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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Leben Nach dem Tod?


Holophernes
24.03.2007, 18:23
Wie steht eigentlich das Freimaurertum zu der Frage nach einem möglichen Leben nach dem Tod??

bigbalou
24.03.2007, 19:23
Im Grad des Meisters geht es um diese Frage, wenn ich das bis jetzt richtig verstanden habe (bin noch Geselle). Soviel glaube ich: jeder ist schon dadurch "unsterblich", dass jedes Handeln und jedes Wort auf ewig wirkt in der Welt, auch wenn man körperlich nicht mehr anwesend ist. "Jede Wirkung ist unumkehrbar" + frei nach Watzlawick: "Man kann nicht nicht wirken"

Religiöse Aspekte eines "Jenseits" sind nicht Gegenstand der Lehre der FM. Es gibt Lehrarten der FM, die christliche Inhalte zugrunde legen.

Grüße
Bernd

oberon
25.03.2007, 04:31
Wie steht eigentlich das Freimaurertum zu der Frage nach einem möglichen Leben nach dem Tod??

Dies ist in der Tat eine Frage der Religion (-sgemeinschaft), der ein Bruder angehört. Daher kann diese Frage auch nur persönlich von jedem Einzelnen beantwortet werden.

Die meisten Menschen haben schon lange vor ihrem Eintritt in die Freimaurerei eine Vorstellung vom Werden der Dinge, geprägt durch Gesellschaft, Religion und Erfahrung.

Das freimaurerische Ritual fördert teilweise den gedanklichen (und evtl. auch emotionalen) Umgang mit der eigenen Endlichkeit. Mir sind auch Fälle bekannt, in denen Brüder durch die FM neue Impulse in ihrem persönlichen Glauben bekommen haben, ihr Bild vom Leben nach dem Tode verändert haben, aber eine ureigens freimaurerische Vorstellung oder gar Lehre zu diesem Thema gibt es meines Wissens nicht .

Viele Grüße,

Thomas

Bernhard
25.03.2007, 14:16
Das "Freimaurertum" hat keine Meinung zum Jenseits.
Die Brüder, jeder seine eigene, seine persönliche.

Freimaurerei beschäftigt sich mit dem Diesseits. Hier gilt es an sich, für eine bessere Welt, zu arbeiten. Erkennend, dass wir hier auf der Erde nur endlich sind.

Liebe Grüße,
Bernhard

Holophernes
28.03.2007, 11:11
Danke der Infos!

Otti

lepsus
30.03.2007, 19:00
Unter dem Titel

"Die irdische Sphäre und unsere Lebensabgrenzungen zum Reich des Immateriellen"

sind einige persönliche Betrachtungen des 1954 verstorbenen Freimaurers Franz Carl Endres zusammengefaßt, die seinen Büchern


Alte Geheimnisse um Leben und Tod
Der Weg im Unbekannten
Magie und Gegenwart
entnommen wurden.


Der Aufsatz findet sich bei der internetloge in der Rubrik Vorträge.

kauli
28.04.2007, 12:23
Wie steht eigentlich das Freimaurertum zu der Frage nach einem möglichen Leben nach dem Tod??

Wir lassen uns überraschen. Vielleicht ist der Tod eine ganz prima Sache und wir fragen uns, warum wir uns zu Lebzeiten soviele Gedanken über ihn gemacht haben, mit denen wir uns das Erdenleben versaut haben. Vielleicht singen wir alle zusammen Haleluja und essen Manna, vielleicht trinken wir unter Palmen Dattelwein und erfreuen ans am anderen Geschlecht, vielleicht gehen wir in eine Weltenseele auf, vielleicht braten wir in der Hölle, vielleicht bekommt auch jeder das, was er sich jetzt vorstellt, weil wir kleine Götter sind mit der Fähigkeit, Welten zu schaffen....wer weiß das schon. Das Schöne an der Freimaurerei ist, dass sie offen sagt: das ist das Problem jedes Einzelnen, und jeder Einzelne muß es verschieden auf seine Art lösen. Eines allerdings wird uns in der Freimaurerei vermittelt: der Mensch ist nicht nur ein Säugetier, sondern er ist vor allem Geist, nämlich ein Teil des göttlichen Geistes. Im Grunde beantwortet sich die Frage damit. Denn Geist ist unsterblich.

Gruss
Thomas

bigbalou
28.04.2007, 12:36
Hallo,

ein großer Teil des sog. "Werteverfalls" kommt meiner Meinung nach auch daher, dass scheinbar wenige Menschen wirklich bedenken, dass ausnahmslos jede ihrer Handlungen oder Unterlassungen auf ewig in dieser Welt fortwirken.

Man mag ja noch so schönen Hirngespinsten anhängen, wie das Leben nach dem Tod ausgestaltet sein könnte; viel akuter ist das Nachdenken darüber, was jeder Einzelne in der Welt bewirkt, was die Folgen seines Handelns sind und sein werden. Und da ist der Bereich, den der Einzelne mit seinen Sinnen wahrnehmen kann, doch sehr klein im Vergleich zur Tragweite der Auswirkungen.

Und das fängt z.B. mit dem "Bei_Rot_über_die_Ampel_Gehen" an.

Grüße
Bernd

irishmason
17.06.2007, 03:35
Wie steht eigentlich das Freimaurertum zu der Frage nach einem möglichen Leben nach dem Tod??


Wenn wir eine Religionsgemeinschaft waeren, was wir gluecklicherweise nicht sind, wuerden Sie 1000000 Antworten bekommen, wobei man die freie Wahl hat, das eine oder andere zu glauben.

Die Freimauerei beschaeftigt sich mit dem dieseitigen Menschen und seiner geistigen Entwicklung ohne das Element Tod aus dem Auge zu verlieren.

Welche Hoffnungen man sich auf eine Existenz nach dem Erloeschen jeder Koerperfunktion macht, ist jedem ueberlassen und auch sehr stark abhaengig von der jeweiligen Konfession, Haltung, Philosophie, Erwartung des einzelnen Mitglieds, da wir eine pluralistische Gemeinschaft sind, daher sehr sehr verschieden aber eine sehr individualistische Sicht, die jedem ueberlassen ist und die nicht als Dogma (das es in der FM nicht gibt) definiert wird und als zu glauben festgelegt wird.

kauli
17.06.2007, 21:04
Dies ist in der Tat eine Frage der Religion (-sgemeinschaft), der ein Bruder angehört. Daher kann diese Frage auch nur persönlich von jedem Einzelnen beantwortet werden.

Viele Grüße,

Thomas

Das, mein Lieber, ist nur richtig, wenn wir auch Religion als etwas ganz persönliches auffassen und nicht als konfektioniertes Bekenntnis einer Glaubensgesellschaft.
Die Lehre des Meistergrades sagt, was wir auch in anderen Weisheitslehren finden: dass der Mensch ein Ebenbild Gottes ist, allerdings in verkleinerter Ausführung, sozusagen ein Baby-Gott. Sie sagt, dass wir zwar unseren Körper ablegen, dass in uns aber etwas ist, das unsterblich ist, weil es ein Teil des Gottesgeistes ist, oder besser gesagt: Menschengeist und Gottesgeist sind EINS. (Oder wie es in der Tora heisst: "Höre Israel, Gott ist Eins").
Diese Lehre wird - wie es Art der Freimaurer ist - durch symbolische Handlungen weitergegeben. Sapienti sat.

kauli

kauli
17.06.2007, 21:21
Wenn wir eine Religionsgemeinschaft waeren, was wir gluecklicherweise nicht sind, wuerden Sie 1000000 Antworten bekommen, wobei man die freie Wahl hat, das eine oder andere zu glauben.

