittel oder mehr schwarze Kugeln weisen den Suchenden bei dieser Loge für immer ab.“
„(8) Die Personalien eines nach Abs. 6 oder 7. abgelehnten Suchenden werden von der Loge unverzüglich über den Distriktsmeister schriftlich der Kanzlei mitgeteilt.“
§11„Ist ein Suchender von der Loge zurückgestellt oder endgültig abgewiesen worden, so darf eine andere ihn nicht vor Jahresfrist aufnehmen. Zuvor hat sie bei der ersteren anzufragen, ob noch Bedenken gegen seine Würdigkeit bestehen; werden diese aufrecht erhalten, so ist die Aufnahme nur mit Zustimmung des Großmeisters zulässig.“
§12„Erst mit der ritualmäßigen Aufnahme wird der Suchende Freimaurer und erwirbt die Mitgliedschaft der Loge “
quelle: www.loge-arst.de
Also von für immer abgelehnt ist nicht die Rede,...selbst wenn man 1/3 + schwarze Kugeln um die Ohren gehauen bekommt, kann man sich nach Jahresfrist bei einer anderen Loge 'bewerben' (Wobei ich glaube, dass so eine Schmach einem erspart wird und man von vorn herein über seine 'Tauglichkeit' aus der Sicht derjenigen Loge in Kenntnis gesetzt wird). Das wird zwar schwierig werden, aber was solls, wenn man nicht aufgibt spricht es auch für den 'Suchenden'. :yes:
Vor unüberlegten Sachen, die die Zukunft verbauen, ist kein Mensch gewappnet,...schlimm ist es, wenn man ein pathologischer Fall ist und aus seinen Fehlern nicht lernt!!! :motz:
(Also Mörder, Kinderschänder, usw... sind damit nicht gemeint, manche Sachen kann man halt nicht wieder gut machen)
Du solltest aber bedenken, dass die Großloge AFAMvD eine von fünf Großlogen in Deutschland ist. Jede hat dazu ihre eigenen Regeln, und im Ausland sieht es auch schon wieder anders aus.
Wie man aber sehen kann, ist die Sperrung "für alle Freimaurerlogen" praktisch nicht umsetzbar, da es verschiedene Hausgesetze und Großlogensatzungen gibt.
Viele Grüße,
Thomas
Stambolov
15.04.2007, 18:54
Hi Thomas,
kann man nur zustimmen, aber wissen Sie wie es in der 'Grossen Landesloge der Freimaurer von Deutschland' reguliert ist??? Ich finde dazu nämlich gar nichts???
LG,
Dimitar
Also ich habe mich mal bei einer Loge informiert und sie sagten mir das (jede) Loge eine Aufnahmegebür verlangt.Die liegt zwischen 100,- bis 500,-euro.Ist von Loge zu Loge unterschiedlich dazu kommt eine monatlichen beitrag von 30,-bis 70,-euro.Das ist natürlich nur eine wage angabe!
Arbeitslosigkeit ist in einer Loge kein Problem!Sie geben teilweise sogar Hilfe in der Arbeitslosigkeit.
Ich hoffe ich habe einwenig weiterhelfen können:rolleyes2:
Sehr geehrter Druste,
Arbeitslosigkeit ist in einer Loge kein Problem!Sie geben teilweise sogar Hilfe in der Arbeitslosigkeit.
Da kann man so definitiv nicht sagen. Wir sind keine Seilschaft!
Mit freundlichen Grüßen
T.G.
Es gibt die Unterstützung, die man in einer engen Gemeinschaft erwarten kann, man gibt dem Bruder das Gefühl, dass er nicht weniger wert ist, nur weil er keine Arbeit mehr hat.
Und wenn jemand von einer passenden Stelle gehört hat, dann wird er das auch sagen. Aber es wird niemand vorrangig eingestellt, nur weil er Freimaurerbruder ist.
Das kann sich auch kein Unternehmer leisten, denn jeder Unternehmer sollte sehen, dass er den am besten geeigneten für seinen Posten bekommt. Alles andere würde schief gehen und Brüder die solche Kungeleien versuchen bringen eine Menge Unmut in die Gemeinschaft, wenn es schief gehen sollte.
Darum ist Geschäftsmaurerei bei uns verpönt.