.

Das ist schlichtweg falsch. Die mir bekannten Glaubensgesellschaften haben nur EINE Antwort parat, und sie verlangen, dass ihre Mitglieder diese Antwort ohne Wenn und Aber annehmen.
Die Antwort der Freimaurerei auf diese Frage habe ich in meinem vorigen Beitrag bereits beschrieben. Es wird zwar nicht expressis verbis über ein Leben nach dem physischen Tod geredet, aber wenn Menschengeist und Gottesgeist eins sind, und wenn wir uns den großen Baumeister als das ALL-Eine vorstellen, das Nichts und Nicht-Nichts (ajin Soph), das ohne Raum und Zeit IST dann folgt daraus, dass auch der Menschengeist unsterblich ist. Wie wir uns das vorstellen sollen? Garnicht, sondern einfach abwarten ("sorge Dich nicht um Morgen, wie Jesus sagt). Vermutlich sprengt es nämlich unsere Vorstellungskraft, da wir nur polar denken können (wofür wir das Symbol einer schwarz-weiß gefliesten Fläche benutzen, das sog. musivische Pflaster).
Gruss
kauli

ExOrientelux
19.06.2007, 10:01
Es wird zwar nicht expressis verbis über ein Leben nach dem physischen Tod geredet, aber wenn Menschengeist und Gottesgeist eins sind, und wenn wir uns den großen Baumeister als das ALL-Eine vorstellen, das Nichts und Nicht-Nichts (ajin Soph), das ohne Raum und Zeit IST dann folgt daraus, dass auch der Menschengeist unsterblich ist. Wie wir uns das vorstellen sollen?

Das ist sehr richtig! Es gibt sogar Brüder, die der Meinung sind, daß das fmr. (Geheim-)Wissen Dich ziemlich nah heranführt an ein Wissen über das Jenseits. Aber das sind wirklich nur einige Brüder. :ohwell:

MfG

Bernhard
19.06.2007, 11:03
Ich schrieb ja schon zu Anfang, dass es eine einheitliche freimaurerische Einstellung zu einem Leben nach dem Tod nicht geben kann – höchstens zu einem Umgang mit dem eigenen Sterben.

Da mir das Thema aber wichtig erscheint, möchte ich meine persönlichen Gedanken hierzu einmal wiedergeben. Wissend, dass es andere Einstellungen gibt, die ebenso richtig sein mögen.
................................

Lebe ich wirklich in meinen Kindern weiter? Wenn ja, werde ich auch mit diesen sterben und ebenso wieder mit meinen Urenkeln.... Was bringt es, wenn meine Gene weitergegeben werden? Wie viele Generationen mag dies gut gehen? Irgendwann einmal ist Schluss. In ca. 5Mrd. Jahren wird die Sonne sich aufblähen und die Erde wird verglühen.
Nun, mag der ein oder andere dagegenhalten, dass die Möglichkeit besteht, dass die Menschheit bis dahin andere Planeten besiedelt haben könnte.

Auch davon ausgehend, dass Masse nur eine Form „geronnener“ Energie ist, lässt uns scheinbar über den Energieerhaltungssatz ewig „Leben“. Unser Körper besteht wie alle Massen und Energiearten letztendlich aus Strings (Eine Art schwingende Energieringe; siehe „Universum in der Nussschale“) Doch ist diese Energie ewig existent? Nach derzeitigem Stand dehnt sich der Weltraum immer weiter aus. Wobei die Masse den Raum in welchem sie sich ausdehnt selbst aufspannt. Ähnlich einem mitwachsendem Zimmer. Wobei das Zimmer / der Raum, wenn man aus ihm alle Möbelstücke herausholen würde, kein leeres Zimmer / kein leerer Raum wäre, sondern einfach gar kein Raum mehr.
Wenn der Weltraum sich nun ins unendliche ausdehnt wird die Energie/Massenkonzentration im Weltraum aber gegen Null gehen. Wie viel Masse nötig ist um den fast leeren Raum zu erhalten kann man nicht sagen, aber irgendwann einmal wird die Konzentration der aufspannenden Masse gegen null gegangen sein. Möglich ist, dass der Raum dann implodiert. Was wird dann mit den weit verteilten Masseteilchen oder Strings sein. Wird jeder seinen eigenen Raum um sich selbst aufspannen?? Im Weltenlauf gesehen, ist unser Leben noch nicht einmal der Hauch einer Erinnerung an einen Traum. Alles ist endlich im Fluss der Zeit , selbst die Zeit – massenabhängig - wird am Ende nicht mehr existieren.
Was immer auch sein wird, es wird so gesehen auf jeden Fall egal sein, was du gewirkt oder unterlassen hast im Leben. Es wird egal sein, ob du Freimaurer warst oder Kinderschänder.

Als ich letztes Jahr eine Vollnarkose bekam war es mir wie sterben. Bei vollem Bewusstsein schwanden mir die Sinne. Ich konnte nichts dagegen unternehmen. Ich war erst wehrlos, und dann war ich Nichts. Bis mich die Schwester einige Stunden später wieder weckte. Doch wo war in der Zwischenzeit meine Seele? Kann man Seelen auch narkotisieren?

Ich weiß nicht, ob ich mich seit dieser Erfahrung noch gläubig nennen darf – oder doch eher nur hoffend nennen kann.

Egal wie man dazu steht. Ohne ein Danach ist ein Jetzt absolut wertlos. - jede königliche, nur eine brotlose Kunst.

Ohne das Vorhandensein eines Danach - wie immer oder als was man es definiert, gibt es keine Vernünftige Handlung. Alle Handlungen würden auf des gleiche hinlaufen - der Nichtexistens.

Die Erklärungen der Menschenrechte wären genau so sinnvoll wie Handlungen von Idi Amin, Stalin, Hitler .....
Handlungen ohne die Hoffnung oder den Glauben an ein Danach oder nenne es ein Dahinter, sind weder vernünftig noch unvernünft.

Vor dem Maßstab der Zeit würde der Maßstab der Vernunft zebröseln. Es wäre in der Tat genau so vernünftig einem kleinen Kind zu helfen, wie es zu Missbrauchen. Es würde keine Rolle spielen, wie sich die Illusion eines Traumes, welcher sich Leben nennt, mal verhalten hätte.


Doch, ob ein Danach existent ist, werden wir erst am Ende erfahren, oder – falls es nicht existiert - nie, da mit uns auch unsere Erkenntnis sterben wird und mit der Welt letztendlich jegliche Erkenntnis.


So lass uns im Guten tätig und im Innern hoffend abwarten.

lepsus
19.06.2007, 11:27
Alles ist endlich im Fluss der Zeit , selbst die Zeit – massenabhängig - wird am Ende nicht mehr existieren.
Was immer auch sein wird, es wird so gesehen auf jeden Fall egal sein, was du gewirkt oder unterlassen hast im Leben. Es wird egal sein, ob du Freimaurer warst oder Kinderschänder.


Und dennoch - - -

Walter Gropius vom Bauhaus lehrt uns in unserer individuellen weltzeitlichen Begrenztheit einen Weg zu einem Hauch Unsterblichkeit:"Für welchen Beruf auch immer, Ihre innerliche Verpflichtung muß so tief sein, daß Sie nie von Ihrem Ziel abgelenkt werden können. Wie oft auch der Faden aus Ihrer Hand gerissen wird, müssen Sie genug Geduld entwickeln, daß Sie ihn immer wieder anknüpfen.

Handeln Sie so, als ob Sie ewig leben würden, und planen Sie weit nach vorne. Damit meine ich, daß Sie sich ohne Zeitgrenzen verantwortlich fühlen müssen und die Frage, ob Sie noch auf dieser Welt sind, um die Resultate zu sehen, darf von Ihnen überhaupt nicht gestellt werden.

Wenn Ihr Beitrag wesentlich war, dann wird immer jemand dort wieder neu anfangen, wo Sie aufgehört haben, und das wird Ihr Anspruch auf Unsterblichkeit sein."
Mehr in:
"Der Tod begegnet den Lebenden"
unter Vorträge bei der Internetloge

irishmason
19.06.2007, 11:32
. In ca. 5Mrd. Jahren wird die Sonne sich aufblähen und die Erde wird verglühen.
Nun, mag der ein oder andere dagegenhalten, dass die Möglichkeit besteht, dass die Menschheit bis dahin andere Planeten besiedelt haben könnte.

.


Hoffentlich nicht, die Menschheit, die sogenannte Krone der Schöpfung, hat diesem Planeten schon genug Schaden zugefügt, einschliesslich der Schöpfungskronen durch Massenvernichtung, Umweltzerstörung und Kriege

ED

lepsus
19.06.2007, 13:04
Es wäre schön, wenn wir hier auch über Dinge sprechen würden. Ein einfacher Verweis um irgendwo etwas zu lesen ist m. E. nicht immer unbedingt der Kommunikation in einem Forum förderlich. Die Gespräche reissen dadurch meist ein. :wave2:

Nein, ich bin entgegengesetzter Meinung. Die Dinge lassen sich in einem Forum nicht in der Tiefe dikutieren. Ein Verweis auf eine Quelle ist für intensiv Interessierte durchaus legetim und der Diskussion förderlich.

maral
19.06.2007, 13:20
Ich weiß nicht, ob ich mich seit dieser Erfahrung noch gläubig nennen darf – oder doch eher nur hoffend nennen kann.

Egal wie man dazu steht. Ohne ein Danach ist ein Jetzt absolut wertlos. - jede königliche, nur eine brotlose Kunst.


Lieber Bernhard,
da machst Du mir jetzt fast ein bißchen Angst. Nicht davor, dass nachher nichts mehr kommen könnte - nein, davor dass man ein Jenseits bräuchte um im Hier und Jetzt sinnvoll von sinnlos, recht von unrecht oder gut und schlecht trennen könnte. Selbst wenn es so ist, dass da nichts mehr kommt - ich gehe übrigens immer noch davon aus, gleichwohl ich an etwas größeres glaube ja fest davon überzeugt bin - ist diese Existenz die ich momentan habe die Schönste und Wichtigste an die ich mich erinnern kann. Ich freue mich täglich daran, dass mein Sohn mich anlacht. Und es wird nicht unbedeutend dadurch, dass ich und er eines Tages nicht mehr zusammen sind. Nein Bernhard, es wird umso bedeutender für mich durch diese Tatsache. Der Verdacht meiner absoluten Endlichkeit und der Drang aus meiner begrenzten Zeit hier etwas zu machen haben mich übrigens letztlich auf diese Seiten hier gebracht.
Wird unser Dasein nicht umso bedeutender dadurch, dass es begrenzt, also exklusiv ist?

Ganz liebe Grüße

Martin

irishmason
19.06.2007, 13:47
und die Diskussion in Foren wird nicht und wenn, dann nur äusserst selten fortgeführt. Von daher ist und kann es nur förderlich sein, so zeigt es auch meine Erfahrung, das grobe Fragmente aus Artikeln eingestellt und dann direkt besprochen werden.

Sicherlich können Hinweise gegeben werden, sofern nicht unbedingt eine Diskussion erwünscht ist. Aber für einen regen und aktiven Gedankenaustauch halte ich es unpassend.


Meine Erfahrung zeigt, dass Diskussionen oft zu divergierenden Meinungen führen und manche Meinungen schlicht unerwünscht sind mit all ihren Folgen. Da manche Meinungen auch mal hart sein können, kann man sich ausrechnen, wohin eine Diskussion führt.

Die sehr lehrreichen Links von Lepsus dienen der Information derer, die an der FM interessiert sind und nicht immer Konspirationswebsites kopfschüttelnd lesen wollen, eine DISKUSSION in DIESEM Forum erübrigt sich, da hier keine Streitgespräche stattfinden sollen und können und dies ein öffentliches Forum ist, wo man sowie moderater sein muss.

Ich hatte ursprünglich gelesen, als dieses Forum eröffnet wurde, dass es der Information für an der FM interessierte dienen sollte und alteingesessene FMs hier Rede und Antwort stehen sollen. Dass dies auf einmal ein Diskussionsforum wird erfreut und erschreckt mich zugleich.

ED

lepsus
19.06.2007, 14:05
Dem kann ich persönlich nicht zustimmen, denn erfahrungsgemäß wird ein verlinkter Beitrag oder der Hinweis auf einen solchen gelesen und die Diskussion in Foren wird nicht und wenn, dann nur äusserst selten fortgeführt.

Nein, meine Erfahrungen in Foren sind entgegengesetzt. Ein Nicht-Interessierter wird einen Verweis, besonders wenn er dazu noch googeln muß, schnell überspringen und das Thema aus seiner Sicht fortführen. Außerdem heben Quellenangaben das Niveau der Diskussion.

Die Diskussionsteilnehmer in einem öffentlichen freimaurerischen Forum sollten aus meiner Sicht in ihrer Artikulation so frei wie nur möglich sein, so lange sie in ihren Äußerungen nicht den Anstand oder gesetzliche Grenzen verletzen.

Doch zurück zum Leben nach dem Tod bzw. der von mir berührten Unsterblichkeit:

Ich postuliere, daß alles lebt, was wächst. Ein Mensch, der geistig wächst, lebt. Diese Aussage ist allerdings nicht umfassend, denn die biologische Grenze zum Tod wird mit dieser Aussage nicht klar abgegrenzt. Was ist z. B. mit einem transplantierten Herz, das nach dem Hirntod einem Menschen entnommen und einem anderen erfolgreich eingepflanzt wird? Das Spenderherz schlägt nun weiter. Ist der Spender nun wirklich umfassend tod ??? Oder wenn ein ganzer Kopf transplantiert werden sollte, wer lebt dann von den beiden Menschen eigentlich weiter? Nach meiner Definition der Spender des Kopfes ... :hmmm:

Diese Definition gilt auch für das Leben außerhalb der Biologie: Ein Forum, dessen Anzahl der Beiträge wächst, lebt. Wenn diese Beiträge dann noch dazu führen, daß die Teilnehmer durch sie noch geistig wachsen, ist das um so besser.

irishmason
19.06.2007, 15:09
Wie steht eigentlich das Freimaurertum zu der Frage nach einem möglichen Leben nach dem Tod??


Bei dieser Fragestellung kommt bei mir der Verdacht auf, dass man die Freimaurerei doch im Dunstkreis von Religionen oder Konfessionen sieht.

Sagen wir mal, 100 Freimaurer werden nach einer irgendwie gearteten Existenz nach dem Ableben gefragt. Dann bekommt man vielleicht 70 verschiedene Antworten, je nach Konfessionszuhörigkeit, Nichtkonfessionszugehörigkeit, Bildungsstand, kulturellem Hintergrund etc etc etec.