Viele Grüße,
Thomas
Das kann sich auch kein Unternehmer leisten, denn jeder Unternehmer sollte sehen, dass er den am besten geeigneten für seinen Posten bekommt. Alles andere würde schief gehen und Brüder die solche Kungeleien versuchen bringen eine Menge Unmut in die Gemeinschaft, wenn es schief gehen sollte.
Darum ist Geschäftsmaurerei bei uns verpönt.
Viele Grüße,
Thomas
Einen schönen guten Tag,
leider ist es aber so, dass sich einige sowas vorstellen. Mein Ex. ist in die FM Loge eingetreten, um Geselschaftliche Vorteile zu bekommen.
Er war davon überzeugt, dass er im laufe der Jahre eine gewisse Machtposition erreichen würde.:wave2:
Nein, noch nicht einmal eine Machtposition, sonder Macht und Einfluss auf den Menschen.
Viele Grüsse
Corinna
Frank U.
28.04.2007, 00:20
Ja, soetwas gibt es. Aber er wird sich in unserem Kreis nicht wohl gefühlt haben oder wohl fühlen.
Sehr geehrte Damen und Herren,
insgesamt finde ich diese Diskussion und insbesondere die Richtung die sie einzuschlagen scheint sehr interessant.
Für die Richtung die sie einzuschlagen scheint eröffnete ich nach diesem einen neuen Beitrag, doch auf das Thema Arbeitslosigkeit möchte ich an dieser Stelle eingehen:
Ich kann Moderator Oberon nur zustimmen.
Darüber hinaus denke ich, dass Arbeitslosigkeit der Freimaurerei prinzipiell entgegenstehen sollte, aber dennoch bin ich der festen Überzeugung, dass jeder interessierte sich auch über die finanziellen Seiten der Freimaurerei im klaren sein sollte. Ungeachtet der etwaigen kulanz der Loge, könnte man Mitgliedsbeiträge bis zu einer "stabileren Finanzsituation" sicherlich dehnen, doch ( meiner Erfahrung und meinen Informationen zufolge ) sind sprechen wir ja nicht nur von "Beiträgen", sondern auch vom geselligen Beisammensein, welches meistens mit einem Restaurant- und/oder Barbesuch einhergeht, und auch eine Cola, ein Weizen oder was auch immer an dem Abend (!!!) verzehrt wird, muss finanziert werden.
Wenn wir dies einmal auf den Monat heraufrechnen macht das um einiges mehr aus, als sich die meisten Arbeitslosen leisten können.
Ich denke nicht, dass Arbeitslosigkeit der Freimaurerei, oder dem Grundsatz "ein gestandener Mann guten Rufes" zuwieder läuft. Eher das Gegenteil ist der Fall. Und dennoch ist es in der "frischen Phase" nicht besonders förderlich sich der Geselligkeit wegen Geldmangels entziehen zu müssen.
Mit freundlichen Grüßen
Mark Mollerus
Lapislazuli
28.04.2007, 02:13
Einen schönen guten Tag,
leider ist es aber so, dass sich einige sowas vorstellen. Mein Ex. ist in die FM Loge eingetreten, um Geselschaftliche Vorteile zu bekommen.
Er war davon überzeugt, dass er im laufe der Jahre eine gewisse Machtposition erreichen würde.:wave2:
Nein, noch nicht einmal eine Machtposition, sonder Macht und Einfluss auf den Menschen.
Viele Grüsse
Corinna
Liebe Corinna,
das kann er getrost vergessen.
Die Vorstellung Deines Ex hat mit der Realität nichts zu tun.
Aber: wer sich auf Freimaurerei wirklich einläßt, wer an sich selbst arbeitet, wer sich und sein Verhalten beobachtet und reflektiert, wer das, was ihm idealerweise vorgelebt wird aufnimmt, der hat gute Chancen, seine sog. soft-skills zu verbessern und das kann sich dann irgendwann möglicherweise auch positiv im Beruf auswirken.
Aber: bitte "kann", "möglicherweise" und "vielleicht" nicht übersehen, ein Garantieschein für die nächste Gehaltserhöhung ist Freimaurerei nämlich auch nicht.
In der Regel übersteigen die Mitgliedsbeiträge die 30-Euro-Grenze /Monat selten.