Meine Anwort würde sein: Nichts kommt danach, dann würden andere die Stirm runzeln: Wiiiiiiiiie? Also ist es jedem überlassen, ob er hofft, nach dem Tode weiterzuexistieren oder nicht. Oder ob es eine Hölle gibt oder nicht.

Mir ist es auch ziemlich gleichgültig, ich gebe mich nicht gerne fruchtlosen Mutmassungen hin, ich lasse mich überraschen.

Darum ist auch eine DISKUSSION darüber müssig, das würde dann so ausgehen, wie eine Diskussion über Religion, die wir wohlweisslich in der FM nicht führen.

ED

lepsus
19.06.2007, 15:20
Meine Anwort würde sein: Nichts kommt danach, dann würden andere die Stirm runzeln: Wiiiiiiiiie? Also ist es jedem überlassen, ob er hofft, nach dem Tode weiterzuexistieren oder nicht. Oder ob es eine Hölle gibt oder nicht.


Leben nach dem Tod bedeutet ein Stück Unsterblichkeit. Daher hatte ich Walter Gropius angeführt, der sie als Fortführung seiner Arbeiten durch Nachfolger definiert.

Wäre das für Dich als eine Form der Unsterblichkeit vorstellbar? Oder wenn Menschen nach Deinem Tod Deine Bilder betrachten und mit Dir, mit Deinem Kopf mitfühlen? Du bewegst dabei ja noch etwas in den Menschen, auch wenn Dein Weg schon längst in den ewigen Osten führt !!!

irishmason
19.06.2007, 15:35
Leben nach dem Tod bedeutet ein Stück Unsterblichkeit. Daher hatte ich Walter Gropius angeführt, der sie als Fortführung seiner Arbeiten durch Nachfolger definiert.

Wäre das für Dich als eine Form der Unsterblichkeit vorstellbar? Oder wenn Menschen nach Deinem Tod Deine Bilder betrachten und mit Dir, mit Deinem Kopf mitfühlen? Du bewegst dabei ja noch etwas in den Menschen, auch wenn Dein Weg schon längst in den ewigen Osten führt !!!


Nein, man erinnert sich eventuell eine Weile, aber dadurch wird man nicht unsterblich oder lebt irgendwie weiter.

So wie mit Mozart (der uuunsteeeerbliche Bruder Mozart). Der ist in einem Massengrab verrottet und damit war sein Talent beendet, seine Musik wird gespielt, aber ob er damit weiterlebt, in Erinnerungen vielleicht...

Wenn mein Herz und mein Gehirn und andere Organe die Arbeit einstellen und ich eingeäschert werde, also noch nicht einmal den Würmern was gegönnt wird, dann ist die Sache beendet. Wenn der Geist erlischt ist auch dieser Mensch ad acta gelegt.

Von Seele habe ich viel gehört, aber man hat sie nicht beweisen können, Geist ja, Träume, Gehirnströme, aber Seele, wo soll die angesiedelt sein?

Also wie gesagt, es ist eine Glaubenssache und damit jedem höchst individualiter überlassen und nicht Stoff für endlose, ins NIRWANA führende, Diskussionen.

ED

Vale
19.06.2007, 15:47
Der Mensch ist gott genau wie Gott Mensch war er muss es nur erkennen und sinnvoll nutzen ob es die 12 götter des olympus waren oder die 12 jünger jesus oder den islam und seine regel folgt oder man sich eher für die lehren Budhas entscheidet alles spielte sich auf erden ab und in der kompromisbereitschaft zwieschen den religionen oder denkweisen liegt das menschlichgöttliche und der schlüssel der erkentnis
das auch ein kleiner gott ein grosser werden kann das ist meine meinung und ich lasse mich gerne vom gegenteil überzeugen.

maral
19.06.2007, 15:55
Nein, man erinnert sich eventuell eine Weile, aber dadurch wird man nicht unsterblich oder lebt irgendwie weiter.
Da stimme ich Ihnen voll und ganz zu.
Also wie gesagt, es ist eine Glaubenssache und damit jedem höchst individualiter überlassen und nicht Stoff für endlose, ins NIRWANA führende, Diskussionen.
Aber warum sind Sie so bemüht die Diskussion darüber zu beenden? Steckt nicht in der Diskussion der offensichtliche Wunsch derer die sich daran beteiligen sich anderen hierüber mitzuteilen?

Grüße

Martin

Vale
19.06.2007, 16:07
warum leidest du oder trauerst du wenn ein geliebte mensch von dir leid oder tod wiederfährt es schadet weder dein herz noch dein gehirn noch irgendwelche andere körper organe von dir das was in dir leidet und schmerzt ist dein göttliches reines du das sich entwickelt und nach deinem körperlichen tod weiterlebt in eine andere art form und weise erst wenn du dich genug entwickelt hast kannst du es erkennen vor 511jahre würdest du auch nicht verstehen warum eine glühbirne leuchtet dabei ist es so einfach zu verstehen heut zu tage Nostredamus wurde beinahe verrückt weil er nicht erklären konnte was ein panzer ist.Was ich damit sagen will ist erst wenn du die augen für alles offen hällst und du soweit bist zu verstehen was leben bedeuten kannst du erkennen was tod bedeutet lieber irishmason.Deine denkweise ist so einfach und verzweifelt trotzdem respektiere ich deine meinung und lass mich des besseren von dir belehren

Vale
19.06.2007, 16:09
der Tod ist ein geheimnis das vom Leben Bewahrt wird

oberon
19.06.2007, 16:16
Lieber Vale, lieber Maral,

ich denke, Ed enthält sich aus gutem Grund einer Diskussion über den Glauben. aus dem gleichen Grund, warum wir Freimaurer in unseren Versammlungen auch keine Diskussionen darüber führen.

Ich bin sicher, dass Ed im privaten Umfeld gern tiefer in seinen persönlichen Glauben einsteigt, aber dieses Forum hier ist dafür sicherlich nicht der richtige Ort. Auch verlässt die Diskussion den freimaurerischen Bezug und konzentriert sich rein auf den religiösen Glauben - ob organisiert oder individuell.

Ich möchte euch bitten, Ed's freimaurerische Zurückhaltung zu achten, denn auch das Schweigen können ist eine hart erlernte Tugend, die sich die Freimaurer auf die Fahne geschrieben haben.

Viele Grüße,

Thomas

Vale
19.06.2007, 16:29
Lieber oberon ich wollte niemanden kränken oder angreifen ich bin auch nicht bessonders relligiös ich glaube nur das der mensch an sich ein vollkomenes wesen ist das noch nicht sein potenzial ausgeschöpft hat und genau wie die dualität des tages und der nacht des (guten und bösen)des wassers und der erde auch ein zussamenhang zwieschen leben und tod besteht um die entwicklung des menschen als eine art göttliches oder wie man es nennen will besteht man lernt was oder wer mann ist wenn es so weit ist.Ich befürchte ich wurde falsch verstanden ich sagte auch ich lasse mich gerne davon überzeugen das ich falch lege den wenn es so ist dann bin ich dankbar und kritiesiere niemanden.

maral
19.06.2007, 16:33
Ich möchte euch bitten, Ed's freimaurerische Zurückhaltung zu achten, denn auch das Schweigen können ist eine hart erlernte Tugend, die sich die Freimaurer auf die Fahne geschrieben haben.

Lieber Thomas,
das kann ich so jetzt nicht stehen lassen. Du scheinst mich hier falsch zu verstehen. Ich habe niemandes Schweigen mißachtet. Nein! Wenn man schweigen will so möge man dies tun und das werde ich auch respektieren. Ich hatte den Eindruck es soll die weitere Diskussion zu diesem Thema als allgemein überflüssig und sinnlos dargestellt werden. Dies ist sie offensichtlich nicht, wenn man die unterschiedlichen und interessanten Beiträge dazu sieht.

Martin

oberon
19.06.2007, 16:46
Lieber Vale, lieber Maral

ich wollte euch nicht vorwerfen, jemanden beleidigt oder missachtet zu haben, aber manchmal bedrängt man jemanden unwissentlich, der in weiser Voraussicht lieber schweigen möchte.

Ich bin auch sicher, dass Ed sich nicht beleidigt fühlt, aber ich wollte mich zu Wort melden, BEVOR es vielleicht ohne Absicht dazu kommt.

Religion ist ein Thema, bei dem man leicht empfindliche Stellen trifft, die unmöglich vorauszuahnen sind. Daher ist dies ein denkbar schlechtes Medium dafür, auch - und da muss ich Dir Recht geben maral - interessante Aspekte dabei zum Vorschein kommen können.

Dieses Thema bewegt sich aber weg vom Tod hin zu einer allgemeinen religiösen Positionierung. Das halte ich nicht für glücklich.

Vale, Du schreibst, dass Du Dich gern eines besseren belehren lassen würdest. Wenn dies jemand hier - insbesondere ein Bruder - versuchen würde, bekäme er es mit mir zu tun. Denn die eigenen Religionsansichten als "besser" über andere zu stellen wäre schon grob unfreimaurerisch. Und das dann auch noch einem anderen überzustülpen erst recht.

Die Grenzen zwischen dem Darstellen der eigenen Überzeugung und einem Missionierungsversuch sind gerade beim Thema Religion sehr dünn. Darum bin ich der Meinung, dass so eine Diskussion nur im privaten Umfeld möglich ist, nicht auf einer "Schaubühne" wie diesem Forum.

Viele Grüße,

Thomas

Vale
19.06.2007, 17:03
Lieber bruder Oberon ich habe versucht Über das thema Leben nach dem Tod mich zu äusern und kein Religionsthema zu beginnen dafür sind die Kirchen zuständig oder geschiechtsschreiber ich wollte nur klar stellen das in meinen augen der mensch eine art Gott ist ich rede nicht über die Kirchliche Bedeutung von Gott als schöpfer oder so etwas ähnliches ich bin weder kirchen kirchengänger noch ein missionar oder Priester ich finde nur das es ein thema ist über das es viele ansichten gibt und das nicht zwiengend meine die richtige sein muss wen ich damit jemanden angegriffen haben soll so ENTSCHULDIGE ich mich damit.Nochmals zu errinerung mit Göttliches oder Gott meine ich nicht die Kirchliche Bedeutung.Trotzdem finde ich diese Unterhaltung und dies Thema Göttlich schöm;-):yes:

lepsus
19.06.2007, 17:28
So wie mit Mozart (der uuunsteeeerbliche Bruder Mozart). Der ist in einem Massengrab verrottet und damit war sein Talent beendet, seine Musik wird gespielt, aber ob er damit weiterlebt, in Erinnerungen vielleicht...


Was wir nicht definiert haben, sind die Formen des Lebens nach dem Tode. Damit Mozart mit seiner Musik meine Seele berührt, muß er persönlich nicht vor meinem geistigen Auge erstehen. Trotzdem bewegt er so lange nach seinem Tod noch etwas in mir.

In der Freimaurerei sprechen wir daher auch nicht von toten Brüdern. Nein, sie wurden nur zu "höherer Arbeit" vom Großen Baumeister aller Welten abgerufen. Nun arbeiten sie in unserer Vorstellung im Ewigen Osten zu unserem und zum Wohle der ganzen Menschheit weiter. Der eine Bruder mehr, der andere abgerufene Bruder in unserem Empfinden weniger. Es muß dabei nicht Goethe oder Mozart sein, sondern das Durchsehen von Zeichnungen (Vorträgen) unserer abgerufenen Brüder in der Loge erweckt sie in uns erneut zu neuem Leben. Mit dabei sind bei mir auch Brüder, die längst vor meiner Aufnahme bereits in den Ewigen Osten abberufen worden sind.

Mancher Vortrag bei der Internetloge stammt von einem solchen Bruder. Ich stelle mir immer vor, daß der Bruder in einem Lehnstuhl wippend im Ewigen Osten sitzt, zu uns auf die Erde herabschaut und sich freut, daß er im Jetzt auch noch über seine in der Vergangenheit geleistete Arbeit auf uns wirken kann.

Vielleicht ist die im Diesseits von den inzwischen Verstorbenen geleistete Arbeit, außerhalb des religiösen Bereiches, die einzige erkennbare deterministische Verbindung zu den Menschen im Jenseits ??? :hmmm:

irishmason
19.06.2007, 17:34
Ich bin auch sicher, dass Ed sich nicht beleidigt fühlt, ..........


ne bin ich ganz und gar nicht und ich stimme Dir zu.

Diskutieren tue ich gerne und auch oft hitzig, wer mich kennt, weiss wovon ich spreche, aber das ist Mentalitätssache.

Die FM verbietet die Diskussion in der Loge über Religion und Parteipolitik.

Warum? Weil jeder seine durch viele Faktoren bedingte Einstellung hat, die er verteidigen wird und die in Diskussionen ob das eine besser oder das andere schlechter sei, nur zu Emotionen und Streit führt.

Ich geniesse die FM seit 1982, weil ich mit Menschen zusammentreffe, die aus den verschiedensten konfessionellen, kulturellen, bildungsmässigen, beruflichen und politischen Bereichen kommen und doch können wir uns Bruder nennen und einen vernünftigen Umgang pflegen, eben weil wir Reizthemen garnicht erst zum Streitthema kommen lassen, über all die Jahre, wenn ich so zurückblicke, war das sehr gut, ich weiss noch nicht einmal in welche Kirche, Moschee oder Synagoge ein Bruder geht, also welcher Religion er ist, es interessiert mich auch nicht, ich sehe erst einmal den Menschen, und ich sehe auch den Menschen in jemandem der religionsfern ist, auch er hat seine Gründe und die muss ich achten.

Jeder soll nach seiner Facon selig werden...sagte der Alte Fritz, auch ein FM... und danach halte ich mich. Was ein Bruder religiös empfindet, was er privat macht, hat mich nicht zu berühren. Man muss den Mensch sehen (sehen, ja, daher halte ich Diskussionen in einem Forum oder per email nicht für so geeignet..) und dann urteilen aber nicht verurteilen.

Ich kann (man stelle sich das mal vor...) nicht jemanden davon überzeugen versuchen, dass seine Konfession schlecht ist und meine Ansicht besser. Das ist schon im nichtfreimaurerischen Leben eine penetrante Einmischung in die Dinge anderer.

Wie gesagt, ich diskutiere gerne, aber nicht über Religion, schon gar nicht über Konfessionen oder ob die Partei besser ist oder die...

ED

maral
19.06.2007, 18:00
Ich versteh jetzt ehrlich gesagt nicht mehr ganz was los ist.