Gute Grüße
Wenn etwas selten ist, ist es nicht die Regel, oder?:yes:
Aber im Ernst: natürlich haben die Logen Ausgaben, die irgendwie umgelegt werden müssen: Miete für das Vereinslokal oder Unterhaltskosten, wenn der Loge eine Immobilie gehört; Kleinkram wie Kerzen usw.usw., kleinere Anschaffungen usw usw. und eine Umlage an die Dachorganisation (Grossloge): also alles in allem wie bei jedem Verein.
Gruss
Thomas (kauli)
Einen schönen guten Tag,
leider ist es aber so, dass sich einige sowas vorstellen. Mein Ex. ist in die FM Loge eingetreten, um Geselschaftliche Vorteile zu bekommen.
Er war davon überzeugt, dass er im laufe der Jahre eine gewisse Machtposition erreichen würde.:wave2:
Nein, noch nicht einmal eine Machtposition, sonder Macht und Einfluss auf den Menschen.
Viele Grüsse
Corinna
Liebe Corinna,
der Gute scheint sich nicht nur von der Freimaurerei die falschen Vorstellungen gemacht zu haben, sondern auch vom gemeinsamen Leben mit Dir:rolleyes2:
Die hierauf folgenden Postings wurden in den Thread Probleme mit gemischter Loge (http://forum.freimaurer.org/showthread.php?t=174) verschoben, da sie nicht zum ursprünglichen Thema gehören.
Viele Grüße,
Thomas
"Arbeitslosigkeit", welch garstig Wort... :rolleyes2:
Ist denn ein "abhäbgig" beschäftigter Ewerbslohnempfänger freier, als ein evtl. freiberuflich Tätiger, der aufgrund fehlender Aufträge, auf staatliche Transferleistungen angewiesen ist?
Also ich sage einmal so, wenn ich mir ansehe wie viele (berühmte) Persönlichkeiten achtkantig aus ihrer Loge hätten herausfliegen müssen bzw. erst gar nicht hätten aufgenommen werden dürfen, weil sie immer mal wieder oder chronisch unter Geldmangel standen.
Ich denke "frei und von gutem Rufe" ist immer Ansichtssache. (Vor Allem im Bezug auf das schöne neudeutsch pauschalisierende Wort "Arbeitslos" bezogen.)
Platon61
16.05.2007, 22:02
Ja ich dachte auch dass die FMei eher vgglbr. einer schlagenden Verbindung in einer Studentenvereinigung ist, daß hierfür Mitgliedsbeiträge anfallen wüsste ich jetzt auch nicht. Fraglich ist schliesslich auch, ob darüber hinaus auch die FM Verbände leben können, denn in Zeiten größter Arbeitsplatzverunsicherung und Globalisierung siehe Heyne Buch v. William Greider - Endstation Globalisierung - , ist es ja nur noch eine Frage von Zeit, bis der Weltmarkt völlig zusammenbricht. Des weiteren liegen die Politikverdrossenheit und der Mitgliederschwund der Gewerkschaften nicht am fehlenden Interesse der Mitglieder, war ehem. Mitglied der IGM und JU-Deutschlands, sondern an den Mitgliedsbeiträgen dieser Institutionen. Viele Mitglieder wollen nicht mehr ihre Beiträge zahlen uns steigen deshalb aus diesen Verbänden , Vereinen aus.
In wie weit wird denn auch dieses Thema Arbeitslosigkeit und Arbeitsplatzverlust bei den FM diskutiert.
Gruss
Ja ich dachte auch dass die FMei eher vgglbr. einer schlagenden Verbindung in einer Studentenvereinigung ist, daß hierfür Mitgliedsbeiträge anfallen wüsste ich jetzt auch nicht.
Hallo Platon61,
dann bist du da schlecht bis gar nicht informiert. Studentische Verbindungen unterteilen sich in die Aktivitas (die genaugenommen auch aus drei Teilen besteht(Füxe, Aktive und Inaktive)) und die Alten Herren. Und während die Mitgliedschaft für die Aktivitas in der Tat beitragsfrei ist (zumindest bei vielen Vereinigungen), sind die Beiträge der Alten Herren durchaus mit denen der Loge vergleichbar. Und auch der Grund ist der gleiche, der hier schon erwähnt wurde: es gilt ein Haus zu unterhalten. Und das kostet nun mal...
Ich habe auch noch nicht gehört, dass ein Bruder ausgeschlossen wurde, weil er seine Beiträge nicht bezahlen konnte...
Aber ich halte es für nachvollziehbar, wenn die Brüder sich das gut überlegen jemanden aufzunehmen, der die Beiträge nicht bezahlen kann. Aber das hat letztlich nichts mit arbeitslos zu tun.
Gruß
Moritz
irishmason
17.06.2007, 02:07
Es gibt viele Brueder, die arbeitslos geworden sind. Das ist ja kein Makel, sondern leider eine Begleiterscheinung unseres Gesellschaftssystems, daher ist es fuer mich kein Kriterium fuer oder gegen eine Mitgliedschaft, im Gegenteil, da findet ein Mensch endlich eine Gruppe, die ihn ohne Vorbehalte aufnimmt, die ihm evtl hilft, die ein Auffangnetz ist.
Jeder kann arbeitslos werden, es werden ja auch Mitglieder arbeitslos, die vorher einen Job hatten, da hat man jedenfalls eine Gruppe, wo man sich aussprechen kann..Habe schon erlebt, dass Akademiker, die einen tollen Job hatten, ploetzlich vor dem dunklen Loch standen
Wenn da jemand fluestern wuerde,...der ist ja arbeitslos, wuerde er sich als Freimaurer disqualifizieren, jeder kann schnell vor dem AUS stehen.
ED
irishmason
17.06.2007, 02:12
bedenke das FMei sich nicht nur auf den "Mitgliedsbeitrag" beschraenkt. Ich kann es nur immer wieder betonen:
FMei kostet Geld, Zeit, Muehe, Nerven
Guten Tag,
ich habe garnicht gewusst, dass FM Geld kostet,
das heisst also, dass man einen Monats oder Jahresbeitrag leisten muss ?
Ist dass so zu vergleichen, wie in einem Verein ? was wird denn mit den Mitgliedsbeiträgen gemacht, werden davon irrgend welche Gehälter gezahlt, und wie hoch sind denn diese Mitgliedsbeiträge.
Ich dachte immer, FM sei so etwas wie eine Religöseverbindung. Na ja, ich muss auch halt Kirchensteuer bezahlen und das jeden Monat.
v.l.g.
Corinna[/quote]
Die FM ist keine religioese Verbindung, gluecklicherweise nicht. Gehaelter?
Schoen waers. Mitgliederbeitraege sind verschieden, einige mieten Raeume, andere haben eigene Logenhaeuser, leider kostet heute alles Geld, Strom, Erhaltung von Gebaeuden, etc daher werden wie in jedem Verein Beitraege notwendig.
Die FM erhebt ja keine Zwangskirchensteuer. Fuer den meist geringen Beitrag bekommt man jedoch etwas geboten, jedenfalls sehe ich das so.
ED
Waldgänger
29.06.2007, 22:58
Ich habe mit großem Interesse diese Diskussion verfolgt. Ein guter Freund von mir hat alle Voraussetzungen, ein Frmr. zu werden, nur ist er auch seit Jahren arbeitslos und ohne nennenswertes Einkommen. Ich bin mir auch sicher, dass in der Loge ein Weg gefunden würde, um meinen Freund aufzunehmen. Durch seine Lebenseinstellung kann ich mir aber nicht vorstellen, dass besagter Freund beitreten würde, wenn die Loge oder ich als Freund seine Kosten bestreiten würden. Dies bedauere ich sehr, denn mein Freund wäre sicher eine Bereicherung für die Loge und ist schon jetzt eine Art "Maurer ohne Schurz".
Ist es Möglich, auch als Arbeitsloser Freimaurer zu werden ?
Hallo Tamino,
auf jeden Fall. Zumindest bei der Mehrzahl derjenigen Logen, die das Glück haben, über eine nennenswerte Anzahl verdienender Brüdern zu verfügen. Würde die Entscheidung über eine solche Frage von zwei Dingen abhängig machen:
Geben dir die Brüder dieser Loge das Gefühl, dass der Zeitpunkt deines eventuellen Beitritts gut gewählt wäre?
Kannst du in Zukunft damit umgehen, die deprimierende Phase von Arbeitssuche mit der Erinnerung zu verbinden, damals zum Freimaurer aufgenommen worden zu sein?Wenn du beide Fragen für dich mit ja beantwortest, sehe ich grünes Licht. Anderenfalls noch etwas warten.
Chatzimichailidis
13.08.2008, 13:12
Was bitte hatt der Finanzielle hintergrund eines Menschen mit der FM gemein?