Wie gesagt, ich diskutiere gerne, aber nicht über Religion, schon gar nicht über Konfessionen oder ob die Partei besser ist oder die...

Lieber Ed,

1.) wer hat das denn getan?
und
2.) dann lass es halt!

versteh letzteres jetzt bitte nicht falsch. Aber wenn ich eine Diskussion (nebenbei bemerkt halte ich diese hier gar nicht mal für so kontrovers) nicht weiterführen will, dann geh ich ein Tischchen weiter anstatt zu fordern, die Diskussion einzustellen (es sei denn wir wären zu zweit).
Ich hoffe ich bin jetzt verstanden worden. Mehr war nicht dran an meinem Nachhaken.

Martin

irishmason
19.06.2007, 18:16
Ich versteh jetzt ehrlich gesagt nicht mehr ganz was los ist.



2.) dann lass es halt!

, dann geh ich ein Tischchen weiter anstatt zu fordern, die Diskussion einzustellen (es sei denn wir wären zu zweit).
Ich hoffe ich bin jetzt verstanden worden. Mehr war nicht dran an meinem Nachhaken.

Martin

Lieber Martin, eben aus diesem Grunde ist eine Diskussion in einem Forum schon brisant.

Heute hat mir ein Kollege ein Email geschickt, ich war sauer und sprach ihn darauf an, er meinte es ganz anders und bestätigte ,dass Emails bei brisanten Themen nicht geeignet sind.

Ich habe nur zum Thema DISKUSSION hier Stellung genommen, weil Vossi hier die Diskussionskultur anfachen will.

Wenn man denn diskutiert und wenn, dann auch etwas mit Emotionen, sonst wird es fad, dann kommt schnell die gelbe und rote Karte und die Bemerkung "lass es", halt Dich zurück, so nicht, setzt dich an einen anderen Tisch, verschwinde..... eben aus dem Grund (wir haben genug Streit auf der Welt) bin ich, als in anderen Foren gebranntes Kind, da etwas vorsichtiger und rate es auch denen an, die hier breitflächig diskutieren wollen.

Nochmal, ich verstehe dieses Forum als Informationsbörse für diejenigen, die sich über die FM informieren wollen, aus erster Hand, wenn man denn heiss diskutieren will, sollte man ein Unterforum machen, wo man dann auch mal deutlicher werden kann, aber ich glaube, dass ist nicht im Sinne der VGL.

ich bin in einigen englischsprachigen Foren, da gibt es sooooooooooviel andere freimaurerische Themen, über die gesprochen wird und sacht diskutiert, aber Diskussionen, die die religiöse Sphäre oder die Intimsphäre eines Menschen berühren habe ich dort nicht gefunden.
ED

kauli
19.06.2007, 19:08
Lieber Bernhard,
da machst Du mir jetzt fast ein bißchen Angst. Nicht davor, dass nachher nichts mehr kommen könnte - nein, davor dass man ein Jenseits bräuchte um im Hier und Jetzt sinnvoll von sinnlos, recht von unrecht oder gut und schlecht trennen könnte.
Ganz liebe Grüße

Martin

Lieber Martin,

danke für diese ehrlichen Zeilen. Das Besondere am Bund der Freimaurer ist, dass Themen wie Tod nicht ausgeblendet oder den Glaubensgesellschaften als Domäne überlassen werden, sondern dass wir darüber reden können.
Ich denke, wir müssen garnicht in sinnvoll und sinnlos, in gut oder schlecht unterteilen, denn das ist ein Urteil, das uns nicht zusteht. Jesus, den ich gerne zitiere, sagt: "Urteile nicht, damit Du nicht verurteilst wirst", und ist nicht eine Unterteilung in Gut und schlecht ein Urteil? Sollten wir nicht vielmehr annehmen, dass der grosse Baumeister eine perfekte Welt geschaffen hat, und dass uns nur die Fähigkeit zur Einsicht fehlt, diese Perfektion zu erkennen? Und was ein "Jenseits" angeht sagt der gute Jesus "Sorge Dich nicht um morgen". Das entspricht dem "carpe diem" der alten Römer. Freu Dich am Lächeln Deines Sohnes, denn es ist das Lächeln Gottes.
Dein T.K.

kauli
19.06.2007, 19:25
Was wir nicht definiert haben, sind die Formen des Lebens nach dem Tode. Damit Mozart mit seiner Musik meine Seele berührt, muß er persönlich nicht vor meinem geistigen Auge erstehen. Trotzdem bewegt er so lange nach seinem Tod noch etwas in mir.

:hmmm:

Doch, genau das tust Du, wenn Du Dir einen Mozart vorstellst. Du machst Dir ein Bild von ihm, in das Du alles hineinpackst, was Du von ihm gehört oder gesehen hast, und wenn Du das Lautwesen "Mozart" aussprichst rufst Du diese Bilder auf Deine geistige Leinwand.

Gruss
Thomas

lepsus
19.06.2007, 19:36
Doch, genau das tust Du, wenn Du Dir einen Mozart vorstellst. Du machst Dir ein Bild von ihm, in das Du alles hineinpackst, was Du von ihm gehört oder gesehen hast, und wenn Du das Lautwesen "Mozart" aussprichst rufst Du diese Bilder auf Deine geistige Leinwand.


Da muß ich Dich enttäuschen. Gerade bei Mozart, von dem keine eindeutig zuordnungsfähigen Bilder existieren, denke ich nicht in Bildern, sondern im Erfühlen seiner Musik. Anders verhält es sich bei der Erinnerung an Brüder, die mir einmal begegnet sind und deren Werk ich gerade in den Händen halte.

Auch strahlt jeder Text eine eigene Magie aus. Man kann dieses leicht bemerken, wenn man selbst verfaßte Schriften nach langer Zeit wieder einmal in die Finger bekommt. Sie sind einem zum Teil fremd, und Inhalte erscheinen weit entfernt in einem neuen Licht.

Bin ich mit diesem Empfinden allein ??

kauli
19.06.2007, 19:45
Egal wie man dazu steht. Ohne ein Danach ist ein Jetzt absolut wertlos. - jede königliche, nur eine brotlose Kunst.

.

Lieber Berni,

das mag in Deiner Welt so sein. In meiner ist es so, dass nur die Gegenwart zählt, das "Hier und Jetzt". Ich vermute nämlich, dass Zeit nur eine Illusion ist, die wir benötigen, um der Bilderabfolge in unserem Inneren eine Struktur zu geben. Vergangenheit und Zukunft rechnen wir uns im Jetzt aus. Wir rechnen sie uns im wahrsten Sinne mit der uns innewohnenden Logik aus, auch wenn sie uns noch so wirklich vorkommen. Wenn Du diese Zeilen liest, dann ebenfalls nur im "Jetzt", und wenn Du Dich an sie "später" erinnerst, dann auch nur in einem "Jetzt".

Dein kauli

irishmason
19.06.2007, 20:20
Genau, das hier und jetzt gerät völlig aus dem Blickfeld.

die Frage nach einer Existenz nach dem Tod treibt die Menschheit seit mehr als 20.000 Jahren um, daraus sind Religionen und Riten entstanden, die es den Menschen auf diesem Planeten leichter machen sollte und damit man diese Individuen auch leichter steuern kann.

Die Frage nach dem Weiterleben oder Existieren nach dem Tode ist so alt wie die Menschheit, bis heute hat niemand eine schlüssige Antwort verfasst, daher entnehme ich dem, dass da NICHTS ist, sondern nur eine Augenwischerei um die Menschen happy zu halten und sie zu manipulieren.