Jesus war auch kein millionaer,oder?Trozdem glauben millionen an ihm.
Jeder Mensch,ob Reich Arm,Arbeitslos oder nicht,kann zur FM beitragen.
Niemand hatt das Recht einen suchenden in seinem Guten Recht den eintritt in einer Loge zu verweigern,ausser wenn es dafuer gute gruende gibt.Das Finanzielle,denke ich aber,kann immer geklaert werden.
Und keiner darf sich gemindert fuehlen,bloss weil er grad keinen job hatt.
Zeiten kommen und gehen.
heimkircher
18.08.2008, 19:06
Ach wie gut, dass in diesem Forum auch mal die Kosten einer Mitgliedschaft bei einer Loge zur Sprache kamen. Wie ich das so einschätze können an Mitgliedsbeitrag, Spenden und Fahrkosten leicht 100 Euro/Monat anfallen und dabei ist Verzehr und ggf. eine Runde nicht eingerechnet. Hinzu kommen Aufnahmegebühr, die Kosten für Zylinder, Schurz und schwarzen Anzug, der auch etwas mehr als Stangenware kosten dürfte. Wenn man nun noch ein Hobby hat und aktiv Sport betreibt, wie das bei mir der Fall ist, erhebt sich die Frage ob man sich eine Mitgliedschaft leisten kann. Da ich kein Egoist bin, muß ich zwangsläufig allen Mitgliedern meiner Familie die gleichen kostspieligen Entfaltungsmöglichkeiten zugestehen. Obwohl ich ein gutes Auskommen habe, würde dies dann doch meine finanziellen Möglichkeiten überschreiten, vermutlich wäre ein Jahresurlaub dann nicht mehr drin.
Man muß kein Pessimist oder Hellseher sein um zu erkennen wie sich die nahe Zukunft entwickelt, die Kosten für Energie, Lebenshaltung und Autofahren steigen schneller als das Einkommen der meisten Leute. So wird es wohl doch so kommen, dass sich die Logen nur noch aus Gutverdienenden und Inhabern gesunder Betriebe zusammen setzen.
Es stellt sich die Frage ob es auch eine weniger kostenintensive Möglichkeit, außerhalb der FM, gibt um den Geist, das Ich, zu läutern.
Gruß
heimkircher
100 Euro im Monat finde ich recht hoch gegriffen. Die Hälfte kann man sicherlich eher rechnen. Und warum sollte es kein Anzug von der Stange sein? Etwas anderes habe ich mir auch nicht leisten können.
Die Loge ist keine Modenschau und auch kein Ort, an dem man seinen Armani Anzug zur Schau trägt. Die Brüder, die im teuren Frack zur Loge kommen haben noch nie ein abfälliges Wort über meinen Anzug von C&A gesagt - hätte mich auch gewundert.
Natürlich gibt es Brüder, die sich das Ganze etwas lockerer leisten können als z.B. ich, aber das ist doch kein Maß. So ein Vergleich würde mir nie in den Sinn kommen.
Andererseits ist es richtig, dass die Freimaurerei wirklich keine Betätigung für den ganz schmalen Geldbeutel ist. Aber da muss man eben Prioritäten setzen. Teure Sportarten kann ich mir auch nicht erlauben, daher lass ich das eben.
Thomas
Chatzimichailidis
18.08.2008, 21:12
Alles was man braucht ist nur ein Dunkelfarbener Anzug,ein weises Hemd,und eine Dunkelfarbenen Krawatte.Ok,ein paar Dunkelfarbene schuhe solten auch dazugehoeren.
All das bekommt man relativ billig.Es gibt keine spezifische Kleiderordnung.
Fuers accesoir (handschuhe,schuerze)muss man extra zahlen.
Also absolut Teuer wuerde ich das nicht nennen.
Nun was die geschmaecker angeht,so sind keine grenzen gesetzt,was das Geld betrifft,aber das bleibt jedem selbst ueberlassen.Als FM gehe ich nicht um mich auf den Laufsteg zu praesentieren,sondern ernste Arbeit zu leisten.
Chatzimichailidis
18.08.2008, 21:15
Es stellt sich die Frage ob es auch eine weniger kostenintensive Möglich, außerhalb der FM, gibt um den Geist, das Ich, zu läutern.
Gruß
heimkircher
Natuerlich.
Wer suchet der Findet
steinmetz
19.08.2008, 08:32
heimkircher schrieb:
Wenn man nun noch ein Hobby hat und aktiv Sport betreibt, wie das bei mir der Fall ist, erhebt sich die Frage ob man sich eine Mitgliedschaft leisten kann
Ich glaube man sollte mal eines ganz klar feststellen, Freimaurerei ist weder ein weiteres Hobby noch irgendeine Sportart. Freimaurerei ist ein Teil von einem selbst, es ist eine Art zu leben. Wer die FM gleichsetzt mit einem Hobby und sich dann noch ausrechnet wie teuer ein passender Anzug ist und angst hat, dass andere Hobbies zu kurz kommen, der sollte besser die Finger von der FM lassen, denn der hat nichts verstanden was die FM ist.:hmmm:
Ach wie gut, dass in diesem Forum auch mal die Kosten einer Mitgliedschaft bei einer Loge zur Sprache kamen. Wie ich das so einschätze können an Mitgliedsbeitrag, Spenden und Fahrkosten leicht 100 Euro/Monat anfallen und dabei ist Verzehr und ggf. eine Runde nicht eingerechnet. Hinzu kommen Aufnahmegebühr, die Kosten für Zylinder, Schurz und schwarzen Anzug, der auch etwas mehr als Stangenware kosten dürfte. Wenn man nun noch ein Hobby hat und aktiv Sport betreibt, wie das bei mir der Fall ist, erhebt sich die Frage ob man sich eine Mitgliedschaft leisten kann.
Ich persönlich halte diese Einschätzung für überzogen.
In meiner Loge wird ein Jahresbeitrag von 150€ fällig. Dazu kommen bei Aufnahme und Beförderungen nochmal 70€.
Einen dunklen Anzug kann man für ca. 100€ erstehen hemd un Krawatte kosten auch nicht "die Welt".
Einen hohen Hut (sofern erforderlich) kann mann recht günstig im Online Auktionshaus erwerben. (Meiner hat 80€ gekostet) NNoch günstiger gibt es Reitzylinder im Pferdesporthandel.
Spenden hängen davon ab, was man geben kann und will.
Fajrtkosten hängen davon ab, wie weit man von seinner Loge entfernt wohnt und wie oft man zu anderen Logen reist (was letztlich auch freiwillig ist)
Ich gebe zu, dass es in meine Leben Zeiten gab, in denen ich mir es nicht hätte gönnen wollen Freimaurer zu sein. (Finanziell) Möglich wäre es zu jeder Zeit gewesen.
BTW: Ich treibe auch viel Sport. U.a. treffe ich mich regelmäßig mit einem Bruder zum MTB fahren :yes:
Herzlichst
MC
heimkircher
19.08.2008, 13:37
Hallo Leute,
vielen Dank für die Reaktionen auf meinen provozierenden Beitrag. Es muß sich auch niemand aufregen, ich halte die FM weder für eine weitere Sportart, noch für ein Hobby, mir ist schon bewußt was sie bedeutet. Mir ging es lediglich darum einmal einen Überblick über die Kosten zu bekommen.
Dann weiterhin frohes Schaffen
Gruß
heimkircher
Hallo steinmetz
die Freimaurerei ist kein Hobby? :hmmm:
Ja was denn sonst? Natürlich, ich kenne sie auch, die Beschreibungen, dass die FM nichts willkürliches sondern etwas notwendiges sei. Ist sie auch, unbestritten. Und natürlich ist sie (in letzter Konsequenz) eine Lebenseinstellung. Aber ich sehe sie im Status durchaus auf der Ebene Hobby. :yes:
Will sagen, ich muss atmen, trinken, essen. Ich muss dafür sorgen, dass ich ein Auskommen mit meinem Einkommen habe. Aber ich muss kein FM sein! Das ist eine absolut freiwillige Entscheidung. Und deshalb (aus meiner Sicht) durchaus auf der Ebene Hobby angesiedelt.
Gleichwohl gilt natürlich das oben gesagte: ich entscheide wie kostenintensiv ich mein "Hobby" lebe. Wie bei allen anderen Hobbies auch. Auch bei den Modellbauern gibt es welche die ein zwei Modelle haben, an denen sie basteln und oder sie gelegentlich spazieren fahren/fliegen/was auch immer. Und dann gibt es eben auch noch die, die ihre gesamte Freizeit und ihr gesamtes Kapital in ihr Hobby investieren. Und ich denke, genauso verhält es sich bei der FM auch.