Es wurden religiöse Gesetze eingeführt, es gab die Vernichtung von Sodom und Gomorra, nur um dem Menschen zu zeigen wo die Grenzen sind.

Wenn es keine Religionen oder religiöse Gesetze gäbe ( wir kennen die Gebote und Verbote in der jüdischen Religion, die über 300 sind) würde alles im Chaos versinken.

Wünschenswerte Freiheit jeder Art ist eine Gefahr für die Menschheit. so wird es uns verkauft.

Wir sehen deutlich jüngst...Tornados über Demonstranten, Polizeigewalt gegen Demonstranten, Unterdrückung der Presse- und Meinungsfreiheit...diese Krake zieht sich schleimig durch alles. Sogar Websites, nichts ist vertraulich, alles ist offen, alles wird ventiliert, gespeichert, gegen dich verwandt, wenn es oportun ist...

Wir zerbrechen uns den Kopf über die Seele und Unsterblichkeit und das Leben nach dem Tode aber wir sind schon hier auf Erden ohne Rechte, ein gläserner Clown, ein Objekt von Leuten, die Macht durch Wissen von intimen Dingen ausüben, eine Gesellschaft die im Absturz ist, von Religionen dominiert, die das Töten von Andersdenkenden als Lohn fürs Paradies definieren.

Darum bin ich gegen jede Religion, weil sie die Menschheit zurückwirft.

Diese Gesellschaft wird in Gewalt versinken, uns stehen noch interessante Zeiten bevor, die FM wies den Weg, ob sie, als Minderheit obsiegt, wage ich zu bezweifeln.
ED

Klar machen möchte ich dass dies MEINE Meinung und nicht die einer Grossloge ist.

Wie das Thema jemand sieht ist jedem überlassen.

ihr wolltet eine Diskussion, nun habt ihr sie.

irishmason
19.06.2007, 20:54
Wir Freimaurer gedenken in einer Jahreszeit, die dem Gedenken an die Toten gewidmet ist, auch in der Loge der verstorbenen Brüder.

Dies heisst Trauerloge.

Ich bin ein sinistrer Typ und dieses Ritual beeindruckt mich.
Ich, als glaubensferner und religionsferner bin mehr als eingenommen von dem Ritual, wo man der verstorbenen Brüder gedenkt.

Wie schon berichtet, glaube ich nicht an ein Leben nach dem Tod und auch nicht an Höllenstrafen oder sonstige Repressalien.

Diese Trauerloge bewegt mich zutiefst, zutiefst, ihr werdet es nicht glauben.

Dies ist das Gedenken an Brüder die uns in die Finsternis vorangegangen sind und die wir schätzten.

Finsternis ist meine Version, nicht die der FM, wohlgemerkt !!!!!!

Ich bin, wie ich eingangs sagte ein sinistrer Typ, ich habe die Zeichen der Mortalität sogar im Büro, Schädel am PC, die Marineflagge mit dem Totenkopf der Templer ( ich bin selbst einer) in der Hutablage meines dreckigen Wagens....Totenkopf auf der Baseballcap...Totenkopf überall
Es erinnert mich an mein Ableben, ich bin nur eine Eintagsfliege...
also SO WHAT ?

ED

maral
20.06.2007, 09:31
Ich denke, wir müssen garnicht in sinnvoll und sinnlos, in gut oder schlecht unterteilen, denn das ist ein Urteil, das uns nicht zusteht.
Lieber kauli,
da magst Du schon recht haben, dass eine Unterteilung in gut und schlecht - ich habe hier wohl das denkbar schlechteste Wortbeispiel verwandt - uns nicht (ich sag "nicht immer") zusteht. Was ich deutlich machen wollte ist, dass ich - eben in der Annahme, dass da nichts mehr kommt - auf das Hier und Jetzt beschränkt zusehen muss, diese Zeit für mich und meine Umwelt möglichst "angenehm" zu gestalten (auch da fällt mir jetzt kein passenderes Wort ein). Dabei muss ich, müssen wir sehr wohl unterscheiden was "gut oder schlecht" ist, unserem Zusammenleben zuträglich ist und was nicht, was Andere in ihrer Freiheit beschränkt und was nicht....und das tun wir doch wohl auch indem wir uns Regeln für unser Zusammenleben geben und denjenigen die da nicht mitspielen wollen sanfter oder härter auf die Finger klopfen.

L.G.
Martin

Bernhard
20.06.2007, 10:43
Was ich deutlich machen wollte ist, dass ich - eben in der Annahme, dass da nichts mehr kommt - auf das Hier und Jetzt beschränkt zusehen muss, diese Zeit für mich und meine Umwelt möglichst "angenehm" zu gestalten (auch da fällt mir jetzt kein passenderes Wort ein). Dabei muss ich, müssen wir sehr wohl unterscheiden was "gut oder schlecht" ist, .....

Lieber Martin,

eure Beiträge sind alle richtig.
Denn bei einer Beurteilung kommt es immer auf den Bezug an. So wollte ich meinen Beitrag verstanden wissen.

Enge ich das Bezugsystem auf das Hier und Heute ein, können meine Entscheidungen sich deutlich von denen unterscheiden, welche in die Zukunft blicken. Gleiches gilt für Beschränkung des betrachteten Personenkreises.

Beschränkung, einengen - hört sich erst einmal sehr negativ an, doch letztendlich können wir (Menschen) nur Entscheidungen treffen, wenn wir im Vorfeld unser Bezugsystem eingeengt haben.

Eine dieser Beschränkungen ist für mich, dass man das was da nach dem Sterben kommen mag nicht in Entscheidungsfindungen für das Hier und Heute einbringt. Das Leben selbst und die kurze Zeit die uns persönlich in der "Lebensspanne Menschheit" zur Verfügung steht, ist schon so umfachreich, dass wir selbst bei dieser Begrenzung oft in moralische Zwickmühlen geraten.

Für mich persönlich ist diese bewust eingeengte Sicht (oder nennt es Spezialisierung) einer der Gründe, warum sich FM-Taten nur in Bezug auf das Diseits beschränken und die FM keine Antworten auf ein Leben nach dem Sterben gibt.

kauli
20.06.2007, 12:09
Lieber Martin,



Für mich persönlich ist diese bewust eingeengte Sicht (oder nennt es Spezialisierung) eine der Gründe, warum sich FM-Taten nur in Bezug auf das Diseits beschränken und die FM keine Antworten auf ein Leben nach dem Sterben gibt.

Naja, so ganz richtig ist das nicht.

1) Werden Menschengeist und Gottesgeist in der FM gleichgesetzt
2) wird von einem "ewigen Osten" geredet, in den die Brüder eingehen

Sind das keine Antworten?

Im übrigen scheint es mir wichtig zu sein, dass wir das Thema Sterben und mögliche Formen eines Weiterlebens nicht den Glaubensgesellschaften überlassen, die das gern als ihr Monopol reklamieren, sondern dass wir unsere eigenen Untersuchungen darüber anstellen. Ich denke auch, dass den Menschen Mut gemacht werden sollte, ihre ganz eigenen Vorstellungen zu entwickeln, unabhängig von irgendwelchen Organisationen. Umgekehrt werden Irrtümer nicht dadurch richtig, dass sich Millionen Menschen dazu bekennen. Wahrheit wird nicht durch Abstimmung entschieden.