In einem bin ich mit Dir aber absolut d'accord: wer den Wert der FM an den Kosten mist ist sicher auf dem falschen Weg.
Gruß
Markus
Chatzimichailidis
19.08.2008, 19:28
Ich persönlich halte diese Einschätzung für überzogen.
[quote] In meiner Loge wird ein Jahresbeitrag von 150€ fällig. Dazu kommen bei Aufnahme und Beförderungen nochmal 70€. Also in meiner Loge kostete die befoerderung 300 Euro,und die jahresbeitraege belaufen sich auf 420 Euro.Anfahrtskosten habe ich 2 mal im Monat in hoehe von 40Euro(250 km im Monat). Gesammt im jahr=ca.1200 Euro. Bekleidung wird nicht angerechnet,da kommen noch gute 150 Euro im ersten jahr dazu.Aber diese kosten variieren ,da jede Loge ne ander Preispolitik hatt.Also hier in Griechenland ist FM ziehmlich teuer kann man sagen.
Naja der Hut bleibt uns erspart zumindest.
Die Kosten für die Aufnahme/ Beförderungen und die Mitgliedsbeiträge sind von Loge zu Loge verschieden. Man sollte sich darüber in der jeweiligen Loge erkundigen.
[quote=mcblubb;7869]Ich persönlich halte diese Einschätzung für überzogen.
Also in meiner Loge kostete die befoerderung 300 Euro,und die jahresbeitraege belaufen sich auf 420 Euro.Anfahrtskosten habe ich 2 mal im Monat in hoehe von 40Euro(250 km im Monat). Gesammt im jahr=ca.1200 Euro. Bekleidung wird nicht angerechnet,da kommen noch gute 150 Euro im ersten jahr dazu.Aber diese kosten variieren ,da jede Loge ne ander Preispolitik hatt.Also hier in Griechenland ist FM ziehmlich teuer kann man sagen.
Naja der Hut bleibt uns erspart zumindest.
Ach echt die Beförderung kostet auch Geld, hab ich noch nie gehört. Also bei ca. 100 € im Monat, nichts für Arbeitslose.
LG.Jumalia
Wie ich schon geschrieben hab ist es von Loge zu Loge verschieden, außerdem steht das finanzielle nicht im Vordergrund. Bei Arbeitslosigkeit lassen sich auch Regelungen finden die der Mitgliedschaft nicht im Wege stehen.
[quote=Chatzimichailidis;7874]
Ach echt die Beförderung kostet auch Geld, hab ich noch nie gehört. Also bei ca. 100 € im Monat, nichts für Arbeitslose.
LG.Jumalia
Ich denke das hier ein preislich eher "höheres" Beispiel offengelegt wurde.
Mir sind auch Preise von knapp über 100 € Jahresbeitrag und 200 € Aufnahmegebür bekannt, welche sowohl die von der Loge überreichten Gegenstände als auch die Beförderungen abdeckt.
Hat die Loge ein großes eigenenes Logenhaus allein zu bewirtschaften, kann ich mir schon vorstellen das die Beiträge auch höher sind. Man denke nur an Energiekosten, Instandhaltung und Steuern. Nutzt die Loge aber Fremdräume, drückt das die Kosten sicher deutlich.
liebe Grüsse, Tobi
basri1978
22.08.2008, 01:53
Lieber Br. Bernhard,
schoener haette ich es auch nicht sagen koennen.
@Tamino
bedenke das FMei sich nicht nur auf den "Mitgliedsbeitrag" beschraenkt. Ich kann es nur immer wieder betonen:
FMei kostet Geld, Zeit, Muehe, Nerven
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Wie anderen mitgliedern habe ich auch interesse an einer Bruderschaft (Freimaurerloge 'Johannes zum wiedererbauten Tempel', i. O. Ludwigsburg.)
eine meine fragen währe wie ist es mit mitgliedsbeiträgen "Kostet geld" wie hoch ist es mit den beiträgen was kostet es freimaurer zu sein.
2frage fähre wie ist es mit moslems die freimaurer werden wollen werden moslem aufgenommen
danke schon für antworten
mfg Basri1978
Wenn Du bereits Kontakt zu einer Loge hast, dann solltest Du dort nach den Beiträgen fragen, weil das bei jeder Loge unterschiedlich ist. Allgemein zum Thema Beiträge ist hier ja schon einiges geschrieben worden.