Gruss
Thomas

Gruss
kauli

T.G.
20.06.2007, 12:24
Werden Menschengeist und Gottesgeist in der FM gleichgesetzt

Ist mir neu. Wo steht das? Ich dachte immer wir Freimaurer haben keine Dogmen. :hmmm:

Bernhard
20.06.2007, 13:52
Naja, so ganz richtig ist das nicht.

1) Werden Menschengeist und Gottesgeist in der FM gleichgesetzt
2) wird von einem "ewigen Osten" geredet, in den die Brüder eingehen

Sind das keine Antworten?



Dies mag ja alles sein. Doch ich unterstrich in meiner Aussage das Wort "Taten". Die Entscheidung für meine Taten, meine Handlungen im Alltag sollten sich als FM auf das Diseits / auf ein besseres Hier und Heute beziehen.

Liebe Grüße,
Bernhard

maral
20.06.2007, 14:05
Die Entscheidung für meine Taten, meine Handlungen im Alltag sollten sich als FM auf das Diseits / auf ein besseres Hier und Heute beziehen.
Lieber Bernhard,
da sind wir doch sehr nahe beieinander. Meine erste Entgegnung bezog sich aber auf
Ohne ein Danach ist ein Jetzt absolut wertlos. - jede königliche, nur eine brotlose Kunst.
und das stimmt doch dann so nicht! Zumindest seh ich es momentan nicht. Ich wills überdenken.

Martin

Bernhard
20.06.2007, 14:26
Lieber Bernhard,
da sind wir doch sehr nahe beieinander. Meine erste Entgegnung bezog sich aber auf

und das stimmt doch dann so nicht! Zumindest seh ich es momentan nicht. Ich wills überdenken.

Martin

Lieber Martin,

in meinen Augen ist:

a) ohne ein Danach ein Jetzt im Fluss der Zeit gesehen absolut wertlos. - jede königliche, nur eine brotlose Kunst.

b) ein Danach, mit eingeschränktem Blick auf das Hier und Heute, nicht relevant.

Kannst du also Tatsachen nicht ändern, so ändere deine Blickrichtung - gilt übrigens nicht nur in diesem Bezug.

bigbalou
20.06.2007, 21:46
Wird unser Dasein nicht umso bedeutender dadurch, dass es begrenzt, also exklusiv ist?

Hallo,

Jede kleinste unserer Handlungen, jede Entscheidung und jedes Wort, das wir sagen oder auch nicht, wirkt unendlich fort. Nichts bleibt ohne Folgen. Wenn wir nur dem individualistischen Menschen, der nur für sich steht, denkt und lebt, zustreben wollten, würden wir damit unserer Kultur und Gesellschaft das Grab schaufeln.

Somit gehe ich aus dem Tempel in die Welt hinaus und bewähre mich als Freimaurer. Oder ich unterlasse es.

Mit Gelassenheit
bigbalou

kauli
21.06.2007, 09:05
Ist mir neu. Wo steht das? Ich dachte immer wir Freimaurer haben keine Dogmen. :hmmm:li

Ritual III Bluntschli wie es die meisten südd. Logen verwenden.

kau

maral
21.06.2007, 09:29
Wenn wir nur dem individualistischen Menschen, der nur für sich steht, denkt und lebt, zustreben wollten, würden wir damit unserer Kultur und Gesellschaft das Grab schaufeln.
Handeln und denken auf das Hier und Jetzt zu beschränken hat doch nichts damit zu tun dem individualistischen Menschen, wie Du ihn beschreibst, zuzustreben. Sind denn Kultur und Gesellschaft keine Errungenschaften des Hier und Jetzt?

liebe Grüße

martin

Schwarzbär
21.06.2007, 13:50
Ritual III Bluntschli wie es die meisten südd. Logen verwenden.

kauli

Ein schönes Beispiel dafür, wie sehr sich die Verallgemeinerung in der FM verbietet. Vor dem Hintergrund, das die Wendung im Bluntschli-R. verwendet wird, bei Schröder + AFuAM aber beispielsweise nicht, kannst Du die Aussage nicht aufrecht erhalten.

Wir FM sprechen zwar von dem ewigen Osten, aber dieses Wortkonstrukt kann jeder so mit Inhalt füllen, wie er möchte.

T.G.
21.06.2007, 14:16
Dem kann ich mir nur anschließen. Ich war doch sehr überrascht zu lesen, daß die obige theologische Aussage eine integrale Lehre der Freimaurerei sei.

Schwarzbär
21.06.2007, 14:40
(...) eine integrale Lehre der Freimaurerei sei(...)

... Die es bekanntlich nicht gibt.

Aber auch als Privatmann (der mal nicht als FM denkt), kann ich mit der Gleichsetzung Menschengeist = Gottesgeist nichts anfangen. Was soll das sein?

kauli
21.06.2007, 19:06
Dem kann ich mir nur anschließen. Ich war doch sehr überrascht zu lesen, daß die obige theologische Aussage eine integrale Lehre der Freimaurerei sei.

Es gibt keine Lehre der Freimaurerei, weil es "die" Freimaurerei nicht gibt. Du siehst an dem Beispiel, dass innerhalb der einzelnen Großlogen völlig verschiedene Vorstellungen herrschen. Mein Zitat stammt aus dem Ritual der GL zur Sonne, nach dem die meisten süddeutschen Logen heute noch arbeiten. Dieser Erkenntnis: Menschengeist = Gottesgeist wird ein zentraler Abschnitt des Rituals gewidmet.

Gruss
kauli

T.G.
21.06.2007, 19:13
Schön, daß Du das klargestellt hast. :yes:

Das war nämlich doch sehr mißverständlich.

kauli
21.06.2007, 19:15
... Die es bekanntlich nicht gibt.

Aber auch als Privatmann (der mal nicht als FM denkt), kann ich mit der Gleichsetzung Menschengeist = Gottesgeist nichts anfangen. Was soll das sein?

Dem Privatmann sei gesagt, dass sich hinter dieser Formel die Vorstellung verbirgt, des Menschen Hülle sei zwar sterblich, dass in ihm aber etwas ist, das nicht aus den Stoffen der Natur gebildet ist, sondern Geist, und dieser Geist ist ein Teil des göttlichen Geistes, also unsterblich. So das Ritual der GL zur Sonne, nach dem - ich sagte es bereits - noch heute die meisten süddeutschen Logen arbeiten.
Die Aussage deckt sich im übrigen mit den Lehren aller Weisen wie Jesus oder Sokrates. Jesus führt das sehr schön in seinem Gespräch mit Nikodemus aus, den er gehörig zusammenscheißt. Sokrates geht darauf in seinem Abschiedsgespräch ein, als er schon den Schierlingsbecher intus hat. Lies da einfach mal nach, wenn Dir etwas unklar ist.

Dein kauli

bigbalou
22.06.2007, 23:36
Handeln und denken auf das Hier und Jetzt zu beschränken hat doch nichts damit zu tun dem individualistischen Menschen, wie Du ihn beschreibst, zuzustreben. Sind denn Kultur und Gesellschaft keine Errungenschaften des Hier und Jetzt?

Nein, sie sind die vorübergehende Ausprägung des Handelns und Denkens von vor dem Hier und Jetzt. Handeln im Hier und Jetzt beeinflusst die Zukunft unwiderruflich. Insofern kann ich mich nicht nicht um die Zukunft scheren. Da macht es keinen Unterschied, ob ich nun nach individualistischen Maximen denke und handle, oder ob ich mich einer Gemeinschaft verpflichtet sehe.

Wohlan
Bernd