Generell ist es aus Sicht der Freimaurer kein Problem, als Moslem aufgenommen zu werden. Du solltest Dir aber bewusst sein, dass es muslimische Staaten gibt, in denen Freimaurerei als Zionismus angesehen und dementsprechend bestraft wird.
Thomas
[quote=Chatzimichailidis;7874]
Ach echt die Beförderung kostet auch Geld, hab ich noch nie gehört. Also bei ca. 100 € im Monat, nichts für Arbeitslose.
LG.Jumalia
Ähem - nur der Vollständigkeit halber:
Beim Zitieren hast Du an meinen Beitrag einen anderen Beitrag mit angehängt.
Zur Sache:
Ich persönlich würde im Falle, dass ich arbeitslos wäre nicht in eine Loge eintreten (!). Ich würde warten, bis ich wieder auf eigenen Beinen stehe.
Sollte ein arbeitsloser Suchender einen Aufnahmeantrag stellen, würde ich dazu raten, dass er noch eine zeitlang damit wartet, bis er wieder im Arbeitsleben steht.
Aus meiner Sicht besteht die Gefahr, dass sich Brüder bedrängt fühlen etwas für den bruder tun zu müssen. Es könnte sich der Verdacht auftun (berechtigt oder nicht) dass die Mitgliedschaft mit dem Ziel einen Arbeitsplatz zu finden geschlossen wird.
Aus meiner Sicht ist man als Arbeitsloser nicht wirklich ein "freier Mann".
Anders sehe ich die Sache, wenn ein Bruder arbeitlos wird.
Gruß
Gerd
Aus meiner Sicht ist man als Arbeitsloser nicht wirklich ein "freier Mann".
Anders sehe ich die Sache, wenn ein Bruder arbeitlos wird.
Gruß
Gerd
Nun ja!
Es gehört sicher nicht hier her, aber es gibt durchaus Arbeitslose die mehr Geld im Monat haben, als manch glücklicher der einen Job hat.
Auch finde ich die Vorverurteilung eines unschuldig arbeitlos gewordenen recht gewagt. Kaum einer hat es heute, wo fast jede Woche ein mittlerer Betrieb geschlossen wird, noch selbst in der Hand ob er arbeitslos wird.
Kommt es nicht auch da auf den eigendlichen Menschen an und seinen Willen und sein Wesen?
Zugegebenermaßen würde ich selbst mich schon fragen ob ich den Schritt gehen will, wenn ich auf Lange Sicht keine Lösung in Form von Arbeit vor mir sehen würde. Aber ich glaube das ist eine ganz individuelle Entscheidung.
liebe Grüße, Tobi
Auch finde ich die Vorverurteilung eines unschuldig arbeitlos gewordenen recht gewagt.
Ich glaube, Du hast da gerade etwas in den völlig falschen Hals bekommen. Es geht hier nicht um eine Vorverurteilung. Jedenfalls habe ich es so nicht verstanden. Aber versuche doch mal als Arbeitsloser (egal mit welchem Einkommen) einen Kredit zu bekommen.
Es geht hier nur darum, dass man mit Eintritt in eine Loge eben auch eine finanzielle Verpflichtung eingeht. Und ich würde selber keine Verpflichtung eingehen wollen, wenn ich nicht weiß, ob und wie ich sie erfüllen kann.
Aber ich glaube das ist eine ganz individuelle Entscheidung.
Genau so ist das (oder sollte es sein). Der Mann der mit 60 Jahren arbeitslos ist, im ersten Moment gut über die Runden kommt und danach direkt in die Rente geht ist da sicher anders zu behandeln, als der 35jährige Langzeitarbeitslose.
Es geht hier in der Tat nicht um Verurteilungen, um schuldhafte oder schuldlose Arbeitslosigkeit oder ähnliches. Das hat auch nichts mit dem ursprünglichen und weit zurück liegenden Thema zu tun.
In diesem Beitragsbaum geht es um die Kosten, die bei einer Logenmitgliedschaft entstehen können, nicht um einen gesellschaftlichen Makel in irgendeiner Weise.
Zu den Kosten ist bereits mehrfach Auskunft gegeben worden, daher schließe ich das Thema, bevor es ins Off Topic abgleitet.
Thomas
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